Frequenzband

Ein Frequenzband bezeichnet Frequenzbereiche, also Teilbereiche des elektromagnetischen Spektrums der zur technischen Kommunikation verwendeten elektromagnetischen Wellen.

Aufteilungen nach Frequenz, Wellenlänge oder Nutzung sind üblich. International sind verschiedene Bezeichnungen der Frequenzbänder in Gebrauch, deren Grenzen oft willkürlich nach dem aktuellen Erkenntnisstand in der Hochfrequenzphysik festgelegt wurden. In einer neuen Standardisierung durch die IEEE[1] werden die Frequenzbänder systematisch gemäß den unterschiedlichen Eigenschaften der Frequenzen mit folglich logarithmisch ansteigender Bandgröße eingeteilt. Teilweise werden aber in der Literatur noch traditionelle Frequenzbandbezeichnungen benutzt, die in den nachfolgenden Tabellen spezifiziert sind.

Radiofrequenzen

Übersicht

Vergleich der Frequenzbänder.svg
Frequenzbänder nach Wellenlänge
engl. Abk.englische Bezeichnungdt. Abk.deutsche
Bezeichnung
FrequenzbereichWellenlängetechnische Verwendung
ELFExtremely Low FrequencyNFNiederfrequenz3–30 Hz100–10 MmSchumann-Resonanz
SLFSuper Low FrequencyNFNiederfrequenz30–300 Hz10–1 MmStromnetz, (ehemals) U-Boot-Kommunikation bis 300 m Tiefe
ULFUltra Low FrequencyNFNiederfrequenz0,3–3 kHz1000–100 km
VLFVery Low FrequencySLWNiederfrequenz, Längstwellen, Myriameterwellen3–30 kHz100–10 kmU-Boot-Kommunikation bis 30 m Tiefe, Pulsuhren
LFLow FrequencyLWLangwellen, Kilometerwellen30–300 kHz10–1 kmLangwellenrundfunk, Zeitzeichensender/Funkuhren, terrestrische Navigation, Amateurfunkdienst
MFMedium FrequencyMWMittelwellen, Hektometerwellen0,3–3 MHz1000–100 mMittelwellenrundfunk, teilweise Kurzwellenrundfunk, teilweise Grenzwelle, militärischer Flugfunk (teilweise), Lawinenverschüttetensuchgeräte, Amateurfunkdienst
HFHigh FrequencyKWKurzwellen, Dekameterwellen3–30 MHz100–10 mteilweise Kurzwellenrundfunk, teilweise Grenzwelle, Amateurfunkdienst, RFID
VHFVery High FrequencyUKWUltrakurzwellen, Meterwellen30–300 MHz10–1 mFernsehen, Funknavigation, Flugfunk, UKW-Rundfunk, DAB+, DVB-C, Radar, BOS-Funk, Amateurfunkdienst, Seefunk, AIS
UHFUltra High FrequencyµWUHF-Frequenzband, Dezimeterwellen0,3–3 GHz10–1 dmFernsehen, Mikrowellenherd, WLAN, Bluetooth, DVB-T, DVB-T2, DVB-C, DAB+, LTE
SHFSuper High Frequency Zentimeterwellen3–30 GHz10–1 cmRadar, Richtfunk, Satellitenrundfunk, WLAN, RTLS, Short Range Devices, Amateurfunkdienst, Elektronenspinresonanz-Spektroskopie (EPR)
EHFExtremely High Frequency Millimeterwellen30–300 GHz10–1 mmRadar, Richtfunk, Amateurfunkdienst, Wireless Gigabit
Grenze des gemäß „Frequenzbereichszuweisungsplan“ der Internationalen Fernmeldeunion (VO Funk[2]) regulierten Spektrums.
  IRInfrarotstrahlung0,3–385 THz1000–0,78 µmTemperaturmessung, Amateurfunkdienst[3]
FIRFar InfraredFIRFernes Infrarot / Terahertzstrahlung0,3–20 THz1000–15 µmSicherheitstechnik, Materialprüfung
LWIR/TIRLong Wavelength Infrared/
Thermal Infrared
 langwelliges Infrarot/
thermisches Infrarot
20–37,5 THz15–8 µm
MWIRMid Wavelength Infrared  37,5–100 THz8–3 µm
SWIRShort Wavelength Infrared Kurzwelliges Infrarot100–214 THz3–1,4 µm
NIRNear Infrared Nahes Infrarot100–385 THz3,0–0,78 µmLichtschranken, Fernbedienungen, Lichtwellenleiter, IrDA
VISVisible Light sichtbares Licht385–750 THz780–400 nmBeleuchtung, Lichtwellenleiter

