Frank Ramond

Frank Ramond (* 7. April 1964 in Istanbul) ist ein deutsch-französischer Liedtexter, Komponist, Sänger und Musikproduzent.

Leben

Frank Ramonds Vater ist Franzose, seine Mutter Deutsche.[1] Er besuchte die Schule in Mexiko-Stadt, danach in Hamburg. 1983 machte er sein Abitur am Hamburger Jesuiten-Gymnasium St. Ansgar. Bereits während seines Jurastudiums produzierte er seine ersten Schallplatten und arbeitete als Werbesprecher. 1996 bis 1997 war Frank Ramond als Live-Musiker Teil des Ensembles Lotto King Karl & die Barmbek Dream Boys. Seitdem ist er als Musikproduzent und Songwriter tätig.

Sein Werk umfasst mittlerweile über 1000 Titel, darunter zahlreiche Verkaufs- und Radioerfolge im In- und Ausland.[2]

2006 wurde er zum stellvertretenden und 2009 zum ordentlichen Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA gewählt.[3] 2024 wurde Frank Ramond zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats der GEMA gewählt.[4]

Wirken

Er schrieb unter anderem für Udo Lindenberg, Oli.P, Barbara Schöneberger, Yvonne Catterfeld, Christina Stürmer, Die Lollipops, DJ Ötzi, Truck Stop, Goldrausch, Nino de Angelo, Lotto King Karl, Vicky Leandros, Roger Whittaker, Annett Louisan, Jördis Tielsch, Mary Roos, Ina Müller, Die Puhdys, Joana Zimmer, Schwesterherz, Mirja Boes, Daniel Caccia und Roger Cicero, für den er 2007 Frauen regier’n die Welt textete, den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest.

2009 und 2011 veröffentlichte er Soloalben.

Neben seiner Arbeit als Liedtexter wirkte Frank Ramond auch im Bereich des Musiktheaters.[5] Zur Musik von Martin Lingnau schrieb Ramond die Texte zu den Musicals Das Wunder von Bern und Skiverliebt. Auch die Liedtexte von Musicals wie Goethe!, Wüstenblume und Einstein – A Matter of Time stammen von Ramond.[6][7]

Diskografie

Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[8]
Ganz klar
 DE5502.09.2011(1 Wo.)

Alben

  • 2009: Große Jungs
  • 2011: Ganz Klar

Singles

  • 2009: Ich zähl bis drei
  • 2010: Direkt auf’m Sofa
  • 2010: Sie liebt à la Carte
  • 2010: Das war doch gerade neulich
  • 2011: Sie hat’s ihren Freundinnen erzählt

Musicals (mit Liedtexten von Frank Ramond)

  • 2010: Die Patienten. Musik: Derek von Krogh, Buch: Marco Rima, Michael Gremlich und Isabelle Flachsmann, Uraufführung: 5. März 2010 in der Keep Cool Arena in Cham (Schweiz)
  • 2014: Das Wunder von Bern. Musik: Martin Lingnau, Buch: Gil Mehmert, Uraufführung: 23. November 2014 am Theater an der Elbe in Hamburg
  • 2018: Bat Out of Hell. Deutschsprachige Übersetzung der Liedtexte, Deutsche Erstaufführung: 8. November 2018 am Metronom Theater in Oberhausen
  • 2021: Goethe! Musik: Martin Lingnau, Buch: Gil Mehmert, Uraufführung: 3. Juli 2021 bei den Bad Hersfelder Festspielen
  • 2020: Wüstenblume. Musik: Uwe Fahrenkrog-Petersen, Buch: Gil Mehmert, Uraufführung: 22. Februar 2020 am Theater St. Gallen
  • 2025: Einstein – A Matter of Time. Musik: Frank Wildhorn, Buch: Gil Mehmert, Uraufführung: 1. März 2025 am Theater St. Gallen
  • 2025: Skiverliebt – Zwei Brettln, die die Welt bedeuten. Musik: Martin Lingnau, Buch: Anna Lukasser-Weitlander, Uraufführung: 1. Februar 2025 am Salzburger Landestheater

Auszeichnungen

  • 2007: Echo in der Kategorie Bester Produzent, zusammen mit Matthias Haß
  • 2010: Fred-Jay-Preis
  • 2021: Deutscher Musical Theater Preis, Auszeichnung für die besten Liedtexte (Goethe!)

Einzelnachweise

  1. Frank Ramonds Biografie (Memento vom 24. Oktober 2009 im Internet Archive)
  2. Frank Ramond – Songtexte. In: Wüstenblume Musical. Abgerufen am 5. September 2025.
  3. Der GEMA Aufsichtsrat. Abgerufen am 5. September 2025.
  4. Die GEMA Mitgliederversammlung 2024 steht im Zeichen von KI und Aufbruch. In: gema.de. 17. Mai 2024, abgerufen am 6. September 2025.
  5. birgitbernds: Wüstenblume. 17. Mai 2020, abgerufen am 5. September 2025.
  6. Wüstenblume – United Musicals. In: United Musicals. Abgerufen am 5. September 2025.
  7. …(eine der Einstein-Quellen aus der Liste)…
  8. Chartquellen: DE