Expedition

Routen der drei Expeditionsreisen James Cooks

Eine Expedition, von lateinisch expeditio ‚Feldzug‘,[1] expedire ‚losmachen‘,[2] ist eine Entdeckungsreise oder Forschungsreise in eine entlegene oder unerschlossene Region.

Frühere Expeditionen wie die berühmten von Marco Polo und Christoph Kolumbus wurden durch den Handel veranlasst. Regierungen machten entdeckte Gebiete zu Kolonien oder Protektoraten. Bis in die Gegenwart dienen Expeditionen zur Exploration von Rohstoffvorkommen. Seit dem 18. Jahrhundert mit seinen etablierten Gelehrtengesellschaften dienen Expeditionen häufig der wissenschaftlichen Forschung, etwa

  • zur Entdeckung von neuen Pflanzen- und Tierarten,
  • um Gebiete von besonderem Interesse zu durchqueren,
  • um herausragende geografische Ziele wie den Nord- und Südpol zu erreichen.

Heute werden Expeditionen überwiegend von Forschungsinstituten, von internationalen Wissenschafts-Organisationen oder von Alpenvereinen durchgeführt. Die Expeditionsziele betreffen unterschiedlichste Fachgebiete wie

Weitere Studienreisen im Bereich der Anthropologie und Ethnologie werden unter anderem für Museen der Völkerkunde unternommen oder um archäologische Ausgrabungen durchzuführen. Geowissenschaftliche Expeditionen werden heute auch von Universitäten oder Forschungsanstalten im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten oder internationalen Messkampagnen unternommen.

Von wissenschaftlichen Expeditionen abzugrenzen sind Reisen ohne Forschungscharakter, insbesondere Trekking-Touren oder Bergsteiger-Reisen, auch wenn sie aus Marketinggründen gelegentlich als Expeditionen bezeichnet werden.

Im Englischen wird Expedition mit der Forschungsreise (engl. Sprache: exploration) gleichgesetzt, während die Exploration im Deutschen die Suche nach Bodenschätzen ist.

Expeditionsvorbereitung

Die Vorbereitungen richten sich nach Art und Umfang der Expedition und können mehrere Monate oder gar Jahre in Anspruch nehmen. Am Beginn stehen die Zieldefinition sowie die Informationsbeschaffung und -auswertung, die den zeitlichen, personellen und finanziellen Rahmen vorgeben. Umgekehrt muss sich die Expeditionsplanung am zu erwartenden Finanzrahmen orientieren.

Die Quellen für die Informationsbeschaffung bilden Reisebeschreibungen, wissenschaftliche Publikationen entsprechend der inhaltlichen Ausrichtung des Projektes, geografische Abhandlungen, Luft- und Satellitenbilder sowie kleinmaßstäbige Kartenwerke zur Geländeübersicht. Bis etwa 1950 beinhaltete das Expeditionsziel bei manchen sehr entlegenen Gebieten auch das erstmalige Erstellen von Landkarten durch kartografische Vermessung und terrestrische Fotogrammetrie, wofür als Planungshilfe oft nur grobe Skizzen, z. B. der Talverläufe, ausreichen mussten.

Expeditionsplanung

Die Planung umfasst die Festlegung des zeitlichen Ablaufs der Expedition sowie die Aufgabenverteilung auf die Expeditionsteilnehmer. Der wirtschaftliche Rahmen wird durch einen Kosten- und Finanzplan abgesteckt, in dem die Ausgabenseite (z. B. Flug- und Transportkosten, Ausrüstung und Verpflegung, Genehmigungen und Versicherungen) der Einnahmenseite (z. B. Fördermittel, Spenden, Darlehen, mögliche Erlöse durch Buchverkäufe und Vorträge) gegenübergestellt wird. Diese Punkte werden gegebenenfalls in einem schriftlichen Vertrag festgehalten, in dem üblicherweise auch die Verwertungsrechte an den Ergebnissen der Expedition geregelt sind.

Sport und medizinische Expeditionstauglichkeit

Grundvoraussetzung für die Teilnahme an einer Expedition ist je nach Belastungsumfang eine ärztliche Untersuchung, mit der Erkrankungen oder Vorschäden ausgeschlossen werden, die zu Expeditionsuntauglichkeit führen könnten. Das Alfred-Wegener-Institut hat dazu begleitend für die Teilnehmer seiner Polarexpeditionen einen medizinischen Fragebogen entwickelt.[3] Ein wesentlicher Bestandteil der Expeditionsvorbereitung auch zur Unfallverhütung ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit (Kraft und Ausdauer) durch gezieltes Sporttraining.[4] Entsprechend dem Vorhaben beginnt die sportliche Vorbereitung je nach Vorhaben bis zu einem Jahr vorher nach den Grundsätzen der Trainingslehre und vorheriger sportmedizinischer und gegebenenfalls höhenmedizinischer Beratung.

