Isenburg (Adelsgeschlecht)

Banner of the Holy Roman Emperor with haloes (1400-1806).svg
Territorium im Heiligen Römischen Reich
Grafschaft Nieder-Isenburg
Grafschaft/Fürstentum Isenburg
Wappen
Nieder-Isenburg.PNG Isenburg.PNG
Karte
Isenburg 1400.png
Grafschaft Isenburg (rosa, rechts) und Nieder-Isenburg (rosa, Mitte links) um 1400
AlternativnamenYsenburg
HerrschaftsformMonarchie
Herrscher/
Regierung
Graf, Isenburg-Birstein ab 1744: Fürst
Heutige Region/enDE-RP, DE-HE
ReichstagReichsfürstenrat ab 1803: 1 Kuriatsstimme auf der wetterauischen Grafenbank für Isenburg, 1 auf der westf. Bank für Nieder-Isenburg (bis 1644)
ReichskreisOber-Isenburg: oberrheinisch
Nieder-I.: kurrheinisch
Hauptstädte/
Residenzen
Nieder-Isenburg: Isenburg, Arenfels, Limburg, Grenzau,
Ober-Isenburg: Büdingen, Ronneburg, Birstein, Offenbach
Büdinger Speziallinien (ab 1787): Büdingen, Marienborn, Meerholz, Wächtersbach
Konfession/
Religionen
reformiert
Sprache/nNieder-Isenburg: Deutsch Moselfränkisch
Ober-Isenburg: Deutsch Rheinfränkisch
Fläche190 km² (um 1800)
Einwohner58.000 (um 1800)
Aufgegangen inNieder-Isenburg: 1664 Kondominium von Walderdorff und Wied
Ober-Isenburg: 1815 Österreich, 1816 Großherzogtum Hessen und Teile an Kurhessen

Das Adelsgeschlecht Isenburg, auch Ysenburg, ist ein Hochadelsgeschlecht, dessen Anfänge bis ins 11. Jahrhundert reichen. Stammburg des Geschlechts war die Isenburg bei Isenburg (Westerwald) im heutigen Landkreis Neuwied. Bis 1376 gelang es den Ysenburgern, die durch Heirat erworbenen Ansprüche an der Herrschaft Büdingen (im heutigen Wetteraukreis), durchzusetzen. Nachfolger wurden 1442 Reichsgrafen und waren u. a. auch Burggrafen von Gelnhausen (im heutigen Main-Kinzig-Kreis).

Die Grafschaft Isenburg (bis 1744 Isenburg oder Ysenburg, danach nur noch die Birsteiner Linie mit „I“[1]) erreichte ihre größte Ausdehnung im 18. Jahrhundert. Sie umfasste Teile des heutigen Main-Kinzig-Kreises und Wetteraukreises im nördlichen Teil und des Kreises und der Stadt Offenbach im südlichen Teil.

Die Linien Isenburg-Limburg und Isenburg-Kempenich, die von Rembold von Isenburg begründet wurden, verzweigten sich mehrfach (Nieder-Isenburg). Durch Heirat erwarben Ysenburger die Herrschaft Büdingen und weitere Gebiete in der südöstlichen Wetterau (Ober-Isenburg). Als reichsunmittelbare Grafen und Fürsten zählten die diversen Linien der Isenburger/Ysenburger zum Hochadel.

Geschichte

Die zehn Reichskreise am Anfang des 16. Jahrhunderts
  • Oberrheinischer Kreis
  • Nieder-Isenburg

    Die Isenburger galten als eines der bedeutendsten, alteingesessenen, edelfreien Geschlechter am Mittelrhein und im Westerwald. Der erste nachweisbare feste Wohnsitz des Geschlechts war ein Herrenhof in Rommersdorf, nahe dem heutigen Heimbach-Weis, einem Stadtteil von Neuwied. Um 1100 hatten die Brüder Reinbold (oder Rembold) und Gerlach am Sayn- und Iserbach die Burg Isenburg erbaut und nannten sich von nun an Herren von Isenburg.[2] Reinbold von Isenburg (1103–1110) war mit einer Tochter des vorletzten Grafen von Arnstein verheiratet und erbte einige Besitzungen. Weitere Herrschaftsrechte waren:

    Gerlach von Isenburg heiratete Ende des 12. Jahrhunderts die Erbtochter der Herren von Kobern. Er wird 1189 als Herr von Kobern bezeichnet. Bis 1270 befand sich die Herrschaft Kobern in den Händen der Isenburger.

    Bereits im 12. Jahrhundert begann die Verzweigung des Geschlechts. 1210 existierten schon vier bis fünf verschiedene Linien nebeneinander. Immer neue Familienstämme bildeten sich, mit denen Erbteilungen einhergingen. Entsprechend baute man auch weitere Burgen: Zwischen 1179 und 1210 die Burg Braunsberg bei Anhausen, 1194 die Niederburg Kobern an der Mosel, 1213 die Burg Grenzau bei Höhr-Grenzhausen, 1258/59 die Burg Arenfels bei Hönningen.[2]

    Im 13. Jahrhundert erbten Bruno von Braunsberg und sein Bruder Dietrich von Isenburg die Hälfte der Grafschaft Wied. Später gelang es Wilhelm von Braunsberg-Isenburg (1324–1383) die gesamte Grafschaft zu vereinigen und eine neue Linie der Grafen von Wied zu gründen.

