Germanische Sprachen

Die germanischen Sprachen sind ein Zweig der indogermanischen Sprachfamilie.[1] Sie umfassen etwa 15 Sprachen mit rund 500 Millionen Muttersprachlern, fast 800 Millionen einschließlich der Zweitsprecher. Ein charakteristisches Phänomen aller germanischen Sprachen gegenüber den anderen indogermanischen Sprachen sind die Veränderungen im Konsonantismus durch die germanische Lautverschiebung.

Dieser Artikel dient der Gesamtdarstellung der germanischen Sprachen. Auf Untergruppen und einzelne Sprachen und ihre Dialekte wird verwiesen. Die urgermanische Sprache wird in einem separaten Artikel behandelt.

Gegenwärtige Verbreitung germanischer Sprachen

Die großen germanischen Sprachen

Insgesamt zehn germanische Sprachen besitzen jeweils mehr als eine Million Sprecher.

  • Englisch ist die sprecherreichste germanische Sprache mit rund 330 Millionen Muttersprachlern und mindestens 500 Millionen Zweitsprechern.
  • Deutsch wird von etwa 100 Millionen Muttersprachlern und mindestens 80 Millionen Zweitsprechern gesprochen.
  • Niederländisch (25 Millionen)
  • Schwedisch (10 Millionen)
  • Afrikaans (6,7 Millionen, mit Zweitsprechern 16 Millionen)
  • Dänisch (5,5 Millionen)
  • Norwegisch (5 Millionen; Bokmål und Nynorsk)
  • Niederdeutsch (ca. 2 Millionen;[2] Stellung als eigene Sprache umstritten)
  • Jiddisch (1,5 Millionen)
  • Scots (1,5 Millionen; Stellung als eigene Sprache umstritten)

Die West-Nord-Ost-Gliederung der germanischen Sprachen

Die germanischen Sprachen werden in der Regel in West-, Nord- und Ostgermanisch eingeteilt (siehe unten die ausführliche Klassifikation). Die Sprachgrenze zwischen Nord- und Westgermanisch wird heute durch die deutsch-dänische Grenze markiert und lag früher etwas weiter südlich an der Eider.

Zu den westgermanischen Sprachen gehören: Englisch, Deutsch, Niederländisch, Afrikaans, Niederdeutsch, Jiddisch, Luxemburgisch, Friesisch und Pennsylvania Dutch.

Dazu gehören: Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Färöisch und Isländisch.

Alle ostgermanischen Sprachen sind ausgestorben. Die bestüberlieferte ostgermanische Sprache ist Gotisch.

Die Klassifikation der germanischen Sprachen

Aktuelle Verbreitung der germanischen Sprachen in Europa:
Nordgermanische Sprachen
  • Isländisch
  • Färöisch
  • Norwegisch
  • Dänisch
  • Schwedisch
  • Westgermanische Sprachen
  • Scots
  • Englisch
  • Friesisch
  • Niederländisch
  • Niederdeutsch
  • Deutsch
  • Einteilung der heutigen germanischen Sprachen

    Der germanische Zweig des Indogermanischen umfasst heute 15 Sprachen mit insgesamt rund 500 Millionen Sprechern. Einige dieser Sprachen werden von manchen Forschern nur als Dialekte betrachtet (siehe unten). Diese 15 Sprachen können nach dem Grad ihrer Verwandtschaft wie folgt klassifiziert werden (die Sprecherzahlen beziehen sich auf Muttersprachler):

    Germanisch (15 Sprachen mit insgesamt 490 Millionen Sprechern):

    1. Westgermanisch:
    2. Nordgermanisch:
    • Skandinavisch: (Festlandskandinavisch)
      Dänisch (5,5 Millionen)
      Schwedisch (10 Millionen)
      Norwegisch (5 Millionen) (Bokmål und Nynorsk)
    • Isländisch-Färöisch: (Inselskandinavisch)
      Isländisch (300.000; 350.000 inkl. Zweitsprecher)
      Färöisch (65.000)

    Die Grundlage dieser Klassifikation ist der Weblink „Klassifikation der indogermanischen Sprachen“,[4] der für das Germanische vor allem auf Robinson 1992 basiert. Die aktuellen Sprecherzahlen entstammen Ethnologue 2005 und offiziellen Länderstatistiken.

