Hildesheim

WappenDeutschlandkarte
Wappen der Stadt Hildesheim

Koordinaten: 52° 9′ N, 9° 57′ O

Basisdaten
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis:Hildesheim
Höhe:81 m ü. NHN
Fläche:92,18 km2
Einwohner:101.055 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte:1096 Einwohner je km2
Postleitzahlen:31134–31141
Vorwahl:05121
Kfz-Kennzeichen:HI, ALF
Gemeindeschlüssel:03 2 54 021
Stadtgliederung:14 Ortschaften i. S. des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG); 19 (statistische) Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
31134 Hildesheim
Website:www.hildesheim.de
Oberbürgermeister:Ingo Meyer (parteilos)
Lage der Stadt Hildesheim im Landkreis Hildesheim
Landkreis HildesheimNiedersachsenLandkreis HolzmindenLandkreis NortheimLandkreis GoslarLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis Hameln-PyrmontRegion HannoverLandkreis PeineFreden (Leine)LamspringeBockenemAlfeld (Leine)DuingenSarstedtAlgermissenHarsumGiesenNordstemmenHildesheimElzeGronauEimeDiekholzenDiekholzenSchellertenSchellertenSöhldeBad SalzdetfurthHolleSibbesseKarte
Über dieses Bild
Marktplatz mit Knochenhaueramtshaus
Blick von der Andreaskirche nach Norden auf die Innenstadt; Mitte: St. Jakobi, rechts: Marktplatz

Hildesheim ( [hɪldəshaɪ̯m], niederdeutsch Hilmessen/Hilmssen, lateinisch Hildesia) ist eine Großstadt in Niedersachsen rund 30 km südöstlich von Hannover und Oberzentrum. Sie hat rund 100.000 Einwohner.[2]

Der Sitz des katholischen Bistums Hildesheim war bis 1974 kreisfreie Stadt. 1974 wurde Hildesheim mit der Gebietsreform in Niedersachsen zur Großen selbständigen Stadt und zur Großstadt und bildet seitdem mit dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Hildesheim-Marienburg, seit 1977 erweitert um den ehemaligen Landkreis Alfeld (Leine), den Landkreis Hildesheim, dessen Kreisstadt sie ist. Von 1885 bis 1978 gab es einen Regierungsbezirk Hildesheim. Der Regionalbeauftragte für das Leine-Weser-Gebiet, das den gesamten 2004 aufgelösten Regierungsbezirk Hannover abdeckt, ist seit 2014 in der Stadt ansässig.[3]

Hildesheim ist Standort von drei Hochschulen: Die Stiftung Universität Hildesheim, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) sowie die Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege.

Dom St. Mariä Himmelfahrt und St. Michaelis zählen zu den bedeutendsten Bauwerken der Frühromanik und sind seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe.

Geographie

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigen
Blick auf die Stadt vom Panoramaweg
Blick auf Hildesheim aus Westen in 600 Meter Höhe
Blick nach Südosten über die Stadt

Geographische Lage

Hildesheim liegt an der Grenze von Innerstebergland und Hildesheimer Börde überwiegend am rechten Ufer des Flusses Innerste, einem östlichen Zufluss der Leine. Die Stadt befindet sich nördlich des Hildesheimer Walds und west-nordwestlich des Höhenzugs Vorholz. An den nordwestlichen Stadtrand grenzen die Giesener Berge.

Die Stadtgrenze Hildesheims reicht im Norden und Osten bis auf weniger als 15 km an Hannover (Bockmerholz) und Salzgitter (Osterlinde) heran sowie bis auf weniger als 30 km an die Stadtgrenze Braunschweigs (Ellernbruch). Die Entfernungen zu den nächsten Großstädten im Süden und Westen liegen in der Größenordnung 50–100 km (Göttingen in Südniedersachsen sowie Paderborn und Bielefeld in Nordrhein-Westfalen).

Coat of arms of Hannover.svg
Hannover
34 km
Wappen Celle.png
Celle
62 km
DEU Braunschweig COA.svg
Braunschweig
54 km
DEU Hameln COA.svg
Hameln
50 km
NachbargemeindenCoat of arms of Salzgitter.svg
Salzgitter
37 km
Wappen Alfeld (Leine).png
Alfeld (Leine)
28 km
DEU Goettingen COA.svg
Göttingen
79 km
DEU Goslar COA.svg
Goslar
63 km

* Entfernungen sind gerundete Straßenkilometer bis zum Ortszentrum.

Naturschutzgebiete

Im Stadtgebiet von Hildesheim sind sieben Naturschutzgebiete ausgewiesen: Am roten Steine, Finkenberg/Lerchenberg, Gallberg, Giesener Teiche, Haseder Busch, Lange Dreisch und Osterberg und Mastberg und Innersteaue.[4]

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Hildesheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören sämtlich zum Landkreis Hildesheim: Harsum, Schellerten, Bad Salzdetfurth, Diekholzen, Gronau, Nordstemmen und Giesen.

Stadtgliederung

Im Stadtgebiet von Hildesheim bestehen gemäß § 6 der Hauptsatzung der Stadt 14 Ortschaften gemäß § 90 Abs. 1 NKomVG: [5]

sowie die früheren Gemeinden

Geschichte

Frühe Geschichte

Nördlich von Hildesheim, am Nordrand des Ortes Harsum, wurde eine der ältesten bäuerlichen Siedlungen Norddeutschlands entdeckt. Im Sommer 2017 begannen Ausgrabungsarbeiten, bei denen fünf ältest-linienbandkeramische Hausgrundrisse auf einer 78,5 m hohen Kuppe zutage kamen, die in die Zeit um 5700 v. Chr. datiert wurden. Die bis zu 30 mal 9 m messenden Häuser sind nordwest-südost-orientiert und bilden eine halbkreisförmige weilerartige Ansiedlung, die nach Süden offen ist.[6]

An der Stelle, wo der West-Ost-Handelsweg Hellweg (heute etwa Bundesstraße 1) die Innerste querte, bestanden vermutlich schon in vorfränkischer Zeit eine Siedlung und ein Heiligtum.

Name

Eine frühere Behauptung, Hildesheim habe 577 Bennopolis geheißen, ist nicht haltbar, da der Zusatz in einer Pariser Handschrift offensichtlich gefälscht ist. Der Handelsweg, die Benennung nach einem Gründer namens Hildwin,[7]; auch andere Thesen für den Ursprung des Namens werden genannt.

Der Brockhaus Multimedia 2002 schreibt: „Der Name Hildesheim (so seit Anfang des 13. Jahrhunderts) ist verkürzt aus Hildinisheim (12. Jahrhundert), Hildeneshem (1022) und Hiltenesheim (1004) hervorgegangen. Er enthält den alten deutschen Personennamen Hildin oder Hildini (zu althochdeutsch hiltia, Kampf)“.[8] Die Schreibung Hiltinesheim entspricht der althochdeutschen, die Form Hildeneshem der altsächsischen Form des Namens. Ursprünglicher Namensträger war möglicherweise die älteste Siedlung im heutigen Stadtgebiet, das Alte Dorf, von der die später gegründete Stadt den Namen übernahm.

Lateinisch wurde früher der Name Hildesia genannt.[9]

Stadtgründung und Frühmittelalter

Mauerabschnitt und Turmfundament der Bernwardsmauer am Domhof (um 1000)
Stadtbild im 17. Jahrhundert nach Merian-Stich, Modell in der Fußgängerzone
Hildesheim 1729
Stadtplan um 1750

Ausgrabungen, die direkt nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Hildesheimer Annenfriedhof durchgeführt wurden, weisen darauf hin, dass sich im 8. Jahrhundert eine Missions- oder Taufkapelle auf dem späteren Hildesheimer Domhügel befand.[10] Wenig später erfolgte der Ausbau Elzes, des karolingischen Vorpostens im ostfälischen Gebiet. Womöglich war Elze zunächst auch als Bistumsstandort vorgesehen, da Teile dieses Vorpostens des späten 8. Jahrhunderts unter dem Patrozinium des Apostels Petrus standen.[11] Elze (etwa 19 km westlich des heutigen Hildesheim) wurde als Verweis auf die kaiserliche Macht Aula Caesaris, kurz Aulica genannt.[12] Die günstigere Lage der Stadt gab aber wohl den Ausschlag, so dass das Bistum 815 von Ludwig dem Frommen auf dem Gebiet des heutigen Hildesheim gegründet wurde. Das Bistum wurde der Gottesmutter Maria geweiht (siehe auch Gründungssage).

Als die ersten Bischöfe des neugegründeten Bistums gelten Gunthar und Rembert. Mit Ebo[13] bestieg 845 der ehemalige Erzbischof von Reims den Hildesheimer Bischofsstuhl.[14] Ebo war zwischen die Fronten innerfränkischer Konflikte geraten und muss seine Versetzung nach Hildesheim sicherlich als abwertend empfunden haben. Trotzdem erscheint es wahrscheinlich, dass das junge Hildesheimer Bistum in erheblichem Maß von seinen Kontakten zum fränkischen Reims profitierte. So bezeichnet ein Hildesheimer Verbrüderungsverzeichnis die Reimser Kirche als Mater in canonica institutione.[15] Unter Bischof Altfrid wurde der erste Dom errichtet. In Bischof Bernwards Amtszeit fällt die Erweiterung des Bereichs der Domburg, die sich nun durch die um das Jahr 1000 errichtete Mauer und die 1010 erbaute Michaeliskirche erweiterte. Zwischen Dom und Michaeliskirche lag der Alte Markt.[16] Die Domburg ist noch heute in der Anlage des Domhofs erkennbar.

Hoch- und Spätmittelalter

Im Zuge der stadtgeschichtlichen Entwicklung wurde die sich vor allem um St. Andreas bildende Handwerker-, Händler- und Bürgerstadt Hildesheim in den Jahrhunderten nach der Gründung zu einem bedeutenden Gemeinwesen. 1167 war Hildesheim eine nahezu vollständig ummauerte Marktsiedlung. 1217 wurde erstmals ein Rathaus erwähnt.

Unmittelbar neben der Altstadt entstanden 1196 die bischöfliche Dammstadt und wenig später – die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1221 – die dompröpstliche Neustadt. Sowohl Damm- wie Neustadt waren im Gegensatz zur Altstadt planmäßige Gründungen bzw. Ansiedlungen, deren Regelmäßigkeit man verglichen mit der Altstadt noch im Straßenbild erkennen kann. Jede dieser Städte stellte ein in sich geschlossenes Gemeinwesen dar und wählte einen eigenen Rat.[17] Aufgrund der Lage der Dammstadt direkt vor dem Westtor Hildesheim wurde sie von der größeren Stadt als Bedrohung und lästige Konkurrenz wahrgenommen.[18] Gerade deswegen wurde der gesamten Stadt bereits in der Weihnachtsnacht 1332 gewaltsam ein Ende bereitet:[19] Während die meisten Dammstädter in der Kirche beteten, drangen die Hildesheimer in den Nachbarort ein, erschlugen Priester, Laien, Mann, Weib und Kind und brannten die blühende Stadt zu Schutt und Asche.[20] Dieses Ereignis ist eng verknüpft mit der Doppelwahl auf den Hildesheimer Bischofssitz von 1331, durch die es zum Konflikt zwischen Heinrich von Braunschweig-Lüneburg, dem Kandidaten des Domkapitels, und Erich von Schaumburg, dem päpstlichen Kandidaten, kam. Nachdem die Stadt zuerst Heinrich unterstützt hatte, wechselte der Großteil des Rates 1332 auf die Seite Erichs über. Dieser Seitenwechsel war mit Versprechungen Erichs an die Stadt verbunden, die auch die Dammstadt betrafen.[21] Ob die Hildesheimer Bürger oder die Truppen Erichs hauptverantwortlich für den eigentlichen Überfall waren, ist in der Forschung umstritten.[18][22]

Das gewachsene Selbstbewusstsein der Stadt spiegelte sich auch schon beim Übergang vom 13. zum 14. Jahrhundert wider. 1298 ist ein Stadtsiegel mit der Umschrift Sigillum Burgensium de Hildensem (Siegel der Bürger von Hildesheim) überliefert. 1300 gab sich die Hildesheim ein eigenes Stadtrecht. Dies offenbart die bischöfliche Ohnmacht und zeigt, dass der Bischof einen Großteil seiner Macht über die Altstadt de facto verloren hatte.[23] Zu diesem Zeitpunkt war die topographische Entwicklung der Stadt bereits abgeschlossen. Ihre Grenzen waren abgesteckt und sie war im Wesentlichen befestigt. Die wechselhaften Beziehungen zwischen dem rechtmäßigen Stadtherren, dem Bischof, und seinen sich immer weiter emanzipierenden Untertanen, den Bürgern und ihrem Rat, stellten auch bis zum Ausgang des Mittelalters eine Konstante der Stadtgeschichte da.[24] Nach dem Aufruhr der Zünfte gegen den Rat von 1343 wurden sie seit 1345 am Stadtregiment beteiligt.