    Zum Ende des 15. Jahrhunderts war von der Linie Isenburg-Limburg nur noch der Zweig Isenburg-Büdingen übrig. Diese neue Grafschaft teilte sich vom Ende des 15. Jahrhunderts bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts mehrmals.

    Mit dem Tod von Graf Ernst von Isenburg-Grenzau im Jahre 1664 war die Linie Nieder-Isenburg ausgestorben. Landesherren wurden dann ab 1666 im Rahmen eines Kondominiums die Grafen von Walderdorff und Grafen von Wied-Neuwied.

    Ober-Isenburg

    Ludwig von Isenburg († um 1304), ein Ysenburger (aus Nieder-Isenburg), kam vermutlich über eine Heirat mit der Erbtochter von Büdingen in die südöstliche Wetterau (Ober-Isenburg). Es gelang den Ysenburgern, das ursprünglich in fünf Teile zerfallene Erbe der Büdinger, darunter die Verwaltung des Büdinger Waldes als Teil der Pfalz Gelnhausen, im Verlauf von etwa 150 Jahren größtenteils an sich zu bringen.

    Diese Grafschaft Isenburg-Büdingen mit dem Büdinger Schloss als Herrschaftszentrum teilte sich 1511/17 in die Linien Isenburg-Ronneburg und Isenburg-Birstein (Erste Hauptteilung). Die Linie Isenburg-Ronneburg starb 1601 aus, worauf der Gesamtbesitz an Isenburg-Birstein fiel. Die Linie Isenburg-Birstein spaltete sich 1628/31 in die Zweige Isenburg-Büdingen und Isenburg-Offenbach (Zweite Hauptteilung).

    Solmser Landrecht, Titelblatt der Ausgabe von 1571

    Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Solmser Landrecht im isenburger Herrschaftsgebiet als Landesrecht eingeführt. Dafür fand ein „besonderer Publicationsakt“ statt.[3] Das Gemeine Recht galt nun nur noch, wenn Regelungen des Solmser Landrechts für einen Sachverhalt keine Bestimmungen enthielten. Das Solmser Landrecht blieb in den Landesteilen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts an das Großherzogtum Hessen fielen, weiter geltendes Recht. Es wurde erst zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen Deutschen Reich geltenden Bürgerlichen Gesetzbuch abgelöst.

    Die Landesteilung von 1687, die Entstehung des Büdinger Landes und der Speziallinien

    Durch die Dritte Hauptteilung (1684) entstanden die beiden Häuser Ysenburg-Büdingen-Birstein (ab 1744 Fürstentum Isenburg und Büdingen mit Residenz in Birstein bzw. Offenbach) und Ysenburg-Büdingen (Grafschaft mit Residenz in Büdingen). Die letztere teilte sich am 23. Juli 1687 in Meerholz in einem erneuten Rezess (= Vergleich)[4] noch einmal in vier Speziallinien. Sie alle nannten sich Ysenburg und Büdingen und fügten jeweils den Sitz ihrer Linie hinzu (einheitliche Schreibweise jedoch erst ab dem 19. Jahrhundert): Ysenburg-Büdingen in Büdingen (ausgestorben 1941), Ysenburg-Büdingen in Marienborn (ausgestorben 1725), Ysenburg-Büdingen in Meerholz (ausgestorben 1929) und Ysenburg-Büdingen in Wächtersbach (die 1941 ihren Sitz in Büdingen nahmen; es war die einzige Speziallinie, die übrig geblieben war). Die Teil-Grafschaften waren nicht nur durch die Blutsverwandtschaft, sondern insbesondere auch durch Hausverträge (Erbfolgeregelungen) verbunden (Agnaten).

    Da das Erbprinzip der Primogenitur in Ysenburg noch nicht eingeführt war, wurde das Territorium 1687 unter den vier Söhnen von Maria Charlotte (1631–1693), Witwe des Johann Ernst I. von Isenburg-Büdingen, Vormünderin ihrer Söhne, geteilt. Der älteste Sohn, Johann Casimir Graf von Isenburg-Büdingen (1660–1693) erhielt Schloss, Stadt und Gericht Büdingen und die umliegenden Dörfer, Ferdinand Maximilian, der zweitälteste Sohn erhielt Schloss und Stadt Wächtersbach, Georg Albrecht erhielt Meerholz und die umliegenden Dörfer und Karl August erhielt Marienborn, im heutigen Büdinger Stadtteil Eckartshausen, mit den umliegenden Dörfern. Da die Linie Ysenburg-Büdingen-Marienborn bald ausstarb, gab es in der Folgezeit neben der (älteren) Hauptlinie Isenburg-Birstein die (neuen) Speziallinien Ysenburg und Büdingen in Büdingen, Ysenburg und Büdingen in Meerholz und Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach.