Bemerkungen:

  • Elektrische Leitungen, die mit niederfrequenten technischen Wechselströmen beschickt werden, sind auf Grund ihrer im Vergleich zur Wellenlänge (mehrere 1000 km!) geringen Länge sehr schlechte Strahler. Allerdings gelingt durch hohe Windungszahlen und sehr massive magnetische Kopplung (Weicheisen- oder Ferrit-Kern) gute Energieübertragung im Transformator.
  • Der Übergang von Hertzschen Wellen (Wellenlängen zwischen 10 km und 1 cm) zur Infrarotstrahlung wird u. a. von der Art der Detektion geprägt. Hertzsche Wellen werden durch Antennen detektiert, die eine Hochfrequenz liefern. Infrarot (und höhere Frequenzen) werden durch ihre Wärmewirkung bzw. durch Ionisierung von Molekülen und Atomen detektiert.

Rundfunk

Für die Rundfunkfrequenzbereiche oberhalb von 30 MHz werden üblicherweise Kurzbezeichnungen verwendet. Diese Rundfunkbänder werden mit römischen Zahlen von I bis V bezeichnet. Die Bandgrenzen sind in verschiedenen Quellen und internationalen Abkommen definiert. Historisch bedingt weichen diese Frequenzangaben zum Teil voneinander ab. Ob der jeweilige Frequenzbereich für den Rundfunk überhaupt nutzbar ist und auch tatsächlich genutzt wird, ist wiederum von Land zu Land unterschiedlich.

Terrestrische Rundfunkbänder und ihre Bezeichnungen bei der ITU und CEPT

Terrestrische Rundfunkbänder (Frequenzangaben in MHz)
Band IBand IIBand IIIBand IVBand V1,5-GHz-Band
(„L-Band“)
Quelle
41–6887,5–100162–230470–582582–960ST61[4] Fußnote zu Annex 1
47–6887,5–108174–2401452–1492WI95revMA02[5] Fußnote zu Annex 2 Chapter 2.2.3
1452–1479,5MA02[6]
174–230470–582582–862GE06[7] Annex 2 Chapter 1.1.2
47–6887,5–108174–230470–582582–960ITU-R V.431-7[8] Table 3 (für ITU-Region 1)

OIRT-Band

Zusätzlich zu den von der ITU für Rundfunk vorgesehenen Bänder I bis V gibt es noch das so genannte OIRT-Band. Dieses wird seit langer Zeit von einigen Mitgliedsländern der OIRT in Osteuropa zur Verbreitung von FM-Hörfunk verwendet. Es reicht von 65,9 MHz bis 73,1 MHz und überschneidet sich von 65,9 MHz bis 68 MHz mit dem Rundfunkband I. Heute findet es nur noch in wenigen Ländern (z. B. in Russland, Weißrussland und der Ukraine) Verwendung.

Japanisches VHF-Rundfunkband

In Japan reicht das UKW-Band von 76 bis 90 MHz; das unmittelbar daran anschließende japanische Fernsehband I reicht von 90 bis 108 MHz (drei Analogkanäle).

1,5-GHz-Band („L-Band“)

Oberhalb von Band V ist das 1,5-GHz-Band – das sogenannte L-Band – für terrestrische Rundfunkanwendungen vorgesehen. Hier hat sich noch keine Fortschreibung der oben genannten Nomenklatur mittels römischer Zahlen durchgesetzt. Vermutlich deshalb, weil dieser Frequenzbereich nur auf europäischer Ebene (CEPT) und nicht auf größerer, internationaler Ebene (ITU) für den terrestrischen Rundfunk überplant worden ist. Der Begriff „L-Band“ ist keine offizielle Bezeichnung für diesen Rundfunkfrequenzbereich. Er leitet sich vom Radar-Frequenzbereich „L“ ab (1 bis 2 GHz).[8]

