Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Logo des DOK Leipzig

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, ist ein seit 1955 jährlich in Leipzig stattfindendes Zwei-Sparten-Filmfestival. In den Wettbewerbskategorien Internationaler Dokumentarfilm, Internationaler Animationsfilm, Deutscher Dokumentarfilm und Publikumswettbewerb werden als Hauptpreise die Goldenen und Silbernen Tauben verliehen. Zur 68. Ausgabe des Festivals 2025 wurden Preisgelder in Höhe von 55.000 Euro vergeben. Seit 2004 gibt es außerdem mit DOK Industry ein umfangreiches international ausgerichtetes Branchenangebot, das DOK Leipzig zur wichtigsten deutschen Plattform der Dokumentarfilmbranche macht. 2024 besuchten erstmals rund 55.000 Zuschauer das Festival.[1]

Geschichte

(c) Bundesarchiv, Bild 183-M1125-0003 / Raphael (verehel. Grubitzsch), Waltraud / CC-BY-SA 3.0
Am Kino „Capitol“ in der Petersstraße während der XVI. Internationalen Dokumentar- und Kurzfilmwoche (1973)
(c) Bundesarchiv, Bild 183-R1122-031 / Gahlbeck, Friedrich / CC-BY-SA 3.0
Publikum im Festivalkino „Capitol“ mit Dean Reed beim DOK Leipzig (1975)
Werbetafeln für das Festival am Markt (2002)

Die Initiative zur 1. Gesamtdeutschen Leipziger Woche für Kultur- und Dokumentarfilm 1955 geht auf den Club der Filmschaffenden der DDR zurück. Direktor des ersten unabhängigen und gesamtdeutschen Festivals der DDR war Wolfgang Kernicke. Aufgrund von Konzeptionsstreitigkeiten in den Jahren 1957 bis 1959 fand die Filmwoche nicht statt. Mit der Wiederaufnahme und neuer Konzeption 1960 begann das Festival, sich in der Dokumentarfilmlandschaft zu etablieren. 1961 fand das erste internationale Festival statt und im Jahr darauf wurden die Goldene und Silberne Taube als Hauptpreise eingeführt. Die Tauben gingen auf einen Entwurf von Pablo Picasso zurück, den dieser ursprünglich für die Pariser Weltfriedenskongress 1947 angefertigt hatte. Der französische Autor Vladimir Pozner war auf Vorschlag des Ehrenpräsidiums von der Direktion des Festivals beauftragt worden, bei seinem Freund Picasso nachzufragen, ob seine Taube in die Medaillen, die für die großen Preise des Festivals verliehen werden, eingraviert werden dürfte. Als Symbol des Festivals war die Taube bis 2004 auch in dessen Logo präsent. 1964 wurde Wolfgang Harkenthal neuer Direktor. Die ersten ernsthaften politischen Konflikte gab es 1968 mit der Niederschlagung des Prager Frühlings. Zwar durften einige gesellschaftskritische Filme im Programm gezeigt werden, Filme zum Thema „Tschechoslowakei“ wurden allerdings von der Aufführung ausgeschlossen. Ab 1971 nahm die Einmischung der staatlichen Behörden der DDR in die Programmgestaltung deutlich zu.

1973, mit der Ratifizierung des Grundlagenvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, gründete sich das Komitee der Internationalen Leipziger Woche für Dokumentar- und Kurzfilm. Erste Präsidentin war Annelie Thorndike, Vize blieb bis 1983 Karl-Eduard von Schnitzler. Festivaldirektor war von 1973 bis 1989 Ronald Trisch. Die politische Einflussnahme auf Festivalbeiträge nahm weiter zu, es wurden Schnitt- und Textänderungen erzwungen, die Qualität der Beiträge nahm ab, da zunehmend lange Filme und Fernsehreportagen statt künstlerisch hochwertiger Dokumentarkunst präsentiert wurden. Von der Auswahlkommission und der Presse wurde bis 1981 vor allem das „Selbstnominierungsprinzip“ kritisiert; aus den Unionsrepubliken der Sowjetunion trafen meist sehr kurzfristig Filmpakete ein, die teils gezeigt wurden, ohne sie zuvor gesehen zu haben.

Von 1983 an wurde der Findlingspreis der Vereinigung der Filmklubs der DDR vergeben. Nach 1990 wurde der Findling dann vom Verband für Filmkommunikation vergeben.

1987 wurden die ersten Filme zur Perestroika gezeigt, ARD und ZDF waren offizielle Teilnehmer des Festivals. 1988 wurden selbst sowjetische Filme durch das DDR-Kulturministerium zensiert, die Diskussionsrunden wurden abgeschafft. Mit der Wende 1989 trat das Komitee zurück. Das Festival bekam jedoch Unterstützung durch die Regelungen des Einigungsvertrags.

Unter Festivaldirektorin Christiane Mückenberger (1990–1993) ergaben sich einige Neuerungen: 1991 wurde als neuer Veranstalter die Dok-Filmwochen GmbH der Stadt Leipzig ebenso wie ein neues Motto eingeführt. Die Veranstaltungsreihe „DOK zwischendurch“ fand zum ersten Mal statt und in Zusammenarbeit mit der Filmschule Leipzig wurde erstmals der Preis der Jugendjury vergeben. 1993 übernahm Otto Alder die Programmsektion „Animationsfilm“.

1994 löste der Publizist und Filmemacher Fred Gehler Christiane Mückenberger ab. Er blieb bis 2003 Direktor des Festivals. Ein Jahr nach seinem Antritt wurde erstmals ein eigenständiger Wettbewerb für den Animationsfilm durchgeführt. Unter einem neuen Motto („Dialog mit dem Mythos“) wurde 1997 erstmals die Goldene Taube für ein Lebenswerk vergeben: an den argentinischen Regisseur Fernando Birri und an Santiago Álvarez aus Kuba. Die erste „nacht des jungen films“, ein Event mit Filmen, Musik, Literatur und Partys, fand 1998 statt. 2000 veranstaltete der Verein „Fernsehen macht schön e. V.“ innerhalb dieser Veranstaltung zum ersten Mal das „Shocking Local Short Night Shuffle“, einen lokalen Kurzfilmwettbewerb.

Claas Danielsen, Filmemacher und Studienleiter, wurde 2004 neuer Direktor. Er führte das Fortbildungsprogramm für Nachwuchs-Dokumentarfilmer, Discovery Campus e. V. und unter anderem den Wettbewerb für den deutschen Dokumentarfilm ein. Außerdem etablierte er den Branchentreffpunkt DOK Industry und das Motto „the heART of documentary“. Die Preisgelder steigen auf insgesamt 47.500 Euro mit der Vergabe des „Förder-Preis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig“. 2005 bekam das Festival den neuen Kurztitel DOK Leipzig. Im Jahr darauf gab es erstmals den „DOK Markt Digital“. Die Jubiläumsausgabe 2007 brachte einen neuen Zuschauerrekord: Knapp 31.000 Menschen besuchten das Festival. Von 2015 bis 2019 war die finnische Journalistin Leena Pasanen Festivaldirektorin.[2][3] Unter ihrer Leitung wurde die Trennung von Dokumentar- und Animationsfilm in den Wettbewerben aufgehoben. Sie etablierte kostenlose Filmvorführungen im Leipziger Hauptbahnhof, setzte sich für Angebote für Hör- und Sehbeeinträchtigte ein und führte eine Frauenquote für den deutschen Wettbewerb ein. Ebenfalls 2015 wurde Brigid O’Shea zur Leiterin von DOK Industry ernannt. Sie baute das Branchenprogramm international weiter aus und festigte dessen Stellung als Deutschlands führende Branchenplattform für den Dokumentarfilm. Zahlreiche Formate entwickelte sie für das Festival, z. B. die Rohschnitt-Präsentationen DOK Preview oder den Kurzfilm-Pitch DOK Short n‘ Sweet.[4]