Für größere Expeditionsvorhaben und solche in extreme Klimazonen kann es sinnvoll sein, eine Vorexpedition zum Training und zur Erprobung der Ausrüstung zu unternehmen.[5] Für die Auswahl von Expeditionsteilnehmern siehe das Auswahlverfahren der ZDF Südpolteilexpedition 2010.[6] Dies zeigt aber auch die Grenzen von diesen auf und das Verhältnis von effektiver Durchführung im Expeditionsraum und den Ergebnissen von Auswahlverfahren.

Expeditionsfähigkeiten

Allgemein sind für Expeditionen Wildnis­fähigkeiten als Kenntnisse und Fähigkeiten wie beim Trekking notwendig, die der Sicherung des Vorankommens und (Über-)Lebens in der jeweiligen Klimazone dienen. Hinreichende Kenntnisse und Fertigkeiten dienen der eigenen Sicherheit – jedoch ist eine Expedition kein „Überleben im Busch“. Um wissenschaftliche Expeditionsteilnehmer in hinreichenden Wildnisfähigkeiten auszubilden, werden von einigen Instituten ausschließlich für ihre Studierenden und akademischen Teilnehmer dazu Lehrveranstaltungen durchgeführt.[7][8] Grundkenntnisse und Fertigkeiten im Fischfang, Skifahren Alpin und Langlauf sowie Berggehen und Bergsteigen mit Knotenkunde[9] sind je nach Ziel der Expedition notwendig. Letztere können durch die DAV-Kletterausbildungen Toprope und Vorstieg[10] erworben werden.

Allgemeine Expeditionsfähigkeiten sind Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit technischem Expeditionsgerät, die teilweise mit staatlich geprüften Berechtigungen wie Sprechfunkzeugnis und Funkbetriebszeugnis See für die Teilnahme am jeweiligen Funksprechverkehr mit einem Handsprechfunkgerät im Funkverkehr, mit Satellitenfunk wie Iridium (Kommunikationssystem) oder Notfunkbake als Rettungsgerätfunkstelle einhergehen. Im weiteren beim Einsatz von Wasserfahrzeugen mit Motoren der Sportbootführerschein See und beim Umgang und dem Führen von Handfeuerwaffen der Sachkundenachweis Waffen für eine Waffenbesitzkarte WBK und Europäischen Feuerwaffenpass. Diese sind für Gebiete mit Eisbären und Grizzlybären wie auf Spitzbergen, Nordost-Grönland, Nord-Kanada und Alaska zur Eigensicherung erforderlich. Der Besitz wird teilweise von den jeweiligen nationalen Behörden gefordert und geprüft.

Für die Teilnahme an Expeditionen werden für einige Forschungsstationen weitergehende Kenntnisse im Brandschutz gefordert, wie sie in Lehrgängen an der ABC- und Selbstschutzschule oder dem Ausbildungszentrum Schiffssicherung gelehrt werden, sowie Fertigkeiten für die Kfz-Instandsetzung. Grund ist, dass zur Brandbekämpfung nicht auf eine Feuerwehr oder zur Instandsetzung von Überschneefahrzeugen, Geländewagen und Festrumpfschlauchbooten nicht auf eine Kfz-Werkstatt zurückgegriffen werden kann. Große Forschungsstationen halten für diese Aufgaben eigenes technisches Personal bereit, teilweise durch das jeweilige nationale Militär wie auf den amerikanischen und argentinischen Forschungsstationen der Antarktis. Insbesondere in der trocken-kalten Klimazone ist ein Brand, unter anderem als Elektrobrand, Motorenbrand oder durch unvorsichtigen Umgang mit offenem Feuer im Zelt oder in einer Nothütte, eine erhebliche Gefahr. Extreme Kälte macht Leitungen und Isolierungen aus Kunststoff und Metall brüchig, so dass aus diesen Kraftstoff austreten oder ein elektrischer Kurzschluss auftreten und Feuer verursachen kann. Kraftfahrzeuge werden in der trocken-kalten Klimazone wo möglich permanent vorgeheizt oder, wo dies nicht möglich ist, auch über Nacht in Betrieb gehalten. Auf kleineren Forschungsstationen steht Unterstützung durch Fachpersonal nicht zur Verfügung. Alle anfallenden Aufgaben, auch der Küchendienst, werden von den Expeditionsteilnehmern erledigt. Zur Vorbereitung kann daher auch ein Kochlehrgang gehören.