    Durch den Tod des Grafen Karl August von Ysenburg-Büdingen-Marienborn 1725 wurde entsprechend seinem Testament der Marienborner Besitz aufgeteilt, die Ämter Gründau und Eckartshausen, sowie die Dörfer Gettenbach und Haitz kamen zu Ysenburg-Büdingen-Meerholz.

    Jede der nunmehr drei Grafschaften umfasste jetzt ca. 200 km² mit ca. 6 500 Einwohnern bei Einnahmen von ca. 35 000 fl.[5]

    Graf Wolfgang Ernst I. zu Isenburg und Büdingen (Birsteiner Linie) wurde am 23. Mai 1744 von Kaiser Karl VII. in den Fürstenstand erhoben; aber erst 1803 erhielt sein Nachfolger einen Sitz im Reichsfürstenrat.

    Neuer Staat im Rheinbund – Souveräner Fürst

    1806 trat das Fürstentum Isenburg (-Birstein) – nicht ganz freiwillig[6] – dem Rheinbund bei und vereinigte alle isenburgische Lande[7], also auch die ysenburgischen Grafschaften Büdingen, Meerholz und Wächtersbach. Nach der faktischen Auflösung des Rheinbunds war das Fürstentum zunächst besetztes Feindesland (Generalgouvernement Frankfurt), wurde dann mediatisiert und kam 1815 zu Österreich und anschließend 1816 nach einer Teilung zu Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel (der südlich des Mains gelegene Teil im heutigen Kreis und der Stadt Offenbach und der westliche Teil des größtenteils nördlich der Kinzig gelegenen Teils zum Großherzogtum Hessen, der östliche des nördlichen Teils zum Kurfürstentum Hessen)[8]. Im Haus Hessen war von diesem Zeitpunkt an „Fürst zu Isenburg“ Bestandteil des Titels.[9] Die isenburgischen Souveränitätslande wurden im Großherzogtum als hessen-darmstädtischer Landratsbezirk Offenbach und Landratsbezirk Büdingen und der kurhessische Teil im Kreis Gelnhausen organisatorisch weiter geführt.

    Standesherren im Großherzogtum Hessen und im Kurfürstentum Hessen

    Graf Ernst Casimir III. von Ysenburg-Büdingen-Büdingen wurde 1840 vom Großherzog (Hessen-Darmstadt) als Ernst Casimir I., und Ferdinand Maximilian von Ysenburg-Büdingen-Wächtersbach wurde 1865 vom Kurfürst (Hessen-Kassel) in den Fürstenstand erhoben. Die beiden Linien nannten sich seit der Erhebung in den Fürstenstand „Fürsten zu Ysenburg und Büdingen“ (wie auch die Wächtersbacher Linie ab 1941, nach dem Aussterben aller anderen Linien).

    Bis heute existieren die (katholische) fürstliche Linie Isenburg (-Birstein) sowie die (evangelisch-reformierte) fürstliche Linie Ysenburg und Büdingen, die als mediatisierte Häuser dem Hochadel „zweiter Abteilung“ angehören. Nachkommen der Linie Ysenburg-Philippseich sind die Grafen von Büdingen.

    Linien

    Stammwappen der Isenburg nach GHdA

    Übersicht Nieder-Isenburg

    • Isenburg[10], teilt sich 1137 in:
      • Isenburg, später Isenburg-Braunsberg, teilt sich ca. 1210 in:
        • Isenburg-Wied (bis 1454, dann durch Heirat an die Herren von Runkel)
        • Nieder-Isenburg, teilt sich 1502 in
          • Isenburg-Grenzau (1502–1664) (ausgestorben 1664)
          • Isenburg-Neumagen (1554 durch Heirat an die Grafen von Sayn)
      • Isenburg-Kempenich (1197–1424)
      • Isenburg-Limburg (seit 1137), teilt sich 1146 in
        • Isenburg-Kobern (1146–1260)
        • Isenburg-Grenzau (seit 1146), teilt sich 1287 in
          • Isenburg-Arenfels (bis 1371, dann durch Heirat an Isenburg-Wied)
          • Isenburg-Cleberg, teilt sich 1340 in
            • Isenburg-Grenzau (bis 1439)

    Übersicht Ober-Isenburg

    Regenten

    Wappen der Grafen Isenburg
    Scheiblersches Wappenbuch 1450–1480

    Grafen von Isenburg in Büdingen (seit 1340)

    • 1340–1378 Heinrich II. von Isenburg in Büdingen, (* um 1300; † 1379) (Sohn von Lothar von Isenburg-Cleeberg, († 1340/41) und Isengard von Falkenstein-Lich († nach 1326)), ⚭ Adelheid von Hanau
    • 1378–1395 Johann I. von Isenburg in Büdingen, (* um 1325/39, † 1395), (Sohn von Heinrich II. in Büdingen (* um 1300; † 1379) und Adelheid von Hanau († nach 1387))
    • 1395–1408 Johann II. von Isenburg in Büdingen, (* 1360; † 1408), (Sohn von Johann I. in Büdingen (* um 1325/39, † 1395) und Sophie von Wertheim († 1387))
    • 1408–1461 Diether I. von Isenburg in Büdingen (um 1390 † 20. November 1461), Graf ab 1442, (Sohn von Johann II. von Isenburg in Büdingen (* 1360; † 1408) und Margarete von Katzenelnbogen (* um 1365; † 1438))
    • 1461–1511 Ludwig II. von Isenburg in Büdingen (* 1422; † 1511) (Sohn von Diether I. von Isenburg in Büdingen (um 1390 † 20. November 1461) und Elisabeth von Solms-Braunfels († 17. Juli 1451))

