Franz Krech

Franz Paul Krech (* 23. Juni 1889 in Görlitz, Provinz Schlesien; † 27. April 1944 in Molai, Griechenland) war der deutsche Befehlshaber der 41. Festungsdivision der Wehrmacht während der Besetzung Griechenlands durch die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg. Er starb in einem Hinterhalt der Griechischen Volksbefreiungsarmee (ELAS).

Leben

Franz Krech trat 1908 in das Deutsche Heer ein und diente während des Ersten Weltkrieges als Leutnant. Nach dem Krieg blieb er in der Reichswehr. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Generalmajor (seit April 1942) der Kommandant der 41. Festungs-Division. Er wurde in Molai in Lakonien von einem Zug der ELAS in einen Hinterhalt gelockt und zusammen mit drei Mitgliedern seiner Eskorte getötet.[1][2] Dies führte zu harten Repressalien der deutschen Besatzungsmacht. Vier Tage nach Krechs Tod wurden als Vergeltung 200 Gefangene aus dem KZ Chaidari in Kaisariani erschossen.[2] Der Vorfall trug dazu bei, dass der Peloponnes zur „Operationszone“, d. h. zu einem Kriegsgebiet, erklärt wurde.[3]

Auszeichnungen

Rezeption

Der Film Die Letzte Notiz von Regisseur Pantelis Voulgaris aus dem Jahr 2018 beschäftigt sich mit den drakonischen Vergeltungsmaßnahmen der deutschen Besatzungsmacht für das Attentat auf Krech, bei denen mehr als 200 griechische Widerstandskämpfer exekutiert wurden.[4]

Einzelnachweise

  1. Τίμησαν με εκδήλωση μνήμης το Μανώλη Σταθάκη στους Μολάους 01/09/2014 apela.gr, abgerufen am 16. April 2015 (griechisch).
  2. a b Christiane Schlötzer: Historie: Mai 1944 - Deutscher Terror in Hellas. In: Süddeutsche Zeitung. 30. April 2026, abgerufen am 10. Mai 2026.
  3. 1944: Μάχες του ΕΛΑΣ στην υπόδουλη Ελλάδα Του Ιάσονα Χανδρινού, εφημερίδα των Συντακτών ανακτήθηκε 19/3/2014. Archiviert vom Original am 18. August 2014; abgerufen am 7. April 2018.
  4. Die letzte Notiz Eröffnungsfilm der Hellas Film Box 2019, 9. Januar 2019. Abgerufen am 10. Mai 2026.