Frauentormauer

Die Frauentormauer bezeichnet den gesamten südlichen Teil der Nürnberger Stadtmauer zwischen dem Frauentor im Osten und dem Spittlertor im Westen.
Der Name kommt vom Frauentor am östlichen Ende der Frauentormauer, früher eines der vier Haupttore in die Stadt. Das Frauentor wiederum wurde nach dem dahinterliegenden Klarissenkloster St. Klara benannt.
Die Frauentormauer hatte bis ins 19. Jahrhundert keine weiteren Durchlässe, erst sich ändernde Bedürfnisse führten zu weiteren, Toren genannten Mauerdurchbrüchen:
- Königstor, direkt neben dem Frauentorturm, die heutige Autostraße
- Sterntor
- Kartäusertor
- Färbertor
- Jakobstor
- Ludwigstor
Nach der Mauer wurden die innerhalb der Stadtmauer liegende Gasse Frauentormauer und die außerhalb gelegene Hauptverkehrsstraße Frauentorgraben benannt.
Hinter dem westlichen Abschnitt der Frauentormauer, zwischen Spittler- und Färbertor, befindet sich das Nürnberger Rotlichtviertel. Erste Quellen weisen bereits seit 1381 auf die Ausübung von Prostitution in Frauenhäusern hin. Im 19. Jahrhundert wurden die Häuser oftmals als Weinhandlungen bezeichnet.[1]
Bilder
- Königstor, 1891
- Frauentor, 2008
- Frauentorgraben, 2017
- Rotlichtbezirk, 2023
- Sterntor, 2012
- Kartäusertor, 2018
- Färbertor, 19. Jahrhundert
- Jakobstor, 2009
- Spittlertor mit Zwinger von Westen
Weblinks
Einzelnachweise
Koordinaten: 49° 26′ 51,6″ N, 11° 4′ 9,6″ O
Auf dieser Seite verwendete Medien
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Handwerkerhof Nürnberg, Eingang Frauentor
AK - Nürnberg - GNM - Ansicht von Südwesten - 190x
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Frauentormauer in Nürnberg
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André Karwath aka Aka
, Lizenz: CC BY-SA 2.5Spittlertor in Nürnberg. Das Bild wurde aus zwei Einzelaufnahmen zusammengesetzt.
Autor/Urheber: Photo: Andreas Praefcke, Lizenz: CC BY 3.0
Nürnberg, Stadtbefestigung, Abschnitt "Frauentormauer"
Königsthor. aus dem Band Die Baudenkmäler der Stadt Nürnberg. Erste Nürnberger Lichtdruckanstalt & Kunstverlag Brunner. Nürnberg 1891. 2011 digitalisiert von der Ohm-Hochschulbibliothek Nürnberg. Exemplar mit der Signatur: Nürnberg, Ohm-Hochschulbibliothek -- 901/2.213 / M a
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City walls, Nuremberg, Germany
Das neue Tor an der Färbergasse in Nürnberg, Holzstich, vor 1900
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Nürnberg, Kartäusertor 1, Stadtmauer
Autor/Urheber: Photo: Andreas Praefcke, Lizenz: CC BY 3.0
Nürnberg, Turm Rotes A am Sterntor (Durchbruch der Frauentormauer) mit Blick zum Staatstheater, rechts davon Turm Rotes B, ganz rechts eine Ecke des Germanischen Nationalmuseum an der Grasersgasee