Georgenberg

WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:49° 42′ N, 12° 25′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Oberpfalz
Landkreis:Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs­gemeinschaft:Pleystein
Höhe:600 m ü. NHN
Fläche:36,81 km²
Einwohner:1272 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:35 Einwohner je km²
Postleitzahl:92697
Vorwahl:09658
Kfz-Kennzeichen:NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel:09 3 74 123
Gemeindegliederung:32 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Flossenbürger Str. 1
92697 Georgenberg
Website:www.georgenberg.de
Erster Bürgermeister:Wolfgang Bock (CSU)
Lage der Gemeinde Georgenberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
KarteLandkreis BayreuthLandkreis SchwandorfWeiden in der OberpfalzLandkreis TirschenreuthLandkreis Amberg-SulzbachGeorgenbergPleysteinNeustadt am KulmPressathTrabitzEschenbach in der OberpfalzBechtsriethWindischeschenbachWeiherhammerWaldthurnWaidhausVohenstraußTheisseilTännesbergStörnsteinSchwarzenbach (Oberpfalz)SchlammersdorfSchirmitzPüchersreuthPirkParksteinNeustadt an der WaldnaabMantel (Markt)Luhe-WildenauLeuchtenbergKohlberg (Oberpfalz)KirchenthumbachKirchendemenreuthIrchenriethGrafenwöhrFlossenbürgFloß (Oberpfalz)EtzenrichtEslarnAltenstadt an der WaldnaabSpeinsharter ForstManteler ForstVohenstraußTschechienVorbachSpeinshartMoosbach (Oberpfalz)
Karte
Georgenberg (2016)

Georgenberg ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab an der Grenze zu Tschechien, sie ist ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pleystein.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt direkt an der Grenze zu Böhmen im Naturpark Oberpfälzer Wald, der Höhen bis 700 m erreicht. Die tschechische Nachbargemeinde ist Lesná (Schönwald).

Gemeindegliederung

Es gibt 32 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Bernrieth, Brünst, Dimpfl, Georgenberg, Neudorf, Reinhardsrieth und Waldkirch.

Name Gemeinde/Ortamtliche BezeichnungEinwohnerzahl (2011/2012)
GeorgenbergGemeinde1309[4] Einwohner(2021)
Neunkirchen zu St. ChristophPfarrdorf
NeuenhammerKirchdorf
WaldkirchKirchdorf
BrünstDorf
DimpflDorf74 Einwohner
FaislbachDorf
GeorgenbergDorf
HinterbrünstDorf
LeßloheDorf
NeudorfDorf
SchwanhofDorf
OberrehbergSiedlung
UnterrehbergSiedlung
GalsterloheWeiler
GehenhammerWeiler
HagenhausWeiler
HammermühleWeiler
LösselbergWeiler
LösselmühleWeiler
OberbernloheWeiler
Vorder-WaldheimWeiler
WaldheimWeiler
DanzermühleEinöde
DanzerschleifEinöde
KrautwinklEinöde
KühtränkEinöde
PapiermühleEinöde
ProllermühleEinöde
RehmühleEinöde
SchmidtlerschleifEinöde
UnterbernloheEinöde
WaffenschmiedeEinöde

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Das Schloss in Georgenberg wurde von Georg Christoph von Wirsberg vor 1540 neu erbaut. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts war Georgenberg in der Herrschaft Waldthurn eine erbuntertänige Ortschaft der Reichsgrafschaft Störnstein, seit 1641 Gefürstet unter den Fürsten Lobkowitz. Sie kam nach der Rheinbundakte von 1806 durch Kauf zum Königreich Bayern. Im Jahr 1848 endete die Erbuntertänigkeit der Bewohner.

Im Zuge einer Verwaltungsreform entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Georgenberg im Landgericht Vohenstrauß, später Bezirksamt und Landkreis Vohenstrauß.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es kurzzeitig eine Bürgermeisterei (Verbandsgemeinde Brünst) aus den Gemeinden Brünst, Georgenberg, Neudorf und Waldkirch.[5]

Eingemeindungen

Im Oktober 1970 gab es eine Abstimmung im Rahmen einer Gebietsreform. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1971 die Gemeinden Brünst, Dimpfl, Neudorf und Waldkirch in die Gemeinde Georgenberg eingegliedert.[6] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Bernrieth kamen am 1. Januar 1972 hinzu.[7] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Reinhardsrieth folgten am 1. Juli 1976.[8]

Am 1. Juli 1972 wurde zudem der Landkreis Vohenstrauß im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab zugeordnet.[9]

Ortsteilnamen

Der Gemeinderat hatte mit Wirkung vom 1. September 1995 die Aufhebung der Ortsteile Bernlohe, Rehberg, Schweizerhof und die Einführung der neuen Ortsteilnamen Waffenschmiede, Danzerschleif und Danzermühle beschlossen. Bernlohe wurde geteilt in Oberbernlohe und Unterbernlohe, Rehberg in Unterrehberg und Oberrehberg. Die Häuser im Schweizerhof erhielten den Straßennamen Schweizerhof.[10]

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gemeindegebiet wohnten:[11]

Jahr1840187119001925193919501961197019871991199520002005201020152020
Einwohner1629178717341826175321541791161015081585155214471462141613451307

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 1509 auf 1333 um 176 Einwohner bzw. um 11,7 %.