    Da die Grenzen zwischen Sprachen und Dialekten fließend sind, werden z. B. Luxemburgisch, Plautdietsch, Pennsylvanisch und Niederdeutsch nicht von allen Forschern als Sprachen betrachtet, Schwyzerdütsch und Schottisch (Scots) dagegen von anderen als weitere eigenständige westgermanische Sprachen angesehen. Ein weiteres Beispiel: Die beiden Varianten des Norwegischen (Bokmål und Nynorsk) werden von einigen Skandinavisten als separate Sprachen betrachtet, wobei dann Bokmål in die Nähe des Dänischen, Nynorsk in die Nähe des Isländisch-Faröischen rückt.

    Historische Klassifikation

    Karte Nordeuropas mit den germanischen Sprachen des frühen Mittelalters
    Die ungefähre Ausdehnung der germanischen Sprachen um 900 n. Chr.: Westgermanisch grün und gelb, Nordgermanisch rot, orange und pink, Ostgermanisch blau

    Während die obige Klassifikation lediglich eine Gliederung der heute existierenden germanischen Sprachen bietet, sollten folgenden Darstellungen einen historischen Einblick vermitteln, da auch die ausgestorbenen germanischen Sprachen aufgeführt werden. Schematische Darstellung der Ausgliederung der historischen germanischen Sprachen bis zum 9. Jahrhundert, nach Stefan Sonderegger:[5]

    1. Jahrtausend v. Chr.
     
     
     
     
     
    Früh-/ Urgermanisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Jahrhunderte vor und nach Chr.
     
     
     
     
     
    Mittel-/ Gemeingermanisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    4. Jahrhundert
     
     
     
     
     
    Spätgermanisch
     
     
     
     
     
    Oder-Weichselgermanisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    5. Jahrhundert
     
     
     
     
     
    Südgermanisch
     
     
     
     
     
    Nordgermanisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Rhein-Wesergermanisch
     
    Elbgermanisch
     
    Nordseegermanisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Urnordisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    6. bis 9. Jahrhundert
     
    Altfränkisch
     
    Altbairisch /
    Altalemannisch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Altniederländisch
     
    Althochdeutsch
     
    Altsächsisch
     
    Altfriesisch
     
    Altenglisch
     
    Altnordisch
     
    Gotisch †
     
     

    Im unterstehende Tabelle werden nicht belegte, aber erschließbare Zwischenglieder durch * gekennzeichnet. Insbesondere über die historische Gliederung der westgermanischen Sprachen gibt es bisher keinen vollständigen Konsens, die folgende historisch orientierte Darstellung (nach Maurer 1942, Wiesinger 1983, dtv-Atlas Deutsche Sprache 2001, Sonderegger 1971, Diepeveen, 2001) gibt aber die mehrheitlich vertretene Forschungsrichtung wieder. Dabei wird das Westgermanische nicht als ursprüngliche genetische Einheit aufgefasst, es hat sich erst später aus seinen Komponenten Nordseegermanisch, Weser-Rhein-Germanisch und Elbgermanisch durch Konvergenz herausgebildet. Aus dieser Darstellung wird auch klar, dass die Dialekte des Deutschen verschiedenen Zweigen des „Westgermanischen“ angehören, Deutsch also nur in Form seiner Dialekte in einen historischen germanischen Stammbaum integrierbar ist. Erklärung der Symbolen: † steht für eine ausgestorbene Sprache. Ⓢ symbolisiert, dass es eine standardisierte Schriftform dieser Varietät oder Dialektgruppe gibt.