Terrestrische Nutzung der Rundfunkbänder oberhalb 30 MHz in Europa

BandRundfunkdienste (in Europa)andere Dienste
Band IAnaloges Fernsehen (eingestellt)Fester Funkdienst
Amateurfunkdienst, 6-m-Band
Kabelinternet
OIRT-BandHörfunk (FM)Fester Funkdienst
BOS-Funk
Amateurfunkdienst, 4-m-Band
Band IIUKW-Hörfunk (FM)
Band IIIAnaloges Fernsehen (eingestellt)
DAB+
DVB-T
DMB
DVB-C
drahtlose Mikrofone
Band IVDVB-T
DVB-T2
DVB-H
DVB-C
drahtlose Mikrofone
470–494 MHz: nichtnavigatorischer Ortungsfunk (Wind Profiler)
Band VDVB-T
DVB-T2
DVB-H
DVB-C
LTE
drahtlose Mikrofone
608–614 MHz: Radioastronomiefunkdienst
1,5-GHz-Band
(„L-Band“)
DAB+
DMB

Frequenznutzung im Breitbandkabel

Siehe Kabelfernsehen.

Mikrowellenbereich

Im Zweiten Weltkrieg dienten Hochfrequenzen im GHz-Bereich der Radar-Ortung. Zur Geheimhaltung erhielten die Frequenzbänder zufällig ausgewählte Buchstaben. So war L möglicherweise die Abkürzung für long-band, S für short, C für compromise between L and S. Die Abkürzungen K und Ku (früher auch als Ku geschrieben) gehen auf die deutschen Bezeichnungen kurz und kurz-unten zurück. Heute kennzeichnen die Buchstaben auch die Sendebereiche von Satelliten.

Die ITU versucht, die Frequenzzuordnungen zu den Frequenzbandnamen zu vereinheitlichen:

Frequenzbandbezeichnungen
Band
Frequenzbereich[9]
in [GHz]
nach ITU[8][10]
in [GHz]
L1–2,61–2
S2,6–3,952–4
C3,95–5,84–8
J5,85–8,2
X8,2–12,48–12
Ku12,4–1812–18
K18–26,518–27
Ka26,5–4027–40
Q33–50
U40–60
V50–75
E60–9060–90
W75–11080–110
F90–140
D110–170
G140–220
Y170–260
J220–325

Im Satellitenfunk wird dagegen meistens diese Einteilung verwendet. (Einige Frequenzen für Forschungssatelliten und Raumsonden fehlen noch.)

Bezeichnungen bei Satellitenfunk mit Unterscheidung nach Diensten
BandDienstFrequenzbereich in [GHz]
DownlinkUplink
P0,23–1
L1,53–2,7
S2,7–3,5
C3,4–4,25,925–6,425
XMilitär-Kommunikationssatelliten7,25–7,757,9–8,4
ForschungsfunkAnm. 18,4–8,57,145–7,235
Ku
(Europa)
fixed-satellite service10,7–11,712,75–13,25 / 13,75–14,5
BSS11,7–12,517,3–18,1
SMS12,5–12,7512,75–13,25 / 13,75–14,5
Ku
(Amerika)
FSS11,7–12,214–14,5
BSS12,2–12,717,3–17,8
KaDatenfunk über Satellit17,7–21,227,5–31

Militärische Bezeichnungen

Die in NATO-Europa verbindlichen Bezeichnungen für Frequenzbänder sind im ARFA-Handbuch veröffentlicht. Diese finden auch Verwendung bei grenzüberschreitenden Frequenznutzungen mit Nachbarländern oder UN-Missionen mit NATO-Beteiligung.[11] Zudem sind diese Bezeichnungen weitgehend kompatibel mit den US-Streitkräften.

Bezeichnungen des US-Militärs[10][12]
BandFrequenzbereich
A000–250 MHz[12]
B250–500 MHz
C0,5–001 GHz
D001–002 GHz
E002–003 GHz
F003–004 GHz
G004–006 GHz
H006–008 GHz
I008–010 GHz
J010–020 GHz
K020–040 GHz
L040–060 GHz
M060–100 GHz
N100–200 GHz
O200–300 GHz
Anmerkung: Bei Zusammenarbeit zivile Organisationen / NATO ggf. hilfreich.

