Hanisch-Inseln

Hanisch-Inseln
Leuchtturm am südlichen Ende
Leuchtturm am südlichen Ende
GewässerRotes Meer
Geographische Lage13° 51′ N, 42° 45′ O
Hanisch-Inseln (Jemen)
Hanisch-Inseln
Anzahl der Inseln23
HauptinselZuqar
Gesamte Landfläche190 km²
Einwohnerunbewohnt
Karte der Hanish-Inseln
Karte der Hanish-Inseln

Die Hanisch-Inseln (arabisch جزر حنيش Dschuzur Hanīsch, DMG ǧuzur Ḥanīš) sind eine Inselgruppe im Roten Meer. Ein Großteil der Inselgruppe gehört zu Jemen (Gouvernement al-Hudaida).

Geographie

Die Gruppe umfasst 23 Inseln und Felsen mit einer Gesamtfläche von 190 km².[1] Die größte Insel der Gruppe ist die im Norden gelegene Insel Zuqar, gefolgt von Great Hanish Island (Dschazīrat Hanīsch al-Kubrā) im Süden und Little Hanish Island (Dschazīrat Hanīsch as-Sughrā) zwischen den beiden größten. Die übrigen Inseln sind wesentlich kleiner.

Verwaltung

Die Zugehörigkeit der Inselgruppe verteilt sich auf die Distrikte at-Tuhayta (nördliche Inseln) und al-Chaucha.[2]

Geschichte

Ursprünglich waren die Hanisch-Inseln Teil des Osmanischen Reichs und wurden von dessen Nachfolger, der Türkei, beansprucht. Von 1923 bis 1941 wurden sie jedoch von der italienischen Kolonie Eritrea aus verwaltet. Nach der Flucht der italienischen Kolonialtruppen wurden die Inseln von den Briten, wiederum von Eritrea aus, verwaltet. Seit den 1970er Jahren wurden die Inseln vom Jemen und von Äthiopien, das 1961 Eritrea annektiert hatte, beansprucht. Einige der Hanisch-Inseln dienten im Freiheitskampf Eritreas gegen Äthiopien als Nachschubbasis und Ausgangspunkt für Angriffe auf das Festland.[3]

Von der Unabhängigkeit Südjemens 1967 bis zur Vereinigung mit Nordjemen gehörten die Inseln zur Demokratischen Volksrepublik Jemen, seit 1990 dann zu Jemen.

1995/1996 wurde der gesamte Archipel von dem 1991 unabhängig gewordenen Eritrea beansprucht, was zu einem Konflikt der Staaten mit militärischer Dimension führte. Die versuchte Eroberung der Inselgruppe durch Eritrea schlug jedoch fehl. Nach langen Verhandlungen wurden die Inseln 1998, bis auf wenige kleinere, die nun zu Eritrea gehören, durch ein internationales Schiedsgericht dem Jemen zugesprochen.[4][5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Daniel J. Dzurek: Eritrea-Yemen Dispute Over the Hanish Islands (Articles Section 77, IBRU Boundary and Security Bulletin, Spring 1996), S. 70–77 (PDF; 2,2 MB)
  2. Al Hodaida Governorate (Memento des Originals vom 26. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.yemen-nic.info (Verwaltungskarte)
  3. Tom Killion: Historical Dictionary of Eritrea. The Scarecrow Press, 1998, ISBN 0-8108-3437-5.
  4. Andreas Stefan Tiwald, Der Stellenwert Somalias in der Außenpolitik der Demokratischen Republik Äthiopien
  5. International Maritime Boundary. Archiviert vom Original am 15. Dezember 2007.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pca-cpa.org Abgerufen am 17. Juli 2006.

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ALI LIGHT (1903) BUILT BY A PRIVATE FRENCH COMPANY, SEIZED BY THE BRITISH IN 1915, OPERATED UNDER CONTRACT BY THE FRENCH COMPANY AND THEN BY TWO BRITISH COMPANIES UNTIL, IN 1990, THE BRITISH CEDED CONTROL OF THE LIGHTHOUSES TO YEMEN. LOCATED ON A STEEP ISLAND AT THE SOUTHERN END OF THE HANISH ISLANDS.