Günter Oeltze von Lobenthal

Günter Oeltze von Lobenthal (* 2. Dezember 1911 in Liegnitz; † nach 1988) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.

Leben

Günter war das zehnte Kind des preußischen Majors Oeltze von Lobenthal. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Hamburg, Santiago de Chile und Breslau und legte das Staatsexamen als Diplom-Volkswirt ab. 1933/1934 war er in der pommerschen Provinzialverwaltung Leiter der Wirtschaftsabteilung und beschäftigte sich insbesondere mit Arbeitsbeschaffung. Ferner schrieb er 1933 für die Pommersche Zeitung in Stettin. An der Universität Breslau promovierte er mit der rechts- und staatswissenschaftlichen Dissertation Nationalsozialistischer Wirtschaftsaufbau durch Arbeitsbeschaffung. Eine Darstellung der Auswirkung und Finanzierung der Arbeitsbeschaffgsmaßnahmen 1933/34, die 1935 in Leipzig in Druck erschien. Im Anschluss wurde er Schriftleiter in Berlin und war u. a. für Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Tageszeitung der Deutschen Arbeitsfront "Der Angriff" zuständig. Als Schriftleiter nahm er u. a. 1936 an einer von der sächsischen Bezirksgruppe der Reichsgruppe Industrie organisierten Besichtigungsfahrt von Berliner Wirtschaftsredakteure der NS-Presse durch Betriebe im sächsischen Erzgebirge teil.[1] 1939/40 war er verantwortlich für das Thema Sozialpolitik in der Zeitschrift Der deutsche Volkswirt und wurde dann zum Wehrdienst eingezogen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er u. a. Mitglied der Gesellschaft für Deutschlandpolitik sowie der Gesellschaft für die Einheit Deutschlands e. V. (Bonn) und publizierte mehrfach zur Deutschen Frage.

Literatur

  • mit Karl Haag: Front am Polarkreis. Deutsche Soldaten im finnischen Urwald. 1943.
  • mit Jean-Paul Picaper (Hrsg.): Ist die deutsche Frage aktuell? Colloquium-Verlag, Berlin 1985.
  • Nationalsozialistischer Wirtschaftsaufbau durch Arbeitsbeschaffung. Eine Darstellung der Auswirkung und Finanzierung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 1933/34. Leipzig o. J. [1935].
  • mit Albrecht Jebens: Mut zu einer gesamtdeutschen Zukunft. Materialien für die Wiederherstellung Deutschlands. Colloquium-Verlag, Berlin 1988.
  • Über Schlachtfelder vorwärts! Mit dem siegreichen Heer durch Frankreich. 1940.
  • mit Jean-Paul Picaper (Hrsg.): Die offene deutsche Frage. Gespräche mit unseren Nachbarn. Colloquium-Verlag, Berlin 1987.
  • mit Hans Schwarz van Berk (Hrsg.): Heinrich Bartsch: Arbeiter unterm Hakenkreuz. Grundsätze und Leistungen der deutschen Arbeitspolitik. Verlag für Arbeitspolitik, [Berlin] o. J. [1940].

Einzelnachweise

  1. Neue Freunde, die sich Sachsen gewinnt. Berliner NS-Schriftleiter auf dreitägiger Fahrt durch das industriereiche Erzgebirge. In: Der Freiheitskampf vom 30. April 1936, S. 9.