Amateurfunk

Zuweisungen zu Funkdiensten (Auswahl)

Dies sind Zuweisungen bis 137 MHz aus den Tabellen in Kapitel 5 der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk/ Radioreglement), aufgelistet vorzugsweise mit den Frequenzangaben für ITU-Region 1 (in der die deutschsprachigen Länder liegen), ggf. mit Hinweis auf Abweichungen bei anderen ITU-Regionen. Allerdings sind in der VO Funk zahlreiche Sonderregelungen aufgeführt, einschließlich solcher, die Ländern in ihren landeseigenen Frequenzplänen Abweichungen erlauben. Gegebenenfalls können also, je nach den Ausbreitungsbedingungen insbesondere im Kurzwellenbereich, auf einer Frequenz Signale zu empfangen sein, die im eigenen Land dafür nicht vorgesehen ist.

Der Übersicht halber sind in der Tabelle Funkdienste zusammengefasst, Prioritäten (bei sich überlappenden Bereichen) ignoriert und Zuweisungen für Feste und Bewegliche Funkdienste weggelassen worden, die nicht ausdrücklich auf Flug- oder Seefunkdienst beschränkt sind. Stand: überwiegend nach der Weltfunkkonferenz 2019 (VO Funk Ausgabe 2020, Deutschland Januar 2021, Österreich 16. Dezember 2016, Schweiz 1. Januar 2021).