Auch nach außen hin knüpfte Hildesheim Kontakte, vor allem zu anderen Städten aus der unmittelbaren Umgebung. Diese Verbindungen sollten zum einen den autonomen Status der Stadt absichern, als auch den regionalen Handel fördern.[25] Sicherlich eingeschränkter ist die überregionale Vernetzung der Stadt einzuschätzen.[26] Dennoch nahmen 1367 Vertreter Hildesheims am Kölner Städtetag teil und unterstrichen damit die Teilhabe Hildesheimer Kaufleute an hansischen Privilegien.[27]

16. bis 18. Jahrhundert

Das Knochenhaueramtshaus von 1529 auf dem Marktplatz, Aufnahme um 1900
Das 1587 errichtete Kaiserhaus, Aufnahme um 1900

Nach jahrhundertelangen Streitigkeiten, auf deren Höhepunkt sich Alt- und Neustadt zeitweise sogar bewaffnet gegenüberstanden, wurde erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts eine Union mit einem Samtrath als übergeordnete Instanz geschaffen und in der Folge wenigstens die innere Mauer niedergelegt. Nach zweijähriger Verhandlung wurde der Unionsvertrag am 15. August 1583 unterzeichnet.[28] Endgültig zu einer Stadt vereinigt wurden Alt- und Neustadt aber erst 1806 unter preußischer Herrschaft.[29]

1523 verlor das Fürstentum Hildesheim als Folge der sogenannten Hildesheimer Stiftsfehde (1519–1523) große Teile seiner Gebiete (Rückgewinnung erst 1643) und somit auch Macht in der Region. 1542 fand die Reformation durch den Mitstreiter Martin Luthers, Johannes Bugenhagen, Einzug in die Stadt. „Die ganze Regierung der Stadt Hildesheim“ unterzeichnete 1580 die lutherische Konkordienformel von 1577.[30] Doch bestand das Bistum Hildesheim sowohl als katholische Diözese wie als Reichsfürstentum weiter, und der Dom sowie die Klosterkirchen (St. Michael nur teilweise) blieben katholisch.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Hildesheim mehrfach belagert und besetzt, so 1628 und 1632 durch kaiserliche, 1634 durch braunschweigisch-lüneburgische Unionstruppen. Parallel zum wirtschaftlichen Niedergang der Stadt wuchs der Einfluss der Welfen. 1711 musste Hildesheim eine hannoversche Garnison aufnehmen. 1772 endete die eigene Münzprägung der Stadt.[31] 1796/97 fand in Hildesheim der Hildesheimer Kongress der norddeutschen Reichsstände statt.

letzte Hildesheimer Münze, Pfennig von 1772
Hildesheimer Pfennig, Wertseite

19. Jahrhundert

Das Hildesheimer Rathaus um 1900

Das Hochstift Hildesheim wurde 1803 mit dem Reichsdeputationshauptschluss wie alle geistlichen Territorien säkularisiert und das Bistum (Diözese) Hildesheim 1824 neu umschrieben. Städte und Stiftsgebiet kamen vorübergehend unter die Herrschaft des Königreichs Preußen. Erst jetzt wurden Alt- und Neustadt zu einer Stadt vereinigt. Noch bevor die eingeleiteten Reformen abgeschlossen waren, gelangte mit dem Frieden von Tilsit 1807 das nunmehr weltliche Fürstbistum Hildesheim an das Königreich Westphalen. Im Departement der Oker war die Stadt Sitz der Unterpräfektur des Distrikts Hildesheim. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 mit der Niederlage Napoleon Bonapartes wurde der Distrikt Hildesheim dem Königreich Hannover zugeteilt und 1815 Sitz eines Amtes, das ab 1823 zur neu gebildeten Landdrostei Hildesheim gehörte. Die Stadt selbst genoss darin jedoch von Anfang an eine gewisse Selbständigkeit. Das Amt Hildesheim wurde mehrfach verändert, unter anderem wurden 1852 einige Gemeinden dem benachbarten Amt Marienburg zugeschlagen, dessen Sitz sich ebenfalls in Hildesheim befand. 1859 wurden dem Amt Hildesheim 16 Gemeinden des aufgelösten Amtes Ruthe zugeordnet.

Nach dem Deutschen Krieg 1866 wurde das Königreich Hannover zur Provinz Hannover im Königreich Preußen und Hildesheim war wieder preußische Stadt. Es kam zu einem raschen wirtschaftlichen Aufschwung; die Fachwerkbauten der Innenstadt wurden weitgehend durch Neubauten ersetzt.

Der Hildesheimer Silberfund von 1868 (heute ausgestellt in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin) gehört zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen auf deutschem Boden. Einige Historiker bewerten ihn sogar als Hinweis auf die Varusschlacht (9 n. Chr.).

Die vierte große Cholera-Pandemie (1863–1876) befiel 1867 die Stadt. 1869 wurde die ehemalige Klosterkirche St. Paulus zur städtischen Festhalle ausgebaut. 1885 erhielt Hildesheim den Status einer kreisfreien Stadt und wurde Sitz des aus dem Amt Hildesheim hervorgegangenen Landkreises Hildesheim sowie des aus der Landdrostei Hildesheim hervorgegangenen Regierungsbezirks Hildesheim.

1900 bis 1945

Historischer Stadtplan von 1910
Umgestülpter Zuckerhut (rechts) und das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Pfeilerhaus (links) um 1900

Zu Beginn des Jahrhunderts wurde die Anbindung an das Eisenbahnnetz verbessert und ab Sommer 1905 verkehrte eine elektrische Straßenbahn. Am Hildesheimer Domhof wurde Europas erste vollautomatisch betriebene elektromechanische Ortsvermittlungsstelle von der Deutschen Reichspost am 10. Juli 1908 in Betrieb genommen. Die Selbstwähleinrichtung mit Hebdrehwählern nach dem Patent von Almon Strowger war anfangs für 900 Anschlüsse ausgelegt.

1925 wurde die Hafenbetriebsgesellschaft Hildesheim gegründet und 1928 der Stichkanal Hildesheim und der Hafen Hildesheim in Betrieb genommen.[32]

Im Hildesheimer Wald in Neuhof wurde das Werk der Robert Bosch GmbH gebaut. Die unter dem Tarnnamen ELFI (Elektro- und Feinmechanische Industrie GmbH) geschaffene Firma stellte unter Leitung von Bosch Starter, Lichtmaschinen, Magnetzünder und Schwungkraftanlasser für große Lkw- und Panzermotoren der Wehrmacht her (siehe auch Neuhof - ELFI-Werk). Von Ende 1942 bis April 1952 firmierte der Betrieb als Trillke-Werke GmbH. Im Zweiten Weltkrieg wurde Anfang 1945 das durch die Schlacht um Ostpommern gefährdete Werk Küstrin der Bosch-Tochter Blaupunkt zu Trillke verlegt, wo nach Kriegsende zunächst mit der Reparatur von Rundfunkgeräten begonnen wurde.[33] Die im Krieg unzerstörten Trillke-Werke bzw. Bosch/Blaupunkt waren ein wichtiger Zulieferer der Autoindustrie in der Wirtschaftswunder­zeit der 1950er Jahre.

Die Luftangriffe auf Hildesheim 1944/45 zerstörten die Stadt zu großen Teilen. Bomber vernichteten am 22. März 1945 die Hildesheimer Altstadt fast vollständig. Von den 1500 Fachwerkhäusern blieben lediglich 200 erhalten. Die historische Altstadt wurde zu 90 Prozent im Feuersturm vernichtet.

In Hildesheim fanden kurz vor der Befreiung der Stadt durch die US-Armee Endphaseverbrechen statt, bei denen 209 Menschen durch die Hildesheimer Gestapo ermordet wurden.[34][35][36]

Am 7. April 1945 besetzten Truppen der 9. US-Armee Hildesheim.[37]

Nachkriegszeit bis 1990

1948 begann der Wiederaufbau der Stadt. Der historische Markt mit dem Knochenhaueramtshaus wurde von 1984 bis 1989 wiedererrichtet. Das Umgestülpter Zuckerhut genannte zerstörte Fachwerkhaus am Andreasplatz wurde, 500 Jahre nach seiner Errichtung, 2009/10 wieder aufgebaut.

Im Postamt des Hildesheimer Stadtteils Himmelsthür wurde 1967 das erste Weihnachtspostamt Deutschlands eingerichtet. Tausende Kinder schreiben bis heute in jedem Jahr Briefe „an den Weihnachtsmann in Himmelsthür, 31137 Hildesheim“ und erhalten nach einigen Tagen eine Antwort. Mit dem Himmelsthürer Weihnachtsstempel entwertete Weihnachtssonderbriefmarken sind weltweit Sammlerobjekte für Philatelisten. Ungeachtet der weltweiten Bekanntheit und trotz erheblicher Proteste von Kommunalpolitikern und der Stadtteilbewohner wurde die Himmelsthürer Postfiliale („das himmlische Postamt“) durch die Deutsche Post AG geschlossen. Kinderbriefe an den Himmelsthürer Weihnachtsmann werden aber weiterhin beantwortet.

1970 wurde Hildesheim Hochschulstadt, als die Abteilung Hildesheim der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen und 1971 die Fachhochschule Hildesheim (Königliche Baugewerkschule Hildesheim von 1900) ihren Betrieb in Hildesheim aufnahmen. Eingemeindungen der 1970er Jahre führten zum Anstieg der Einwohnerzahl; 1974 waren es 100.000 Einwohner.

Im Rahmen der Kreisreform 1974 Niedersachsen wurden die bislang kreisfreie Stadt Hildesheim und der Landkreis Hildesheim-Marienburg am 1. März 1974 zum Landkreis Hildesheim vereinigt, der am 1. August 1977 um den bisherigen Landkreis Alfeld (Leine) vergrößert wurde. Am 1. Februar 1978 erfolgte die Auflösung des Regierungsbezirks Hildesheim.

Nach 1990

Bis zur Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen Ende 2004 gehörte der Landkreis Hildesheim zum Regierungsbezirk Hannover. 2005 erhielt Hildesheim die Auszeichnung in Silber beim kommunalen Blumenschmuckwettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“.

Bis 2014 betrieb die DB Fernverkehr in Hildesheim ein Terminal zur Verladung von Fahrzeugen auf Autoreisezüge.[38]

2015 feierte die Stadt und das Bistum Hildesheim ihr 1200-jähriges Jubiläum und trug in diesem Rahmen vom 26. bis 28. Juni den Tag der Niedersachsen aus.

Militär

Hildesheim war bis 1919 Garnison für das 3. Hannoversche Infanterie-Regiment 79 der preußischen Armee.

Seit Juni 1926 hatte Hildesheim einen kleinen Verkehrslandeplatz. Der heutige Flugplatz Hildesheim wurde ab 1933 zu einem Fliegerhorst ausgebaut und war bis 1939 eine Aufklärerfliegerschule der Luftwaffe der Wehrmacht und von 1934 bis 1944 auch Sitz der Fliegerbildschule der Luftwaffe. Weitere Einheiten wurden im Verlauf des Zweiten Weltkriegs nach Hildesheim verlegt, u. a. die IV. Gruppe des Kampfgeschwaders 51 „Edelweiß“, die II./Zerstörergeschwader 26 und die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 200 und Fallschirmjägereinheiten.

Die Kasernen der Stadt wurden zunächst von den britischen Streitkräften und ab April 1962 auch von der Bundeswehr mit der Heeresfliegerstaffel 1 (bis 1979) wieder genutzt. 1979 nutzte die British Army das Gelände der abgezogenen Heeresflieger der Bundeswehr und stationierte dort das 1. Regiment des Army Air Corps mit Panzerabwehrhubschraubern. Angrenzend stationierte das deutsche Heer das Sanitätsbataillon 1 (später Sanitätsregiment 1) in der Oberstabsarzt-Dr.-Julius-Schoeps-Kaserne.

