Herren von Klingfurth

Die Adelsfamilie derer von Klingfurth war ein österreichisches Adelsgeschlecht in Niederösterreich, die sich nach der heutigen Walpersbacher Katastralgemeinde Klingfurth nannte.

Geschichte

Zu den Besitzern der Güter in und um Lanzenkirchen gehörten auch die Herren von Klingfurth. Die Klingfurther waren demnach schon um 1260 Lehensinhaber bei der Herrschaft Lanzenkirchen. 1377 verkauften sie ihr Lehen an die Lanzenkirchner. Aus der Reihe der Herren von Klingfurth sind gerade im Zusammenhang mit Lanzenkirchen folgende bekannt: Wulfker – Er besaß 1262 drei Höfe in Lanzenkirchen.

Um 1300 besaß Wulfing von Chlingfurth die Feste Lanzenkirchen. Bei dieser Gelegenheit wird erwähnt: Die Klingfurther waren ein edles Geschlecht, das sich nach dem Orte Klingfurth nannten und eine Schwertklinge im Wappen führte. Anfang des 14. Jahrhunderts verzeichnete dieses Geschlecht einen kräftigen Aufstieg und hatte auch das Bürgerrecht in Neustadt. Wulfing hatte zwei Söhne: Heinrich und Wulfing. Heinrich war vermutlich der ältere. Von ihm ist die Nachricht von einer Urkundenunterzeichnung erhalten geblieben. Sie stammt vom 6. Jänner 1332. Heinrich beendete sein Leben allerdings bald, indem er einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

Wulfing der Chlingfurther brachte die gesamte Verlassenschaft seines Vaters an sich. Heinrichs Sohn Stephan aber forderte sein Erbteil. Ein Schiedsgericht ordnete an, dass alles redlich geteilt werde, um künftig gut Freund zu sein.

Als „Raubritter“ berüchtigt war in der Zeit von 1358 bis 1365 Rudolf von Klingfurth. 1364 verpfändete Wulfing all seinen Besitz – mit Ausnahme der in Schwarzenbach liegenden Güter – an Stephan, um seiner Tochter eine Aussteuer in die Ehe mitgeben zu können. Sollte Wulfing das Pfand zu seinen Lebzeiten nicht mehr auslösen können, so sollte es Stephan als rechtmäßig erworben verbleiben.

Die Herren von Klingfurth waren im 14. Jahrhundert Inhaber der Herrschaft Schwarzenbach und so auch Besitzer der Burg Schwarzenbach.[1]

Perwald von Klingfurth, der zu Zeiselmauer Amtsmann des Bischofs von Passau war, hatte ebenfalls in und um Klingfurth Besitzungen, die er allerdings zum Großteil an den damals reichsten Bürger von Wiener Neustadt – Michael Prenner – verkaufte.

Familien-Wappen

Die Klingfurther führte eine Schwertklinge im Wappen.

Einzelnachweise

  1. Eintrag über Burg Schwarzenbach auf Burgen-Austria