Herzog von Touraine

Der Titel Herzog von Touraine wurde vom 14. bis zum 16. Jahrhundert mehrfach mit dem zum Herzogtum erhobenen umgebenden Gebiet vergeben. Der Titel wurde im Allgemeinen nicht vererbt, sondern fiel mit dem Tod des Inhabers an die Krone zurück.

Die einzige Ausnahme wurde 1424 nach dem Tod von Archibald Douglas, 4. Earl of Douglas Marschall von Frankreich und Herzog von Touraine, dem ersten ausländischen und nicht der königlichen Familie angehörenden Herzog Frankreichs überhaupt gemacht, bei dem man davon ausging, dass er ohne Nachkommen gestorben war, woraufhin das Herzogtum sofort neu vergeben wurde. Als der Irrtum bekannt wurde, durften sich der neue Earl of Douglas und dann auch dessen Sohn Herzog von Touraine nennen, ohne aber im Besitz der zugehörigen Ländereien zu sein.

1584, nach dem Tod von François Hercule de Valois wurde die Touraine endgültig in die Krondomäne eingegliedert.

Parallel zum Herzogstitel existierte das Amt des Gouverneur von Touraine, mit dem die militärischen Aufgaben der Region abgedeckt wurden.

Herzöge von Touraine

Literatur

  • Père Anselme, Histoire généalogique et historique, Band 3, 1728, S. 229ff Chapitre XVIII. – Touraine Duché-Pairie