    Erbteilung unter den Söhnen Ludwig II. in Grafen von Isenburg und Büdingen zu Birstein (Johann V. (1476–1533)) sowie bis 1601 Grafen von Isenburg und Büdingen zu Ronneburg (Philipp I. (1467–1526)), danach sein Sohn Anton von Isenburg-Büdingen-Ronneburg

    Grafen von Isenburg und Büdingen zu Ronneburg (1511–1601)

    • 1511–1526 Graf Philipp von Isenburg-Büdingen-Ronneburg (* 1467, † 1526), (Sohn von Ludwig II. von Isenburg in Büdingen und Maria von Nassau-Wiesbaden-Idstein (* 1438; † 10. Januar 1480))
    • 1518–1560 Graf Anton von Isenburg-Büdingen-Ronneburg (* 1501, † 1560), (Sohn von Philipp I. von Isenburg-Büdingen-Ronneburg und Amalie von Rieneck (* 29. November 1478; † 1543))
    • 1560–1566 gemeinschaftliche Regierung der drei Söhne Antons und Elisabeth von Wied-Runkel (* 1509; † 1542): Georg, Wolfgang und Heinrich, danach Teilung:
    • 1566–1577 Graf Georg von Ysenburg-Ronneburg (* 1528, † 1577), (Sohn von Anton von Isenburg-Büdingen-Ronneburg und Elisabeth von Wied-Runkel (* 1509; † 1542))
    • 1566–1597 im Kelsterbacher Landesteil: Graf Wolfgang von Ysenburg-Ronneburg (* 1533, † 1597), (Sohn von Anton von Isenburg-Büdingen-Ronneburg und Elisabeth von Wied-Runkel (* 1509; † 1542))
    • 1566–1597 im Ronneburger Landesteil, danach bis zu seinem Tod in der gesamten Grafschaft: Graf Heinrich von Ysenburg-Ronneburg (* 1537, † 1601), (Sohn von Anton von Isenburg-Büdingen-Ronneburg und Elisabeth von Wied-Runkel (* 1509; † 1542))

    fällt danach an Grafen von Ysenburg und Büdingen in Birstein

    Grafen von Isenburg und Büdingen zu Birstein (1511–1633)

    • 1511–1533 Graf Johann V. von Isenburg (Ysenburg) und Büdingen in Birstein (* 1476, † 18. Mai 1533), (Sohn von Ludwig II. von Isenburg in Büdingen und Marie von Nassau-Wiesbaden-Idstein (* 1438, † 10. Januar 1480))
    • 1533–1596 Graf Philipp II. von Isenburg-Büdingen in Birstein (23. Mai 1526; 5. April 1596), (Sohn von Johann V. von Isenburg und Büdingen in Birstein und Anna von Schwarzburg-Blankenburg (* 23. Februar 1497; † 1546))
    • 1596–1633 Graf Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen in Birstein, Burggraf von Gelnhausen (* 1560; † 1633), (Sohn von Philipp II. von Isenburg-Büdingen in Birstein und Irmgard zu Solms-Braunfels (* 1536; † 1577))

    Erbteilung in Grafen von Isenburg-Büdingen in Büdingen und Grafen von Isenburg-Büdingen in Offenbach.

    Grafen von Isenburg-Büdingen in Offenbach (1633–1718)

    • 1633–1635 Graf Wolfgang Heinrich von Isenburg-Büdingen in Offenbach und Dreieich, (* 1588; † 1635), (Sohn von Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen in Birstein und Anna (Katharina) von Gleichen-Remda († 3. März 1598))
    • 1635–1685 Graf Johann Ludwig von Isenburg und Büdingen in Offenbach, (* 1622; † 1685), (Sohn von Wolfgang Heinrich von Isenburg-Büdingen in Offenbach und Dreieich und Maria Magdalena van Nassau Wiesbaden (* um 1592, † 13. Januar 1654)) (durch Erbteilung an Isenburg-Birstein)
    • 1685–1718 Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach in Offenbach, (Sohn von Johann Ludwig von Isenburg und Büdingen in Offenbach und Luise von Nassau-Dillenburg (* 1623, † 1665))

    Fällt an Grafen von Ysenburg und Büdingen in Birstein.