Am 1. Oktober 1993 verließen britische Soldat Hildesheim. Zuletzt waren in Hildesheim das 1st Royal Tank Regiment und das 1st RGT Army Air Corps stationiert. Die Stadt war bis Dezember 2007 Sitz des Stabes der Panzergrenadierbrigade 1 der Bundeswehr in der Mackensen-Kaserne die zur 1. Panzerdivision in Hannover gehörte. In der Ledebur-Kaserne unterhielt das Heer ein Kraftfahrausbildungszentrum, früher das Panzergrenadierbataillon 11, die Panzerjägerkompanie 10 und andere Brigadeeinheiten. In der Gallwitz-Kaserne war bis zur Auflösung 1992 das Panzerbataillon 14 untergebracht. 1992 wurde das Sanitätsbataillon 1 vom Flugplatzgelände in die Gallwitz-Kaserne verlagert, diese wurde gleichzeitig in Oberstabsarzt-Dr.-Julius-Schoeps-Kaserne umbenannt. Die Stadt war Sitz eines Kreiswehrersatzamtes (KWEA) in der Waterloo-Kaserne. Im Zuge der Transformation der Streitkräfte der Bundeswehr wurden die Panzergrenadierbrigade 1 und das Kraftfahrausbildungszentrum Hildesheim zum Dezember 2007 mit zuletzt 410 Dienstposten aufgelöst.
Weitere militärische Anlagen der Bundeswehr in Hildesheim waren der Standortübungsplatz Osterberg bei Himmelsthür, die Standortmunitionsniederlage Emmerke und die Standortschießanlage Giesen. Diese Liegenschaften wurden aufgegeben. Die Standortmunitionsniederlage Emmerke wurde seit August 2007 renaturiert und u. a. die Wach- und Funktionsgebäude abgerissen. Die Ledebur-Kaserne wurde abgerissen und hier das Helios Klinikum Hildesheim erbaut.

Sprachgeschichte

Die Region Hildesheim ist sprachlich Teil des ostfälischen Dialektgebietes der niederdeutschen Sprache. Um Ende des 19. Jahrhundert wurde das Niederdeutsche in Hildesheim jedoch zunehmend stärker durch die hochdeutsche Sprache verdrängt, sodass es heute nur noch sehr wenige (< 50) aktive Sprecher gibt, die in den Gemeinden um Hildesheim teilweise in Kleingruppen zusammenkommen.[39] Die Zahl der aktiven Sprecher im Landkreis ist jedoch seit Jahren stark rückläufig.

Spuren der niederdeutschen Vergangenheit Hildesheims lassen sich unter anderem noch am Huckup in der Schuhstraße erkennen.

Besonderheiten des ostfälischen Niederdeutsch der Region Hildesheim

Das Hildesheimer Platt weist viele Vokalgruppen also Doppelvokale und Dreifachvokale auf.

Bei den Perfektformen wird das g weggelassen (gefunden -> efunnen).

Das j in Wörtern wie Jahr, Junge wird manchmal als /d͡ʒ/ ausgesprochen.

Das a in Wörtern wie Abend wird /ɔ/ gesprochen.

Das ö in Wörtern wie löter (hd. später) wird /ɜ/ gesprochen.

Des weiteren weist das Hildesheimer Platt auch alle Eigenschaften auf, die für das Ostfälische im Allgemeinen üblich sind.[40]

Bemühungen zum Erhalt des Hildesheimischen Niederdeutsch

Von 2005 bis 2018 hat das in Hildesheim ansässige Radio Tonkuhle regelmäßig plattdeutsche Beiträge aus der Region aufgenommen und gesendet.[41]

Hochdeutscher Dialekt

In und um Hildesheim spricht man in Teilen einen hochdeutschen Dialekt, ähnlich Braunschweigisch oder Hannöversch. Charakteristisch dafür ist unter anderem das scharfe [st] anstelle des [ʃt].

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Hildesheim eingegliedert:

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung von Hildesheim (800x400px).svg Einwohnerentwicklung von Hildesheim - ab 1871.svg
Desc-i.svg
Einwohnerentwicklung von Hildesheim. Oben ab 1270 bis 2017. Unten ein Ausschnitt ab 1871

Wuchs die Bevölkerungszahl von Hildesheim im Mittelalter und am Anfang der Neuzeit auf Grund zahlreicher Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur langsam, erhöhte sich mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert die Einwohnerzahl rasch. 1803 gab es 11.000 Einwohner, um 1900 um 43.000 und im Mai 1939 waren es 72.495 Einwohner. Am 1. Mai 1945 war die Zahl auf 39.492 gefallen und 1950 hatte die Zahl den Vorkriegsstand wieder erreicht.

Am 1. März 1974 überschritt die Einwohnerzahl durch Gebietsreform und Eingemeindungen die Grenze von 100.000 und erreichte mit 107.629 Personen ihren historischen Höchststand. Bis Anfang der 2000er-Jahre lag diese Zahl konstant bei ca. Knapp unter 100.000 Einwohnern waren es bei der EU-Volkszählung 2011.[43] Seit dem 31. Dezember 2015 liegt die Bevölkerungszahl konstant bei über 100.000 Einwohnern.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

JahrEinwohner
12705.000
14006.000
14508.000
15009.000
16485.500
180311.108
181711.585
182512.630
3. Dezember 1849 ¹14.651
3. Dezember 1858 ¹16.300
3. Dezember 1864 ¹17.988
3. Dezember 1867 ¹19.580
1. Dezember 1871 ¹20.801
JahrEinwohner
1. Dezember 1875 ¹22.581
1. Dezember 1880 ¹25.900
1. Dezember 1885 ¹29.386
1. Dezember 1890 ¹33.481
2. Dezember 1895 ¹38.977
1. Dezember 1900 ¹42.973
1. Dezember 1905 ¹47.061
1. Dezember 1910 ¹50.239
8. Oktober 1919 ¹53.499
16. Juni 1925 ¹58.181
16. Juni 1933 ¹62.519
17. Mai 1939 ¹72.495
31. Dezember 194558.982
JahrEinwohner
29. Oktober 1946 ¹58.973
13. September 1950 ¹72.292
25. September 1956 ¹84.695
6. Juni 1961 ¹96.341
31. Dezember 196599.001
27. Mai 1970 ¹93.800
31. Dezember 1975105.290
31. Dezember 1980102.619
31. Dezember 1985100.864
31. Dezember 1990105.291
31. Dezember 1995106.101
31. Dezember 2000103.909
30. September 2005102.654
JahrEinwohner
31. Dezember 2010102.794
31. Dezember 2015101.667
31. Dezember 2019101.693
31. Dezember 2020101.055

¹ Volkszählungsergebnis

() In Klammern aktuelle Zahlen des Melderegisters.

Nach Angaben der Volkszählung in der Europäischen Union 2011 ergeben sich die folgenden Anteile (gerundet): 16 % der Hildesheimer Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt, 17 % sind im Alter von 18 bis 29 Jahren, 26 % zählen zur Altersklasse 30 bis 49 Jahre, 19 % sind 50 bis 64 Jahre alt und 22 % sind 65 und älter. Frauen sind mit 53 % in der Mehrzahl.[44]

23 % der Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen 92 % der Einwohner.

Religion

Konfessionsstatistik

[45]ProtestantenKatholikenSonstige
Christen
JudenSonstige bzw.
Konfessionslose
JahrEinwohnerzahlAnzahlAnteilAnzahlAnteilAnzahlAnteilAnzahlAnteilAnzahlAnteil
189033.48121.34763,76 %11.56034,53 %N/A5301,58 %440,13 %
190042.97327.99965,15 %14.23533,13 %N/AN/A7391,72 %
191050.23933.18166,05 %16.15632,16 %N/AN/A9021,80 %
192558.52237.60164,25 %19.35233,07 %1250,21 %5720,98 %8721,49 %
193362.51938.80562,07 %21.40134,23 %80,01 %5150,82 %1.7902,86 %
193968.67941.03059,74 %22.72833,09 %3240,47 %2170,32 %4.3806,38 %
2010103.232[46]37.94836,76 %28.31027,42 %N/AN/A34.72633,64 %
2020103.348[47]32.59131,54 %24.24823,46 %N/AN/A46.50945,00 %

Seit der Reformation war Hildesheim zu etwa zwei Dritteln evangelisch. Durch den Dom mit seinem Personal, die zahlreichen Klöster sowie den Bevölkerungsaustausch mit den umliegenden, katholisch gebliebenen Stiftsdörfern war die Bevölkerung etwa zu einem Drittel katholisch, woran sich bis ins 20. Jahrhundert wenig änderte. Gemäß dem Zensus 2011 waren 37,4 % der Einwohner evangelisch, 27,8 % römisch-katholisch und 34,8 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[48] Ende 2019 waren von den 103.988 Einwohnern 33.510 (32,2 %) evangelisch, 25.015 (24,1 %) römisch-katholisch und 45.463 (43,7 %) konfessionslos oder gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an.[49]

Christentum

815 wurde die sächsische Bevölkerung des Gebietes christianisiert und das Bistum Hildesheim gegründet. Ab etwa 1000 (ottonische Reichsreform) waren die Bischöfe zugleich Reichsfürsten über das Hochstift Hildesheim. Dessen Gebiet war jedoch sehr viel kleiner als die kirchliche Diözese, die weit in die Lüneburger Heide reichte. Während die Altstadt zum Archidiakonat St. Andreas gehörte, war die Neustadt wohl seit dem 12. Jahrhundert einem besonderen Archidiakonat unter dem Dompropst unterstellt. Außerdem gab es ein Archidiakonat St. Nikolai, zu dem die Dammstadt gehörte. Ab 1300 verlor der Bischof große Teile seiner landesherrlichen Gewalt über die Altstadt, da sich die Bürger ein eigenes Stadtrecht gaben. Hildesheim wurde jedoch nie freie Reichsstadt.

Gegen die Reformation wehrte sich der Rat der Altstadt unter Bürgermeister Hans Wildefüer lange. Nach dessen Tod wurde 1542 der Mitstreiter Martin Luthers, Johannes Bugenhagen, nach Hildesheim gerufen, der eine lutherische Kirchenordnung einführte, der auch die Neustadt folgte. Danach waren St. Andreas, St. Jakobi, St. Lamberti und St. Georgii sowie die Klosterkirchen St. Michaelis, St. Pauli und St. Martini lutherisch, während der Dom, die Stiftskirche Heiligkreuz und die Klöster St. Godehard und St. Magdalenen katholisch blieben. Der katholische Bischofssitz Hildesheim ging nicht unter, sondern besteht, neben Osnabrück, als einziger in Norddeutschland seit seiner Gründung ununterbrochen fort. Für die lutherische Bevölkerung sah sich der Rat der Altstadt als Inhaber des landesherrlichen Kirchenregiments und „oberster Bischof“ der Stadt (einschließlich der Neustadt) und setzte als Verwaltungsbehörde ein Konsistorium mit einem Stadtsuperintendenten ein.

Das Hochstift Hildesheim wurde 1803 säkularisiert. Erst jetzt wurden auch die Benediktinerklöster St. Michael und St. Godehard, das Mauritiusstift, das Sültekloster und andere verbliebene Ordensniederlassungen aufgelöst und ihr Grund- und Gebäudebestand der Klosterkammer zugeführt. Die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt gehören seitdem zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Stadt wurde Sitz eines Landessuperintendenten, seit 2020 Regionalbischof tituliert. Dessen Amtsbezirk wird heute als Sprengel bezeichnet, der aus mehreren Kirchenkreisen besteht. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt Hildesheim gehören heute zum Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Innerhalb der Landeskirche gibt es auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft.

Die Grenzen des katholischen Bistums Hildesheim wurden 1824 neu festgelegt. Bis 1930 gehörte es zur Kirchenprovinz Köln, dann zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und 1995 wurde es der neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) zugeordnet. Die fünf Pfarreien der Stadt gehören zum Dekanat Hildesheim.

Daneben gibt es auch eine Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Hildesheim, die zur Evangelisch-reformierten Kirche gehört.

Im Stadtteil Himmelsthür hatte von 1979 bis 2015 das zunächst für ganz Mitteleuropa und später nur noch für Deutschland zuständige Bistum der Serbisch-Orthodoxen Kirche seinen Sitz. Dort befindet sich auch die vorübergehend als Kathedrale genutzte Kirche der Entschlafung der Gottesmutter mit dem Kloster der Allheiligen Gottesgebärerin.

Zu den freikirchlichen Gemeinden gehören eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie Christengemeinde, eine Freie evangelische Gemeinde, eine Gemeinde Christi, zwei Pfingstgemeinden und eine Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Es gibt auch eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten.

Darüber hinaus ist auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Neuapostolische Kirche sowie die Zeugen Jehovas in Hildesheim vertreten.

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigen
Panorama der Stadt mit den Kirchen der Innenstadt. Von links nach rechts: St. Michaelis (UNESCO-Welterbe), St. Magdalenen, St. Jakobi, St. Andreas, Dom St. Mariä Himmelfahrt (UNESCO-Welterbe), Heilig-Kreuz, St. Lamberti und versteckt hinter den Bäumen St. Godehard. Zentral liegt die Mittelallee.