    Germanische Sprachverwandtschaft anhand der Wellentheorie

    Historische Sprachverwandtschaft der frühgermanischen Innovationszentren. In diesem Schema sind sprachliche Einheiten, die verschiedenen Epochen angehören synoptisch und daher ohne chronologische Dimension verflacht wiedergegeben.[6]
    Legende:
  • 1. Nordseegermanisch, Vorstufe des Altsächsischen, Altfriesischen und Altenglischen.
  • 2. Nordgermanisch, Vorstufe des Altnordischen.
  • 3. Ostgermanisch, Vorstufe des Gotischen und übrigen ostgermanischen Sprachen
  • 4. Elbgermanisch, Vorstufe des Altoberdeutschen und vielleicht des Langobardischen.
  • 5. Weser-Rhein Germanisch, Vorstufe des Altfränkischen bzw. Altniederländischen.
  • Obwohl die Stammbaumtheorie ein adäquates Modell bietet, um die Prozesse der Sprachabspalltung darzustellen, erbringt die Wellentheorie diese Leistung für die Darstellung der zwischensprachlichen Kontakte. Nach der Wellentheorie verfügen räumlich und/oder zeitlich benachbarte sprachliche Varietäten über ein weitgehend übereinstimmendes Sprachinventar. Die Randlinie eines jeden Sprachgebiets stellt die maximale Verbreitung der Innovation dar, die von einem Innovationszentrum ihren Ausgang nehmen. Innerhalb der Wellentheorie werden fünf Innovationszentren identifiziert: Ostgermanisch, Elbgermanisch, Nordseegermanisch, Rhein-Weser Germanisch und Nordgermanisch, aus denen die heutigen oder historischen germanischen Sprachen sich größtenteils oder teilweise gebildet haben sollen.[7]

    Bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. ist es sehr schwierig, spezifische Dialektunterscheidungen innerhalb der germanischen Varietäten vorzunehmen, wenn von der Ausgliederung der ostgermanischen Goten abgesehen wird. Die unleugbare gotisch-nordischen Isoglossen lassen aber vermuten, dass es sich um Neuerungen handelt, die in jenem beschränkten Gebiet, in dem die Goten siedelten, entstanden sind, und die in Skandinavien erst nach dem Abgang der Goten Verbreitung gefunden haben. Spätere Kontakte zwischen dem Gotischen und Elbgermanischen sind nur spärlich dokumentierbar, aber historisch gesehen sehr wahrscheinlich, als die Goten sich, um das 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr., längs des mittleren und unteren Laufs der Weichsel befanden.[8]

    Im Laufe des 5. Jahrhunderts entwickelte sich, hervorgerufen durch intensiven Wirtschaftsverkehr, mit dem Nordseegermanisch eine Art Sprachbund, zu dem die ältesten Phasen des Englischen, des Friesischen, des Altsächsischen und in geringerem Ausmaß des Nordgermanischen gehören. Nordseegermanisch bezeichnet aber keinen Zweig des germanischen Stammbaums, sondern einen Prozess, aus dem jüngere Übereinstimmungen (sogenannte Ingwäonismen) resultierten. Die altsächsische Sprache entstand grundsätzlich aus dem Nordseegermanischen, aber zeigt ab dem 8.–9. Jahrhundert immer stärkere Einflüsse des südlich anschließenden Deutschen, das wesentlich aus dem Elbgermanischen entstand.[9] Die Nachfahren des hauptsächlich aus dem Rhein-Weser Germanischen entstandenen Altfränkisch wurden, außer Niederländisch und die niederrheinischen Dialekte, im Frühmittelalter durchgreifend von der Zweiten Lautverschiebung bzw. von elbgermanischen Innovationen geprägt.[10][11]

    Entwicklung des Deutschen

    Die Ausgliederung und Konstituierung der deutschen Sprache aus dem Germanischen könnte am besten als dreifacher sprachgeschichtlicher Vorgang verstanden werden:[12]

    1. Die zunehmende Differenzierung vom Spätgemeingermanischen über das Südgermanische zum Elbgermanisch und, in geringeren Maß, zum Rhein-Wesergermanischen, auf denen die frühmittelalterlichen Stammesdialekte beruhen.
    2. Die Integration im fränkischen Reichsverband zum Althochdeutschen.
    3. Die schrift- oder hochsprachliche Überschichtung auf hochdeutscher (genauer: ostmitteldeutscher und südostdeutscher) Grundlage, wobei auch das Niederdeutsche der deutschen Sprache endgültig einverleibt wurde, obschon eine Beeinflussung vom Hochdeutschen her seit althochdeutscher Zeit festzustellen ist.
     
