Hermann von Somnitz
Hermann von Somnitz (* 31. Mai 1857 auf Rittergut Goddentow bei Lauenburg in Pommern; † 13. Mai 1925 ebenda)[1] war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer.
Leben
Seine Eltern waren Marie von Kamecke und der Gutsbesitzer Theophil von Somnitz-Goddentow. Er ging mit seinem nächstälteren Bruder Paul von Somnitz auf das Königliche Pädagogium zu Putbus zur Schule.[2] Hermann von Somnitz studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1876 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.[3] Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein und wurde Regierungsassessor bei der Regierung in Kassel. 1889 wurde er zunächst kommissarisch und 1890 endgültig zum Landrat des Kreises Anklam ernannt. Zu Beginn des Jahres 1894 wurde er als Landrat in den Landkreis Lauenburg i. Pom. versetzt.[4] Dort blieb er bis 1907 im Amt.[5]
Hermann von Somnitz war Gutsherr auf mehreren Rittergütern, so in Goddentow mit 836 ha und in Neu-Rosalin mit 473 ha. Des Weiteren war er Kurator für die Erben des Alexander von Rexin, hierfür die Rittergüter Klein-Wunneschin, Saulin, Saulinke und deren altem Hauptgut in Woedke, sämtlich im Kreis Lauenburg i. Pom. gelegen.[6]
Anschließend lebte er bis zu seinem Tod 1925 auf seinem Rittergut in Goddentow bei Lauenburg.[7]
Er war seit 1895 mit Elisabeth von Weiß verheiratet und hatte mit ihr die Kinder Rose-Marie, Fredegunde sowie Matthias Döring von Somnitz, auch Döring (Doering) von Somnitz genannt. Er übernahm als Sohn Goddentow mit Neu-Roskalin (1350 ha), des Weiteren Jezow (850 ha) und gründete mit Maria Richardis von Zychlinski eine Familie, Kinder Christoph-Lorenz, Tetzlaw, Friedrike und Heilwig, die fast alle auf Goddentow geboren wurden. Der Erbe[8] von Gut und Schloss Goddentow wird seit Kriegsende vermisst wird.[9] Seine Spuren verlieren sich im Februar 1945 bei Schneidemühl.
Sein Onkel war Karl Hermann von Somnitz (1813–1878). Der ältere Bruder Paul von Somnitz (1856–1941) beerbte den Onkel auf Schloss Charbrow beerbte und war mit Viktoria Gräfin von Westarp (1868–1960), der jüngeren Schwester Kuno von Westarps, verheiratet.
Auszeichnungen
- Königlicher Kronenorden 3. Klasse, 1907[5]
Literatur
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel) 1901. Jg. 2, Justus Perthes, Gotha 1900, S. 809.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1940. Jg. 39, Justus Perthes, Gotha 1939, S. 599.
Weblinks
- Somnitz, Hermann F. K. v. Kgl. pr. Ld.-R. a. D. Ob.-Lt. a. D. - Goddentow b. Lauenb. Pomm., in: Wer ist’s?, IV. Ausgabe, Zeitgenossenlexikon, Hrsg. Herrmann A. L. Degener, H. A. Ludwig Degener, Leipzig 1909.
Einzelnachweise
- ↑ Hermann von Somnitz. In: Friedhöfe der Region Lębork. Stand 15. November 2019.
- ↑ I. Prima, 9. Paul vom Somnitz, II. Secunda, 2. Hermann von Somnitz., in: Programm des Königlichen Pädagogiums zu Putbus. 1874. Verzeichniss der Schüler. I. Prima, 9; II. Secunda, 2. Fürstliche Buchdruckerei August Knaak, Putbus 1874, S. 35.
- ↑ Kösener Korpslisten 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer, Verlag der Academischen Monatshefte, Druck Carl Geber München, Starnberg 1910, 120, 780.
- ↑ Landkreis Anklam Verwaltungsgeschichte und Landräte, In: Territorial.de (Rolf Jehke).
- ↑ a b Landkreis Lauenburg i. Pom. Verwaltungsgeschichte und Landräte, In: Territorial.de (Rolf Jehke).
- ↑ Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. 1914. Verzeichnis. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 4. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 150 ff.
- ↑ Kösener Corpslisten 1960. Hrsg. Otto Gerlach. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Druck C. L. Mettcker & Söhne Jever, Kassel 1961, 66 (Corps), (Lfd. Nr. dort) 806.
- ↑ H. Seeliger (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern. 1939. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 9. Auflage, Selbstverlag von Niekammer's Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1939, S. 312 ff.
- ↑ Matthias Graf von Schmettow (Hrsg.): Gedenkbuch des deutschen Adels. (Hauptband), In: Aus dem Deutschen Adelsarchiv. Band 3, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1967, S. 320.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Somnitz, Hermann von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1857 |
| GEBURTSORT | Goddentow |
| STERBEDATUM | 13. Mai 1925 |
| STERBEORT | Goddentow |
