Gesellschaft für Musiktheorie

Die Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) ist die 2000 in Berlin gegründete deutschsprachige Vertretung der in Lehre, Studium, künstlerischer Praxis und Forschung tätigen Musiktheoretiker.

Struktur

Die Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) versteht sich als Interessenverband der deutschsprachigen Musiktheorie. Die GMTH dient als Forum dem Austausch, sie fördert das Fach Musiktheorie als künstlerisch-wissenschaftlich-pädagogische Hochschuldisziplin und pflegt den Dialog mit den Nachbardisziplinen (Musikpädagogik, Komposition, Improvisation, Musikästhetik, Musikpsychologie und anderen Teildisziplinen der Musikwissenschaft).

Derzeit gehören der GMTH ca. 520 Mitglieder an. Die meisten Mitglieder stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die übrigen vor allem aus dem benachbarten europäischen Ausland, aus den USA und aus Kanada. Auch verschiedene (Forschungs-)Institute sind Mitglied der Gesellschaft. Der Austausch mit den europäischen Schwestergesellschaften wird gepflegt.

Die GMTH veranstaltet einen Jahreskongress, gibt die drei- oder zweimal jährlich erscheinende Online-Zeitschrift Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie (ZGMTH) heraus, welche als Jahresband auch gedruckt erscheint (Olms-Verlag). Die ZGMTH ist thematisch auf Fragen der Musiktheorie als Disziplin im Zwischenbereich von Komposition, Improvisation, Musikwissenschaft und Musikpädagogik spezialisiert. Die GMTH fördert außerdem Publikationen und künstlerisch-wissenschaftliche Projekte und vergibt Stipendien. Seit 2010 führt die GMTH jährlich einen Aufsatz-Wettbewerb durch, der den Nachwuchs im Fach Musiktheorie durch Beteiligung an einem schriftlichen Diskurs fördern soll. Seit 2012 kam ein künstlerischer Wettbewerb hinzu.

Jahreskongresse

  • 2021: Basel – Tonsysteme und Stimmungen
  • 2020: Detmold – Musik verstehen!
  • 2019: Zürich – Notation. Schnittstelle zwischen Komposition, Interpretation und Analyse
  • 2018: Bremen – Kontrapunkt
  • 2017: Graz – Populäre Musik und ihre Theorien. Begegnungen – Perspektivwechsel – Transfers, gemeinsam mit der Gesellschaft für Popularmusikforschung (GfPM)
  • 2016: Hannover – ›Klang‹: Wundertüte oder Stiefkind der Musiktheorie
  • 2015: Berlin – Gegliederte Zeit
  • 2014: Genf – Das Andere in der Musiktheorie. Adjustierung und Kontingenz
  • 2013: Rostock – Musiktheorie und Ästhetik
  • 2012: Essen – Musiktheorie und Komposition
  • 2011: Bern – Musiktheorie im 19. Jahrhundert
  • 2010: Würzburg – Kreativität – Struktur und Emotion, gemeinsame Jahrestagung mit der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM)
  • 2009: Mainz – Musiktheorie und Improvisation
  • 2008: Graz – Musiktheorie als interdisziplinäres Fach
  • 2007: Freiburg – Interpretation, gleichzeitig 6th European Music Analysis Conference
  • 2006: Weimar – Musiktheorie und Vermittlung
  • 2005: Hamburg – Musiktheorie im Kontext
  • 2004: Köln – Was fehlt? Desiderate und Defizite musiktheoretischer Forschung und Lehre
  • 2003: Basel – Theoriebildung an ihren Grenzen: Neue und Alte Musik
  • 2002: München – Musiktheorie: Begriff und Praxis
  • 2001: Dresden – Musiktheorie zwischen Historie und Systematik

Fachbereiche

Weblinks