Zum 1. Januar 2020 übernahm Christoph Terhechte als Nachfolger von Leena Pasanen die Intendanz und künstlerische Leitung des Filmfestivals.[5] Der Journalist und Filmkritiker leitete von 2001 bis 2018 das Internationale Forum des Jungen Films der Berlinale und anschließend bis 2020 das Internationale Filmfestival Marrakesch. Als Festivalleiter von DOK Leipzig straffte er das Filmprogramm, um eine klarere Programmstruktur zu schaffen.[6] Außerdem stärkte der die Rolle langer Animationsfilme beim Festival sowie die Vernetzung der Dokumentar- und Animationsfilmbranchen. 2020 führte er erstmals eine Goldene Taube für lange Animationsfilme ein und etablierte in dem Zuge eine neue Wettbewerbsstruktur.[7]

Aus der hybriden Festivaledition im Pandemiejahr 2020 entstand das Online-Filmangebot „DOK Stream“, in dem während der Festivalwoche aktuelle Filme deutschlandweit online zu sehen sind. Dennoch setzt das Festival unter Terhechte einen klaren Schwerpunkt auf das Kino und Veranstaltungen vor Ort.[8]

Seit 2021 wird die Branchenplattform DOK Industry von Nadja Tennstedt verantwortet. Seitdem hat das Festival den Fokus auf die Teilhabe von Kreativen aus unterrepräsentierten Gruppen und das Infragestellen von in der Dokumentarfilmbranche existierenden Machtstrukturen verstärkt. Als neues Format führte DOK Industry 2022 den DOK Archive Market ein und baute das Angebot des DOK Industry Podcasts aus.[9]

Historische Festivalkinos

Namen des Festivals

  • 1955: Gesamtdeutsche Leipziger Woche für Kultur- und Dokumentarfilm
  • 1956: Leipziger Kultur- und Dokumentarfilmwoche
  • 1957–1959 fand das Festival mit unterschiedlichen Begründungen nicht statt
  • 1960: Leipziger Kurz- und Dokumentarfilmwoche
  • 1961–1967: Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche
  • 1968–1989: Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen
  • 1990: Internationale Leipziger Filmwoche für Dokumentar- und Animationsfilm
  • seit 1991: Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Ehemalige Mottos des Festivals

  • 1960: „Der Film im Dienst des technischen, wissenschaftlichen und kulturellen Fortschritts – Für Frieden und Wohlstand der Völker“
  • 1961–1990: „Filme der Welt – Für den Frieden der Welt“
  • 1991–2003: „Filme der Welt – Für die Würde des Menschen“
  • 2004–2014: „the heART of documentary“

DOK Leipzig

Wettbewerb

Die Hauptpreise sind seit 1962 die Goldene und Silberne Tauben, die aus Meissener Porzellan eigens für das Festival hergestellt werden. Die Goldenen Tauben werden verliehen von der Internationalen Jury für Dokumentarfilm, der Internationalen Jury für Animationsfilm, Deutschen Jury für Dokumentarfilm und der Publikumsjury, die sich aus Vertreter des Leipziger Publikums zusammensetzt. Die beiden Silbernen Tauben im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm gehen an Nachwuchsfilmschaffende.

Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm

  • Goldene Taube (über 40 min) dotiert mit 10.000 Euro gestiftet vom MDR
  • Goldene Taube (bis 40 min) dotiert mit 3.000 Euro
  • Silberne Taube (über 40 min/Nachwuchspreis) dotiert mit 6.000 Euro gestiftet von 3sat
  • Silberne Taube (bis 40 min/Nachwuchspreis) dotiert mit 1.500 Euro gestiftet von der SLM

Internationaler Wettbewerb Animationsfilm

  • Goldene Taube (über 40 min) dotiert mit 3.000 Euro
  • Goldene Taube (bis zu 40 min) dotiert mit 1.500 Euro, gestiftet vom Deutsches Institut für Animationsfilm e. V.

Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm

  • Goldene Taube (über 40 min) dotiert mit 3.000 Euro
  • Goldene Taube (bis zu 40 min) dotiert mit 1.500 Euro

Publikumswettbewerb

  • Goldene Taube (über 40 min) dotiert mit 3.000 Euro

Weitere Preise:

  • Förderpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro
  • Preis der FIPRESCI (Fédération Internationale de la Presse Cinématographique)
  • Young Eyes Film Award Preis der Jugendjury in Kooperation mit dem Landesfilmdienst Sachsen e. V. und der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur in Höhe von 2.000 Euro
  • MDR-Film-Preis (für einen herausragenden osteuropäischen Dokumentarfilm) dotiert mit 3.000 Euro
  • Preis der Dienstleistungsgesellschaft ver.di dotiert mit 2.000 Euro
  • Preis der Interreligiösen Jury dotiert mit 2.000 Euro
  • Mephisto 97.6 Preis für den besten kurzen Animationsfilm
  • Filmpreis Leipziger Ring für einen hervorragenden Dokumentarfilm über Menschenrechte, Demokratie oder bürgerschaftliches Engagement, gestiftet von der Stiftung Friedliche Revolution in Höhe von 2.500 Euro
  • Gedanken-Aufschluss- vergeben von einer Jury aus Strafgefangenen der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen
  • film.land.sachsen-Preis für Filmkultur im ländlichen Raum (In Kooperation mit dem Filmverband Sachsen e. V.)
  • Siegfried-Kracauer-Preis für Beste Filmkritik in Höhe von 5.000 Euro, vergeben von einer unabhängigen Fachjury[10]
  • Siegfried-Kracauer-Preis für Beste Innovative Form der Filmkritik in Höhe von 5.000 Euro[10]

Retrospektive

Die Zusammenstellung der Retrospektiven erfolgte von 1960 bis 1989 in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Filmarchiv der DDR.[11] Seit 1990 arbeitet das Festival für die Retrospektiven eng mit dem Bundesarchiv Filmarchiv Berlin zusammen.