    Grafen und Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstein (1685–1918)

    Wappen Ysenburg-Büdingen in Fulda
    • 1685–1711 Graf Wilhelm Moritz zu Ysenburg und Büdingen in Birstein (* 1657; † 1711), (Sohn von Johann Ludwig von Isenburg und Büdingen in Offenbach (* 1622; † 23. Februar 1685) und Luise von Nassau-Dillenburg (* 23. Mai 1623; † 17. November 1665))
    • 1711–1754 Graf Wolfgang Ernst I. zu Isenburg und Büdingen (* 1686; † 1754), seit 23. Mai 1744 (Reichs-)Fürst zu Isenburg und Büdingen, (Sohn von Wilhelm Moritz zu Ysenburg und Büdingen in Birstein und Anna Amalie von Ysenburg-Büdingen (* 23. Oktober 1653; † 12. März 1700))
    • 1754–1803 Fürst Wolfgang Ernst II. zu Isenburg und Büdingen (* 1735; † 1803), (Enkel von Wolfgang Ernst I., Sohn von Wilhelm Emich Christoph von Isenburg (1708–1741) und Amalie Belgika, zu Ysenburg und Büdingen in Marienborn (* 29. Februar 1716; † 2. Januar 1799))
    • 1803–1820 Fürst Carl zu Isenburg und Büdingen (* 1766; † 1820), (Sohn von Wolfgang Ernst II. zu Isenburg und Büdingen und Sophie Charlotte von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym (* 3. April 1743; † 5. Dezember 1781))
    • 1820–1866 Fürst Wolfgang Ernst III. zu Isenburg und Büdingen (* 1798; † 1866), (Sohn von Carl zu Isenburg und Büdingen und Charlotte Auguste Wilhelmine zu Erbach-Erbach (* 5. Juni 1777; † 21. Mai 1846))
    • 1866–1899 Fürst Karl II. zu Isenburg und Büdingen (* 1838; † 1899), (Enkel von Carl zu Isenburg und Büdingen, Sohn von Viktor zu Isenburg und Büdingen (* 1802; † 1843) und Maria zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (* 3. August 1813; † 19. März 1878))
    • 1899–1918 Fürst Franz Joseph zu Isenburg und Büdingen (* 1869; † 1939), seit 1913 Fürst von Isenburg, (Sohn von Karl II. zu Isenburg und Büdingen und Maria Luisa von Österreich-Toskana (* 31. Oktober 1845; † 27. August 1917))

    Chefs des Hauses Isenburg (seit 1918)

    • 1918–1939 Fürst Franz-Joseph zu Isenburg-Birstein (* 1869; † 1939), Standesherr und Chef des Hauses Isenburg-Birstein (seit 1913 von Isenburg), (Sohn von Karl II. zu Isenburg und Büdingen (* 1838; † 1899) und Maria Luisa von Österreich-Toskana (* 31. Oktober 1845; † 27. August 1917))
    • 1939–1956 Franz Ferdinand von Isenburg (* 1901; † 1956), (Sohn von Franz-Joseph zu Isenburg-Birstein und Friederike Maria Theresia zu Solms-Braunfels (* 29. März 1873; † 21. April 1927))
    • 1956–2018 Franz Alexander von Isenburg (* 1943; † 2018), (Sohn von Franz Ferdinand von Isenburg und Irina Tolstoi (* 26. Januar 1917, † 20. Juni 1998))
    • 2018–0000 Alexander von Isenburg (* 1969), (Sohn von Franz Alexander von Isenburg (* 22. Juli 1943; † 5. Mai 2018) und Elisabeth Christine von Saurma (* 2. Oktober 1941))

    Grafen und Fürsten von Ysenburg-Büdingen in Büdingen (1633–1918)

    • 1633–1673 Graf Johann Ernst I. von Isenburg-Büdingen (* 1625; † 1673), (Sohn von Wolfgang Ernst I. zu Isenburg und Büdingen in Birstein und Juliane zu Sayn-Wittgenstein (* 26. Februar 1583; † 8. Februar 1629))
    • 1673–1693 Graf Johann Casimir von Isenburg-Büdingen (* 1660; † 1693), (Sohn von Johann Ernst I. von Isenburg-Büdingen und Marie Charlotte zu Erbach (* 24. März 1631 † 8. Juni 1693))
    • 1693–1708 Graf Johann Ernst II. von Isenburg-Büdingen (* 1683; † 1708), (Enkel von Wolfgang Ernst I. zu Isenburg und Büdingen, Sohn von Wilhelm Emich Christoph zu Isenburg (* 1708; † 1741) und Amalie Belgika zu Ysenburg-Marienborn (* 29. Februar 1716; † 2. Januar 1799))
    • 1708–1749 Graf Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen (* 1687; † 1749), (Sohn von Johann Casimir von Isenburg-Büdingen (* 10. Juli 1660, † 23. September 1693) und Sophie Elisabeth zu Isenburg-Birstein (* 10. Juli 1650; † 3. September 1692))
    • 1749–1768 Graf Gustav Friedrich von Isenburg-Büdingen (* 1715; † 1768), (Sohn von Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen (* 1687; † 1749) und Christina Eleonore zu Stolberg-Gedern (* 12. September 1692; † 30. Januar 1745))
    • 1768–1775 Graf Ludwig Casimir von Isenburg-Büdingen (* 1710; † 1775), (Sohn von Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen Büdingen (* 1687; † 1749) und Christina Eleonore zu Stolberg-Gedern (* 12. September 1692; † 30. Januar 1745))
    • 1775–1801 Graf Ernst Casimir II. von Isenburg-Büdingen (* 1757; † 1801), (Enkel von Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen (* 1687; † 1749), Sohn von Ernst Dietrich zu Isenburg (* 30. Oktober 1717; † 26. Dezember 1758) und Dorothea zu Isenburg und Büdingen in Birstein (23. September 1723; † 10. Februar 1777))
    • 1801–1848 Graf Ernst Casimir III. von Isenburg-Büdingen (* 1781; † 1852), (Sohn von Ernst Casimir II. von Isenburg-Büdingen (* 1757; † 1801) und Eleonore Augusta Amalie von Bentheim-Steinfurth (* 26. April 1754; † 18. Februar 1827))