     
     
     
    Altfränkisch
     
     
     
     
    Altalemannisch
     
    Altbairisch
     
    Langobardisch1
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Westfränkisch2
     
    Altniederländisch
     
    Altmittel- und Althochfränkisch
     
     
    Altoberdeutsch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Altsächsisch
     
    Althochdeutsch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Mittelniederdeutsch
     
    Mittelhochdeutsch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Niederdeutsch
     
    Hochdeutsch
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Deutsch
     
     
     
     
     
     
     
     

    1 Im 9./10. Jahrhundert erloschen.
    2 Im 9. Jahrhundert erloschen.

    Germanische Schriften

    Seit ungefähr dem 2. Jahrhundert n. Chr. haben die germanischen Stämme eigene Schriftzeichen verwendet, die Runen. Es entstand das sogenannte „ältere Futhark“, eine frühe Form der Runenreihe, die bis ca. 750 n. Chr. in Gebrauch war. Die überlieferte Gotische Bibel des 4. Jahrhunderts hat ihre eigene Schrift, nämlich das vom Bischof Wulfila entwickelte Gotische Alphabet.[13] Später wurden die germanischen Sprachen mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Beispiele von modifizierten Buchstaben sind das Yogh (ȝ) und die latinisierten Runen Thorn (þ) und Wunjo (ƿ).

    Germanische Wortgleichungen

    Die folgenden Tabellen stellen einige Wortgleichungen aus den Bereichen Verwandtschaftsbezeichnungen, Körperteile, Tiernamen, Umweltbegriffe, Pronomina, Verben und Zahlwörter für einige alt- und neugermanische Sprachen zusammen. Man erkennt den hohen Grad der Verwandtschaft der germanischen Sprachen insgesamt, die besondere Ähnlichkeit der westgermanischen und nordgermanischen Sprachen untereinander, die stärkere Abweichung des Gotischen von beiden Gruppen und letztlich die Beziehung des Germanischen zum Indogermanischen (letzte Spalte, hier sind die Abweichungen natürlich größer). Hier können auch die Gesetze der germanischen (ersten) und hochdeutschen (zweiten) Lautverschiebung überprüft werden (ausführliche Behandlung im nächsten Abschnitt). Da die germanischen und indogermanischen Formen nur rekonstruiert sind, sind sie mit einem * versehen.

    Gesamtgermanische Nomina

    Folgende Nomina sind in fast allen germanischen Sprachen vertreten und können auch für das Urindogermanische rekonstruiert werden:

    DeutschAlthochdeutschNiederländischAltniederländischAltsächsischEnglischAltenglischSchwedischIsländischAltnordischGotischGermanischUrindogermanisch
    Vaterfatervaderfaderfadarfatherfæderfarfaðirfaðirfadar*fađer*pətér
    Muttermuotermoedermuodermodarmothermodormormóðirmóðir*mōđer*mater
    Bruderbruoderbroe(de)rbruotherbrođarbrotherbrođorbrorbróðirbróðirbroþar*brōþer*bhrater
    Schwesterswesterzus(ter)susterswestarsistersweostorsystersystirsystirswistar*swester*suesor
    Tochtertohterdochterdohterdohtardaughterdohtardotterdóttirdóttirdauhtar*duχter*dhugəter
    Sohnsunuzoonsunosunusonsunusonsonursunrsunus*sunuz*suənu
    Herzherzaharthertahertaheartheortehjärtahjartahjartahairto*χertōn*kerd
    Knieknioknieknikniokneecneoknäknéknékniu*knewa*genu
    Fußfuozvoetfuotfōtfootfotfotfóturfótrfotus*fōt-*pod
    Aue1ouwiooiouwiewwieweeowu-æraweþi*awi*owi
    Kuhkuokoekuokocowcukokýrkýr*k(w)ou*gwou
    Elchelaho, elihoelandeloelahoelkeolh, eolkälgelgurelgr*elhaz, *algiz*h₁élḱis, *h₁ólḱis
    Mähremerihamerriemarchimergemaremere, mieremärr[14]merr*marhijō*marḱ-
    Schweinswinzwijnswīnswinswineswinsvinsvínsvínswein*swina*sus/suino
    Hundhunthondhundahundhound2hundhundhundurhundrhunds*χundaz*kuon
    Wasserwazzarwaterwatarwatarwaterwætervattenvatnvatnvato*watōr*wódr̥
    Feuerfiurvuurfuirfiurfirefyrfyr[15]fúrr*fōr, *fuïr*péh₂ur
    ((Baum))3(boom)(bom)triotreetreo(w)trädtrétrétriu*trevam*deru
    ((Rad)), (Welle)wielwēlwheelhweolhjulhjólhvél*hwehwlą*kʷékʷlo-

    1 neuhochdeutsch Aue = Mutterschaf (veraltend, landschaftlich)
    2 neuenglisch hound = Jagdhund
    3 Vergleiche aber die zweite Silbe in Flie-der, Holun-der

    Es gibt jedoch auch einige germanische Nomina, welche nicht aus dem Urindogermanischen ererbt zu sein scheinen:[16][17][18]

    DeutschAlthochdeutschNiederländischAltniederländischAltsächsischAltenglischEnglischSchwedischIsländischAltnordischGotischUrgermanisch
    Pflugpfluogploegpluogplōgplōhplough, plowplogplógurplógr*plōgaz, *plōguz
    Handhanthandandehondhandhandhandhöndhöndhandus*χanduz

    Gesamtgermanische Pronomina

    DeutschAlthochdeutschNiederländischAltsächsischAltenglischEnglischAltnordischGotischGermanischUrindogermanisch
    ichihikikicIekik*ek*eg(om)
    dudujij/gij, je/ge4
    mnl. du
    thuþuyou
    arch. thou
    þúþu*þu*tu
    wer(h)werwiehwehwawhohvathwas*χwiz*kwis
    4 Im Mittelniederländischen wurde die 2. Person Singular (du) durch die 2. Person Plural (gij, später überwiegend jij) verdrängt; je und ge sind unbetonte Formen.
    5 Im Englischen wurde die 2. Person Singular (thou, Objekt thee) durch die 2. Person Plural (zunächst ye, Objekt you) verdrängt.[19]

    Gesamtgermanische Verben

    DeutschAlthochdeutschLuxemburgischNiederländischAfrikaansAltsächsischAltenglischEnglischAltnordischGotischGermanischUrindogermanisch
    essenezzaniessen, eesseneteneetetanetaneatetaitan*etaną*ed
    ((tragen))6beran((droen))barenberanberanbearberabairan*beraną*bher-
    trinkentrinkandrénkendrinkendrinkdrinkandrincandrinkdrekkadrigkan*drinkaną*dʰrenǵ-
    (er) weißweizweesweetweetwētwāt.veitwait*wait*woida

    6verwandt ist neuhochdeutsch gebären.

    Gesamtgermanische Zahlwörter

    Fast alle germanischen Zahlwörter sind aus dem Urindogermanischen ererbt:

    DeutschAlthochdeutschLuxemburgischAltniederländischNiederländischAfrikaansAltsächsischAltenglischEnglischAltnordischGotischGermanischUrindogermanisch
    ein(s)eineen(t)ēneeneenenanoneeinnains*aina*oino
    zweizwen/zwo/zweizweetwēnetweetweetwa/two/twetwa/tutwotveir/tværtwai/twos*twajina*dwou
    dreidridräithridriedriethriaþrithreeþrírþreis*þrejes*trejes
    vierfiorvéierviuwarviervierfi(u)warfeowerfourfjórirfidwor*feđwōr*kwetwor
    fünffimffënnefvīfvijfvyffiffiffivefim(m)fimf*femf(e)*penqwe
    sechssehssechssehszessessehssiexsixsexsaihs*seχs*seks
    siebensibunsiwensivonzevensewesibunseofonsevensjausibun*sebun*septṃ
    achtahtoaachtahtoachtagtahtoeahtaeightáttaahtau*aχtau*oktou
    neunniumning, néngnigunnegennegenigunnigonnineníuni'un*newun*(e)newṇ
    zehnzehanzing, zéngtēntientientehantiententíutaihun*teχun*dekṃ
    hund-erthunthonn-erthundhond-erdhond-erdhundhund-redhund-redhund-radhund*χunđa*kṃtóm

    Quelle dieser Tabellen ist der Weblink „Germanische Wortgleichungen“,[20] der wiederum auf der Basis mehrerer etymologischer Wörterbücher zusammengestellt wurde, darunter Kluge 2002, Onions 1966, Philippa 2009, und Pokorny 1959.

