Hochaltingen
Hochaltingen Gemeinde Fremdingen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 58′ N, 10° 30′ O |
| Höhe: | 490 m ü. NHN |
| Fläche: | 3,65 km²[1] |
| Einwohner: | 200 (2013)[Ohne Beleg] |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 86742 |
| Vorwahl: | 09086 |

Hochaltingen (Rieser Schwäbisch Holde) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Fremdingen im Landkreis Donau-Ries (Schwaben, Bayern).[2] Die Gemarkung Hochaltingen hat eine Fläche von 3,653 km². Sie ist in 427 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8554,31 m² haben.[1][3]
Lage
Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur am nördlichen Rande des Rieses. Die Staatsstraße 2214 führt nach Fremdingen (3,5 km westlich) bzw. nach Belzheim (2 km östlich). Die Kreisstraße DON 12 zweigt von dieser ab und führt an Herblingen vorbei nach Utzwingen (3 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herblingen (1 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1153 als „Haheltingen“ erstmals schriftlich erwähnt. Es gab zu dieser Zeit ein Ortsadelsgeschlecht. Ab 1238 sind die Edelherren von Hürnheim im Besitz des Ortes, die sich seitdem Herren von Hürnheim-Niederhaus-Haheltingen nennen. Das Geschlecht starb 1585 im Mannesstamm aus und die Erbin Cordula brachte den Besitz den Freiherren von Welden zu. 1764 verkauften diese den Ort an die Grafen von Oettingen-Spielberg für einen Wert von ca. 550.000 Rheinischen Gulden.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand der Steuerdistrikt Hochaltingen. Zu diesem gehörten Fallhaus, Herblingen und Nonnenbergmühle.[5] Wenig später wurde die Ruralgemeinde Hochaltingen gebildet, zu der Fallhaus gehörte. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Oettingen diesseits der Wörnitz.[6] Am 1. Mai 1978 wurde das Hochaltingen in die Gemeinde Fremdingen eingegliedert.[7]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Baudenkmäler
In Hochaltingen gibt es sieben Baudenkmäler:[8]
- Marienstraße 1: katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
- Marienstraße 5: Friedhof
- Sankt-Ulrich-Straße 4: ehemaliges Spital
- Schlossstraße 4: Schloss Hochaltingen
- Schlossstraße 6: katholisches Pfarrhaus
- Kapelle und Bildstock
● Haus Schneider (Bladschneider)
Exerzitien Haus St. Ulrich
Im Ortszentrum befindet sich das bundesweit bekannte katholische Exerzitienhaus St. Ulrich. Träger ist die gemeinnützige „St.-Ulrich-Stiftung“.[9]
Persönlichkeiten
- Ludwig Joseph von Welden (* 1727 in Hochaltingen; † 1788 in Freising), Fürstbischof von Freising
Literatur
- Karl Bosl (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 7: Bayern (= Kröners Taschenausgabe. Band 277). 3. Auflage. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-27703-4, S. 300.
- Georg Lill (Hrsg.), Karl Gröber: Die Kunstdenkmäler von Bayern, VII (Schwaben), 1: Bezirksamt Nördlingen. R. Oldenbourg Verlag, München 1938, S. 178–203. (Nachdruck: R. Oldenbourg Verlag, München/Wien 1982, ISBN 3-486-50514-9)
Weblinks
- Hochaltingen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 9. April 2026.
- Hochaltingen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 9. April 2026.
Einzelnachweise
- ↑ a b Gemarkung Hochaltingen (096705). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Gemeinde Fremdingen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. April 2026 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 158 (Digitalisat).
- ↑ Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 76 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Denkmalliste für Fremdingen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Webseite: Haus St. Ulrich - Hochaltingen.

