Inspekteur Cyber- und Informationsraum

Der Inspekteur Cyber- und Informationsraum (InspCIR) ist in der deutschen Bundeswehr der oberste truppendienstliche Vorgesetzte seines Organisationsbereichs und für die Einsatzbereitschaft seiner unterstellten Einheiten bei defensiven wie offensiven Operationen im Internet verantwortlich.[1] Die Notwendigkeit des neuen Kommandos bzw. des gesamten Organisationsbereichs wurde auch damit begründet, dass alleine in den ersten neun Wochen des Jahres 2017 die Netzwerke und Computer der Bundeswehr über 284.000 Attacken ausgesetzt waren.[2]

Erster Amtsinhaber war Generalleutnant Ludwig Leinhos, der zuvor bereits Leiter des Aufbaustabes CIR war.[3] Erster Stellvertreter war von April 2017 bis März 2018 Generalmajor Michael Vetter, seit dem April 2018 ist Generalmajor Jürgen Setzer stellvertretender Inspekteur. Michael Vetter übernahm nach dieser Verwendung als erster Abteilungsleiter die dem Inspekteur gegenüber weisungsbefugte Abteilung CIT im Ministerium. Die stellvertretenden Inspekteure übernehmen darüber hinaus von Amts wegen auch die Funktion des Chief Information Security Officer der Bundeswehr (CISOBw).

Der Organisationsbereich wurde mit Wirkung vom 1. April 2017 offiziell geschaffen und bündelt alle bisher in den anderen Organisationsbereichen verteilten Fähigkeiten. Sitz des Inspekteurs ist Bonn.[4]

Inspekteure

Nr.DienstgradNamevonbisBemerkungenBild
1GeneralleutnantLudwig Leinhos1. Apr. 201725. Sep. 2020Erster Inspekteur Cyber- und Informationsraum, zuvor als Leiter Aufbaustab CIR mit der Aufstellung des neuen Organisationsbereichs betraut.[5]181121 Leinhos Pump 7a.jpg
2VizeadmiralThomas Daum25. Sep. 2020

Stellvertretende Inspekteure

Nr.DienstgradNamevonbisBemerkungenBild
01GeneralmajorMichael VetterApr. 2017März 2018Chef des Stabes des Kommando Cyber- und Informationsraum und damit bis März 2018 gleichzeitig erster stellvertretender Inspekteur des Cyber- und Informationsraums sowie CISOBw
02GeneralmajorJürgen SetzerApr. 2018gleichzeitig CISOBw[6]

Einzelnachweise

  1. Von der Leyen nominiert Leinhos als ersten Cyber-Inspekteur der Bundeswehr. In: Website des Bundesministeriums der Verteidigung (Archiv Oktober 2016), 14. Oktober 2016. Abgerufen am 7. April 2017.
  2. Wie weit dürfen deutsche Cyberkrieger gehen? In: Spiegel Online. 5. April 2017, abgerufen am 5. April 2017: „Der Leiter des Cyberkommandos, General Ludwig Leinhos, sagte kurz vor dem offiziellen Start, allein in den ersten neun Wochen des Jahres seien die Bundeswehrrechner mehr als 284.000 Mal Ziel von Cyberattacken gewesen.“
  3. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – April 2017. Abgerufen am 1. April 2017.
  4. Tom Schimmeck: Militärs mit Computermaus und Laptop. In: Deutschlandfunk. 1. April 2017, abgerufen am 1. April 2017.
  5. Thomas Wiegold: Der künftige Cyber-Inspekteur der Bundeswehr steht fest. In: Augen geradeaus! 14. Oktober 2016, abgerufen am 1. April 2017.
  6. Oberpfalz Medien - Der Neue Tag: Generalmajor Jürgen Setzer übernimmt neue Aufgabe: Sicher im Cyberraum. In: onetz.de. (onetz.de [abgerufen am 10. Mai 2018]).

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Eisernes Kreuz als nationales Erkennungszeichen der Bundeswehr
181121 Leinhos Pump 7a.jpg
Autor/Urheber: Bundeswehr/Martina Pump, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Portrait von Generalleutnant Ludwig Leinhos, Inspekteur Cyber- und Informationsraum, im Kommando Cyber- und Informationsraum in Bonn am 21.11.2018