Forschungszentrum Europäische Aufklärung

Das Forschungszentrum Europäische Aufklärung war ein außeruniversitäres Forschungsinstitut im Land Brandenburg.

Geschichte des Instituts

Das Forschungszentrum Europäische Aufklärung (FEA) entstand aus einem gleichnamigen Forschungsschwerpunkt. Dieser "Forschungsschwerpunkt Europäische Aufklärung" (FSP) wurde zum Januar 1992 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates eingerichtet. 1996 wurde anschließend in Potsdam das FEA als außeruniversitäres Forschungsinstitut eingerichtet. Träger der Einrichtung waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Land Brandenburg. Dem FEA waren ein Kuratorium und ein wissenschaftlicher Beirat zur Seite gestellt.[1]

Am FEA sollten Prozesse und Strukturen der Aufklärung in Europa erforscht werden. Die Forschungen waren interdisziplinär angelegt und sollten Ideengeschichte, Mentalitätsgeschichte, die Geschichte der Wissenschaft, von Institutionen und Kommunikationsstrukturen der Aufklärung in der Frühen Neuzeit (etwa ab dem 18. Jahrhundert) umfassen. Das FEA betreute dabei eine Reihe von Editions-, Erschließungs- und Forschungsprojekten, vergab Stipendien an Doktoranden und Gastwissenschaftler und veranstaltete in der Regel mehrere Tagungen im Jahr.

Im Jahr 2006 wurde das FEA vom Wissenschaftsrat evaluiert. Da es dem FEA nach Ansicht des Wissenschaftsrates nicht gelungen sei, ein überzeugendes Forschungsprogramm zu entwickeln, und es nicht, wie erwartet und prognostiziert, zu einem ausreichend anerkannten "Referenzzentrum" für die Aufklärungsforschung geworden sei, sah der Wissenschaftsrat nur "geringe Perspektiven für eine Fortführung des Zentrums"[2]. Aufgrund dieser negativen Evaluierung war die Förderungswürdigkeit des FEA infrage gestellt, und das Forschungsinstitut wurde 2007 geschlossen. Die Bibliothek des ehemaligen FEA wird von der Universitätsbibliothek Potsdam verwaltet.

Leitung des Instituts

Einzelnachweise

  1. clio-online, abgerufen 6. Oktober 2010
  2. Bewertungsbericht zum „Forschungszentrum Europäische Aufklärung“ (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB). Empfehlung des Wissenschaftsrats, S. 254f. Abgerufen am 28. September 2010.

Quellen und Links