Erste Hilfe

Da eine unmittelbare Erste Hilfe durch Rettungsorganisationen während einer Expedition nicht zur Verfügung steht, ist eine handlungssichere Erste-Hilfe und erweiterte Erste Hilfe sowie die Kenntnis von therapeutischen Verfahren in der Notfallmedizin und deren Grenzen durch die Expeditionsteilnehmer notwendig. Grundlage der ersten Hilfe ist „Handhabungssicherheit zum zielgerichteten Handeln“ als Ersthelfer in medizinischen Notlagen durch mehrfach wiederholte Erste-Hilfe-Lehrgänge während der Expeditionsvorbereitung. Grundfertigkeiten aus dem Tactical Combat Casualty Care sind dazu bedingt hilfreich. Jedoch ist medizinische Versorgung („Ausübung der Heilkunde“ als Eingriff in Kompetenzen der Ärzte und Heilpraktiker) nach deutschem Strafrecht für Ersthelfer strafbewehrt, und findet hier ihre Grenzen. Ergänzt werden die erweiterten Kenntnisse der Ersten Hilfe durch Fertigkeiten für die Anwendung im Gelände.[11] Zur erweiterten Ersten Hilfe gehören Grundkenntnisse in der Notfallmedizin mit Herz-Lungen-Wiederbelebung, Verhalten bei Hypothermie durch Windchillfaktor sowie Grundkenntnisse aus der Ausbildung für Rettungssanitäter mit dem Schwerpunkt Traumatologie, Verbandmittel und Medikamente sowie über Reisemedizin und Infektionskrankheiten durch Tropenkrankheiten soweit für das Expeditionsgebiet notwendig. Vorbeugung erfolgt durch Impfungen gegen Infektionskrankheiten soweit für das Expeditionsgebiet notwendig. Allgemeine Hygienemaßnahmen verhindern die meisten Erkrankungen.

Meteorologie und lokale Wettervorhersage

Klimazonen und Wetter bestimmen die Ökozonen nach der sich die Anforderungen an eine Expedition richten. Kenntnisse über Wolken und allgemeine Zusammenhänge der Meteorologie sind für die lokale Wettervorhersage notwendig. Das lokale, tägliche Wettergeschehen bestimmt die Möglichkeiten während der Expedition insbesondere beim Bergsteigen. Wettermeldungen werden weltweit durch den SYNOP-Code mit dem Wolkenschlüssel codiert.[12] Meteorologische Grundinformationen und Klimadaten lassen sich bei Bedarf über das Internet ermitteln. Zur lokalen Wettervorhersage dienen Höhenmesser/Barometer und zur Ermittlung des Windchill als gefühlte Temperatur ein Windmesser.

Expeditionsführung

Theoretische Grundlagen zur Führung von Menschengruppen in einer Organisationseinheit sind unter Führungskompetenz und für die Organisation unter Managementkompetenz mit Planung, Organisation, Menschenführung und Kontrolle ausgeführt.

Erlebnispädagogische Ansätze von Expeditionen als Lehrmittel nutzte bereits Kurt Hahn an der Schule Schloss Salem. Beispielhaft für Führungsmethoden sind die Führungskräfte Robert Falcon Scott, Roald Amundsen, Ernest Shackleton, Kurt von Hammerstein-Equord, George S. Patton und William Slim.

Expeditionsausrüstung

Eine angemessene Expeditionsausrüstung unter Berücksichtigung der Klimazone und der Jahreszeit ist neben der Verpflegung wichtiger Bestandteil der Expeditionsvorbereitung. Fehlende oder mangelhafte Expeditionsausrüstung kann schwerwiegende Folgen für die sichere Durchführung haben und Rettungsmaßnahmen notwendig machen. Die Beschaffung der Expeditionsausrüstung bildet den Abschluss der Expeditionsvorbereitung. Die notwendige Grundausrüstung für Landexpeditionen entspricht der beim Trekking. Für die Verbringung und Rückführung von Expeditionsausrüstung sind die jeweiligen Zollbestimmungen des Einfuhr- und Rückführungslandes sowie Bestimmungen der Luftfahrtgesellschaft zu beachten.[13][14]

KlimazoneJahreszeitVegetationszoneLufttemperaturSchutzwirkung
trocken-kaltWinterPolarzone und Tundra< −20 °CWärme- und Windschutz
feucht-kaltWinterboreale Waldzone
sommergrüner Laubwald
=trocken-kaltSommer< −5 °CWind- und Nässeschutz,
bedingter Wärmeschutz
trocken-heißWinter=feucht-kaltSommer< +15 °Cbedingter Wärme- und Nässeschutz
trocken-heißSommerWüste und Savanne> +25 °C *Schutz vor Sonnenstrahlung und Hitze

nachts jedoch bis −5 °C

feucht-heißganzjährigRegenwald> +30 °CSchutz vor permanenter Hautfeuchtigkeit

Expeditionsversorgung

Die geplante und vorbereitete Versorgung der Expedition kann Voraus durch Depots oder als Anschlussversorgung durch Luftfahrzeug oder begleitend mit Akia, Zugkarren, Träger oder Tragtiere erfolgen. Heute seltener durch Hundeschlitten, sind aber wie bei der Sirius-Patrouille im Nationalpark Nordost-Grönland, den Rangern[15] des US National Park Service oder Parks Canada Rangern noch gebräuchlich. Beim Alpinstil für die begrenzte Zeit von bis zu 14 Tagen durch Selbsttragen.

