Infrarotastronomie

Die Whirlpool-Galaxie im sichtbaren und im infraroten Licht (Falschfarben):
Im nahen Infrarot tritt die Strahlung von Sternen hervor (blau-grün), im mittleren Infrarot sind kälterer Staub bzw. Kohlen­wasser­stoffe sichtbar (orange-rot)

Die Infrarotastronomie ist ein experimenteller Teilbereich der Astronomie, der die von astronomischen Objekten ausgesandte Infrarotstrahlung nutzt. Diese Strahlung liegt in einem Teil des elektromagnetischen Spektrums, der vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden kann.

Beobachtungsbereich

Wellenlänge
in μm
Frequenzband
000,65R-Band
000,80I-Band
000,90Z-Band
001,00Y-Band
001,25J-Band
001,65H-Band
002,20K-Band
003,45L-Band
004,70M-Band
010N-Band
020Q-Band

Der beobachtete infrarote Strahlungsbereich kurz Infrarot (IR) oder Wärmestrahlung reicht von 700 nm als kürzester Wellenlänge (entsprechend der höchsten Frequenz von etwa 400 THz) bis hinauf zu 300 μm, entsprechend etwa 300 GHz als tiefster Frequenz.

Kürzerwelliger als Infrarot ist sichtbares Licht, das mit Rot an IR angrenzt, das Gebiet der optischen Teleskopie. Längerwellig als IR setzt Submillimeterstrahlung das Spektrum elektromagnetischer Strahlung fort, hier beginnt die Radioteleskopie.

Infrarot wird in drei Bereiche unterteilt;

  • Nahes Infrarot (ca. 700 nm – 4 μm)
  • Mittleres Infrarot (4–40 μm)
  • Fernes Infrarot (40–300 μm)

Die angegebenen vier Grenzen für Infrarot und seine drei Teilbereiche variieren je nach Quelle etwas.

In der Astronomie werden diese Bereiche weiter in Wellenlängenbänder unterteilt, in denen die Atmosphäre weitgehend transparent ist. Diese Bänder (siehe Tabelle) sind mit Großbuchstaben bezeichnet nach den Namen der optischen Filter, die nur Strahlung der entsprechenden Wellenlänge passieren lassen. Außerhalb dieser Bänder ist die wasserdampfhaltige Luft der Troposphäre für IR praktisch undurchsichtig oder trüb.

Mit höherer Position und möglichst geringem Wassergehalt der Luftschichten darüber wird die IR-Durchsichtigkeit besser. Am besten ist diese im Weltraum. Abschattung von Sonnenlicht und Schutz vor Partikelstrahlung wird dort wichtiger.

Instrumentelle Voraussetzungen

Eine Computeranimation des Spitzer-Weltraumteleskops mit Infrarotdarstellung der Milchstraße im Hintergrund

Die oberhalb etwa 2 μm immer stärker störende Wärmestrahlung der Atmosphäre, des Teleskops und der Instrumente selbst prägt zum großen Teil die Instrumentenentwicklung.[1]

Standorte für Teleskope

Infrarotstrahlung wird von der Erdatmosphäre sehr stark absorbiert, besonders durch den atmosphärischen Wasserdampf. Nur unterhalb 1 μm und in einigen kleinen Fenstern bis etwa 40 μm ist eine Beobachtung mit erdgebundenen Teleskopen möglich. Erdgebundene Infrarotteleskope werden deshalb bevorzugt an hohen und trockenen Standorten errichtet. Beispiele sind das Mauna-Kea-Observatorium oder die Observatorien der Europäischen Südsternwarte (ESO); auch die Eisschilde der Antarktis sind wegen ihrer Höhe, Kälte und Trockenheit von Interesse.[2] Oft werden große Teleskope sowohl für optische als auch für Infrarotbeobachtungen benutzt, es gibt aber auch einige speziell für Infrarotbeobachtungen optimierte Teleskope.

Da mit zunehmender Höhe die Absorption stark zurückgeht, wurden schon seit den 1960ern Infrarotteleskope in hochfliegenden Ballons und ballistischen Höhenforschungsraketen verwendet. Seit den 1960ern wurden hochfliegende Flugzeuge (Lear Jet Observatory, Kuiper Airborne Observatory, SOFIA) eingesetzt.[2] Im Weltraum verschwindet nicht nur die atmosphärische Absorption, es wird auch möglich, kleinere Teleskope im Ganzen auf sehr tiefe Temperaturen zu kühlen und damit ihre störende Wärmestrahlung zu unterdrücken. Seit den 1980ern werden deshalb vermehrt Weltraumteleskope für den Infrarotbereich eingesetzt, die ersten waren IRAS und ISO, weitere wichtige waren ASTRO-F und Herschel, Spitzer und WISE. Am 25. Dezember 2021 wurde das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) gestartet.

Instrumente

Die Instrumente der Infrarotastronomie ähneln in der Konzeption den Kameras und Spektrographen der visuellen Astronomie. Allerdings müssen sie stark gekühlt werden. Meist dienen dazu mit flüssigem Stickstoff oder Helium gekühlte Kryostaten oder mechanische Kühlgeräte. Die im Infrarotbereich z. B. für Linsen verwendeten optischen Materialien unterscheiden sich von den für sichtbares Licht gebräuchlichen.

Häufig wechseln Infrarotinstrumente in einem Choppen genannten Vorgang regelmäßig die Beobachtungsrichtung zwischen dem untersuchten Objekt und einer benachbarten Himmelsposition. Durch Subtraktion der an beiden Positionen gemessenen Signale kann die Quelle besser vom Hintergrund abgehoben werden.

Seit den 1990ern ist für Beobachtungen im nahen Infrarot der Einsatz adaptiver Optik zur Korrektur der Luftunruhe (Seeing) möglich. Damit erreichen große erdgebundene Teleskope ihre volle beugungsbegrenzte Auflösung und können in dieser Hinsicht mit dem Hubble Space Telescope konkurrieren.

Detektoren

Über den weiten Wellenlängenbereich der Infrarotastronomie kommen mehrere Arten von Detektoren zum Einsatz. Bis zu etwa 1 μm Wellenlänge sind normale, auch in der visuellen Astronomie gebräuchliche CCD-Detektoren empfindlich. Für größere Wellenlängen werden spezielle Detektoren benötigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann mit Detektoren aus Bleisulfid (PbS) der Aufstieg der Infrarotastronomie. Heute werden besonders für das nahe Infrarot nach dem Prinzip der Fotodiode funktionierende Detektoren benutzt, aus Halbleitermaterialien wie Indiumantimonid InSb und Quecksilbercadmiumtellurid (Hg,Cd)Te. Nach dem Prinzip des Fotowiderstands arbeitende Detektoren aus dotiertem Silizium (z. B. Si:Ga) und Germanium (z. B. Ge:Ga) finden bei längeren Wellenlängen Verwendung. Daneben werden, heute besonders bei den längsten Wellenlängen, thermische Detektoren (Bolometer) eingesetzt. Diese weisen die durch die Strahlung erzeugte Wärmeenergie im Detektor nach. Bis in die 1980er Jahre waren Infrarotdetektoren fast stets Einzeldetektoren, die für größere Aufnahmen über den Himmel geführt werden mussten. Seither sind Detektoranordnungen bis zu 2048×2048 Elementen bei den kurzen Wellenlängen und bis zu wenigen tausend Elementen bei langen Wellenlängen verfügbar geworden.

Besonderheiten der Infrarotastronomie

Durchdringung von interstellarem Staub

Der Andromedanebel im infraroten Licht bei 24 μm

Die Abschwächung (Extinktion) von elektromagnetischer Strahlung durch den interstellaren Staub variiert stark mit der Wellenlänge. Bei 2 μm in nahen Infrarot ist sie gegenüber dem sichtbaren Licht bereits auf etwa 1/10 zurückgegangen. Damit werden hinter Staub verborgene Gebiete beobachtbar, z. B. junge Sterne, das galaktische Zentrum und die Kerne von Infrarotgalaxien.

Beobachtung kalter Objekte

Nach dem Planckschen Strahlungsgesetz strahlen kalte Himmelskörper wie z. B. Braune Zwerge oder noch tief in Molekülwolken eingebettete Sterne hauptsächlich im Infrarot. Viele im interstellaren Medium häufige Atome, Ionen und Moleküle haben wichtige Strahlungsübergänge im Infrarot. Besonders geeignet ist die Infrarotspektroskopie für die Bestimmung der Zusammensetzung und der physikalischen Bedingungen von Gas mit Temperaturen von einigen hundert Kelvin. Kalter (< 100 Kelvin) Staub im interstellaren Medium strahlt das absorbierte Licht im fernen Infrarot wieder ab und ist oft ein großer Beitrag zur Energiebilanz astronomischer Objekte. Im mittleren Infrarot gibt es starke Emission von organischen Verbindungen im interstellaren Medium, die mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen verwandt sind.