Judentum

Seit dem hohen Mittelalter gab es in Hildesheim eine jüdische Gemeinde, die seit 1849 eine repräsentative Synagoge am Lappenberg besaß. Diese wurde in der Reichspogromnacht 1938 zerstört. Im Zuge der nationalsozialistischen Rassenpolitik wurde die gesamte jüdische Bevölkerung Hildesheims deportiert und fast ausnahmslos in Vernichtungslagern ermordet. An der Stelle der alten Synagoge steht heute ein Gedenkstein. Erst 1997 konnte eine neue Gemeinde gegründet werden, zu der heute 113 Mitglieder in gut dreißig Familien zählen. Eine Aufarbeitung der Geschichte Hildesheims während der nationalsozialistischen Herrschaft wurde von der Universität Hannover durchgeführt.[50]

Landrabbinat Hildesheim

Das Königreich Hannover errichtete 1842 Landrabbinate, die alle jüdischen Gemeinden des Landes betreuten und die religiöse Unterweisung der Kinder beaufsichtigten. Das Landrabbinat Hildesheim umfasste die Berghauptmannschaft Clausthal und die Landdrostei Hildesheim. Die Berghauptmannschaft ging 1868 in der Landdrostei auf, die ab 1885 unter der Bezeichnung Regierungsbezirk Hildesheim fortgeführt wurde. Das Landrabbinat Hildesheim umfasste 32 jüdische Gemeinden.[51] Mit Trennung von Staat und Religion 1919 entfiel die Schulaufsicht durch die Landrabbiner. Die NS-Obrigkeit löste die Landrabbinate 1939 auf. Landrabbiner waren:

  • 1842–1846: Vakanz
  • 1846–1870: Meyer Landsberg (1810–1870)
  • 1870–1874: Vakanz
  • 1874–1892: Jakob Guttmann (1845–1919)
  • 1892–1935: Abraham Lewinsky (1866–1941)
  • 1936–1938: Josef Schwarz (1906–1992)

Islam

Am Bischofskamp etablierte sich 1992 die Selimiye Merkez-Moschee.[52]

Politik

Stadtlogo

An der Spitze der Stadt stand anfangs der bischöfliche Stadtvogt, doch befragte die Bürgerschaft schon seit dem 12. Jahrhundert den burgenses oder Besten, also eine Art Bürgermeister. Ein Rat ist seit 1236 nachweisbar. Dieser hatte 36 Mitglieder, von denen je zwölf jährlich in der Ausübung der Verwaltung wechselten. Ab 1345 ist ein Bürgermeister bezeugt. 1639 wurde die Zahl der Ratsmitglieder auf neun, ab 1703 sogar auf sechs reduziert. Mit dem Übergang der Stadt an Preußen endete der jährliche Wechsel im Rat. Bis dahin war die Verwaltung der Altstadt und der Neustadt ziemlich ähnlich. Lediglich die Zahl der Räte war unterschiedlich. 1803 wurden Alt- und Neustadt endgültig verschmolzen und die nunmehr vereinigte Stadt von einem Magistrat geleitet. Diesem gehörten ein Stadtdirektor als Leiter, ein Polizeibürgermeister, zwei Polizeisenatoren, ein Syndikus und ein Großkämmerer an. Von 1808 bis 1813 galt die französisch-westfälische Maireverfassung. 1815 führte das Königreich Hannover eine neue Stadtverfassung mit einem administrativen Magistrat und einem Justizmagistrat ein, die später mehrmals verändert, im Grundsatz aber bis 1933 beibehalten wurde.[53] Mit der Bildung des Stadtkreises Hildesheim 1885 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Stadtoberhaupt von der NSDAP eingesetzt.

Rat

Nach der Kommunalwahl am 11. September 2016 ergibt sich folgende Sitzverteilung:

Rat der Stadt Hildesheim
Fraktion/GruppeCDUSPDGRÜNEAfDUnabhängigeLinkeFDPGesamt
Sitze15147422246

Landes- und Bundespolitik

Das Gebiet der Stadt Hildesheim bildet bei den Landtagswahlen den Wahlkreis 21.[54] Direkt gewählter Abgeordneter ist hier derzeit Bernd Lynack (SPD).[55] Bei den Bundestagswahlen gehört Hildesheim zum gleichnamigen Wahlkreis 48. Direkt gewählter Abgeordneter ist hier Bernd Westphal (SPD).

Oberbürgermeister und Verwaltung

Das Hildesheimer Rathaus, 2012

1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone nach britischem Vorbild die Norddeutsche Ratsverfassung ein. Nach deren Abschaffung fand 2005 erstmals eine Direktwahl des Oberbürgermeisters statt. Aus der Stichwahl am 2. Oktober 2005 ging Kurt Machens als Sieger hervor. Er trat am 1. Februar 2006 sein Amt an. Am 22. September 2013 wurde Ingo Meyer zum Oberbürgermeister gewählt, der die Amtsgeschäfte am 1. Februar 2014 übernahm.

Stellvertreter des Oberbürgermeisters Ingo Meyer sind Bürgermeisterin Beate König sowie die Bürgermeister Ekkehard Palandt und Jörg Bredtschneider.[56] Neben dem Oberbürgermeister gehören drei Wahlbeamte der Verwaltungsleitung an: Antje Kuhne (Stadträtin für Finanzen/FDP), Andrea Döring (Stadtrat Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt/parteilos) und Malte Spitzer (Stadtrat für Jugend, Soziales, Schulen und Sport, parteilos).

Wappen

Das Wappen der Stadt Hildesheim besteht aus Schild mit Oberwappen:

Blasonierung: „Geteilt, oben in Silber wachsend ein schwarzer goldgekrönter, goldbewehrter und schwarzgezungter Reichsadler, unten von Gold und Rot geviert. Auf dem gold-rot bewulsteten Stechhelm mit gold-roten Decken eine wachsende goldhaarige, blauäugige Jungfrau (die Hildesia) in natürlichen Farben mit gold-rot quadriertem Kleid, in beiden Händen vor dem Vierungspunkt des Gewandes einen rot-silber gevierten Kranz aus acht heraldischen Rosen haltend, dabei die goldenen Kleidecken im Kranz sowie die rechte Kragenhälfte in Silber, um das Haupt ein rot-silbernes Band, hinter dem Haupt links besteckt mit einer schräglinken roten und goldenen Straußenfeder.“

Das Wappen wurde der Stadt 1528 von Kaiser Karl V. verliehen. Das Wappenprivileg befindet sich im Stadtarchiv.[57] Die Stadtflagge ist gelb-rot.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Hildesheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Blason ville fr Angoulême (Charente).svgAngoulême, Frankreich, seit 1965
Flag of Egypt.svgEl Minia, Ägypten, seit 1979
Flag of the United Kingdom.svgWeston-super-Mare, Vereinigtes Königreich, seit 1983
Flag of Indonesia.svgPadang, Indonesien, seit 1988
Coat of arms of Halle (Saale).svgHalle (Saale), Deutschland, seit 1990
Gelendzhik.svgGelendschik, Russland, seit 1992
Escut Somerset.pngNorth Somerset, Vereinigtes Königreich, seit 1997
Pavia-Stemma.pngPavia, Italien, seit 2000

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Stadttheater Hildesheim ist ein Dreispartenhaus. Seit der Saison 2007/08 wurde die Landesbühne Hannover darin eingegliedert und heißt nun Theater für Niedersachsen (TFN). Das TFN ist im Land Niedersachsen an unterschiedlichen Spielorten präsent.

Das Theaterhaus Hildesheim ist die Spielstätte der überregional bekannten freien Theaterszene Hildesheims.

Das Theaterpädagogische Zentrum Hildesheim (tpz) wurde 2009 mit dem Bundespreis MIXED UP! – Kultur macht Schule für hervorragende Projekte mit/in Schulen ausgezeichnet.

Museen

  • Das Dommuseum Hildesheim zeigt den Domschatz und weitere bedeutende Werke kirchlicher Kunst.
  • Das Neisser Heimatmuseum im Waffenschmiedehaus besitzt neben anderen sehenswerten Werken eine Sammlung von Textilien, Grafiken, Keramiken und Landkarten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert aus der schlesischen Stadt Neisse.[58][59][60]
  • Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim ist durch seine ausgezeichnete alt-ägyptische Sammlung weltweit bekannt. Es besitzt auch eine schöne Alt-Peru-Sammlung sowie bedeutende völkerkundliche und naturwissenschaftliche Objekte. Das groß angelegte neue Hauptgebäude (Architekt Gerd Lindemann) wurde 2000 fertiggestellt. Daneben dient die ehemalige Martinikirche als Ausstellungsraum.
  • Das Stadtgeschichtliche Museum im Knochenhaueramtshaus dokumentiert die Epochen der Stadtgeschichte.

Musik

Bislang in einer Stadtvilla am Rand des Zentrums und in über 20 Nebenstellen untergebracht, hat die Musikschule ab 1. Dezember 2005 ihr Domizil in der ehemaligen Waterloo-Kaserne 24 A gefunden. Rund 1800 Schülerinnen und Schüler werden von etwa 65 Instrumentallehrkräften unterrichtet. Die Altersspanne reicht hierbei von den Musikspielen für die Jüngsten (für 1½-jährige) bis zur 98-jährigen Schülerin im Musiktreff für Erwachsene.

Das einzige feste Panflötenensemble Deutschlands ist in Hildesheim beheimatet. Als Ensemble-Angebot der Musikschule Hildesheim e. V. besteht das Panflötenensemble SYRINX seit 2003 mit derzeit 16 Mitgliedern.

Im Michaeliskloster ist heute das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers untergebracht, in dem Seminare und Schulungen zu Liturgie sowie zu klassischer und moderner Kirchenmusik stattfinden; außerdem das Posaunenwerk der Landeskirche.

Die Bläserphilharmonie Hildesheim wurde 2018 als Projektorchester für sinfonische Blasmusik gegründet.

Kunst

  • Galerie im Stammelbach-Speicher. Förderverein für bildende Künstlerinnen und Künstler in der Region Hildesheim e. V.
  • Der Kunstverein Hildesheim widmet sich der zeitgenössischen Kunst.

Bauwerke

Zeugnisse von mehr als eintausend Jahren architektonischen Schaffens sind in Hildesheim anzutreffen. Da im Zentrum der Stadt die Architektur der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg vorherrscht, zeigen sich die erhaltenen historischen Bauten lediglich als Inseln, so die Jakobikirche in der Hauptgeschäftsstraße (Almsstraße), Steinbauten am Marktplatz und die Bürgerkirche St. Andreas, deren hoch aufragender Turm den Mittelpunkt der Stadt weithin sichtbar markiert. Erst außerhalb der zentralen Einkaufszone und nahe der nordwestlichen und südlichen mittelalterlichen Stadtbefestigung häufen sich Baudenkmäler älterer Zeit. Dort stehen der Mariendom, die Michaeliskirche und andere bedeutende Sakralbauten sowie bürgerliche Bauten von beachtenswerter Qualität.

Der Dom und die Michaeliskirche stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Historischer Marktplatz

Marktplatz mit Rathaus, Tempelhaus, Wedekindhaus, Lüntzelhaus, Bäckeramtshaus
Marktplatz-Nordseite mit Rolandbrunnen

Der Marktplatz wurde nach dem Alten Markt und dem Andreasplatz erst relativ spät zum Handels- und Lebenszentrum der Stadt. Dort stellten sich in der Frühen Neuzeit Bürgerschaft und Gilden in repräsentativen Bauten dar. Als einzige von diesen Gebäuden überstanden das Rathaus und das Tempelhaus den verheerenden Bombenhagel im März 1945, wenn auch erheblich beschädigt. Weitgehend unbeschädigt blieb nur der als Rolandbrunnen bekannte Marktbrunnen. Der Wiederaufbau der Nachkriegszeit brachte einerseits mit der Stadtsparkasse von Diez Brandi 1949 eine zurückhaltend zeitgenössische Formensprache hervor, die den historischen Kontext berücksichtigte, andererseits entstand 1962/63 mit dem Hotel Rose von Dieter Oesterlen ein dezidiert funktionalistisches Gebäude. An seinem kriegszerstörten Vorgängerbau, dem Knochenhaueramtshaus, entzündete sich in den 1970er Jahren eine deutschlandweit beachtete Debatte über Rekonstruktion und Wiederaufbau. Mehrere lokale Bürgerinitiativen forderten eine Rekonstruktion des Marktplatzes sowie seiner Randbebauung und zogen die Stadtverwaltung auf ihre Seite. Nach Abriss der Nachkriegsbauten wurden in wenigen Jahren die drei an das Rathaus anschließenden Platzseiten mit Rekonstruktionen neu bebaut; neben dem Knochenhaueramtshaus und dem benachbarten Bäckeramtshaus auch das Wedekindhaus. Der seither Historischer Marktplatz genannte Platz wurde zum touristischen Mittelpunkt der Stadt.