  • 1960: Dsiga Wertow
  • 1961: Filme der Welt – Für den Frieden der Welt
  • 1962: Alberto Cavalcanti
  • 1963: Joris Ivens
  • 1964: Robert Flaherty
  • 1965: Filme contra Faschismus
  • 1966: Französischer Dokumentarfilm
  • 1967: 50 Jahre sowjetischer Dokumentarfilm
  • 1968: Dokumentarfilm in Polen
  • 1969: Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik in der DDR
  • 1970: Dokumentarfilm – im Zeitalter Lenins (75 Jahre Kinematografie)
  • 1971: Roman Karmen
  • 1972: Film im Freiheitskampf der Völker – Lateinamerika
  • 1973: Film im Klassenkampf – Traditionen der proletarischen Filmbewegung in Deutschland vor 1933
  • 1974: Kubanischer Dokumentarfilm
  • 1975: Preisträger von Leipzig 1956–1974
  • 1976: Dokumentarfilm in Japan – seine demokratischen und kämpferischen Traditionen
  • 1977: Sowjetischer Dokumentarfilm
  • 1978: Anima 78 – Animationsfilm sozialistischer Länder
  • 1979: Versuche – Studentenfilme der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR
  • 1980: Tschechischer Dokumentarfilm
  • 1981: American Social Documentary – USA-Dokumentarfilme 1930–1945
  • 1982: Wegbereiter
  • 1983: Filme im Freiheitskampf der Völker – Chile
  • 1984: Reality and Film – proletarischer und bürgerlich-progressiver Dokumentarfilm der dreißiger Jahre in Großbritannien
  • 1985: Anima für den Frieden
  • 1986: Der spanische Bürgerkrieg
  • 1987: Dokumentarfilm der mittelasiatischen Sowjetrepubliken
  • 1988: Dokumentarfilm in Indien
  • 1989: Klaus Wildenhahn
  • 1990: Karl Gass
  • 1991: Dokumentarfilm in Dänemark
  • 1992: Auf nach Amerika, Gordian Troeller
  • 1993: Stadtansichten – Leipzig im Film
  • 1994: Preis-Nachlaß – Dokumentarfilm und Deutscher Filmpreis
  • 1995: Neu gesehen – wiederentdeckt: Dokumentarische Beispiele aus 100 Jahren deutscher Film
  • 1996: Die Wirklichkeit hinter den Bildern – Filme von Erwin Leiser; Iranischer Dokumentarfilm
  • 1997: Retrospektive der wichtigsten Preisträgerfilme aus den vergangenen Jahren
  • 1998: Alles Trick – Deutsche Animationsfilme bis 1945
  • 1999: KinderFilme – Versuche einer Grenzziehung
  • 2000: Wenn die Begegnung das Ereignis ist – Jürgen Böttcher
  • 2001: Gedächtnis in Bildern – 40 Retrospektiven des Filmarchivs zum Dokumentarfilm
  • 2002: Frauen Film Frauen
  • 2003: Blick/Gegenblick – Die Geschichte des sowjetisch-russischen Dokumentarfilms: Peter Schamoni
  • 2004: Volker Koepp: Menschen und Landschaften – Filme von Wittstock bis Czernowitz
  • 2005: Rote Filme sieht man besser – Der politische Dokumentarfilm des ausgehenden 20. Jahrhunderts
  • 2006: lichtspiele – Klassische Avantgarde und Experimentalfilme in Deutschland
  • 2007: Spurensuche – FilmPositionen aus fünf Jahrzehnten
  • 2008: fremde heimat – Migration von und nach Deutschland
  • 2009: Joris Ivens
  • 2010: Regie und Regiment – Deutschland und das Militär in dokumentarischen Filmen von 1914 bis 1989
  • 2011: Bestandsaufnahme ’61 – die Welt, als sie sich teilte
  • 2012: Utopien und Realitäten – die rote Traumfabrik
  • 2013: STURM! Durch das kurze 20. Jahrhundert in acht Massenbewegungen
  • 2014: VolksEigener Blick – die Kamera im DEFA-Dokumentarfilm
  • 2015: Grenzen ziehen … Europa seit 1990
  • 2016: Sieben Sünden und andere Bekenntnisse im polnischen Dokumentarfilm
  • 2017: Kommandanten – Vorsitzende – Generalsekretäre. Kommunistische Herrschaft in den Bildsprachen des Films
  • 2018: 68 – Eine offene Partitur
  • 2019: BRDDR – Wechselblicke auf 40 Jahre deutsche Doppelstaatlichkeit
  • 2021: Die Juden der Anderen. Geteiltes Deutschland, verteilte Schuld, zerteilte Bilder
  • 2022: Die Dokumentaristinnen der DDR
  • 2023: Film und Protest – Volksaufstände im Kalten Krieg
  • 2024: Dritte Wege in der zweigeteilten Welt – Utopien und Unterwanderungen
  • 2025: Un-American Activities. Filme des ‚anderen Amerika‘ auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche 1962–1989[12]

