Gischow

Gischow
Stadt Lübz
Koordinaten:53° 26′ N, 12° 1′ O
Höhe: 58 m ü. NN
Fläche:16,87 km²
Einwohner:233 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte:14 Einwohner/km²
Eingemeindung:26. Mai 2019
Postleitzahl:19386
Vorwahl:038731

Gischow ist ein Ortsteil der Stadt Lübz im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Geografie und Verkehr

Gischow liegt etwa zwei Kilometer südlich von Lübz in der Eldeniederung. Größere Erhebungen befinden sich im Norden mit 74,3 m ü. NHN. Südlich des Ortes Gischow befindet sich das Waldgebiet Burower Tannen. Östlich von Gischow verläuft die Müritz-Elde-Wasserstraße und nördlich die Bundesstraße 191.

Dorfkirche in Gischow

Geschichte

Gischow wurde im Jahr 1304 als Gissekow erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt vom altslawischen Lokator Ješik, also Ort des Ješik.[1]

Mit Wirkung zum 26. Mai 2019 wurde die Gemeinde Gischow in die Stadt Lübz eingemeindet.[2] Die Gemeinde gehörte zum Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz. Zur Gemeinde gehörten die Ortsteile Burow und Gischow.[3] Zwischen den beiden Ortsteilen gibt es noch die kleinere Ansiedlung Meierberg.

Sehenswürdigkeiten

Die Dorfkirche in Gischow ist eine schlichte Fachwerkkirche aus dem Jahr 1715, deren Schiff auffällig mit Wildem Wein bewachsen ist. Der Fachwerkturm besitzt einen Spitzhelm, an dessen Spitze sich eine in den 2000er Jahren rekonstruierte Wetterfahne mit Baudatum und Mecklenburger Stierkopf befindet. Die Ziegelsteinfassade des unteren Turmbereichs stammt aus den Jahren um 1900. Zur Ausstattung der Kirche gehören ein gotisches Triptychon und eine barocke Kanzel. Auf einer Holztafel der Orgelempore gibt ein lateinischer Sinnspruch als Chronogramm das Baudatum verschlüsselt wieder. Eine Gischower Kirche wurde erstmals 1304 erwähnt.[4] Die einmanualige Orgel mit fünf Registern stammt aus dem Jahr 1901 von Orgelbau Albert Kienscherf.[5]

Commons: Gischow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 49.
  2. Bekanntmachung des Ministeriums für Inneres und Europa vom 16. Januar 2019, AmtsBl. M-V, S. 254
  3. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 19 kB) der Gemeinde
  4. Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V. und START e.V. (Hrsg.): Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim. Edition Temmen, Bremen/Rostock 2001, ISBN 3-86108-795-2
  5. Lübz / Gischow – Dorfkirche – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt. (deutsch).

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Gischow Kirche 2008-04-28 029.jpg
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Dorfkirche in Gischow, Landkreis Parchim, Mecklenburg-Vorpommern
DE-MV 13-0-76-089 Luebz COA.png
Wappen der Stadt Lübz, Amt Eldenburg Lübz, Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern.
Blasonierung
„In Gold ein hersehender, golden gekrönter schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem roten Maul, silbernen Zähnen, ausgeschlagener roter Zunge, in sieben Spitzen abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern; begleitet beiderseits von einem facettierten roten Stern.“

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin festgelegt, 1992 neu gezeichnet und unter der Nr. 58 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung
Das nach dem Siegelbild des SIGILLVM CIVITATIS LEVPTZ – als Abdruck erstmals 1670 überliefert – gestaltete Wappen zeigt den Stierkopf als kleines landesherrliche Symbol des mecklenburgischen Herrscherhauses und kennzeichnet damit die Zugehörigkeit der Stadt zum Herzogtum, ab 1815 Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Die aus dem Siegel übernommenen Sterne wurden 1857/58 zwar als Füllbilder angesehen, aber zur Unterscheidung vom Wappenbild der Stadt Rehna beibehalten.