UNESCO-Welterbe Dom und Michaeliskirche

Dom
Der Mariendom zu Hildesheim (UNESCO-Welterbe), Nord-West-Ansicht

Der erste Hildesheimer Dom entstand 872 unter Bischof Altfrid. Alle Nachfolgebauten erheben sich auf dessen Fundamenten. Nach der Kriegszerstörung 1945 wurde die innere Barockisierung aufgegeben und eine Wiedererrichtung in frühromanischen Formen durchgeführt. Berühmt sind die Bronzegüsse Bernwardstür und Christussäule. Weitere Schätze sind der romanische Heziloleuchter, die spätromanische Bronzetaufe, der Tausendjähriger Rosenstock an der Domapsis (Wahrzeichen Hildesheims). Der Wiederaufbau des Doms war 1960 abgeschlossen. Der Dom ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO. In der Westverlängerung steht die ehemalige fürstbischöfliche Residenz, heute Bischöfliches Generalvikariat. Von 2010 bis 2014 wurde der Dom saniert.

Michaeliskirche
Ottonische Kirche St. Michael in Hildesheim (UNESCO-Welterbe), vom Kirchturm der Andreaskirche aus fotografiert

Bischof Bernward begann den Bau der frühromanischen Michaeliskirche 993; sie wurde 1033 fertiggestellt. Die Michaelskirche gilt als frühester durchgängig im gebundenen System errichteter Kirchenbau. Im 12. Jahrhundert wurden bis auf zwei alle Langhaussäulen erneuert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts der Westchor erweitert sowie die Langhausdecke bemalt.[61] Es blieb der nördliche Teil der spätromanischen Chorschranke erhalten. Bemerkenswert ist, dass die Krypta von St. Michael trotz der evangelischen Umweihung der Kirche immer noch katholisch geweiht ist. St. Michael wurde nach der Kriegszerstörung des Zweiten Weltkriegs in veränderter Form wieder aufgebaut und mit den Glasfenstern von Charles Crodel vollendet. Der Kirchenbau ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Motiv der Michaeliskirche wurde 2014 auf die Rückseite deutscher Zwei-Euro-Sondermünzen geprägt.

Lambertikirche

Die Pfarrkirche der Neustadt St. Lamberti ist eine spätgotische Hallenkirche von 1488. 1945 brannte sie aus. Beim Wiederaufbau wurde der südliche Sakristeianbau als mahnende Ruine belassen; erst 2007 erhielt der Turm einen neuen Helm.

Godehardikirche

St.-Godehard-Basilika

Die hochromanische St.-Godehard-Basilika wurde im 12. Jahrhundert nach der Heiligsprechung des Benediktinerabts und späteren Hildesheimer Bischofs Godehard (Gotthard) als benediktinische Klosterkirche erbaut und ist ohne wesentliche Veränderungen erhalten geblieben. Die Ausmalung und Ausstattung stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Die Godehardikirche wurde 1945 vor allem im Bereich des nördlichen Seitenschiffes beschädigt, die Schäden konnten bereits 1945 wieder behoben werden. Teile des Klausurbereichs (Ostflügel mit Kapitelsaal, Südflügel mit spätmittelalterlichen gewölbten Kellerräumen) sind erhalten. Die Kirche wurde 1963 zur päpstlichen Basilica minor erhoben. Gegenüber der Godehardikirche ist die romanische Nikolaikapelle sehenswert, eine ehemalige Pfarrkirche, die nach 1803 in ein Wohnhaus umgewandelt wurde.

Andreaskirche

St.-Andreas-Kirche, höchster Kirchturm Niedersachsens

Die St.-Andreas-Kirche, heute evangelisch-lutherisch, ist eine Markt- und Bürgerkirche im gotischen Stil. Sie wurde um 1140 als romanische Basilika erbaut, die teilweise im Mauerwerk des Turms erhalten ist. Seit etwa 1200 war sie Stiftskirche. Der gotische Bau wurde von 1389 bis 1504 errichtet. In der Andreaskirche führte Johannes Bugenhagen am 1. September 1542 die Reformation in Hildesheim ein. Der Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf 114,5 Meter erhöht. Er ist seitdem der höchste Kirchturm Niedersachsens. 1945 wurde sie zerstört. Der Wiederaufbau war 1965 vollendet. In der Basilika befindet sich eine der größten und schönsten Orgeln Norddeutschlands.

Jakobikirche

Mit dem Bau von St. Jakobi, einer einschiffigen gotischen Kirche, wurde 1503 begonnen, der Turm wurde 1514 fertig gestellt. Sie erhebt sich an der Almsstraße, Ecke Jakobistraße, die bereits 1204 unter diesem Namen erwähnt wurde. 1945 brannte sie vollständig aus. Der Wiederaufbau erfolgte 1948/49. 2014 wurde sie auch zu einer Kulturkirche.

St. Magdalenen

St. Magdalenen

Die Magdalenenkirche, eine frühgotische ehemalige Klosterkirche am Innersteufer, ist vor allem wegen des Silberschreins des heiligen Bernward und des Elffenaltars (um 1520) bedeutend. Mit dem Bau begann man 1234 im romanischen Stil, er wurde jedoch 1456 im Stil der Gotik nach Osten hin erweitert. Der westliche Teil der Kirche ist demnach der älteste. 1721 sowie bei einer erneuten Vergrößerung der Kirche 1797 erfolgte eine barocke Umgestaltung. Das Kloster wurde 1810 säkularisiert. 1945 wurde die Kirche zerstört und 1960/61 wieder aufgebaut.

Nicht weit entfernt befindet sich der barocke Magdalenengarten, einer der ältesten historischen Gärten Niedersachsens, der im 13. Jahrhundert als Klostergarten des Magdalenenklosters angelegt und 1720 bis 1725 zu einem barocken Schmuckgarten umgestaltet wurde.

St. Mauritius

Die ehemalige Stiftskirche St. Mauritius wurde 1058 bis 1072 als frühromanische Basilika errichtet und ist ohne wesentliche Veränderungen erhalten geblieben. Das Innere ist barockisiert. Bemerkenswert sind die Krypta und der Kreuzgang.

Kaiserhaus

Kaiserhausfassade
Waffenschmiedehaus (1548)
(c) Pedelecs by Wikivoyage and Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Wernersches Haus (1606) nach der Renovierung von 2011
Nikolaikapelle

Kehrwiederturm

Der 30 Meter hohe, aus Bruchsteinen erbaute Kehrwiederturm ist der letzte von ursprünglich vier erhaltenen Wehrtürmen der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Fachwerkhäuser

Vor allem in der Hildesheimer Neustadt, aber auch auf dem Moritzberg ist eine Reihe von alten Fachwerkhäusern erhalten geblieben (Keßlerstraße, Knollenstraße, Lappenberg, Am Kehrwieder, Brühl, Hinterer Brühl, Gelber Stern, Godehardsplatz; Bergstraße, Dingworthstraße, Godehardistraße, Elzer Straße). Besonders sehenswert sind das 1548 erbaute Waffenschmiedehaus (Gelber Stern 21) und das Wernersche Haus von 1606 (Godehardsplatz), beide sind mit Schnitzereien reich verziert. Die Dompropstei steht in der Keßlerstraße. Bei den Fachwerkhäusern am Marktplatz und bei dem Umgestülpten Zuckerhut am Andreasplatz handelt es sich um Rekonstruktionen.

Bismarckturm

Hildesheim besitzt einen 1905 erbauten Bismarckturm vom Typus Götterdämmerung. Er steht am Beginn des Galgenbergs östlich der Innenstadt und bietet von seiner Aussichtsplattform aus einen weiten Blick auf Hildesheim und das Umland.

Burg Steuerwald

Im Norden der Stadt ist im Stadtteil Steuerwald die 1310 bis 1313 als bischöfliche Schutz- und Trutzburg erbaute Burg Steuerwald sehenswert. Gut erhalten sind der Palas, der 26 Meter hohe und weithin sichtbare Bergfried von 1325 und die ursprünglich romanische, 1310 erbaute und 1507 in gotischem Stil umgestaltete Magdalenenkapelle. Auch ein Teil des Burggrabens und der Burgmauer ist noch zu sehen. Auf dem Innenhof der mittelalterlichen Burganlage findet jedes Jahr das vom Verein Hildesheim Sinti veranstaltete traditionelle Django-Reinhardt-Festival statt.[62]

Denkmäler

  • Das 1905 geschaffene Huckup-Denkmal an der Schuhstraße, Ecke Hoher Weg stellt eine lokal volkstümliche Sagengestalt dar.
  • Das Bernwardsdenkmal von 1893 auf dem Domhof erinnert an Bischof Bernward von Hildesheim (regierte 993–1022).
  • An der Ecke Langelinienwall/Johannisstraße steht das Rainald-von-Dassel-Denkmal.
  • Am ehemaligen Standort der zerstörten Synagoge am Lappenberg erinnert eine Skulptur an die Novemberpogrome 1938.
  • Auf dem Andreasplatz erinnert seit 1995 ein Brunnen an den Reformator Johannes Bugenhagen.
  • An der Ecke Alfelder Straße/Matthiaswiese erinnert ein Denkmal an Oskar Schindler, der 1971–1974 in Hildesheim, Göttingstraße 30, wohnte und 1974 in Hildesheim starb.

Sonstiges

Der ehemalige Marienfriedhof und der ehemalige Johannisfriedhof sind heute Parkanlagen. In beiden befinden sich noch eine größere Zahl historischer Grabmonumente.

Das ehemalige Zisterzienserkloster Marienrode ist seit 1985 mit Benediktinerinnen besiedelt. Die Kloster- und Gemeindekirche St. Michael ist eine spätgotische Basilika.

Die Heilig-Kreuz-Kirche in der Kreuzstraße ist eine ehemalige Stiftskirche und heute eine katholische Filialkirche von St. Godehard.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar/ Februar: Jugend musiziert Wettbewerb auf regionaler Ebene
  • Januar: EVI LICHTUNGEN Internationale Licht Kunst Biennale erstmals Herbst 2015, seit Januar 2018 zweijährlich (Innenstadt)[63][64]
  • Januar bis Februar: Eiszeit Hildesheim mit Wintermarkt und Almhütte (Platz an der Lilie)
  • Februar: Jugend forscht Regionalwettbewerb
  • Februar/ März: Regional-Messe seit 2003 jährlich:[65]
  • April: Akkuschrauberrennen der HAWK
  • April: Hildesheimer Schmeckfest (Hildesheimer Innenstadt) seit 2016
  • Mai: Hildesheimer Automeile (Hildesheimer Innenstadt)
  • Mai: Hildesheimer Weinfest (Marktplatz)
  • Mai/Juni(/Juli): transeuropa Europäisches Festival für performative Künste (im Dreijahresrhythmus)
  • Mai bis September: skate by night
  • Mai/Juni (an Pfingsten): Jazz-Festival Jazztime
  • Mai/ Juni: Prosanova-Festival seit 2005 dreijährlich. Ein mehrtägiges Festival für junge deutschsprachige Literatur
  • Juni: Magdalenenfest. Ein zweitägiges Rosenfest in der Barocken Gartenanlage mit Show, Kunst, Kultur, Mode und kulinarischen Genüssen (Altstadt, am Welterbe St. Michaelis)
  • Juni bis September: Jo-Beach. Drinks, Musik, Sonnenliegen, Palmen und Strand direkt am Hohnsensee bis spätabends
  • Juni bis September: Citybeach Hildesheim. Strand, Palmen, Drinks und Chill-Out Musik (Platz An der Lilie)
  • Juni: Hildesheimer Schützen- und Volksfest auf dem Volksfestplatz (von 2013 bis 2016 als Hildesia Stadtfest an verschiedenen Veranstaltungsorten der Innenstadt[66])
  • Juni bis August: Sommerliche Kirchenmusik in St. Michael
  • Juli bis August: Hildesheimer Marktplatz-Musiktage (jeweils freitags und samstags ab 19 Uhr Open-Air-Livemusik auf dem Historischen Marktplatz)
  • Juni/Juli: Hildesheimer Wallungen, jedes ungerade Jahr. Ein dreitägiges Kunst/Kultur/Theater/Musikfestival entlang der historischen Wallanlagen sowie von Teilen der Altstadt*
  • Juli: Django Reinhardt Festival Hildesheim, zweitägiges Open-Air-Festival auf Burg Steuerwald
  • Juni/Juli: Romantische Nacht – Musik vor Acht bis Mitternacht, jedes ungerade Jahr. Ein Abend mit klassischer Musik (Chor, Orchester, Kammermusik) an verschiedenen Spielorten in der historischen Innenstadt und mit großem Open-Air-Finale auf dem Marktplatz
  • Juli: UNI-Mittsommernacht: Musik- und Kulturfest der Universität Hildesheim auf dem Gelände der mittelalterlichen Domäne Marienburg in Hildesheim
  • Sommerferien: Paddelkurse für Anfänger und Fortgeschrittene im Kanu- und Umweltzentrum der Schulen
  • Sommerferien: An jedem Sonntag um 18 Uhr Orgelkonzert im Mariendom
  • August: M’era Luna Festival
  • August: Klosterkonzert Marienrode (Kloster Marienrode)
Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Hildesheim
  • August/September: Pflasterzauber, Straßenmusik- und Straßenkunstfestival
  • September: Technorama, Oldtimer-Messe
  • September: Bauernmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag
  • Oktober: Herbstzeit – Älterwerden erleben, jährliche Regional-Messe seit 2006
  • Oktober: Light-Night-Shopping
  • November/ Dezember: Weihnachtsmarkt (Historischer Marktplatz und Platz An der Lilie)

Kulinarische Spezialitäten

  • Hildesheimer Pumpernickel

Sport

Fußball

Viele Jahre war Hildesheim eine Fußballhochburg. Der heimische VfV Hildesheim kam nach dem Zweiten Weltkrieg auf insgesamt sechs Erstligajahre. Nach der Saison 2002/03 fusionierte die Fußballabteilung des VfV mit Borussia Hildesheim zum VfV 06 Hildesheim. In der ersten Saison als VfV 06 verfehlte der Club die Qualifikation zur eingleisigen Oberliga Nord und musste in die 5. Liga, die damalige Niedersachsenliga, absteigen.

Der VfV 06 stieg in der Saison 2009/10 in die eingleisige Oberliga-Niedersachsen auf, wo bis 2009/2010 auch der SV Bavenstedt spielte. In der Saison 2014/15 wurde der VfV Zweiter, gewann die Relegationsrunde und stieg in die Regionalliga Nord (4. Liga) auf. Nach drei Jahren stieg er 2017/18 in die Oberliga Niedersachsen ab. Neben der A- und B-Jugend des VfV ist auch der Nachwuchs des 1. JFC Achtum/Einum/Bavenstedt Hildesheim erfolgreich.

Die 1. Damen des PSV GW Hildesheim spielten von der Saison 2009/10 bis zur Saison 2013/14 in der Oberliga Niedersachsen. Der Wiederaufstieg gelang zur Saison 2015/2016.
Die B-Juniorinnen spielen seit der Saison 2011/2012 in der Niedersachsenliga. In der Saison 2013/2014 konnte man den Niedersachsen- und Norddeutschenpokal in die Domstadt holen.

Handball

Eintracht Hildesheim spielt in der 3. Liga. Auf den Sprung in die 1. Bundesliga 2011 folgte direkt der Wiederabstieg.

Den Sprung ins deutsche Oberhaus gelang den Handballern außerdem 2000 und 2006, sowie 1968 in die zweigleisige 1. Liga. Die Spielzeiten wurden jeweils als Tabellenletzter mit dem direkten Wiederabstieg beendet.

Nach dem Abstieg 2007 in die 2. Bundesliga spielten die Handballer in der Saison 2007/08 um den direkten Wiederaufstieg, der jedoch kurz vor Ende der Saison verspielt wurde.

Der Aufstieg in die 1. Bundesliga 2011/12 konnte erreicht werden, mit dem anschließenden Abstiege in die 2. Liga.<r /> Die Eintracht bestreitet die Heimspiele in der 2007 umgebauten Rex-Brauns-Sporthalle.

Schwimmen

Die Schwimmerinnen des VfV Hildesheim starteten 2009 in der 1. Bundesliga. Nach einer Saison musste das junge Team jedoch in die 2. Bundesliga absteigen.

Einige Jahre schwammen auch die Damen der inzwischen aufgelösten EVI Hildesheim (SG Hildesheim) in der 1. Bundesliga.

Volleyball

In der Saison 2008/2009 war Hildesheim durch die Spielgemeinschaft TSV Giesen/48 Hildesheim in der Volleyball-Bundesliga vertreten. Nach dem Zusammenschluss der beiden Zweitligisten TSV Giesen und MTV 48 Hildesheim schaffte das Team in der Saison 2007/08 den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Die Heimspiele der Volleyballer fanden in der Halle 39 in Hildesheim statt. Am Ende der Spielzeit konnte die erste Spielklasse nicht gehalten werden.

In der Saison 2009/2010 belegte das Team in der 2. Bundesliga-Nord den zweiten Tabellenplatz.
Die Saison 2010/2011 wurde in der 2. Bundesliga die Meisterschaft und der Aufstieg in die 1. Bundesliga erreicht, verzichtet aus finanziellen Gründen.

Bei der Zweitligasaison 2011/12 erreichen sie den 4. Tabellenplatz.

Weitere Sportarten

  • Die Wasserballer des Hellas 1899 Hildesheim spielten zwischen 1986 und 2008 in drei Phasen in der 1. Bundesliga (Deutsche Wasserball-Liga)
  • Der RTC Merkur Hildesheim war jahrelang im Radball erfolgreich.
  • Die Hildesheim Invaders, 1990/91 spielten eine Saison in der 1. Bundesliga und 2009, 2012 sowie seit 2014 in der 2. Bundesliga im American Football. 2015 gelang der erneute Aufstieg in die 1. Bundesliga.
  • Die Steeldarter von Thorny Roses DC Hildesheim waren zwischen 2005 und 2008 in der Steeldart-Bundesliga vertreten. 2015 schafften sie den Wiederaufstieg.[67] Seit 2013 findet in der Halle 39 mit den German Darts Championships jährlich ein Weltranglistenturnier statt.[68]
Kajak beim Wildwasserpaddeln an der Bischofsmühle
  • Mit der 1982 eingeweihten Wildwassersportanlage Bischofsmühle verfügt Hildesheim über die einzige Anlage dieser Art in Norddeutschland für Kanuslalom- und Wildwassersport. Zahlreiche Meistertitel auf regionaler und Landesebene wurden errungen. Die Landesschulbehörde wies das seit 1982 bestehende Kanuzentrum als landesweiten Stützpunkt für den Kanu-Schulsport aus.
  • 2009 wurde Hildesheim im bundesweiten Wettbewerb MissionOlympic als eine von 28 bewegungs- und sportaktivsten Städten Deutschlands nominiert.
  • Seit 2003 veranstaltet der Verein OlympiaCamp alljährlich das OlympiaCamp. Für sein Engagement wurde das OlympiaCamp 2009 mit dem Preis Deutschland – Land der Ideen ausgezeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Die wichtigsten Unternehmen sind Bosch, Eickhoff-Stahlbau und KSM Castings GmbH (früher Kloth-Senking Metallgießerei); außerdem ist auch der Weltmarktführer und Tragschrauberhersteller AutoGyro am Hildesheimer Flugplatz angesiedelt. Des Weiteren befindet sich in Hildesheim ein Produktions- und Logistikstandort der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (ehemals Hessisch-Niedersächsische Getränke GmbH & Co. KG und Walter Hauß Getränke), sowie seit März 2009 die Rewe-Foodservice mit ihrem Logistik- und Frischezentrum, inzwischen übernommen von Transgourmet, einer Tochter der Schweizer Coop. Das älteste Einzelhandelsgeschäft der Stadt ist die 1858 gegründete Gold- und Silberschmiede Th. Blume.

Medien

Bereits im 17. Jahrhundert erschien in Hildesheim mit der Hildesheimer Relation eine der ersten Zeitungen in Deutschland. Diese Zeitung soll nach unbelegten Literaturangaben von 1617 bis 1632 bestanden haben, nachgewiesen sind aber nur die Jahrgänge 1619 und 1620. Am 24. Juni 1705 folgt dann mit dem Hildesheimer Relations-Courier eine weitere Zeitung, die unter dem Namen Hildesheimer Allgemeine Zeitung noch heute erscheint. Sie ist damit die älteste Tageszeitung in Deutschland. Sie befindet sich seit 1807 im Besitz des Gerstenberg Verlags.

Aus Hildesheim sendet der lokale, nichtkommerzielle Bürgerfunk Radio Tonkuhle, und seit 2006 existieren die Internetfernsehprogramme Online-TV Hildesheim[69] und Hildesheim TV.[70]

Wochenblatt

Gegründet im Jahr 1976 als erstes Sonntagsblatt in Deutschland ist der Kehrwieder am Sonntag mit einer Auflage von mehr als 126.450 Exemplaren die führende Wochenzeitung in der Region Hildesheim/Vorharz.[71]

Seit 2003 erscheint zweimal im Monat: Ihre neue Zeitung – Der Hildesheimer. Dazu gibt es den Huckup, der früher jede Woche donnerstags, seit einigen Jahren aber mittwochs erscheint.

Am 16. Februar 2008 wurde zum ersten Mal der 14-täglich erscheinende Hildesheimer Bote herausgebracht, dessen Auflage 101.000 Exemplare beträgt.

Öffentliche Einrichtungen

Mit dem Amtsgericht Hildesheim, dem Landgericht Hildesheim, dem Arbeitsgericht Hildesheim sowie dem Sozialgericht Hildesheim ist die Stadt ein zentraler Gerichtsstandort.

Ferner haben in Hildesheim folgende überregional bedeutsame öffentliche Einrichtungen ihren Sitz:

Bildung

Hochschulen, Erwachsenenbildung
  • Stiftung Universität Hildesheim; ursprünglich gab es in Hildesheim eine Domschule, aus der 1643 eine philosophisch-theologische Lehranstalt und 1887 schließlich ein Priesterseminar hervorging. 1946 wurde im benachbarten Alfeld (Leine) eine pädagogische Hochschule errichtet. Aus dieser Einrichtung ging 1978 die Hochschule Hildesheim hervor, welche 1989 zur Universität Hildesheim wurde. 2003 erfolgte die Einrichtung der Stiftung Universität Hildesheim.
  • Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege (seit 1. Oktober 2007) als Nachfolgerin der ehemaligen Fakultät Rechtspflege der am 30. September 2007 aufgelösten Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege.
  • Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst; gegründet 1971 aus mehreren Vorgängereinrichtungen für Handwerk, Baugewerbe und Sozialpädagogik mit den Standorten Hildesheim und Holzminden. 1974 wurde in Göttingen ein weiterer Standort eröffnet. Bis 2003 hieß sie Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen.
  • Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte; gegründet 1829. Es bietet Frühförderung, einen Kindergarten für Hörgeschädigte, Schule, Berufsschule und Berufsausbildung. In einem Internat können die Schüler und Auszubildenden wohnen.
  • Priesterseminar Hildesheim und Tagungshaus der Diözese
  • Tagungshaus St. Vinzenz im Bernwardshof der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul
Gymnasien, Gesamtschulen

Verkehr

Der 1961 eröffnete und 2013–2016 sanierte Hauptbahnhof

Straße

Bundesautobahnen

Hildesheim liegt an der Bundesautobahn 7, welche östlich die Stadt kreuzt:

Bundesstraßen

Zudem ist Hildesheim ein Knotenpunkt von vier Bundesstraßen:

Bahn

Der Hildesheimer Hauptbahnhof ist ICE-Halt. Hildesheim liegt an folgenden Bahnstrecken:

Die Bahnlinien nach Bad Gandersheim, Seesen, Salzgitter und Peine wurden seit den 1970er Jahren stillgelegt. Der frühere Ostbahnhof ist heute nur noch Haltepunkt.

Seit dem 14. Dezember 2008 besteht über Sarstedt bzw. über Sehnde eine Anbindung an das Netz der S-Bahn Hannover.

Bei Himmelsthür ist ein weiterer Haltepunkt geplant.[72]

Öffentlicher Personennahverkehr

Das Busliniennetz von Hildesheim

Zwischen dem 7. August 1905 und dem 22. März 1945 verkehrten in der Stadt die Straßenbahnen der Städtischen Straßenbahn. Vom 22. März 1899 bis zum 27. Mai 1958 verkehrte eine weitere Straßenbahnlinie, die durch die hannoversche ÜSTRA betriebene Überlandlinie „Rote Elf“, über Sarstedt nach Hannover.[73]

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen mehrere Buslinien der Stadtverkehr Hildesheim GmbH. Die Regionalverkehr Hildesheim GmbH betreibt die meisten regionalen Buslinien ins Umland von Hildesheim. Am 26. Oktober 2012 startete in Hildesheim erstmals der Nachtbus, der freitags und samstags auf neun Linien ins Umland fährt.

Radverkehr

Hildesheim war 2015 Gründungsmitglied bei der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK Niedersachsen/Bremen).[74] Mit dem Radverkehrskonzept 2025 möchte die Stadt ihren Radverkehr verbessern.[75] Radtouristisch ist Hildesheim an den Radweg Berlin–Hameln, den Innerste-Radweg und weitere regionale Radrouten angeschlossen.[76]

Binnenschifffahrt

Über den Stichkanal Hildesheim ist Hildesheim an den Mittellandkanal angebunden. Die Stadt verfügt über einen Hafen samt Industriegebiet. Der Hafen wird von der Hafenbetriebsgesellschaft Hildesheim betrieben, die zu 50 Prozent der Stadt Hildesheim und zu 50 Prozent Rhenus gehört.[77] Es stehen etwa 1500 m Kaianlagen mit sieben Portalkranen zur Verfügung.[78] Es liegen etwa 11 km Gleise, zwei Diesellokomotiven stehen zur Verfügung (Stand: 2018).[79]

Luftfahrt

Hildesheim besitzt einen Flugplatz, der hauptsächlich von Privatflugzeugen angeflogen wird. Flughafen Hannover-Langenhagen ist der nächste internationale Flughafen.