Beobachtungen bei hoher Rotverschiebung

Durch die kosmologische Rotverschiebung wird das von Galaxien im frühen Universum ausgesandte sichtbare oder UV-Licht auf der Erde im nahen Infrarot beobachtet. Dies ist z. B. entscheidend für die Auslegung des James-Webb-Weltraumteleskops.

Beobachtungsobjekte und wissenschaftliche Ziele

Im Sonnensystem

Planeten, Satelliten, Kometen und Asteroiden im Sonnensystem werden intensiv im Infrarot beobachtet. Von IRAS wurden z. B. einige neue Asteroiden und Kometen sowie drei Staubbänder im Bereich des Asteroidengürtels entdeckt, die vermutlich durch Kollisionen innerhalb des Asteroidengürtels entstanden sind. Ein neues Ziel sind Eigenschaften von transneptunischen Objekten des Kuipergürtels und der Oortschen Wolke.

In der Milchstraße

Vergleich des Zentrums der Milchstraße bei ver­schiedenen Wellenlängen

Viele Infrarotbeobachtungen in der Milchstraße zielen auf ein Verständnis der Entstehung von Sternen. Großflächige Suchen nach jungen Sternen in allen Entwicklungsstadien und nach Braunen Zwergen werden kombiniert mit hochaufgelösten Aufnahmen und mit Spektroskopie. Zirkumstellare Staubscheiben ergaben erste Anzeichen für die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen um andere Sterne. Im Galaktischen Zentrum wird im Infrarot die Umgebung des nächsten supermassereichen schwarzen Lochs untersucht. Entwickelte Sterne und ihr Massenauswurf sind ein weiteres Ziel der Infrarotastronomie in der Milchstraße.

Infrarotspektroskopie dient zur Untersuchung des Zustands und der chemischen Zusammensetzung des interstellaren Mediums. Von IRAS wurde auch eine diffuse Infrarotstrahlung und filamentartige Staubwolken entdeckt, die sich bis in hohe galaktische Breiten ausdehnen.

Außerhalb der Milchstraße

Infrarotgalaxien strahlen im Gegensatz zur Milchstraße und den meisten anderen Galaxien bis zu 99 % ihrer Gesamtleuchtkraft im fernen Infrarot ab. Wechselwirkungen und Zusammenstöße mit anderen Galaxien tragen zu ihrer Entstehung bei. Die Infrarotastronomie untersucht den Beitrag hoher Sternentstehungsraten in Starbursts und von aktiven Galaxienkernen zu diesem Phänomen.

Die Entwicklung von Galaxien im frühen Universum wird immer intensiver im Infrarot studiert. Im nahen Infrarot wird das rotverschobene Licht der Sterne dieser Galaxien beobachtet, im fernen Infrarot und Submillimeterbereich der von Staub verschluckte und wieder abgestrahlte Anteil.

Geschichtliche Entwicklung und Ausblick

Nachdem William Herschel 1800 die Infrarotstrahlung der Sonne entdeckt hatte, konnte Charles Piazzi Smyth 1856 erstmals eine infrarote Komponente im Spektrum des Mondlichts nachweisen. William Coblentz konnte ab 1915 Infrarotstrahlung von 110 Sternen nachweisen und gilt als einer der Begründer der IR-Spektroskopie. Diese frühen Messungen wurden meist mit Bolometern oder Thermoelementen gewonnen.

In den 1950ern brachten die Bleisulfid (PbS)-Detektoren einen Empfindlichkeitssprung im nahen Infrarot. Wie auch bei vielen späteren Detektorentwicklungen für das nahe und mittlere Infrarot profitierte die Astronomie hier vom militärischen Interesse an empfindlichen Detektorsystemen z. B. zur Verfolgung von Flugzeugen und Raketen. Um 1960 entwickelten Harold L. Johnson und Mitarbeiter das erste fotometrische System für das Infrarot. 1963 wurden mit den ersten Ballonmissionen Infrarotbeobachtungen des Mars durchgeführt und bereits 1967 wurde mit einer Serie von Raketenflügen die erste Kartierung des gesamten Himmels im mittleren Infrarot durchgeführt, hierbei wurden bei einer Gesamtbeobachtungszeit von nur 30 Minuten mehr als 2000 Infrarotquellen entdeckt. Im gleichen Jahr wurde auch das Mauna-Kea-Observatorium gegründet, das auch heute noch die größten Infrarotteleskope beherbergt. Anfang der 1970er-Jahre wurde ein militärischer C-141A Transportjet zu einem Infrarotteleskop umgebaut, das ab 1974 als Kuiper Airborne Observatory (KAO) Beobachtungen in 14 km Höhe durchführte.