    seit 1840 als

    • 1840–1848 Fürst Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen, resignierte 1848, (* 1781; † 1852), (Sohn von Ernst Casimir II. von Isenburg-Büdingen und Eleonore Augusta Amalie von Bentheim-Steinfurth)
    • 1848–1861 Fürst Ernst Casimir II. zu Ysenburg und Büdingen, (* 1806; † 1861), (Sohn von Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen (* 1781; † 1852) und Ferdinande zu Erbach-Schönberg (* 23. Juli 1784; † 24. September 1848))
    • 1861–1906 Fürst Bruno zu Ysenburg und Büdingen (* 1837; † 1906), (Sohn von Ernst Casimir II. zu Ysenburg und Büdingen (* 1806; † 1861) und Thekla Adelheid zu Erbach-Fürstenau (* 9. März 1815;† 13. März 1874))
    • 1906–1918 Fürst Wolfgang zu Ysenburg und Büdingen, (* 1877; † 1920) (Sohn von Bruno zu Ysenburg und Büdingen (* 1837; † 1906) und Bertha Amalsunde zu Castell-Rüdenhausen (* 4. Juli 1845; † 5. Juli 1927))

    Chefs des Hauses Ysenburg und Büdingen in Büdingen (seit 1918)

    Wolfgang-Ernst zu Ysenburg und Büdingen, 2009
    • 1918–1920 Wolfgang Fürst zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 1877; † 1920), (Sohn von Bruno zu Ysenburg und Büdingen (* 1837; † 1906) und Berta zu Castell-Rüdenhausen (* 4. Juli 1845, † 5. Juli 1927))
    • 1920 (Gustav) Alfred Fürst zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 1841; † 1922), verzichtete 30. Juli 1920, (Enkel von Ernst Casimir III.(I.) (* 1781; † 1852), Sohn von Gustav (* 1813; † 1883) und Bertha von Holleben (* 16. November 1818; † 30. November 1904))
    • 1920–1941 Carl Gustav Fürst zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 1875; † 1941), adoptierte 1936 Otto Friedrich von Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach, (Sohn von Gustav Alfred zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 1841; † 1922) und Luitgarde Sophie zu Castell-Rüdenhausen (* 1843; † 1927))
    • 1941–1990 Otto Friedrich Fürst zu Ysenburg und Büdingen (* 1904; † 1990), (Sohn von Erbprinz Ferdinand Maximilian zu Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach (* 25. Juni 1880; † 11. März 1927) und Margarethe (Margita) zu Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach (* 19. April 1876; † 22. September 1954))
    • 1990 Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen (* 1936), (Sohn von Otto Friedrich zu Ysenburg und Büdingen (* 1904; † 1990) und Felicitas von Reuss zu Köstritz (* 1914; † 1989))

    Grafen und Fürsten von Ysenburg-Büdingen in Wächtersbach (1687–1918)