Persönlichkeiten

In folgenden Artikeln sind Personen aufgeführt, die mit Hildesheim in Verbindung stehen:

Literatur

Zur Geschichte der Stadt
  • Urkundenbuch der Stadt Hildesheim. Gerstenberg, Hildesheim 1881–1901 (Digitalisat).
  • Hermann Seeland: Zerstörung und Untergang Alt-Hildesheims. Hildesheim 1947.
  • Menno Aden: Hildesheim lebt. Zerstörung und Wiederaufbau. Eine Chronik. Gerstenberg, Hildesheim 1994, ISBN 3-8067-8551-1.
  • Johannes Heinrich Gebauer: Geschichte der Stadt Hildesheim. 2 Bände. Lax, Hildesheim/ Leipzig 1922–1924 (unveränderter Nachdruck: Lax, Hildesheim 1994–1997, ISBN 3-8269-6306-7, ISBN 3-8269-6307-5).
  • Johannes Heinrich Gebauer: Geschichte der Neustadt Hildesheim. Lax, Hildesheim/ Leipzig 1937 (unveränderter Nachdruck: Lax, Hildesheim 1997, ISBN 3-8269-6305-9).
  • Manfred Overesch: Der Augenblick und die Geschichte. Hildesheim am 22. März 1945. Olms, Hildesheim 2005, ISBN 3-487-12753-9.
  • Manfred Overesch: Hildesheim 1945–2000. Neue Großstadt auf alten Mauern. Olms, Hildesheim 2006, ISBN 3-487-13266-4.
  • Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. 2. Auflage. Lax, Hildesheim 2002, ISBN 3-8269-6300-8.
  • Sven Abromeit (Hrsg.): Hildesheim in den 1970ern. Gerstenberg, Hildesheim 2008, ISBN 978-3-8067-8716-0.
  • Gerhard Meier-Hilbert: Die Hildesheimer Oststadt – geographische Strukturen eines Stadtteils. In: Hildesheimer Jahrbuch 82. Gerstenberg, Hildesheim 2010, S. 179–227.
  • Manfred Overesch: Bosch in Hildesheim 1937–1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-36754-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Zur modernen Architekturgeschichte
  • Michael Falser: Die Rekonstruktion des Hildesheimer Marktplatzes. In: Ders.: Zwischen Identität und Authentizität. Zur politischen Geschichte der Denkmalpflege in Deutschland. Thelem Verlag, Dresden 2008, ISBN 978-3-939888-41-3, S. 137–152.
Zu religiösen Gemeinschaften
  • Peter Aufgebauer: Die Geschichte der Juden in der Stadt Hildesheim im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Hildesheim 1984.
  • Nicolaus Heutger: Aus Hildesheims Kirchengeschichte. Lax, Hildesheim 1984, ISBN 3-7848-4027-2.
  • Christian Plath: Konfessionskampf und fremde Besatzung. Stadt und Hochstift Hildesheim im Zeitalter der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges (ca. 1580–1660). Hildesheim 2005, ISBN 3-931987-12-4.
Zu Natur und Landschaft
  • Werner Müller: Flora von Hildesheim. (= Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung. Band 3). Hildesheim 2001.
  • Heinrich Hofmeister: Naturraum Innerstetal. (= Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung. Band 4). Hildesheim 2003.
  • Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. (= Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung. Band 5). Hildesheim 2005, ISBN 3-8067-8547-3.
  • Gerhard Meier-Hilbert: Geographische Strukturen: Das natürliche Potenzial. In: Friedrich Brinkmann (Hrsg.): Hildesheim: Stadt und Raum zwischen Börde und Bergland. (= Schriftenreihe der Niedersächs. Landeszentr. für Polit. Bildung: Niedersachsen – vom Grenzland zum Land in der Mitte. Band 5). Gerstenberg, Hildesheim 2001, ISBN 3-8067-8584-8, S. 7–41.
Zu Hildesheimer Sagen
  • Karl Seifart: Sagen aus Stadt und Stift Hildesheim. (= Hildesheimer Heimatbücher. 1. Heft). herausgegeben von H. Blume. Hildesheim 1913.
  • Hermann Blume (Hrsg.): Von Tückeboten, Lüchtenkeerls und weißen Frauen. Sagen und Erzählungen aus dem Hildesheimer Land. Gesammelt und zusammengestellt von Hermann Blume, bearbeitet von August Böttcher. Hildesheim 1986, ISBN 3-8067-8101-X.
  • Uwe Grießmann: Sagenhaftes Hildesheim – Hildesheimer Sagen und Legenden im neuen Gewand. Benu-Verlag, 2018.

Weblinks

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Commons-logo.svgCommons– Medieninhalte (Kategorie)
Wiktfavicon en.svgWiktionary– Wörterbucheinträge
Wikinews-logo.svgWikinews– Nachrichten
Wikisource-logo.svgWikisource– Quellen und Volltexte
Wikivoyage-Logo-v3-icon.svgWikivoyage– Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2020 (Hilfe dazu).
  2. Landesamt für Statistik Niedersachsen, Amtliche Einwohnerzahl der Gemeinden am 31. März
  3. Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ArL)
  4. Liste der Naturschutzgebiete in der Stadt Hildesheim in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
  5. Hauptsatzung der Stadt Hildesheim. (PDF; 70 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Hildesheim, 12. Dezember 2011, archiviert vom Original am 7. Januar 2016; abgerufen am 24. September 2012.
  6. S. Agostinetto: Älteste Linienbandkeramik in der Hildesheimer Börde? In: Archäologie in Deutschland. 03, 2018, S. 48 f.
  7. Möglich wäre die Benennung nach Abt Hilduin von Saint-Denis: In seinem Kommentar zur „Fundatio“ und in Ergänzung einer schon früher geäußerten Annahme hat sich Berges auch um den Nachweis bemüht, den Namen Hildesheim, der zweifellos auf die Form ‚Hilduinesheim‘ zurückgeht, auf den bekannten Abt Hilduin von St. Denis, den Berater und (seit 818) Erzkanzler Ludwigs des Frommen, zurückzuführen. In der Tat ist wohl der mit dem Stammwort -heim verbundene Personenname fränkisch, und W. Berges hat darüber hinaus eine Reihe von Beispielen fränkischer Ortsbenennungen nach noch lebenden Personen beibringen können. So hat sein Vorschlag einige Wahrscheinlichkeit für sich, zumal darüber hinaus die Möglichkeit bestände, dass auch die in der erwähnten Fraternitätsliste des Hildesheimer Domkapitelsgedenkbuchs (…) unmittelbar auf die mater Reims folgende Verbrüderung mit einer (ecclesia) Parisiensis in Francia auf die Verbindung mit Hilduin zurückgehen könnte. Und daß Hilduin und Gunthar möglicherweise miteinander verwandt waren, wird nicht völlig ausgeschlossen werden können. Hans Goetting: Germania Sacra, Neue Folge 20, Berlin 1984, S. 40. Berges gibt auch die Möglichkeit zu bedenken, dass der in der Gründungslegende erwähnte capellarius Ludwigs des Frommen dieser Hilduin gewesen sein könne (ebd., Anm. 22).
  8. Brockhaus-Auszug zu Hildesheim.
  9. Lexicum nominum geographicorum latinorum. (Memento vom 14. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) Lateinische Stadtnamen
  10. Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim, Hildesheim 1999, S. 4.
  11. Helmut von Jan: Geschichtlicher Überblick über die Bischofs- und Hansestadt Hildesheim. In: Alt-Hildesheim – Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim 42, 1971, S. 1.
  12. Hildesheim. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 8, Bibliographisches Institut, Leipzig 1887, S. 530.
  13. deutsche-biographie.de, siehe auch Wilhelm Berges: Ebo. In: Neue Deutsche Biographie. 4, 1959, S. 268f.
  14. N.F., 20: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz – 3. Hans Goetting: Die Hildesheimer Bischöfe von 815 bis 1221 (1227). Berlin/ New York 1984.
  15. Helmut von Jan: Geschichtlicher Überblick über die Bischofs- und Hansestadt Hildesheim. In: Alt-Hildesheim – Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim. 42, 1971, S. 2.
  16. Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim 1999, S. 6–10.
  17. Phillipe Dollinger: Die Hanse. Stuttgart 1989, S. 32.
  18. a b Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim 1999, S. 26.
  19. S. Reyer, 35/36
  20. Ricarda Huch: Im Alten Reich : Lebensbilder deutscher Städte Leipzig 1927, S. 280 - siehe auch https://www.projekt-gutenberg.org/huchric/altreich/chap020.html
  21. Manfred Mehl: Die Münzen des Bistums Hildesheim. Teil 1: Vom Beginn der Prägung bis 1435. Hildesheim 1995, S. 259.
  22. Andrea Germer: Geschichte der Stadt Hildesheim bis 1945. In: Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung (NLPB) (Hrsg.): Hildesheim – Stadt und Raum zwischen Börde und Bergland. Didaktisch-methodische Hinweise. Hannover 2001, S. 70–95 (herunterladbar (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) als PDF-Dokument; abgerufen am 6. Juli 2014).
  23. Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim 1999, S. 14–18.
  24. Herbert Reyer: Von weitem weit herrlicher … als Hannover! – Hildesheims Bedeutungswandel von der mittelalterlichen Metropole zur Kreisstadt von heute. In: Michael Gehler (Hrsg.): Die Macht der Städte – Von der Antike bis zur Gegenwart. Hildesheim 2011, S. 379–407, S. 389–392.
  25. Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim 1999, S. 33–37.
  26. Herbert Reyer: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim 1999, S. 38.
  27. Johannes Heinrich Gebauer: Geschichte des Handels und des Kaufmannstandes in der Stadt Hildesheim. Bremen-Horn 1950, S. 33–34.
  28. http://www.hildesheim.de/pics/download/1_1257242710/dok_037_unionsvertrag_1583_text.pdf (abgerufen am 4. Juli 2014).
  29. Helmut von Jan: Geschichtlicher Überblick über die Bischofs- und Hansestadt Hildesheim. In: Alt-Hildesheim – Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim. Nr. 42, 1971, S. 4.
  30. Vgl. BSLK, S. 766; vgl. S. 17.
  31. Gerhard Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert, Hildesheim Stadt, Nr. 17
  32. Historie – Hafen Hildesheim mbH. Hafen Hildesheim, abgerufen am 18. Mai 2018 (Infobroschüre (1,3 MiB)).
  33. Overesch: Bosch in Hildesheim. 2008.
  34. Markus Roloff: Nur Plünderer mußten sterben? Die Massenhinrichtungen der Hildesheimer Gestapo in der Endphase des Zweiten Weltkrieges. In: Hildesheimer Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim. Band 69, 1997, S. 183–220.
  35. Die Massenhinrichtungen der Hildesheimer Gestapo. Projektwebsite Vernetztes Erinnern – Nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Stadt und Landkreis Hildesheim, abgerufen am 23. Januar 2021.
  36. vgl. auch Urteile Nr. 302, 303, 359 in: Christiaan F. Rüter und Dick W. de Mildt (Hrsg.): Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung (west-)deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen, 1945–2012. 49 Bände, Amsterdam, München 1968–2012.
  37. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Geschichts- und Erinnerungstafel Hildesheim, abgerufen am: 16. Mai 2018.
  38. Nikolaus Doll: Deutsche Bahn ersetzt Autoreisezüge ab 2017 durch Lkw. 13. Oktober 2014 (welt.de [abgerufen am 13. Februar 2019]).
  39. Gemeinde Schellerten: Plattdeutsche Runde, Heimatverein Dinklar / Gemeinde Schellerten. Abgerufen am 6. September 2021.
  40. Klaus Freise: Hildesheimer Platt Wörterbuch, Aussprache, Grammatik und plattdeutsche Geschichten. 1. Auflage. Göttingen 2009, ISBN 978-3-86955-076-3 (worldcat.org [abgerufen am 6. September 2021]).
  41. Landkreis Hildesheim aktuell: Platt ekürt - ein Ohrenzeugnis. 26. Mai 2014, abgerufen am 6. September 2021.
  42. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 204.
  43. Verwaltungsgeschichte. In: hildesheim.de. Hildesheim Marketing GmbH, abgerufen am 24. März 2014.
  44. zensus2011.de
  45. Deutsche Verwaltungsgeschichte Provinz Hannover, Hildesheim
  46. Bevölkerung der Stadt Hildesheim zum 31.12.2010
  47. [1]
  48. Stadt Hildesheim Religion, Zensus 2011
  49. Stadt Hildesheim Bevölkerungsbestand zum 31. Dezember 2019, abgerufen am 23. Februar 2020
  50. Hildesheim im Nationalsozialismus – Aspekte der Stadtgeschichte.
  51. Jörg Schneider: Die jüdische Gemeinde in Hildesheim: 1871–1942. (= Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim. Band 31). Stadtarchiv, Hildesheim 2003, ISBN 3-931987-11-6, S. 7 im Kap. 3. Landrabbinatsverfassung. (zugl.: Univ., Diss. Göttingen 1999)
  52. Webseite des Türkisch-Islamischer Kulturverein Hildesheim e. V.
  53. Mit neuer Stadtverfassung in die hannoversche Zeit (PDF; 27 kB).
  54. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. (PDF) Land Niedersachsen, 30. Mai 2002, abgerufen am 4. Januar 2020.
  55. Endgültiges Amtliches Ergebnis der Wahl des Niedersächsischen Landtages der 18. Wahlperiode am 15. Oktober 2017. (PDF) Landeswahlleiterin Niedersachsen, abgerufen am 4. Januar 2020.
  56. OB und Bürgermeister aktuell. Eingesehen am 25. Dezember 2014.
  57. zur Geschichte des Wappens.
  58. Museum. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  59. Wir über uns. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  60. mps public solutions gmbh: Neisser Heimatmuseum. Abgerufen am 18. Mai 2019.
  61. Johannes Sommer datiert in seinem Buch 1999, ISBN 3-7845-7410-6 die Westchor-Erweiterung und die Deckenmalerei um 1200 und begründet dies hauptsächlich damit, dass es nach dem 1204 resignierten Abt Theoderich II. im Kloster keine Persönlichkeit mehr gab, die zu solchen Leistungen fähig gewesen wäre.
  62. Django Reinhardt Festival 2021. In: festival-django-reinhardt.de. Verein Hildesheimer Sinti e. V., abgerufen am 7. September 2021 (Mit Rückblicken auf die Festivals der vorangegangenen Jahre).
  63. EVI Energieversorgung Hildesheim – EVI LICHTUNGEN. Abgerufen am 28. März 2019.
  64. Die Lichtungen kommen wieder. Abgerufen am 28. März 2019 (deutsch).
  65. Schöner Bauen Wohnen Leben Veranstaltungsbeschreibung auf hildesheim.de.
  66. hi-living.de
  67. Thorny Roses steigt in die Bundesliga auf (Memento vom 8. Februar 2016 im Internet Archive), Meldung auf thorny-roses.de, abgerufen am 9. Juni 2015.
  68. BISHERIGE SIEGER. In: pdc europe. Abgerufen am 30. Dezember 2017.
  69. online-tv-hi.de
  70. Hildesheim TV (Memento vom 5. April 2013 im Internet Archive)
  71. Kehrwieder am Sonntag. Abgerufen am 16. Juli 2020.
  72. S-Bahnhof Himmelsthür: Keine Baukosten für die Stadt. Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 29. März 2019.
  73. eisenbahnfreunde-hannover.de
  74. Stadt Hildesheim. In: agfk-niedersachsen.de. AGFK Niedersachsen/Bremen, 4. Dezember 2020, abgerufen am 12. April 2021.
  75. Radverkehr in Hildesheim. In: hildesheim.de. Stadt Hildesheim, abgerufen am 12. April 2021.
  76. Ein Juwel für Fahrradfahrer – Die Region Hildesheim. In: hildesheim.de. Stadt Hildesheim, abgerufen am 12. April 2021.
  77. Zahlen & Fakten – Hafen Hildesheim mbH. Abgerufen am 18. Mai 2018.
  78. Hafen Hildesheim: Infrastruktur. In: hafen-hildesheim.de. Hafenbetriebsgesellschaft mbH Hildesheim, abgerufen am 17. Mai 2018.
  79. Hafen Hildesheim: Lok 8 wieder im Einsatz. In: eisenbahn-magazin. Nr. 4, 2018, ISSN 0342-1902, S. 30.

