Gavojdia

Gavojdia
Gawoschdia
Gavosdia
Gavojdia (Rumänien)
Gavojdia (Rumänien)
Basisdaten
Staat:Rumänien Rumänien
Historische Region:Banat
Kreis:Timiș
Koordinaten:45° 37′ N, 22° 1′ O
Zeitzone:OEZ (UTC+2)
Fläche:74,94 km²
Einwohner:2.719 (1. Dezember 2021[1])
Bevölkerungsdichte:36 Einwohner je km²
Postleitzahl:307180
Telefonvorwahl:(+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen:TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2])
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Gavojdia, Jena, Lugojel, Sălbăgel
Bürgermeister :Dănuț-Toma Stoica (Alianța electorală PSD-PNL)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 295
loc. Gavojdia, jud. Timiș, RO–307180
Website:
Lage der Gemeinde Gavojdia im Kreis Timiș
Gavojdia auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)

Gavojdia (auch Găvojdia; deutsch Gawoschdia, ungarisch Gavosdia) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zu der Gemeinde Gavojdia gehören auch die Dörfer Jena, Lugojel und Sălbăgel.

Geografische Lage

Gavojdia liegt im Südosten des Kreises Timiș, an der Europastraße E-70 und an der Eisenbahnstrecke Caransebeș-Lugoj-Timișoara, in 71,6 Kilometer Entfernung von Timișoara und 11,6 Kilometer von Lugoj und grenzt an den Kreis Caraș-Severin.

Nachbarorte

Victor Vlad DelamarinaMăguriCriciova
HonoriciKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtJdioara
ȘtiucaSălbăgelu NouJena

Geschichte

Gavojdia wurde 1363 erstmals urkundlich erwähnt. 1447 schenkte Johann Hunyadi ein Teil des Guts an Dan und Vlad Temesely, der andere Teil war im Besitz von Peter und Janos Denes.

In alten ungarischen Urkunden taucht der Ort unter der Bezeichnung Cuvejd, zwischen 1514 und 1516 als Gavojdioara auf.

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717, war der Ort Gavosdia vermerkt. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Habsburger Krondomäne wurde, war Gavosdia Teil des Temescher Banats.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Gavojdia gehört, fiel an das Königreich Rumänien.

Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der Antonescu-Regierung und Hitler-Deutschland wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtigen Männer in die deutsche Armee eingezogen. Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, fand die Deportation aller volksdeutschen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und Männer im Alter von 16 bis 45 Jahren zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion statt.

Das Bodenreformgesetz vom 23. März 1945, das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage. Der enteignete Boden wurde an Kleinbauern, Landarbeiter und Kolonisten aus anderen Landesteilen verteilt. Anfang der 1950er Jahre wurde die Kollektivierung der Landwirtschaft eingeleitet. Durch das Nationalisierungsgesetz vom 11. Juni 1948, das die Verstaatlichung aller Industrie- und Handelsbetriebe, Banken und Versicherungen vorsah, fand die Enteignung aller Wirtschaftsbetriebe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit statt.

Demografie

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Gavojdia:

Volkszählung[3]Ethnie
JahrBevölkerungRumänenUngarnDeutscheAndere
18803591312916523067
19104257363736118673
19303681336614710860
1977357633012924222
2002316927524217358
2021[1]271924233-293 (40 Ukrainer)
Commons: Gavojdia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 11. Februar 2025 (rumänisch).
  3. Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 960 kB; ungarisch).

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Das Banat in: Josephinische Landesaufnahme, 1769-72. Josephinische Landaufnahme pg094
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Coat of arms of Gavojdia