Transport und Verbringung

zu Fuß

zu Land selten noch mit Reittieren

zu Land motorisiert mit

luftunterstützt mit

wassergestützt

für Flussüberquerungen auch mit Packraft,[16].

Die Lewis-und-Clark-Expedition

Geschichte der Expeditionen

Die Entdeckungsreisen am Beginn der Expeditionsgeschichte waren geprägt von einer Welle der Neuentdeckungen, bedingt durch ein unvollkommenes Bild der Erde. Die Phase der sich anschließenden Forschungsreisen hatte das Ziel, Kenntnisse im Bereich der Erdwissenschaften zu gewinnen und gleichzeitig unterentwickelte Staaten und deren Rohstoffe im Rahmen der aufkommenden Industrialisierung für die jeweils eigene Nation zu sichern. Durch Übereinkommen zwischen den Kolonialmächten wurden in dieser Zeit des 19. Jahrhunderts dabei häufig Kolonialgrenzen gezogen, die bis zum heutigen Tag Gültigkeit als Staatsgrenzen haben, Bevölkerungsgruppen zerschneiden, Staaten teilen und daraus in Folge ab Mitte des 20. Jahrhunderts zu Unabhängigkeitskriegen und im 21. Jahrhundert zu weiteren innerstaatlichen aber auch zwischenstaatlichen Konflikten führten. Dieses Konfliktpotential hat für heutige Expeditionen entsprechenden Einfluss auf die Durchführbarkeit nach der Sicherheitslage in diesen Gebieten. Informationen lassen sich über die Reisewarnungen der Ministerien des Äußeren gewinnen.

Die Geschichte der Nordpolexpeditionen und das Goldene Zeitalter der Antarktisforschung war von nationaler Konkurrenz geprägt, um die letzten unerreichten Ziele der Erde zu „erobern“. Die Expeditionen wurden teilweise in kürzester Zeit geplant und mit unerprobten Mitteln durchgeführt. Diese führten bei einigen Expeditionen zu einem tödlichen Ausgang. Die technische Ausrüstung und die Bekleidung entsprachen teilweise nicht heutigem Stand und Gebrauchssicherheit. Wollbekleidung und Zdarskysack sind jedoch bis heute gültige Ausrüstung. Gleichzeitig nutzte man nur teilweise oder unzureichend Kenntnisse und Fertigkeiten von Landesbewohnern dieser Klimazonen. So verzichteten die Engländer auf den Einsatz von Schlittenhunden, während die Norweger diese mit Erfolg einsetzten und sich auch in der Bekleidung den Eskimos anpassten.

Gründe für das Scheitern einer Expedition auch heute noch lassen sich im Besonderen bei der Franklin-Expedition finden.

Orientierungsausrüstung früher Expeditionen

Erst ab den späten 1980er Jahren stand GPS zur Ortsbestimmung zur Verfügung. Bis dahin wurde die Position durch Astronomische Navigation mit Hilfe von Sextant und Chronometer bestimmt. Beim sogenannten Mittagsbesteck wird gegen Mittag der Höchststand der Sonne und dadurch die wahre Ortszeit ermittelt. Der Breitengrad errechnet sich aus der Sonnenhöhe. Die geografische Länge ergibt sich aus der Differenz der Ortszeit zur Greenwich Mean Time, die vom Chronometer abgelesen wird. Peilung und Triangulation dienten der eigenen Orientierung im Gelände sowie der Landvermessung, einer der vordringlichsten Aufgaben früher Expeditionen.

Biwakausrüstung früher Expeditionen

Gedenksteine von der deutschen Expedition zum Venusdurchgang am 9. Dezember 1874 in Isfahan, Iran

Bis zum Aufkommen von Kunstfasern wurde Bekleidung aus Baumwolle teilweise auch aus leichtem Loden in trocken- und feucht-heißen Gebieten getragen, Wolle und Loden für trocken- und feucht-kalte Gebiete. Die frühe Bekleidung der englischen Everestbesteiger bestand aus Tweed. Verwendung fanden auch Frauenhaarfüsslinge. