Heinrich Riso

Heinrich Riso
Riso (unten, rechts)
und Mitspieler des VfB Leipzig im Jahr 1901
Personalia
Geburtstag30. Juni 1882
GeburtsortLeipzigDeutsches Reich
Sterbedatum11. Dezember 1964
SterbeortLeipzigDeutsche Demokratische Republik
PositionAbwehr
Herren
JahreStationSpiele (Tore)1
1900–1912VfB Leipzig
Nationalmannschaft
JahreAuswahlSpiele (Tore)
1908–1909Deutschland2 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Heinrich „Heino“ Riso (* 30. Juni 1882 in Leipzig; † 11. Dezember 1964 ebd.)[1] war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere

Vereine

Riso gehörte dem VfB Leipzig an, für den er von 1901 bis 1912 in den vom Verband Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine organisierten Meisterschaften durchgängig im Gau Nordwestsachsen seine Punktspiele bestritt. Während seiner Vereinszugehörigkeit gewann er siebenmal die Gaumeisterschaft Nordwestsachsen, viermal die Mitteldeutsche Meisterschaft und zweimal die Deutsche Meisterschaft. Im ersten Meisterschaftsfinale im deutschen Vereinsfußball, bei dem am 31. Mai 1903 auf der Exerzierweide in Altona der DFC Prag mit 7:2 besiegt wurde, erzielte er drei Tore. Das am 27. Mai 1906 in Nürnberg gegen den 1. FC Pforzheim ausgetragene Finale um die deutsche Meisterschaft entschied er mit seinem Siegtreffer zum 2:1 in der 85. Minute.

Nationalmannschaft

Riso bestritt zwei Länderspiele für die A-Nationalmannschaft: am 7. Juni 1908 in Wien bei der 2:3-Niederlage gegen die österreichische Nationalmannschaft und am 4. April 1909 in Budapest beim 3:3 gegen die ungarische Nationalmannschaft.

Beim 21. Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Ungarn am 22. Dezember 1957 in Hannover gehörte Riso neben dem ebenfalls Leipziger Camillo Ugi als Spieler bei diesem ersten Duell zwischen den beiden Nationalmannschaften zu den vom DFB eingeladenen Gästen.[2]

Erfolge

Sonstiges

Riso wird in der gängigen Literatur häufig auch als „Riso I“ bezeichnet, da Hans Riso, seinerzeit Torwart des FC Wacker 1895 Leipzig, mit „Riso II“ bezeichnet wurde; beide Risos sind jedoch nicht miteinander verwandt.[3]

Einzelnachweise

  1. Meldung im Sport Magazin Nr. 7, Jahrgang 20, Ausgabe A vom 8. Februar 1965, S. 28
  2. Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Chronik der Fußball-Länderspiele Deutschland-Ungarn“ (18. Dezember 1957, S. 14)
  3. Die Welt: „So sehen Meister aus – Die WELT enthüllt: Die Risos waren keine Brüder“ (31. Mai 2003, S. 10)

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German Football Champion 1903.jpg
VfB Leipzig squad 1901. (Back): Rößler, Schöffler, Raydt, Braune, Keßler, W. Friedrich; (Front): Leine, Stanischewsky, Haferkorn, Harbottle, Riso.