    • 1687–1703 Graf Ferdinand Maximilian I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1662; † 1703), (Sohn von Johann Ernst I. von Isenburg-Büdingen (* 1625; † 1673) und Marie Charlotte zu Erbach (* 1631; † 1693))
    • 1715–1755 Graf Ferdinand Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1692; † 1755), (Sohn von Ferdinand Maximilian I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1662; † 1703) und Albertine Maria zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, (* 1663; † 1711))
    • 1755–1778 Graf Ferdinand Casimir I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1716; † 1778), (Sohn von Ferdinand Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1692; † 1755) und Albertine Ernestine zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 25. August 1692; † 11. Juni 1724))
    • 1778–1780 Graf Ferdinand Casimir II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1752; † 1780), (Sohn von Ferdinand Casimir I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1716; † 1778) und Auguste Caroline zu Isenburg und Büdingen (* 15. Juli 1722; † 30. November 1758))
    • 1780–1782 Graf Albrecht August von Ysenburg-Wächtersbach (* 1717; † 1782), (Sohn von Ferdinand Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1692; † 1755) und Albertine Ernestine Gräfin zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 25. August 1692; † 11. Juni 1724))
    • 1782–1785 Graf Wilhelm Reinhard von Ysenburg-Wächtersbach (* 1719; † 1785), (Sohn von Ferdinand Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1692; † 1755) und Ernestine Wilhelmine zu Stolberg in Gedern (* 1695; † 1759))
    • 1785–1798 Graf Adolf I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1722; † 1798), seit 1840, (Sohn von Ferdinand Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1692; † 1755) und Ernestine Wilhelmine zu Stolberg in Gedern (* 1695; † 1759))
    • 1798–1805 Graf Ludwig Maximilian I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1741; † 1805), (Sohn von Ferdinand Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1692 † 1755) und Ernestine Wilhelmine zu Stolberg in Gedern (* 1695; † 1759))
    • 1812–1821 Graf Ludwig Maximilian II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1791; † 1821), (Sohn von Ludwig Maximilian I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1741; † 1805) und Auguste Friederike Karoline zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (* 27. Februar 1763; † 20. April 1800))
    • 1821–1846 Graf Adolf II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1795; † 1859), (Sohn von Ludwig Maximilian I. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1741; † 1805) und Auguste Friederike Karoline zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (* 27. Februar 1763; † 20. April 1800))
    • 1846–1903 Graf Ferdinand Maximilian III. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1823; † 1903), seit 17. August 1865 (kurhessischer) Fürst[11], (Sohn von Adolf II. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1795; † 1859) und Luise Charlotte Philippine Ferdinande von Philippseich (* 19. Februar 1798; † 23. April 1877))
    • 1903–1918 Fürst Friedrich Wilhelm von Ysenburg-Wächtersbach (* 1850; † 1933), (Sohn von Ferdinand Maximilian III. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1824; † 1903) und Augusta Marie Gertrude von Hanau, von Schaumburg (* 1802; † 1875))

    Chefs des Hauses Ysenburg-Büdingen in Wächtersbach (seit 1918)

    • 1918–1933 Fürst Friedrich Wilhelm von Ysenburg-Wächtersbach (* 1850; † 1933), (Sohn von Ferdinand Maximilian III. von Ysenburg-Wächtersbach (* 1824; † 1903) und Augusta Marie Gertrude (von Hanau) von Schaumburg (* 1802; † 1875))
    • 1933–1990 Otto Friedrich III. Fürst zu Ysenburg und Büdingen (* 1904; † 1990), (Enkel von Friedrich Wilhelm von Ysenburg-Wächtersbach, Sohn von Ferdinand Maximilian von Ysenburg-Wächtersbach (* 1880; † 1927) und Margarethe (Margita) von Dönhoff (* 1876; † 1954), adoptiert von Carl Gustav zu Ysenburg und Büdingen in Büdingen (* 1875; † 1941))
    • 1990 Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen (* 1936), (Sohn von Otto Friedrich III. zu Ysenburg und Büdingen (* 1904; † 1990) und Felicitas von Reuss zu Köstritz (* 1914; † 1989))

    Bekannte Mitglieder des Hauses Isenburg

    Geistliche Reichsfürsten und Äbtissinnen

    Isenburgische Residenzen

    NameOrtResidenz der NebenlinieEntstehungszeitErhaltungszustand/ heutige NutzungBild
    Stammburg IsenburgIsenburg (Westerwald)Stammburg1103 erstmals urkundlich erwähnt.BurgruineIsenburg 01.jpg
    Niederburg KobernKobern-GondorfIsenburg-KobernMitte des 12. JahrhundertsBurgruineKobern Niederburg.jpg
    Burg GrenzauHöhr-GrenzhausenIsenburg-Grenzauum 1210BurgruineGrenzau Burg.jpg
    Schloss ArenfelsBad HönningenIsenburg-Arenfels13. Jahrhunderterhalten, 1849 bis 1855 wesentlich umgebautArenfelsRenaissanceschloss.jpg
    Burg LimburgLimburg an der LahnIsenburg-Limburgum 800größtenteils erhaltenBurg Limburg.jpg
    Schloss BüdingenBüdingenYsenburg-Büdingen-Büdingen12. Jahrhunderterhalten, Wohnsitz der Linie Ysenburg-BüdingenBüdingen Schloss äußerer Hof 0233.jpg
    Burg RonneburgRonneburg-AltwiedermusIsenburg-Ronneburg13. Jahrhundertgrößtenteils erhaltenRonneburg Hessen 03.jpg
    Schloss BirsteinBirsteinIsenburg-Birstein12. Jahrhundert, Residenz seit 1517Erhalten, Wohnsitz der Linie Isenburg-BirsteinBirstein 153540.jpg
    Isenburger Schloss in OffenbachOffenbach am MainIsenburg-Offenbach16. JahrhundertNutzung durch die Hochschule für Gestaltung Offenbach am MainOffenbach Isenburger Schloss d.jpg
    Schloss MarienbornBüdingen-EckhartshausenYsenburg-Büdingen-Marienborn1687abgebrochenSchloss Marienborn.png
    Schloss MeerholzGelnhausen-MeerholzYsenburg-Büdingen-Meerholz1555/64Pflegeheim der Inneren MissionSchloss Meerholz02.jpg
    Schloss WächtersbachWächtersbachYsenburg-Büdingen-Wächtersbachmittelalterliche Wasserburg, Residenz ab 1687Sitz der Stadtverwaltung WächtersbachSchloss Wächtersbach.JPG
    Schloss PhilippseichDreieich-GötzenhainIsenburg-PhilippseichJagdschloss von 1675, heutiger Schlossbau 1794–1800PrivatbesitzSchloss Philippseich01.jpg

    Von den zahlreichen einstigen Isenburger Residenzen befinden sich bis heute das Schloss Birstein im Besitz der katholischen Linie Isenburg (-Birstein) sowie Schloss Büdingen und die Ronneburg im Besitz der evangelischen Linie Ysenburg-Büdingen.