Verwendungvon kHzbis kHzallgemeine AnmerkungITU-Regionen 2 und 3DeutschlandÖsterreichSchweiz
Wetterhilfen8,311,3bis 14
Navigation914
beweglicher Seefunk1419,95Hier nicht
Zeitzeichen19,9520,05
beweglicher Seefunk20,0590Region 1 ohne 70–72 und ohne 84–86gemäß Region 1gemäß Region 1Hier nicht
Ortung7090Nur Region 2gemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nichtstattdessen 72–84 Zeitzeichen
Navigation70495Region 1 ohne 130–255, Region 2 ohne 130–190ohne 72–84, 86–90, 110–112 und 129–255ohne 130–255ohne 130–255
Ortung110130Nur Region 2gemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nicht
beweglicher Seefunk110148,5Regionen 2 und 3 bis 160, Region 1 ohne 112–115 und ohne 126–129gemäß Region 1gemäß Region 1Hier nicht
Amateurfunk135,7137,82200-Meter-Band
Rundfunk148,5283,5LangwellenrundfunkNur Region 1
beweglicher Flugfunk200285Nur Regionen 2 und 3gemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nicht
beweglicher Flugfunk325415Nur Regionen 2 und 3gemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nicht
beweglicher Seefunk415526,5Region 2 bis 525außerdem 442,2–450 Funkanwendungen geringer Reichweite und 456,9–457,1 Notfallortung von Verschütteten und Wertgegenständennur bis 495nur 495–505
Amateurfunk472479630-Meter-Band
beweglicher Flugfunk505526,5Nur Region 3gemäß Region: hier nichtstattdessen beweglicher Seefunkgemäß Region: hier nicht
Navigation505526,5Region 2 510–535
Rundfunk526,51606,5MittelwellenrundfunkRegion 2 525–1705
beweglicher Seefunk1606,51625Nur Region 1
Navigation1606,52000Nur Region 3 sowie 1705–1800 und ab 1850 auch Region 2gemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nichtgemäß Region: hier nicht
Ortung16251810Region 1 bis 1635 und ab 1800, Region 2 bis 1800 und 1850–2000, Region 3 1606,5–2000gemäß Region 1: ohne 1635–1800schon ab 1606,5 aber ohne 1635–1800gemäß Region 1: ohne 1635–1800
beweglicher Seefunk16351800Nur Region 1
Amateurfunk18101850160-Meter-BandRegionen 2 und 3 1800–2000bis 2000bis 1950
Wetterhilfen20252045Nur Region 1Hier nichtHier nicht
beweglicher Seefunk20452160Regionen 2 und 3 2065–2107
Ortung21602170Nur Region 1schon ab 1850
beweglicher Seefunk217021942173,5–2190,5 Notfall und Anruf
Rundfunk23002498120-Meter-BandRegionen 2 und 3 nur bis 2495Hier nichtHier nichtHier nicht
Zeitzeichen24982502Regionen 2 und 3 2495–2505
Weltraumforschung25012502
beweglicher Seefunk26252650Nur Region 1Hier nicht
Navigation26252650Nur Region 1Hier nicht
beweglicher Flugfunk28503155
Rundfunk3200340090-Meter-BandHier nichtHier nichtHier nicht
beweglicher Flugfunk34003500
Amateurfunk3500380080-Meter-BandRegion 2 bis 4000, Region 3 bis 3900
beweglicher Flugfunk38003950Nicht Region 2; Region 3 erst ab 3900erst ab 3900
Rundfunk3950400075-Meter-BandNicht Region 2; Region 3 ab 3900
beweglicher Seefunk40004438
Ortung44384488Hier nicht
beweglicher Flugfunk46504850Regionen 2 und 3 nur bis 4750
Rundfunk47505060ohne 4995–5005; 60-Meter-BandHier nichtHier nichtHier nicht
Zeitzeichen49955005
Weltraumforschung50035005
Ortung52505275Hier nicht
Amateurfunk5351,55366,560-Meter-Bandschon ab 5351,3
beweglicher Flugfunk54505730schon ab 5366,5
Rundfunk5900620049-Meter-Band
beweglicher Seefunk62006525
beweglicher Flugfunk65256765
ISM-Band67656795Funkanwendungen geringer Reichweite
Amateurfunk7000720040-Meter-BandRegion 2 bis 7300
Rundfunk7200745041-Meter-BandRegion 2 7300–7400
beweglicher Seefunk81008815
beweglicher Flugfunk88159040
Ortung93059355Nicht Region 2Hier nicht
Rundfunk9400990031-Meter-Band
Zeitzeichen999510 005
Weltraumforschung10 00310 005
beweglicher Flugfunk10 00510 100
Amateurfunk10 10010 15030-Meter-Band
beweglicher Flugfunk11 17511 400
Rundfunk11 60012 10025-Meter-Band
beweglicher Seefunk12 23013 200
beweglicher Flugfunk13 20013 360
Radioastronomie13 36013 410Hier nicht
Ortung13 45013 550Hier nicht
ISM-Band13 55313 567Funkanwendungen geringer Reichweite
Rundfunk13 57013 87023-Meter-Band
Amateurfunk14 00014 35020-Meter-Band
Zeitzeichen14 99015 010
Weltraumforschung15 00515 010
beweglicher Flugfunk15 01015 100
Rundfunk15 10015 80019-Meter-Band
Ortung16 10016 200Hier nicht
beweglicher Seefunk16 36017 410
Rundfunk17 48017 90016-Meter-Band
beweglicher Flugfunk17 90018 030
Weltraumforschung18 05218 068Hier nichtHier nicht
Amateurfunk18 06818 16817-Meter-Band
beweglicher Seefunk18 78018 900
Rundfunk18 90019 02015-Meter-Band
beweglicher Seefunk19 68019 800
Weltraumforschung19 99019 995
Zeitzeichen19 99020 010
Amateurfunk21 00021 45015-Meter-Band
Rundfunk21 45021 85013-Meter-Band
beweglicher Flugfunk21 92422 000
beweglicher Seefunk22 00022 855
beweglicher Flugfunk23 20023 350
Ortung24 45024 600Region 2 bis 24650Hier nicht
Amateurfunk24 89024 99012-Meter-Band
Zeitzeichen24 99025 010
Weltraumforschung25 00525 010
beweglicher Seefunk25 07025 210
Radioastronomie25 55025 670
Rundfunk25 67026 10011-Meter-Band
beweglicher Seefunk26 10026 175
Ortung26 20026 350Region 2 bis 26420Hier nicht
ISM-Band26 95727 283Funkanwendungen geringer Reichweite; 26990–27150, 27190–27200 und 27250–27260 Fernsteuerung von Modellen
Wetterhilfen27 50028 000Hier nicht
Amateurfunk28 00029 70010-Meter-Band
Weltraumforschung30 00530 010Hier nichtHier nicht
Radioastronomie37 50038 250erst ab 37750; 32475–34325, 34475–35825 und 36610–38125 Funkmikrofone; 35005–35205 und 35815–35915 Fernsteuerung von Flugmodellen
Ortung39 00039 500Nicht Region 2; Region 3 39500–40000Hier nicht
Weltraumforschung39 98640 020Hier nicht
ISM-Band40 66040 700Funkanwendungen geringer Reichweite, Fernsteuerung von Modellen; Letzteres auch 40710–40740, 40760–40790, 40810–40840, 40860–40890, 40910–40940 und 40960–40990
Weltraumforschung40 98041 015Hier nicht
Ortung42 00042 500Nur Region 1stattdessen 46000–68000Hier nichtHier nicht
Rundfunk47 00068 000Einzelheiten siehe obenRegion 2 54000–72000, Region 3 ohne 50000–54000Hier nichtHier nicht
Amateurfunk50 00052 0006-Meter-BandRegionen 2 und 3 bis 54000nur 50030–51000
Radioastronomie73 00074 600Nur Region 2gemäß Region: hier nicht70450–7480070450–74800
Navigation74 80075 200
Rundfunk87 500108 000Einzelheiten siehe obenRegion 2 ab 76000, Region 3 ab 87000außerdem Ortsfeste Tonübertragung und Funkanwendungen geringer Reichweite
Navigation108 000117 975ohne 111975–112000
beweglicher Flugfunk117 975137 000schon ab 108000schon ab 108000schon ab 108000; 121450–121550 auch Satellitenfunk (Richtung Erde→Weltraum)

