Helene (Malerin)

Helene (altgriechisch Ἑλένη Helénē), war eine griechische Malerin der Antike, die um 330 v. Chr. in Alexandria tätig war.

Helena war die Tochter des Timon aus Ägypten. Sie malte eine Szene, die den Sieg Alexanders des Großen über die persische Armee von Dareios in der Schlacht bei Issos zeigt. Dieses Gemälde befand sich zu Zeiten Vespasians im Templum Pacis in Rom. Einzige Quelle für sie und dieses Gemälde ist Ptolemaios Chennos, dessen Werk als Exzerpt in der Bibliotheke des Photios überliefert ist.[1]

Man hat versucht, in dem Gemälde die Vorlage für das in Pompei gefundene Alexandermosaik zu sehen,[2][3] doch wurde dieser Versuch auch vehement zurückgewiesen, zumal der Zeugniswert des Ptolemaios Chennos umstritten ist.[4] Herbert Marwitz wies darauf hin, dass der Diskussion jede Grundlage fehle,[5] und Bernard Andreae hält die Malerin für eine Erfindung.[6]

Rezeption

Helena von Ägypten ist eine der fiktiven Teilnehmerinnen der The Dinner Party, einer monumentalen Kunst-Installation von Judy Chicago. Ihr Name ist dem Gedeck von Sappho zugeordnet.[7]

Judy Chicago widmete ihr eine der 999 Kacheln des Heritage Floor in ihrer Installation The Dinner Party.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ptolemaios Chennos: Kaine Historia 4 bei Photios, Bibliotheke p. 482 190.
  2. Sepp-Gustav Gröschel, Henning Wrede: Ernst Curtius’ Vorlesung „Griechische Kunstgeschichte“: Nach der Mitschrift Wilhelm Gurlitts im Winter 1864/65. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-022879-3 (books.google.com).
  3. Johannes Overbeck: Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken. 4. Auflage. Engelmann, Leipzig 1884, S. 616 f. (archive.org).
  4. Ernst Pfuhl: Helene 7. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band VII,2, Stuttgart 1912, Sp. 2837..
  5. Herbert Marwitz: Helene 3. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 2, Stuttgart 1967, Sp. 991..
  6. Bernard Andreae: Das Alexandermosaik aus Pompeji. Bongers, Recklinghausen 1977, S. 25.
  7. Brooklyn Museum: Helena. In: brooklynmuseum.org. Abgerufen am 31. Januar 2016.