Herzogstraße (Wuppertal)

Herzogstraße, vorweihnachtlich
Herzogstraße, Fußgängerzone
Herzogstraße, Kommerz & Konsum

Die Herzogstraße ist eine Straße im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld. Sie gehört heute zum Innenstadtbereich Elberfelds und ist als Fußgängerzone ausgebaut. Ab 1826 hieß sie Herzogsstraße und erhielt ungefähr 1900 den heutigen Namen Herzogstraße. Vor der (Um)-Benennung hieß sie Neuer Weg.

Lage

Die Straße verläuft von der Straße Wall in Ost-West-Richtung bis zur Kasinostraße und ist rund 280 Meter lang. Ungefähr in der Mitte der Herzogstraße liegt der Von-der-Heydt-Platz.

Geschichte

Der Name der Straße geht auf den französischen Marschall und Herzog von Elchingen Michel Ney (1769–1815) zurück. Während der französischen Besetzung des Herzogtums Berg war er Befehlshaber der in Elberfeld stationierten Truppen. Ney ließ 1796 an dieser Stelle, an dem die Carnap’sche Gartenanlage lag, einen Straßendurchbruch schaffen. Er hatte somit mit dem „Neuen Weg“ die Ost-West-Achse geschaffen, vom Wall bis zur Königsstraße (heute Friedrich-Ebert-Straße).

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Straße zu einer eleganten Geschäftsstraße. Heute liegen hier größere Waren- und Modehäuser, darunter auch das Kaufhaus Tietz, das Leonhard Tietz 1885 als das erste Warenhaus Deutschlands eröffnete.

Bauwerke

„Ein neuer erfolgreicher Tag“Denkmal für Else Lasker-Schüler
„Ein neuer erfolgreicher Tag“
Denkmal für Else Lasker-Schüler

Am Ende der Herzogstraße, Ecke Kasinostraße liegt das Glanzstoff-Hochhaus. Das Bürogebäude ist das zweithöchste Gebäude Wuppertals.

Das Haus Herzogstraße Nr. 29, 1943 im Krieg zerstört, ist das Geburtshaus Else Lasker-Schülers (1869–1945). Heute befindet sich hier ein Geschäftsgebäude, in dem lange Zeit eine Buchhandlung untergebracht war. Im Haus Herzogstraße Nr. 42 lebte Lasker-Schüler ein halbes Jahr nach ihrer Vermählung, dieses Haus ist heute Sitz der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft. Am Ende der Herzogstraße, Ecke Kasinostraße befindet sich das 1989 errichtete Else-Lasker-Schüler-Denkmal.

Zudem steht hier eine Bronzestatue des belgischen Konzeptkünstlers Guillaume Bijl mit dem Titel Ein neuer erfolgreicher Tag, die 2008 hier aufgestellt wurde.

Literatur

  • Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8

Weblinks

Koordinaten: 51° 15′ 26″ N, 7° 8′ 39,1″ O

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Wuppertal - Skulptur "Ein neuer erfolgreicher Tag" (2008) (32729465080).jpg
Autor/Urheber: onnola, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Skulptur "Ein neuer erfolgreicher Tag" des belgischen Künstlers Guillaume Bijl (2008) am sog. Kasinokreisel

Herzog- Ecke Kasinostraße, Wuppertal-Elberfeld, Nordrhein-Westfalen, Februar 2016


Die Skulptur besteht aus Bronze, ist zwei Meter hoch, 220 kg schwer und steht auf einem 1,4 Meter hohen Sockel. Am Freitag den 22. August 2008 wurde das Kunstwerk eingeweiht.

Schon kurz nach der Einweihung wurde die bronzene Krawatte, die dem Handstandmann vom Hals hing, zum ersten Mal gewaltsam entfernt. Schließlich wurden auch die Nachfolgemodelle entfernt und von Zeit zu Zeit durch echte Krawatten ergänzt, was der Figur dem Spitznamen „Krawattenmann“ zutrug.

Auch der mehr als 60 kg schwere Aktenkkoffer aus Bronze wurde mehrfach gestohlen (er fehlt auch auf meinem Foto), bis er im Sommer 2016 durch einen Koffer aus Epoxidharz mit eingegossener Stahlkonstruktion ersetzt wurde, der für Metalldiebe wertlos ist.
ELSchuelerMemorial.jpg
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Else Lasker-Schüler Memorial in Wuppertal (One of two steles that mirror each other)

Wuppertal, Sept 2006