Givrycourt

Givrycourt
StaatFrankreich
RegionGrand Est
Département (Nr.)Moselle (57)
ArrondissementSarrebourg-Château-Salins
KantonLe Saulnois
GemeindeverbandSaulnois
Koordinaten48° 55′ N, 6° 55′ O
Höhe218–244 m
Fläche2,77 km²
Einwohner87 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte31 Einw./km²
Postleitzahl57670
INSEE-Code

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Kirche Mariä Himmelfahrt

Givrycourt ist eine französische Gemeinde mit 87 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

Geographie

Die Gemeinde Givrycourt liegt in Lothringen, 65 Kilometer südöstlich von Metz, 41 Kilometer nordöstlich von Château-Salins und fünf Kilometer östlich von Albestroff (Albesdorf), am Rosenbach, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gemeinde Munster (Münster). Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Lothringen.

Geschichte

Die Entstehung der Ortschaft 1509 und der Ortsname gehen auf Kardinal de Givry, Bischof von Langres, zurück.[1] Das Dorf hieß bis ins 18. Jahrhundert Hampath[2][3] oder la Hampatte. Im 17. Jahrhundert wurde der Ort im Krieg wieder verödet, und 1790 war er nur ein Weiler.[1]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Der Ort trug 1915–1919 den deutschen Namen Hampat bzw. 1940–1944 den eingedeutschten Namen Gierenhofen.

Von 1973 bis 1998 war Givrycourt Teil der Gemeinde Albestroff.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920072019
Einwohner90908990879810187

Trivia

Ein altes lothringisches, auf Givrycourt bezogenes Sprichwort lautet: „Dö gehts um, wie um Hampath's Bache“.[3]

Literatur

  • Givrycourt, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Givrycourt (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 489 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 173 (books.google.de).

Weblinks

Commons: Givrycourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 489 (google.books.de).
  2. Lehnerdt: Alphabetisches Ortsverzeichniß des Deutschen Reiches, Zweiter Band: Groß-Marchow bis Nesselwang, R. von Gumbkow, Dresden 1881, S. 113 (books.google.de).
  3. a b Stengel: Allerlei us um Westrich. In: Jahrbuch für Geschichte, Sprache und Litteratur Elsass-Lothringens, 11. Jahrgang, Straßburg 1895, S. 39–63, insbesondere S. 53 (books.google.de).

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Wappen der Gemeinde Givrycourt, Département Moselle, Frankreich

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Givrycourt l'église de l'Assomption-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie