In Through the Out Door

In Through the Out Door
Studioalbum von Led Zeppelin

Veröffent-
lichung(en)

15. August 1979

Label(s)Swan Song Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Hard Rock

Titel (Anzahl)

7

Länge

42:25

Besetzung

Produktion

Jimmy Page

Studio(s)

Polar Studios (Stockholm)

Chronologie
The Song Remains the Same
(1976)
In Through the Out DoorCoda
(1982)

In Through the Out Door ist das achte Studio-Album der britischen Rockband Led Zeppelin. Es wurde im November und Dezember 1978 in Stockholm aufgenommen und produziert und am 15. August 1979 bei Swan Song Records veröffentlicht. Das Album erreichte den ersten Platz in den US-Charts.[1]

Der Titel des Albums steht für die Probleme, die Led Zeppelin damit hatten, inmitten des aufsteigenden Punk mit ihren Werken noch einmal an die Öffentlichkeit zu gelangen. Es war wie „durch den Ausgang nach innen zu gelangen“ (“getting in through the out door”). Die Arbeit am Album übernahm vor allem John Paul Jones, da sich Jimmy Page und John Bonham in einer persönlichen Krise befanden und Robert Plant keine Instrumenten-Parts übernehmen konnte. Fühlte sich John Paul Jones zur Aufnahme von Presence außerstande, eigene Ideen abzuliefern, konnte er hier, inspiriert durch seinen neuen Yamaha GX-1 Synthesizer, wieder vermehrt seinen Input einbringen.

Zu diesem Album gibt es sechs verschiedene Außen- und Innencover (Sleeve)-Varianten, die in einem packpapierfarbenen Umschlag verkauft werden, so dass man nicht weiß, welche der sechs Versionen man erwirbt. Sie zeigen eine Bar, wie sie aus dem jeweiligen Blickwinkel einer anwesenden Person erscheint. Bei einigen (Sleeve)-Varianten konnte man durch Anfeuchten mit Wasser eine Färbung des Sleeves hervorrufen. Hipgnosis war 1979 für die Gestaltung des Covers in der Kategorie Best Album Package für einen Grammy nominiert.[2]

Die einzige Single-Auskopplung aus In Through the Out Door war Fool in the Rain, mit Hot Dog als B-Seite. Den Song All My Love widmete Robert Plant seinem Sohn Karac, der 1977 im Alter von fünf Jahren an einer aggressiven Virusinfektion gestorben war.[3]

Die Gruppe begann im September 1978 mit den Proben. Nach sechs Wochen reisten sie in die Polar Studios in Stockholm, um mit den Aufnahmen zu beginnen. Im Gegensatz zu früheren Led-Zeppelin-Alben ist bei In Through the Out Door der Einfluss des Bassisten und Keyboarders John Paul Jones und des Sängers Robert Plant wesentlich größer als der des Schlagzeugers John Bonham und des Gitarristen Jimmy Page, die oft nicht pünktlich im Aufnahmestudio erschienen. Bonham kämpfte mit Alkoholismus und Page mit Heroinabhängigkeit. Jones sagte später: „Es gab damals zwei verschiedene Lager, und wir [Plant und ich] gehörten zu dem relativ cleanen“.[4] Viele der Songs wurden von Plant und Jones tagsüber geschrieben, Page und Bonham fügten ihre Parts spät in der Nacht hinzu. Jones ließ sich von dem Yamaha GX-1-Synthesizer inspirieren, den er kürzlich gekauft hatte, und er „arbeitete eng mit Robert zusammen, was vorher noch nie der Fall gewesen war“.

Nach den Aufnahmesitzungen bei Polar wurde das Album in Page’s persönlichem Studio in seinem Haus in Plumpton abgemischt.[5] „Wearing and Tearing“, „Ozone Baby“ und „Darlene“ – letzterer ein Boogie-Woogie-Song, der allen Bandmitgliedern zugeschrieben wird – wurden während der Sessions für dieses Album aufgenommen, aber aus Platzgründen fallen gelassen.[6] Alle erschienen später auf Coda.

Liste der Titel

  1. In the Evening (Jones/Page/Plant) – 6:49
  2. South Bound Saurez (Jones/Plant) – 4:12
  3. Fool In the Rain (Jones/Page/Plant) – 6:12
  4. Hot Dog (Page/Plant) – 3:17
  5. Carouselambra (Jones/Page/Plant) – 10:32
  6. All My Love (Jones/Plant) – 5:53
  7. I'm Gonna Crawl (Jones/Page/Plant) – 5:30

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Led Zeppelin - In Through the Out Door Album Reviews, Songs & More | AllMusic. Abgerufen am 27. August 2023 (englisch).
  2. Grammy 1979 – Sieger und Nominierte (Memento vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive)
  3. Dave Lewis: Led Zeppelin: A Celebration. Omnibus Press, 2012, ISBN 978-0-85712-819-5 (google.com [abgerufen am 15. Februar 2024]).
  4. Brad Tolinski and Greg Di Bendetto, "Light and Shade", Guitar World, January 1998.
  5. Dave Lewis (2003), Led Zeppelin: Celebration II: The 'Tight But Loose' Files, London: Omnibus Press. ISBN 1-84449-056-4, pp. 49, 63, 80.
  6. John Aizelwood: Closing Time. In: Q Magazine, Special Led Zeppelin Edition. 2003, S. 94 (englisch)..

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