Gölenkamp liegt nordwestlich von Nordhorn unweit der niederländischen Grenze. Gölenkamp grenzt – im Norden beginnend im Uhrzeigersinn – an die Gemeinden Hoogstede, Esche, Neuenhaus, Uelsen und Wilsum.
Gemeindegliederung
Die drei Ortsteile der Gemeinde sind:
Gölenkamp
Haftenkamp
Hardinghausen
Eingemeindungen
Am 1. April 1929 wurde die Gemeinde Hardinghausen, am 1. März 1974 die Gemeinde Haftenkamp[2] eingegliedert.
Politik
Gemeinderat
Der Gölenkamper Gemeinderat setzt sich aus neun Ratsmitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Derzeitiger Bürgermeister Gölenkamps ist Arend Nordbeck, der im November 2021 gewählt wurde.[5]
Wappen
Blasonierung: „In Gold eine rote, dreilätzige Kirchenfahne mit drei Ringen, unter den seitlichen Lätzen begleitet von zwei roten Eicheln und belegt mit einem goldenen, unten gerundeten Becher, dessen Wandung mit Wülsten und Kugelreihen verziert ist.“
Begründung: Das Wappen der ortsansässigen Herren von Godelinchem aus dem 13./14. Jahrhundert zeigte eine Kirchenfahne mit drei Ringen ohne Stange. Der Becher symbolisiert einen Fund aus der Bronzezeit, welchen ein Bauer im Jahr 1840 beim Graben fand. Das vom Heraldiker Ulf-Dietrich Korn 1991 entworfene Wappen verbindet die Kirchenfahne aus dem Wappen der Herren von Godelinchem mit dem Gölenkamper Goldbecher. Die beiden Eicheln stehen für die Ortsteile Haftenkamp und Hardinghausen. Die Farben Rot und Gold sind die Wappenfarben der Grafen und Fürsten von Bentheim. Sie zeigen die Zugehörigkeit der Gemeinde zur ehemaligen Grafschaft und zum heutigen Landkreis Grafschaft Bentheim.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Gölenkamp
Um Gölenkamp gibt es einige Hügelgräber aus der Bronzezeit. Im Gräberfeld am Spöllberg (Spielberg) wurde 1840 ein (früher) goldener Becher mit einer relativ großen Wandstärke gefunden.
kunstwegen Im Rahmen des Projektes kunstwegen wurde 1999 um den Spöllberg eine 270 Meter lange Ankerkette gelegt. Die Ankerkette wurde mit großem Protest der Einwohner um den Spöllberg gelegt.
Siegfried Fröhlich: Das Grabhügelfeld auf dem Spöllberg. Gemeinde Gölenkamp, Landkreis Grafschaft Bentheim. Fundstelle des goldenen Bechers. Rasch, Bramsche 1992, ISBN 3-922469-72-8
↑Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.255.