Der Durchbruch der Infrarotastronomie kam jedoch in den 1980ern mit den ersten Satellitenmissionen. 1983 durchmusterte IRAS den Himmel. 1989 wurde COBE gestartet und entdeckte Anisotropien der kosmischen Hintergrundstrahlung. 1995 folgte mit dem Infrared Space Observatory (ISO) das erste echte Weltraumobservatorium für das Infrarot mit Kamera, Photometer und Spektrometern. 1997 folgte die Aufrüstung des Hubble-Weltraumteleskops mit dem Infrarotinstrument NICMOS, 2003 wurde das Spitzer-Weltraumteleskop gestartet. 2009 starteten die Missionen Planck, Herschel und WISE.

Die Entwicklung der Infrarotastronomie geht zurzeit hauptsächlich in zwei Richtungen:

Einige Himmelsdurchmusterungen im Infrarot
BezeichnungJahrWellenlängeBemerkungen
AFGRL Infrared Sky Survey19674–20 μmKatalog mit 2363 Quellen
Two Micron Sky Survey (TMSS)19682,2 μm70 % des Himmels, über 5500 Quellen
Infrared Astronomical Satellite (IRAS)198312–100 μm96 % des Himmels, über 300.000 Quellen
Cosmic Background Explorer (COBE)19891,25–240 μmsehr präzise Spektroskopie bei geringer räumlicher Auflösung
Two Micron All Sky Survey (2MASS)1997–20011,25–2,17 μmgesamter Himmel, ca. 500 Millionen Quellen
Bisher gestartete Infrarot-Weltraumteleskope
BezeichnungJahr
Infrared Astronomical Satellite (IRAS)1983
Spacelab 2 Infrared Telescope1985
Infrared Space Observatory (ISO)1995–1998
Infrared Telescope in Space (IRTS)1995
Midcourse Space Experiment (MSX)1996
Wide Field Infrared Explorer (WIRE)1999
Spitzer-Weltraumteleskop (SST)2003–2020
Akari (ASTRO-F)2006–2011
Herschel-Weltraumteleskop (HSO)2009–2013
Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE)seit 2009
James-Webb-Weltraumteleskop (JWST)seit 2021

Literatur

  • Ian Glass: Handbook of Infrared Astronomy. Cambridge University Press, Cambridge 1999, ISBN 0-521-63311-7 (Technische Grundlagen).
  • Ian S. McLean: Infrared astronomy with arrays – the next generation. Kluwer, Dordrecht 1994, ISBN 0-7923-2778-0.
  • Rudolf A. Hanel: Exploration of the solar system by infrared remote sensing. Cambridge Univ. Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-81897-4.
  • Low, F.J., Rieke, G.H., Gehrz, R.D.: The Beginning of Modern Infrared Astronomy, Ann. Rev. Astron. Astrophys. 45, 43–75 (2007).
  • David L. Clements: Infrared astronomy – seeing the heat. CRC Press, Boca Raton 2015, ISBN 978-1-4822-3727-6.
  • Thorsten Dambeck: In neuem Licht: Geburt und Tod der Sterne. Bild der Wissenschaft, 10/2008, S. 46–52, ISSN 0006-2375
Commons: Infrarotteleskope – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Infrared Telescopes, S. 501–512 in: Jingquan Cheng: The principles of astronomical telescope design. Springer, New York 2009, ISBN 978-0-387-88790-6.
  2. a b https://hal.science/hal-00839145v1/file/aa20420-12.pdf

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Andromeda galaxy Ssc2005-20a1.jpg
NASA's Spitzer Space Telescope has captured stunning infrared views of the famous Andromeda galaxy to reveal insights that were only hinted at in visible light.

This Spitzer's 24-micron mosaic is the sharpest image ever taken of the dust in another spiral galaxy. This is possible because Andromeda is a close neighbor to the Milky Way at a mere 2.5 million light-years away.

The Spitzer multiband imaging photometer's 24-micron detector recorded 11,000 separate snapshots to create this new comprehensive picture. Asymmetrical features are seen in the prominent ring of star formation. The ring appears to be split into two pieces, forming the hole to the lower right. These features may have been caused by interactions with satellite galaxies around Andromeda as they plunge through its disk.