Frequenzen und Dienste (Auswahl)

Band / DienstBandgrenze in MHzBemerkung
untenoben
LW-Radio0,14850,2835Nur in Europa, Nordafrika, den GUS-Staaten und der Mongolei für Rundfunk genutzt.
Oberes LW-Band0,20000,5260für ungerichtete (Flug)Funkfeuer (ungerichtetes Funkfeuer, NDB)
MW-Radio0,52651,6065in den USA bis 1700 kHz, auch in Europa einige Sender außerhalb des regulären Bandes
KW-Radio5,926,1in mehreren Bändern, dazwischen auch andere Anwendungen, zum Beispiel der Amateurfunkdienst
CB-Funk26,56527,40511-m-Band
RC-Modellbau35,135,935 MHz für Flugmodelle
Drahtlose Mikrofone36,737,1Drahtlostechnik der ersten Generation, veraltet, aktuell noch für Personenführungsanlagen
RC-Modellbau40,440,6
ISM40,66540,695
Rundfunk Band I4768ehemals analoges Fernsehen
OIRT-Band65,973,1FM-Hörfunk in Osteuropa (außer ehemalige DDR), auslaufend
4-Meter-Band6687,49BOS-Funk (Deutschland)
Rundfunk Band II87,5108UKW-FM-Radio (in Europa)
Navigationsfunkdienst108117,975Drehfunkfeuer (Very High Frequency Omnidirectional Radio Range, VOR) und Landekurssender (Localizer) des Instrumentenlandesystems (Instrument Landing System, ILS)
Flugfunkdienst118,000137Flugfunk
Amateurfunkdienst 2 m144146(VHF)
Mobiler Seefunkdienst156162Mobiler Seefunkdienst (Ultrakurzwelle)
Rundfunk Band III174230analoges Fernsehen (nur noch über Kabel), DVB-T, DAB, Funkmikrofone
UHF328336Gleitwegsender
GSM 400[13]380,2496,0Digitaler BOS-Funk + Zivil- bzw. Betriebsfunk
Amateurfunkdienst 70 cm430440(UHF)
ISM433,05434,79SRD
KDR444,600444,875Kurzstreckenfunk (in Skandinavien)
PMR446,000446,200[14]
LTE Uplink703733E-UTRA Band 28 nach Digitale Dividende II
Duplex-Lücke unspezifiziert733758nach Digitale Dividende II
LTE Downlink758788E-UTRA Band 28 nach Digitale Dividende II
LTE Downlink790814E-UTRA Band 20 nach Digitale Dividende I
Duplex-Lücke für Funkmikrofone822832nach Digitale Dividende I
LTE Uplink838862E-UTRA Band 20 nach Digitale Dividende I
SRD863864,5analoge Audioübertragungen (Funkkopfhörer, Funklautsprecher etc.)
SRD 868-MHz-Band868SRD, Funk-Außenthermometer
GSM 850[13]824894GSM-Netze Amerika
GSM 900[13]870,4960,0D-Netze, GSM-Netze Europa (Mobilfunk)
Mode S9601164beispielsweise ADS-B auf 1090 MHz
GPS1227,601227,60Satellitennavigation
1,2-GHz-Band12401300Amateurfunkdienst 23 cm
1,5-GHz-Band14521492DAB, Umstellung auf Band III geplant
GPS1575,421575,42Satellitennavigation
Iridium16161625Satellitentelefonie
DCS 1800[13]17101880E-Netze
PCS 1900[13]18501990GSM-Netze Amerika
DECT18801900Digital Enhanced Cordless Telecommunications (schnurloses Telefon)
Mobiler Landfunkdienst18852025UMTS
21102200
ISM24002500Bluetooth, WLAN, RC-Modellbau, RFID, Wireless-MIDI, Funkmikrofone, in USA: DECT
WLL34003600WiMAX
ISM57255875WLAN, U-NII, Funkmikrofone
Rundfunkdienst über Satelliten1070012750DVB-S und noch analog PAL / SECAM
802.11ad WLAN5700066000lizenzfrei, nur wenige Meter Reichweite, aber hohe Bandbreite

Astronomie

In der Astronomie wird das Spektrum in Bänder mit einer jeweiligen Schwerpunktwellenlänge eingeteilt.

Wellenlänge
in nm
BezeichnungInformation
000< 10X (X-Ray)Röntgenbereich
000 366U-Band(Ultraviolett)
000 438B-Band(blau)
000 545V-Band(visuell, bildet ungefähr die Sichtbarkeit für das menschliche Auge ab mit 550 nm = grün als Maximum.)
000 641R-Bandrot
000 798I-BandInfrarot (breite Streuung)
001 220J-Bandnahes Infrarot (erster 2MASS-Sensor)
001 630H-Bandnahes Infrarot (zweiter 2MASS-Sensor)
002 190K-Bandnahes Infrarot (dritter 2MASS-Sensor bei 2,17 µm)
003 450L-Band
004 700M-Band
010 000N-Band
020 000Q-Band
450 000Submillimeter

Optische Datenkommunikation

BandBezeichnungWellenlängenbereich
O-BandOriginal1260–1360 nm
E-BandExtended1360–1460 nm
S-BandShort wavelength1460–1530 nm
C-BandConventional1530–1565 nm
L-BandLong wavelength1565–1625 nm
U-BandUltralong wavelength1625–1675 nm

Siehe auch

Weitere Frequenzbereiche finden sich unter anderem in

Weblinks

Commons: Radio spectrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. IEEE Standard 521-2002: Standard Letter Designations for Radar-Frequency Bands, doi:10.1109/IEEESTD.2003.94224
  2. Radio Regulations, Edition of 2012
  3. Vfg Nr. 14 / 2005: Nutzungsbedingungen für den Amateurfunkdienst in den Frequenzbereichen oberhalb 444 GHz. (PDF) Bundesnetzagentur, 15. Februar 2013, abgerufen am 26. August 2014.
  4. ITU: final acts of the European Broadcasting Conference in the VHF and UHF bands Stockholm, 1961
  5. CEPT: FINAL ACTS of the CEPT T-DAB Planning Meeting (3) Maastricht, 2002
  6. CEPT: FINAL ACTS of the CEPT T-DAB Planning Meeting (4) Maastricht, 2002
  7. ITU: Final Acts of the Regional Radiocommunication Conference for planning of the digital terrestrial broadcasting service in parts of Regions 1 and 3, in the frequency bands 174-230 MHz and 470-862 MHz (RRC-06) Geneva, 15 May–16 June 2006
  8. a b c ITU: Recommendation ITU-R V.431-7: Nomenclature of the Frequency and Wavelength Bands Used in Telecommunications
  9. Quelle unbekannt
  10. a b Meinke, Friedrich-Wilhelm Gundlach: Taschenbuch der Hochfrequenztechnik, 4. Auflage 1985, Springer-Verlag: Seite A2
  11. NATO Allied Radio Frequency Agency (ARFA) HANDBOOK – VOLUME I; PART IV – APPENDICES, … G-2, … NOMENCLATURE OF THE FREQUENCY AND WAVELENGTH BANDS USED IN RADIOCOMMUNICATION.
  12. a b Whitaker: Handbook of Broadcast Engineering. McGraw-Hill, 2005
  13. a b c d e 3GPP TS 45.005: GSM/EDGE Radio Access Network: Radio transmission and reception (Release 8) (ZIP; 798 kB)
  14. Frequenzzuteilung PMR-446

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