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[12]

Partei/Liste%Sitze
CSU36,45
Freie Wähler24,83
Unabhängige Bürger Waldkirch (UBW)11,51
Bürgerliste Georgenberg (BLG)27,23
Gesamt10012
Wahlbeteiligung78,4 %

Bürgermeister

Erster Bürgermeister[13] ist Wolfgang Bock (CSU).[14] Er wurde im Jahr 2025 Nachfolger von Marina Hirnet (CSU).

Wappen

Wappen von Georgenberg
Wappen von Georgenberg
Blasonierung:Gespalten und vorne geteilt; oben in Rot eine silberne Zinnenmauer, unten in Blau drei zwei zu eins gestellte sechsstrahlige goldene Sterne, hinten über grünem Dreiberg in Silber ein roter Drache mit goldenem Schwert im aufgerissenen Maul.“[15]
Wappenbegründung: Der Drache mit Schwert ist ein Symbol für den heiligen Georg und redet in Verbindung mit dem grünen Dreiberg für den Ortsnamen. Diese Figur verweist zugleich auf die Gründung von Georgenberg um 1600 durch Georg Christoph von Wirsberg und dessen Namenspatron, den heiligen Georg. Die weiße Zinnenmauer auf rotem Grund ist vom Familienwappen der Wirsberger hergeleitet, die 1540 die ehemalige Herrschaft Waldthurn erwarben, zu der das Gemeindegebiet gehörte. Die Waldthurner Linie der Wirsberger starb 1647 aus. Kaiser Ferdinand III. verkaufte die Herrschaft Waldthurn, die böhmisches Lehen war, 1656 an die Fürsten von Lobkowitz, die von 1666 bis 1807 die volle Landeshoheit innehatten. An die Lobkowitz erinnern die drei goldenen Sterne in Blau.

Dieses Wappen wird seit 1982 geführt.

Bau- und Bodendenkmäler

Verkehr

Das Gemeindegebiet liegt unweit der A 6 (Anschlussstelle Waidhaus) entfernt; nach Nürnberg sind es etwa 100, nach Prag etwa 170 Kilometer.

Natur

Persönlichkeiten

Bilder

Commons: Georgenberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Georgenberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 16. April 2021.
  3. Gemeinde Georgenberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  4. https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online?operation=result&code=12411-003r&leerzeilen=false&language=de
  5. Josef Pilfusek: Georgenberg: Die letzte Bürgermeisterei Bayerns. In: OberpfalzECHO. 30. Dezember 2024, abgerufen am 28. September 2025.
  6. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.georgenberg.de
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 586.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 652 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 664 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  10. Rupert Herrmann: Georgenberger Heimatgedanken Orte ab 1666. In: georgenberger-heimatgedanken.info. 6. September 2019, abgerufen am 14. April 2024.
  11. Datenbank Statistikdaten Bayern
  12. Gemeinderatswahl Georgenberg - Amtliches Endergebnis. 15. März 2020, abgerufen am 17. November 2020.
  13. https://www.freistaat.bayern/dokumente/behoerde/73997382564
  14. Grußwort des Bürgermeisters. Gemeinde Georgenberg, abgerufen am 27. März 2021.
  15. Wappen von Georgenberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

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Georgenberg Faislbach Neukirchen St Christoph 02 09 2016.JPG
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Georgenberg (Bildmitte) mit Zottbach, Faislbach (linker Bildrand), Neukirchen zu St. Christoph (rechter Bildrand oben); Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Oberpfalz, Bayern
Georgenberg Leßlohe Hagenhaus 02 09 2016.JPG
Autor/Urheber: Alois Köppl, Gleiritsch (= Zusatz), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Leßlohe, Hagenhaus; Gemeinde Georgenberg, Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Oberpfalz, Bayern
Georgenberg in NEW.svg
Deutsch (de): Lagekarte von Landkreis Neustadt an der Waldnaab in Bayern, Deutschland.
Georgenberg Hinterbrünst 09 02 2016 01.JPG
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Hinterbrünst; Gemeinde Georgenberg, Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Oberpfalz, Bayern
Georgenberg Faislbach Zottbach 02 09 2016.JPG
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Georgenberg (Bildmitte) mit Zottbach, Faislbach (linker Bildrand); Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Oberpfalz, Bayern
Georgenberg Hammermühle Prollermühle Birkenbühl 02 09 2016.JPG
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Hammermühle (rechts), Prollermühle (Bildmitte), Birkenbühl (links); Gemeinde Georgenberg, Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Oberpfalz, Bayern