Spitzer also reveals delicate tracings of spiral arms within this ring that reach into the very center of the galaxy. One sees a scattering of stars within Andromeda, but only select stars that are wrapped in envelopes of dust light up at infrared wavelengths.

This is a dramatic contrast to the traditional view at visible wavelengths, which shows the starlight instead of the dust. The center of the galaxy in this view is dominated by a large bulge that overwhelms the inner spirals seen in dust. The dust lanes are faintly visible in places, but only where they can be seen in silhouette against background stars.

The data were taken on August 25, 2004, the one-year anniversary of the launch of the space telescope. The observations have been transformed into this remarkable gift from Spitzer -- the most detailed infrared image of the spectacular galaxy to date.
Spitzer space telescope.jpg
Computeranimation des Spitzer-Weltraumteleskop der NASA. Im Hintergrund ist eine Infrarot-Aufnahme der Milchstraße zu sehen.
First Peek at Spitzer's Legacy Mysterious Whirlpool Galaxy (cropped).jpg
NASA's Spitzer Space Telescope has captured these infrared images of the "Whirlpool Galaxy," revealing strange structures bridging the gaps between the dust-rich spiral arms, and tracing the dust, gas and stellar populations in both the bright spiral galaxy and its companion.

The Spitzer image is a four-color composite of invisible light, showing emissions from wavelengths of 3.6 microns (blue), 4.5 microns (green), 5.8 microns (orange) and 8.0 microns (red). These wavelengths are roughly 10 times longer than those seen by the human eye.

The visible light image comes from the Kitt Peak National Observatory 2.1m telescope, and has the same orientation and size as the Spitzer infrared image, measuring 9.9 by 13.7 arcminutes (north up). Also a four-color composite, the visible light image shows emissions from 0.4 to 0.7 microns, including the H-alpha nebular feature (red in the image).

The light seen in the images originates from very different sources. At shorter wavelengths (in the visible bands, and in the infrared from 3.6 to 4.5 microns), the light comes mainly from stars. This starlight fades at longer wavelengths (5.8 to 8.0 microns), where we see the glow from clouds of interstellar dust. This dust consists mainly of a variety of carbon-based organic molecules known collectively as polycyclic aromatic hydrocarbons. Wherever these compounds are found, there will also be dust granules and gas, which provide a reservoir of raw materials for future star formation.

Particularly puzzling are the large number of thin filaments of red emission seen in the infrared data between the arms of the large spiral galaxy. In contrast to the beady nature of the dust emission seen in the arms themselves, these spoke-like features are thin and regular, and prevalent in the gaps all over the face of the galaxy.

Also of interest is the contrast in the distributions of dust and stars between the spiral and its faint companion. While the spiral is rich in dust, bright in the longer infrared wavebands, and actively forming new stars, its blue companion shows little infrared emission and hosts an older stellar population. The spectacular whirlpool structure and star formation in M51 are thought to be triggered by an ongoing collision with its companion. Understanding the impact on star formation by the interaction of galaxies is one of the goals of these observations.

The targeted galaxy is known by various names: M51 from its Messier catalog designation, and also as NGC 5194. M51 was one of the original discoveries of Charles Messier, found in October 1773 while he was observing a faint comet. The Messier catalogue of galaxies is named after him. Colloquially, M51 is also known as the "Whirlpool Galaxy", or "Rosse's Galaxy," after Lord Rosse, who first detected galaxy spiral structure in his observations of M51. The companion, NGC 5195, was discovered in 1781 by Pierre Mechain.

The Whirlpool galaxy is a favorite target for amateur and professional astronomers, alike, and was the first light target for the Infrared Space Observatory. Found in the constellation Canes Venatici, M51 is 37 million light-years away.

The Spitzer observations of M51 are part of a large 500-hour science project, known as the Spitzer Infrared Nearby Galaxy Survey, which will comprehensively study 75 nearby galaxies with infrared imaging and spectroscopy. From these data, astronomers will probe the physical processes connecting star formation to the properties of galaxies. This information will provide a vital foundation of data, diagnostic tools, and astrophysical inputs for understanding the distant universe, ultraluminous galaxies, and the formation and evolution of galaxies.
Comp galcen.jpg
NASA: Vergleich des Zentrums der Milchstraße bei verschiedenen Wellenlängen