Hans Sauerwein

Hans Sauerwein (* 9. Juli 1903 in Düsseldorf; † 16. August 1952[1]) war ein deutscher Fußballtrainer.

Sportlicher Werdegang

Der aus Düsseldorf stammende[1] Sauerwein war „auch im Boxen und in der Leichtathletik als Trainer erfolgreich“,[2] bevor er ab September 1931 für die Fußballmannschaft von Schalke 04 verpflichtet wurde. Seine vorige Station war die SSVg Barmen gewesen. In der folgenden Saison, 1932/33, trainierte er die Fußballer des Dresdner SC und gewann das Triple aus ostsächsischer Gaumeisterschaft, mitteldeutscher Verbandsmeisterschaft und mitteldeutschem Verbandspokal.

Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.433.759)[3] und schloss sich auch dem NSKK an.[4]

Nach Schalke[5] und dem DSC war Sauerwein bei Holstein Kiel, dem 1. FC Schweinfurt 05, Hertha BSC (ab Mai 1938[6]), sowie nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahresende 1947 beim FC St. Pauli als Fußballtrainer tätig. Zuletzt war er Verbandstrainer des Hamburger Fußball-Verbandes. Interimsweise half er während dieser Zeit bei Arminia Hannover[7] und sehr kurz beim VfB Lübeck aus.[8]

Im April 1949 wurde Sauerwein neben Sepp Herberger und Alwin Riemke vom Deutschen Fußball-Ausschuss, der vor der formalen Wiedergründung des Deutschen Fußball-Bundes den überregionalen Fußball in Deutschland organisierte, als einer von drei Kandidaten als Nationaltrainer für die neu aufzubauende deutsche Nationalmannschaft benannt.[9]

Sauerwein starb im Alter von 49 Jahren an den Folgen einer Herzembolie.[1]

Einzelnachweise

  1. a b c Nordwest-Zeitung: „Hans Sauerwein †“ (20. August 1952, S. 4)
  2. Ohligser Anzeiger und Tageblatt vom 15. August 1931, S. 9
  3. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/36461233
  4. Daniel Koerfer: Hertha unter dem Hakenkreuz. Göttingen 2009. S. 287
  5. siehe auch: schalke04.de: „Trainer“
  6. General-Anzeiger für das rheinisch-westfälische Industriegebiet vom 26. März 1938, S. 7
  7. Hannoversche Neueste Nachrichten vom 13. Mai 1948. Sauerwein übernahm für Karl Willnecker, der vor Saisonende zu Göttingen 05 wechselte.
  8. Christian Jessen: VfB Lübeck. Ein Jahrhundert Fußballgeschichte in der Hansestadt, Göttingen 2019, S. 52
  9. Nordwest-Zeitung: „Sportnachrichten aus aller Welt“ (12. April 1949, S. 5)

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