Literatur

  • DEFA-Stiftung (Hrsg.): apropos:Film. Das Jahrbuch der DEFA-Stiftung. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2000–2001; Bertz + Fischer, Berlin 2002–2005.
  • Fred Gehler, Rüdiger Steinmetz (Hrsg.): Dialog mit einem Mythos. Ästhetische und politische Entwicklungen des Leipziger Dokumentarfilm-Festivals in vier Jahrzehnten. Vorträge und Diskussionen des Symposiums anlässlich des 40. Festivals 1997, zugleich VII. Hochschultage für Medien und Kommunikation. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 3-933240-38-7.
  • Andreas Kötzing: Die internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche in den 1970er Jahren. Eine Studie über das „politische Profil“ des Festivals. (Zugl.: Leipzig, Univ., Magisterarbeit), Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-86583-003-X.
  • Andreas Kötzing: »Die Sicherheit des Festivals ist zu gewährleisten!«. Kritische Jugend, die Leipziger Dokfilmwoche und das Ministerium für Staatssicherheit. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-342-6.
  • Andreas Kötzing: Kultur- und Filmpolitik im Kalten Krieg. Die Filmfestivals von Leipzig und Oberhausen in gesamtdeutscher Perspektive 1954–1972. Wallstein Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1264-7.
  • Kerstin Mauersberger: Weiße Taube auf dunklem Grund. 40 Jahre Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Henschel, Berlin 1997, ISBN 3-89487-280-2.
  • Heidi Martini: Dokumentarfilm-Festival Leipzig. Filme und Politik im Blick und Gegenblick. (Zugl.: Hannover, Univ., Diss., 2007), DEFA-Stiftung, Berlin 2007, ISBN 978-3-00-022950-3.
  • Caroline Moine: Cinéma et guerre froide. Histoire du festival international de films documentaires de Leipzig (1955–1990). (Thèse Univ. de Paris I, 2005), Publications de la Sorbonne, Paris 2014, ISBN 978-2-85944-788-5.
  • Ralf Schenk: Bilder einer gespaltenen Welt. 50 Jahre Dokumentar- und Animationsfilmfestival Leipzig. Bertz + Fischer, Berlin 2007, ISBN 978-3-86505-181-3.
Commons: DOK Leipzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Publikumsrekord bei DOK Leipzig 2024 (PDF; 627 kB), Pressemitteilung DOK Leipzig, 5. November 2024.
  2. Leena Pasanen wird neue Intendantin von DOK Leipzig. leipzig.de, 16. Oktober 2014.
  3. Leena Pasanen verlängert ihren Vertrag bei DOK Leipzig nicht. (Memento vom 1. Februar 2019 im Webarchiv archive.today) leipzig.de, 14. November 2018.
  4. Leiterin von DOK Industry Bridget O'Shea widmet sich neuen Aufgaben. 26. Februar 2021, abgerufen am 2. März 2025.
  5. Christoph Terhechte wird neuer Leiter des Dok-Filmfestivals Leipzig. In: Tagesspiegel. 24. September 2019, abgerufen am 24. September 2019.
  6. Neue Wettbewerbe und Auszeichnungen bei DOK Leipzig. 3. Mai 2020, abgerufen am 3. Februar 2025.
  7. Neue Goldene Taube für langen Animationsfilm bei DOK Leipzig. 9. Februar 2023, abgerufen am 3. Februar 2025.
  8. DOK Leipzig findet 2022 erneut als Präsenzfestival statt. 15. Mai 2022, abgerufen am 3. Februar 2025.
  9. DOK Industry 2022 setzt auf direkte Begegnungen. 22. September 2022, abgerufen am 3. Februar 2025.
  10. a b Siegfried Kracauer Preis 2024: Fünf Nominierungen in der Kategorie Beste Filmkritik. In: mfg.de. 22. Oktober 2024, abgerufen am 23. Oktober 2024.
  11. Bundesarchiv: Staatliches Filmarchiv der DDR, Retrospektiven auf der Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche
  12. Retrospektive widmet sich kritischen Filmen aus den USA bei der Leipziger Dokwoche vor 1990. In: dok-leipzig.de. 2. September 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.

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(c) Bundesarchiv, Bild 183-R1122-031 / Gahlbeck, Friedrich / CC-BY-SA 3.0
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme.
ADN-ZB/Gahlbeck/22.11.76/Leipzig: XIX. Internationale Dokumentar- und Kurzfilmwoche in Leipzig/ Filme aus 51 Ländern, der PLO, des Komitees Antifaschistisches Chile, aus Westberlin, der UNO und der UNESCO werden während der XIX. Internationale Dokumentar- und Kurzfilmwoche (20.-27.11.76) in Leipzig gezeigt. Unter den Zuschauern im Festivalkino "Capitol" war der Sänger Dean Reed (2.v.l.).
Bundesarchiv Bild 183-M1125-0003, Leipzig, Petersstraße, Kino "Capitol", Zuschauerraum.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-M1125-0003 / Raphael (verehel. Grubitzsch), Waltraud / CC-BY-SA 3.0
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme.
Leipzig, Petersstraße, Kino "Capitol", Zuschauerraum ADN-ZB Raphael 25.11 1973 Gu Leipzig: Die XVI. Internationale Dokumentar und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen wurde am 24.11.1973 im Festivalkino "Capitol" in der Leipziger Petersstraße eröffnet.