    In allen germanischen Sprachen ist 13 die erste zusammengesetzte Zahl (z. B. englisch thirteen), die Zahlen 11 und 12 haben eigene Namen (z. B. englisch eleven und twelve).

    Germanische Lautverschiebung

    Die germanischen Sprachen unterscheiden sich von anderen indogermanischen Sprachen durch eine charakteristische, eben die „germanische“ Konsonantenverschiebung, die in der Germanistik als „erste“ von einer folgenden „zweiten“ Lautverschiebung unterschieden wird. Die folgende Tabelle bringt Wortgleichungen, die diesen Übergang von den indogermanischen zu den entsprechenden urgermanischen Konsonanten belegen. Da auch die hochdeutschen Parallelen angegeben sind, belegt die Tabelle auch die Zweite Lautverschiebung vom (Ur-)Germanischen zum Hochdeutschen. Rekonstruierte urgermanische und ur-indogermanische Formen sind durch * gekennzeichnet, entsprechende Konsonanten durch Fettdruck hervorgehoben.

    Nr*Idg.LateinGriech.*German.EnglischNiederländischDeutsch
    1*pəterpaterπατήρ
    patḗr
    *fađerfathervaderVater
    2*bhratarfraterphratér*brōþerbrotherbroederBruder
    3*kerdcord-kard-*χertōnhearthartHerz
    4*dheub..*deupdeepdieptief
    5a*ed-ed-ed-*itanaeatetenessen
    5b*sed-sed-.*sitanasitzittensitzen
    6*egoegoego*ekI / aengl: icikich
    7*bherfer-pher-*bairanabearbarenge-bären
    8*udharuberthar*udarudderuier / mnl: uyderEuter
    9*wegh-veh-.*wega-weighwegenwiegen

    Während z. B. das Lateinische und Griechische die „indogermanischen“ Konsonanten weitgehend erhalten, erfährt das Germanische einen lautgesetzlichen Wandel der Tenues /p, t, k/, Mediae /b, d, g/ und Mediae-Aspiratae /bh, dh, gh/. Das Englische und das Niederdeutsche konservieren bis heute diese „germanischen“ Konsonanten, dagegen erfolgt beim Übergang zum Hochdeutschen eine zweite Lautverschiebung dieser Konsonantengruppe. Insgesamt ergeben sich folgende Lautgesetze:

    Germanische und hochdeutsche Lautverschiebung

    NrIndogerm. →Germanisch →Hochdeutsch
    1p →f →f
    2t →þ (th) →d
    3k →h (ch) →h
    4b →p →ff / pf
    5d →t →ss / tz
    6g →k →hh / ch
    7bh →b →b (alem./bair. p)
    8dh →d →t
    9gh →g →g (bair. k)

    Bemerkungen zur Sprachgeschichte

    Urgermanisch und seine Abspaltungen

    Einige Forscher vermuten, dass das Urgermanische mit den Vorläufern der baltischen und slawischen Sprachen eine Dialektgruppe innerhalb der west-indogermanischen Sprachen bildete. Diese Annahme wird nicht zuletzt durch eine neuere lexikostatistische Arbeit gestützt.[21] Diese Vorformen des Germanischen könnten bereits im späten 3. und frühen 2. Jahrtausend v. Chr. entsprechend ihrer geographischen Lage eine Zwischenstellung zwischen den vermuteten Sprachgruppen Italo-Keltisch im Südwesten und Baltoslawisch im Südosten eingenommen haben.

    Das Urgermanische habe sich dann aus dieser Gruppe gelöst, wonach es deutliche Wechselwirkungen mit frühfinnischen Sprachen zeige.

    Bezüglich einer sogenannten germanischen „Urheimat“ bringt der Onomastiker Jürgen Udolph das Argument, dass sich germanische Orts- und Gewässernamen mit Schwerpunkt im weiteren Umkreis des Harzes nachweisen lassen. Diese Beobachtung belegt jedoch im Grunde nur eine seit der Benennung ungestörte germanische Besiedlung, nicht deren Zeitrahmen. Einen Zeitrahmen bieten dagegen archäologische Funde auf Grund gleichartiger, ungebrochener Traditionen im Raum zwischen dem von Udolph vorgeschlagenen Harzumland bis Südskandinavien seit etwa dem 12. Jahrhundert v. Chr.