Auf dieser Seite verwendete Medien

Bundesstraße 1 number.svg
Bundesdeutsche Bundesstraßennummer. Version von Zeichen 401 der dt. StVO
Flag of the United Kingdom.svg
Union Jack, Flagge des Vereinigten Königreichs
Bundesstraße 494 number.svg
Bundesdeutsche Bundesstraßennummer.
Desc-i.svg
White italic "i" in a blue circle.
Hildesheim Hbf 2016.jpg
Autor/Urheber: Transaktionsanalyse, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Der Hildesheimer Hauptbahnhof nach Sanierung 2016
Hildesheim Panorama.jpg
Autor/Urheber: Mr. TI., Lizenz: CC BY-SA 3.0
Panorama von Hildesheim, August 2011
Hildesheim Marktplatz P 616-18-th.jpg
Autor/Urheber: Pedelecs, Lizenz: CC BY 3.0
Marktplatz mit Rathaus, Tempelhaus, Wedekindhaus, Lüntzelhaus, Bäckeramtshaus. Vor dem Rathaus steht der Volkerbrunnen. Akkordeonspieler: Volker Hoffmann
Hildesheim DMK 17 Av.JPG
Autor/Urheber: HJunghans, Lizenz: CC BY-SA 4.0
letzte Hildesheimer Münze: Pfennig von 1772, Vorderseite
Hildesheim Plan 1750.jpg
Stadtplan Hildesheim um 1750
Hildesheim Panorama 2012-05-01.jpg
Autor/Urheber: Helmlechner, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Hildesheimer Innenstadt. Blick von der Andreaskirche nach Norden auf die Fußgängerzone (Hoher Weg/Almsstraße). In der Mitte die Kirche St. Jakobi.
Knochenhaueramtshaus 1900.jpg
Knochenhaueramtshaus, Hildesheim
Hildesheim Stadtbild 17. Jahrhundert.jpg
Autor/Urheber: AxelHH, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Stadtbild von Hildesheim im 17.Jahrhundert nach Vorlage von Merian, Skulptur in der Fußgängerzone
Einwohnerentwicklung von Hildesheim (800x400px).svg
Autor/Urheber: Summer ... hier! (Diskussion) 01:10, 15 December 2017 (UTC), Lizenz: CC0
Einwohnerentwicklung von Hildesheim
HildesheimWeihnachtsmarkt.jpg
Christmas market in Hildesheim
Hildesheim Marktplatz 2012-02.jpg
Autor/Urheber: Helmlechner, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Der Marktplatz wurde, nach dem Alten Markt und dem Andreasplatz, erst relativ spät zum Handels- und Lebenszentrum der Stadt.
St-andreas.jpg
Autor/Urheber: unknown, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Luftbild panorama hildesheim oktober 2016.jpg
Autor/Urheber: Ralf Claus, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Hildesheim im Oktober 2016
Hildesheim um 1900.jpg
Hildesheim, Rathaus, Fassade zum Markt, wohl um 1900 nach der Erneuerung durch G. Schwartz (1883-92). Kolorierte Fotographie.
Coat of arms of Salzgitter.svg
Wappen der Stadt Salzgitter
HildesheimPanorama.jpg
Panorama of Hildesheim from West
GelberStern.jpg
Autor/Urheber: Torbenbrinker in der Wikipedia auf Deutsch, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Straße "Gelber Stern" mit dem Waffenschmiedehaus (1548).
Kanusport Hildesheim 2015.JPG
Autor/Urheber: Plaegunq, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Wildwasserpaddeln an der Bischofsmühle
Hildeshein DMK 17 Rv.JPG
Autor/Urheber: HJunghans, Lizenz: CC BY-SA 4.0
letzte Hildesheimer Münze: Pfennig, Wertseite
Escut Somerset.png
Autor/Urheber:

unbekannt, Uploader auf Commons war Walden69

, Lizenz: PD-Amtliches Werk

Wappen der Grafschaft Somerset

Bundesstraße 243 number.svg
Bundesdeutsche Bundesstraßennummer. Version von Zeichen 401 der dt. StVO
Hildesheimer Dom 2015.JPG
Autor/Urheber: Roland Struwe, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Hildesheimer Dom
Rosenstock2016.jpg
Autor/Urheber: Stefan Schäfer, Lich , Lizenz: CC BY-SA 4.0
Tausendjähriger Rosenstock am Mariendom Hildesheim
Einwohnerentwicklung von Hildesheim - ab 1871.svg
Autor/Urheber: Summer ... hier! (Diskussion) 13:31, 13 December 2017 (UTC), Lizenz: CC0
Einwohnerentwicklung von Hildesheim ab 1871
Bundesautobahn 7 number.svg
Autor/Urheber: unknown, Lizenz:
Tagesliniennetz Stadtverkehr Hildesheim.png
Autor/Urheber: Walkman Revolution, Lizenz: CC BY 3.0
Tagesliniennetz Stadtverkehr Hildesheim
Hildesheim-Kaiserhaus.02.JPG
Autor/Urheber: Longbow4u, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Hildesheim, Alter Markt, Kaiserhaus
Hildesheim Rathaus 2012-02.jpg
Autor/Urheber: Helmlechner, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Hildesheim Rathaus 2012
Hildesheim Bernwardsmauer.jpg
Hildesheim, Domhof, Außenansicht von Südwesten: Rest der Domburgmauer und Fundament eines der Rundtürme Bischof Bernwards (um 1000)
Kaiserhaus, Hildesheim, Hanover, Germany-LCCN2002713746.tif
Title from the Detroit Publishing Co., catalogue J-foreign section. Detroit, Mich. : Detroit Photographic Company, 1905.; Print no. "16404".; Forms part of: Views of Germany in the Photochrom print collection.
Hildesheim Wernersches Haus 403-vtmd.jpg
(c) Pedelecs by Wikivoyage and Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Wernersches Haus in der Straße „Hinterer Brühl“ Ecke „Godehardplatz“ in Hildesheim. Im Herbst 2011 war die erneute Renovierung abgeschlossen, die die helle Farbgestaltung von 1976 ersetzt hat. Die dunklen Farben entsprechen der ursprünglichen Farbgestaltung.
Luftbild Hildesheim.JPG
Autor/Urheber: Jens Bludau, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Luftbild von Hildesheim
Pfeilerhaus, Hildesheim.jpg
Pfeilerhaus am Andreasplatz in Hildesheim
Hildesheim St MIchael von Andreas.jpg
Autor/Urheber: Fotografie von Hildesia, Lizenz: CC BY-SA 3.0
St. Michael in Hildesheim vom Turm der St. Andreaskirche aus gesehen
Gelendzhik.svg
Coat of arms of Gelendzhik.
Hildesheim 1729.jpg
Ansicht von Hildesheim, Stich, 1729 (Jahresangabe von Bertram); Beschriftung Kirchen: Rabanus Flavus
Hildesheim in HI.svg
Deutsch (de): Lagekarte von Hildesheim, Landkreis Hildesheim, Niedersachsen, Deutschland.
English (en): Locator map of Hildesheim in District of Hildesheim, Lower Saxony, Germany.
français (fr): Plan de localisation de la municipalité Hildesheim dans l'arrondissement de Hildesheim dans Basse-Saxe, Allemagne.
hornjoserbsce (hsb): Poziciska karta gmejny Hildesheim, Landkreis Hildesheim, Niedersachsen, Němska.
македонски (mk): Положбена карта на Hildesheim во рамките на Landkreis Hildesheim, Niedersachsen, Германија.
Nederlands (nl): Detailkaart van Hildesheim in de Landkreis Hildesheim, Niedersachsen, Duitsland.
Esperanto (eo): Situomapo de Hildesheim en Landkreis Hildesheim, Niedersachsen, Germanio.
മലയാളം (ml): ജർമ്മനിയിലെ Lower Saxony, District of Hildesheim, Hildesheim ഭൂപടസ്ഥാനം.

DEU Goslar COA.svg
Das Wappen der Stadt de:Goslar.
Bundesstraße 6 number.svg
Bundesdeutsche Bundesstraßennummer. Version von Zeichen 401 der dt. StVO
LL-Q188 (deu)-PetiteTrolline-Hildesheim.wav
Autor/Urheber: , Lizenz: CC BY-SA 4.0
Audioaufzeichnung der Aussprache eines Begriffs.
Lappenberg 002.jpg
Autor/Urheber: Torbenbrinker, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Former St. Nicolai Chapel, Hildesheim, Germany.
Hildesheim night.jpg
Autor/Urheber: Kai Pilger, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Der Hildesheimer Marktplatz bei Nacht.
Roemer und Pelizaeus Museum.JPG
Autor/Urheber: Plaegunq, Lizenz: CC BY-SA 4.0
museum in Hildesheim
Hildesheim Logo.svg
Logo von Hildesheim