Hamburg-Tatenberg

Wappen von Hamburg
Tatenberg
Stadtteil von Hamburg
Neuwerk → zu Bezirk Hamburg-MitteDuvenstedtWohldorf-OhlstedtMellingstedtBergstedtVolksdorfRahlstedtHummelsbüttelPoppenbüttelSaselWellingsbüttelSteilshoopBramfeldFarmsen-BerneEilbekMarienthalWandsbekTonndorfJenfeldMoorfleetAllermöheNeuallermöheSpadenlandTatenbergBillwerderLohbrüggeOchsenwerderReitbrookKirchwerderNeuengammeAltengammeCurslackBergedorfNeulandGut MoorRönneburgLangenbekWilstorfHarburgSinstorfMarmstorfEißendorfHeimfeldHausbruchNeugraben-FischbekMoorburgFrancopAltenwerderNeuenfeldeCranzRissenSülldorfBlankeneseIserbrookOsdorfLurupNienstedtenOthmarschenGroß FlottbekOttensenAltona-AltstadtAltona-NordSternschanzeBahrenfeldSchnelsenNiendorfEidelstedtStellingenLokstedtHoheluft-WestEimsbüttelRotherbaumHarvestehudeLangenhornFuhlsbüttelOhlsdorfAlsterdorfGroß BorstelHohenfeldeDulsbergBarmbek-NordBarmbek-SüdUhlenhorstHoheluft-OstEppendorfWinterhudeVeddelKleiner GrasbrookSteinwerderWilhelmsburgWaltershofFinkenwerderSt. PauliNeustadtHamburg-AltstadtHafenCitySt. GeorgHammerbrookBorgfeldeHammRothenburgsortBillbrookHornBillstedtLand NiedersachsenLand Schleswig-HolsteinLage in Hamburg
Über dieses Bild
.
Koordinaten53° 29′ 0″ N, 10° 5′ 0″ O
Fläche3,1 km²
Einwohner575 (31. Dez. 2021)
Bevölkerungsdichte185 Einwohner/km²
Postleitzahl21037
Vorwahl040
BezirkBergedorf
Verkehrsanbindung
Bus222, 120, 124, 220
Quelle: [1]

Tatenberg (niederdeutsch: Totenbarg/Tatenbarg) ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Bergedorf und wurde 1315 erstmals urkundlich unter dem Namen „Tadekenberghe“ erwähnt. Tade ist darin eine Ableitung vom Begriff Tiet oder Diet mit der Bedeutung von Volk. Es war bis 1630 getrennt von Ochsenwerder eingedeicht, da ein Nebenarm der Bille, der Binnen Rehden, die Orte voneinander trennte.

Statistik

  • Anteil der unter 18-Jährigen: 18,3 % [Hamburger Durchschnitt: 16,6 % (2020)][1]
  • Anteil der über 64-Jährigen: 19,3 % [Hamburger Durchschnitt: 18,0 % (2020)][2]
  • Ausländeranteil: 6,4 % [Hamburger Durchschnitt: 17,7 % (2020)][3]
  • Arbeitslosenquote: 2,7 % [Hamburger Durchschnitt: 5,2 % (2017)].[4]

Das durchschnittliche Einkommen je Steuerpflichtigen beträgt in Tatenberg 42.598 Euro jährlich (2013), der Hamburger Gesamtdurchschnitt liegt bei 39.054 Euro.[5]

Politik

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Tatenberg zum Wahlkreis Bergedorf. Die Bürgerschaftswahlen 2020, 2015, 2011, 2008, 2004, 2001, 1997 und 1993 führten zu folgenden Ergebnissen[6]:

BürgerschaftswahlSPDCDUGrüne1)Linke1)AfDFDPÜbrige
202039,0 %21,5 %18,4 %08,1 %04,6 %03,4 %05,0 %
201544,1 %28,7 %07,1 %09,2 %04,7 %02,7 %03,5 %
201136,5 %39,4 %12,7 %05,7 %02,5 %03,2 %
200823,3 %56,7 %06,5 %06,7 %03,7 %03,3 %
200423,3 %64,4 %05,2 %01,5 %05,6 %
200128,8 %36,7 %04,2 %00,0 %02,7 %27,6 %3)
199724,3 %52,9 %07,7 %00,4 %02,7 %12,0 %4)
199323,4 %48,8 %09,1 %05,2 %13,5 %5)
1) Bis 2011 als Grüne/GAL.
2) 1997 und 2001 als PDS.
3) Darunter 26,5 % für die Schill-Partei.
4) Darunter 5,8 % für die DVU.
5) Darunter 5,5 % für die Die Republikaner.

Bei der Bürgerschaftswahl 2011 war Tatenberg neben dem benachbarten Spadenland einer von nur zwei Hamburger Stadtteilen, in denen die CDU stärkste Partei geworden ist. 2015 verlor sie aber auch in diesen beiden Stadtteilen ihre Führungsposition an die SPD.

Für die Bundestagswahl gehört Tatenberg zum Wahlkreis Hamburg-Bergedorf – Harburg. Bei den Bezirksversammlungswahlen zählt der Stadtteil zum Wahlkreis Vierlande II / Marschlande.

Bauwerke

In Tatenberg befindet sich die Tatenberger Schleuse, die eine Verbindung zur Dove Elbe herstellt.

Der Name als Symbol

Das Theaterstück Die zweite Existenz des Lagers Tatenberg des französischen Regisseurs Armand Gatti von 1964 machte den Ort bekannt. In seinem Film L'Enclos (Der Verschlag) verwendet Gatti Tatenberg ebenfalls als Ortsnamen.

Persönlichkeiten

  • Henry Bieber (1811–1882), Gutsbesitzer, Deichvogt und Vorsitzender des Gemeindevorstands
  • Hinrich Sillem († 1615), Hamburger Ratsherr und Gutsbesitzer in Tatenberg

Siehe auch

Weblinks

Commons: Hamburg-Tatenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Minderjährigenquote in den Hamburger Stadtteilen 2020
  2. Anteil der 65-Jährigen und Älteren in den Hamburger Stadtteilen 2020
  3. Ausländeranteil in den Hamburger Stadtteilen 2020
  4. Arbeitslosenquote in den Hamburger Stadtteilen 2017
  5. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Hrsg.): Hamburger Stadtteil-Profile 2016 (= NORD.regional. Band 19). 2018, ISSN 1863-9518 (Online [PDF; 6,6 MB; abgerufen am 12. Februar 2018]).
  6. Stadtteilergebnis auf www.wahlen-hamburg.de, abgerufen am 30. Mai 2021.

Auf dieser Seite verwendete Medien

DEU Hamburg COA.svg
Kleines Landeswappen Hamburgs
RK 1009 9946 Spadenländer Spitze Tatenberger Schleuse.jpg
(c) Foto: Reinhard Kraasch, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 DE
Spadenländer Spitze (Einmündung der Dove Elbe in die Norderelbe), rechte Bildmitte: Tatenberger Schleuse, linke Bildmitte: Setzteiche des ehemaligen Elbwasserwerks
Tatenberg in HH.svg
Autor/Urheber: TUBS Gallery, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Lage von Stadtteil oder Bezirk xy (siehe Dateiname) in der Freien und Hansestadt Hamburg.
Pincerno - Tatenberg I.jpg
Autor/Urheber: Pincerno in der Wikipedia auf Deutsch, Lizenz: CC BY-SA 2.0 de
Hamburg - Tatenberger Schleuse