    Die urgermanische Sprache (auch „Protogermanisch“ oder „Gemeingermanisch“) konnte durch sprachwissenschaftliche Vergleiche weitgehend rekonstruiert werden. Diese erschlossene Vorform soll bis etwa 100 v. Chr., in der sogenannten gemeingermanischen Sprachperiode relativ einheitlich geblieben sein. Als Eigenheit fällt auf, dass das Germanische einige indogermanische Erbwörter recht eigenwillig verwendet (Beispiel: sehen = „[mit den Augen] folgen“, vgl. lateinisch sequi). Nach Euler (2009) spaltete sich als erste Sprache das ausgestorbene, fast nur durch das Gotische überlieferte Ostgermanische ab. Im 1. Jahrhundert n. Chr. hätten sich dann die westgermanischen von den nordgermanischen Sprachen getrennt.

    Wortschatz, Lehnwörter

    Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass der urgermanische Wortschatz eine Reihe von Lehnwörtern nicht-germanischen Ursprungs enthalten haben soll. Auffallend sollen z. B. Entlehnungen im Bereich von Schiffbau und Navigation aus einer bisher unbekannten Substratsprache, vermutlich im westlichen Ostseeraum sein. Diese germanische Substrathypothese wird allerdings inzwischen stark bestritten. Dagegen werden Entlehnungen im Bereich sozialer Organisation vor allem keltischem Einfluss zugeschrieben. Diese Beobachtungen legen eine Entstehung des Germanischen als Einwanderersprache nahe. Wertvolle Hinweise sowohl auf die germanischen Lautformen als auch vorgeschichtliche Nachbarschaftsverhältnisse geben noch heute in ostsee-finnischen Sprachen erhaltene Entlehnungen aus dem Germanischen, wie z. B. finnisch kuningas (König) aus Germanisch: *kuningaz, rengas (Ring) aus Germanisch: *hrengaz (/z/ steht für stimmhaftes /s/).

    Artikel

    Das Germanische kannte ursprünglich weder den bestimmten noch den unbestimmten Artikel, ebenso wie das Lateinische und die meisten slawischen und baltischen Sprachen. Das Westgermanische bildete dann die bestimmten Artikel „der“, „die“ und „das“ aus den Demonstrativpronomen. Die unbestimmten Artikel wurden in den westgermanischen und in den meisten nordgermanischen Sprachen (wie in den romanischen Sprachen) aus dem Zahlwort für „1“ gebildet.[22] Das moderne Isländisch hat keinen unbestimmten Artikel entwickelt.[23]

    Siehe auch

    Literatur

    Allgemeines

    • Wayne Harbert: The Germanic Languages. Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-521-01511-0.
    • Claus Jürgen Hutterer: Die germanischen Sprachen. Ihre Geschichte in Grundzügen. 4. Auflage. VMA-Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-928127-57-8.
    • Ekkehard König und Johan van der Auwera (Hrsg.): The Germanic Languages. Routledge, London / New York 1994, ISBN 0-415-05768-X.
    • Werner König und Hans-Joachim Paul: dtv-Atlas Deutsche Sprache. 15. Auflage. dtv, München 2005, ISBN 3-423-03025-9.
    • Orrin W. Robinson: Old English and Its Closest Relatives. A Survey of the Earliest Germanic Languages. Stanford University Press, Stanford (Calif) 1992, ISBN 0-8047-1454-1.

    Etymologische Wörterbücher

    • Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4.
    • C. T. Onions (Hrsg.): The Oxford Dictionary of English Etymology. Oxford University Press, Oxford 1966.
    • Marlies Philippa u. a.: Etymologisch woordenboek van het Nederlands. 4 Bände. Amsterdam University Press, Amsterdam 2003–2009, ISBN 978-90-8964-184-7.
    • Julius Pokorny: Indogermanisches etymologisches Wörterbuch. Francke Verlag, Bern/München 1959.

    Weblinks

    Commons: Germanische Sprachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Anmerkungen

    1. Rudolf Wachter: Indogermanisch oder Indoeuropäisch? Universität Basel, 25. August 1997, abgerufen am 13. Juni 2020.
    2. Zitiert nach Astrid Adler et al.: STATUS UND GEBRAUCH DES NIEDERDEUTSCHEN 2016, Erste Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung, S. 15, in: Institut für Deutsche Sprache, 2016, abgerufen am 9. Mai 2020.
    3. Zitiert nach Astrid Adler et al.: STATUS UND GEBRAUCH DES NIEDERDEUTSCHEN 2016, Erste Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung, S. 15, in: Institut für Deutsche Sprache, 2016, abgerufen am 9. Mai 2020.
    4. Ernst Kausen: Die Klassifikation des Indogermanischen und seiner Zweige. (MS Word; 220 kB)
    5. Diagramm basiert auf: Stefan Sonderegger: Althochdeutsche Sprache. In: Kurzer Grundriß der germanischen Philologie bis 1500. Hrsg. von Ludwig Erich Schmitt. Band 1: Sprachgeschichte. Walter de Gruyter, Berlin 1970, S. 289.
    6. Paulo Ramat: Einführung in das Germanische. Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-484-10411-2, S. 6.
    7. Paulo Ramat: Einführung in das Germanische. Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-484-10411-2, S. 5 f.
    8. Paulo Ramat: Einführung in das Germanische. Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-484-10411-2, S. 6.
    9. Steffen Krogh: Die Stellung des Altsächsischen im Rahmen der germanischen Sprachen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, ISBN 978-3-525-20344-6, 1996, S. 136.
    10. Paulo Ramat: Einführung in das Germanische. Walter de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-484-10411-2, S. 7.
    11. Helmut Kuhn: Zur Gliederung der germanischen Sprachen. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 86, 1955, S. 1–47.
    12. Stefan Sonderegger: Stefan Sonderegger: Grundzüge deutscher Sprachgeschichte. Diachronie des Sprachsystems. Band 1: Einführung, Genealogie, Konstanten. Walter de Gruyter, Berlin 1979 (Nachdruck 2011), S. 118–128.
    13. Fausto Cercignani: The Elaboration of the Gothic Alphabet and Orthography. In Indogermanische Forschungen. 93, 1988, S. 168–185.
    14. Svensk etymologisk ordbok (1922), S. 503
    15. heute „Leuchtturm“, historisch siehe Svensk etymologisk ordbok (1922) S. 164 3. fyr … fyr och flamma („Feuer und Flamme“)
    16. Kluge – Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Aufl. S. 679: Pflug – Bezeugung und Beleglage widersprüchlich. Langobardisch plovum; Plinius erwähnte einen verbesserten Pflug namens plaumorātum im gallischen Rätien.
    17. M. Philippa, F. Debrabandere, A. Quak, T. Schoonheim en N. van der Sijs: Etymologisch Woordenboek van het Nederlands, Amsterdam University Press, Amsterdam, ISBN 978-90-6648-312-5, 2009.
    18. Ruth Schmidt-Wiegand: Wörter und Sachen: Zur Bedeutung einer Methode für die Frühmittelalterforschung. Der Pflug und seine Bezeichnungen in: Ruth Schmidt-Wiegand: Wörter und Sachen im Lichte der Bezeichnungsforschung, Walter de Gruyter, 2019, S. 1–41.
    19. Ludwig-Maximilians-Universität München: You and Thou: Loss of a politeness marking? (PDF)
    20. Ernst Kausen: Germanische Wortgleichungen. (MS Word; 40 kB)
    21. Hans J. Holm (2008): The Distribution of Data in Word Lists and its Impact on the Subgrouping of Languages. link.springer.com In: Christine Preisach, Hans Burkhardt, Lars Schmidt-Thieme, Reinhold Decker (Hrsg.): Data Analysis, Machine Learning, and Applications. Proc. of the 31th Annual Conference of the German Classification Society (GfKl), University of Freiburg, March 7–9, 2007. Springer-Verlag, Heidelberg/Berlin.
    22. Elke Hentschel, Harald Weydt: Handbuch der deutschen Grammatik: 4., vollständig überarbeitete Auflage, Walter de Gruyter, 2013, S. 208.
    23. Thorsten Roelcke: Variationstypologie / Variation Typology: Ein sprachtypologisches Handbuch der europäischen Sprachen in Geschichte und Gegenwart / A Typological Handbook of European Languages, Walter de Gruyter, 2008, S. 173.

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