    Wappen

    Das Haus Isenburg hatte ursprünglich folgendes Stammwappen: In Silber zwei rote Balken. Dieses wurde später von den Nieder-Isenburger Linien weitergeführt. Die wetterauischen oder Ober-Isenburger Linien verwendeten im Unterschied dazu: In Silber zwei schwarze Balken. Dieses Wappen wurde teilweise auch mit verschiedenen Herzschilden verwendet.[12]

    Das Isenburger Wappen erscheint in beiden Farbstellungen auch heute noch in einer Reihe aktueller Gemeindewappen, z. B.:

    Weblinks

    Commons: Isenburg (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Literatur

    • Klaus-Peter Decker: Grafschaft Isenburg-Büdingen. In: Winfried Speitkamp (Hrsg.): Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900-1806. Marburg 2014, ISBN 978-3-942225-17-5 (= Handbuch der hessischen Geschichte 3 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63), S. 232–272.
    • Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. 3. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1999, ISBN 3-922244-80-7.
    • Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollst. bearb. Aufl., Beck, München 2007, ISBN 3-406-54986-1, S. 311 ff. (Eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher)
    • Hans Philippi: Territorialgeschichte der Grafschaft Büdingen. Elwert, Marburg 1954 (Schriften des hessischen Amts für geschichtliche Landeskunde 23).
    • Dagmar Reimers: Isenburg. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 10, Duncker & Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-00191-5, S. 192–194 (Digitalisat).

    Einzelnachweise

    1. Zur Schreibweise der Namen des bzw. der verschiedenen Grafen- und Fürstenhäuser s. Anton Calaminus Die Einführung der Reformation in der Grafschaft Ysenburg. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, 9. Band, Kassel 1862, S. 1–57.
    2. a b „Zur Geschichte von Isenburg“ bei bendorf-geschichte.de
    3. Arthur B. Schmidt: Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 105 u. Anm. 25 sowie beiliegende Karte.
    4. Gustav Simon: Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen, Zweiter Band: Die Ysenburg und Büdingen'sche Hausgeschichte, Frankfurt, Brönner, 1865, S. 363 f.
    5. Johann Daniel Albrecht Hoeck: Historisch-statistische Topographie der Grafschaft Oberisenburg, Jäger, Frankfurt am Main, 1790, S. 99 (Memento vom 29. März 2016 im Internet Archive)
    6. Bei einem Festbankett mit etlichen Diplomaten deutscher Reichsterritorien soll Außenminister Talleyrand diesen die Anordnung Napoleons mitgeteilt haben: "Mit Bayern und Württemberg ist bereits alles ausgehandelt, den übrigen Souveränen bleibt daher nichts anderes übrig als mit zu machen, falls sie ihre Länder behalten wollen", Gesandter von Beust aus Paris an seinen Landesherrn, den Kurfürsten von Mainz Karl Theodor von Dalberg am 3./4. Juli 1806; BStA (Bayerisches Staatsarchiv) Würzburg, MGK 494, 3, fol. 138–143, zitiert nach: Konrad M. Färber Kaiser und Erzkanzler – Carl von Dalberg und Napoleon, Mittelbayerische Druck- und Verlags-Gesellschaft (auch Universität München, Dissertation 1982), Regensburg 1994, S. 93 [186], ISBN 3927529516
    7. Artikel 24 Abs. 11 der Rheinbundakte (amtlich: Vertrag zwischen dem Bevollmächtigten Sr. Majestät des Kaisers der Franzosen, Königs von Italien mit den im Vertrage selbst genannten Bevollmächtigten deutscher Fürsten vom 12. Juli 1806. Stand: 25. Mai 2013)
    8. Convention Territorial entre le Grand Duc de Hesse et Electeur de Hesse. — Signèe à Francfort sur Mein, le 29 Juin, 1816. British and Foreign State Papers 1815–1816, Band 3, Compiled by the Librarian and Keeper of the Papers, Foreign Office, James Ridgway and Sons, Piccadilly, London: 1838, S. 812–819; (größtenteils in deutscher Sprache) Digitalisat
    9. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder, S. 312.
    10. Rembold von Isenburg bei genealogy.eu
    11. Ysenburg-Wächtersbach, Ferdinand Maximilian III. Adolf Ernst Ludwig Philipp Fürst zu. Hessische Biografie. (Stand: 31. Oktober 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
    12. "Die Wappen des Hauses Isenburg" bei welt-der-wappen.de

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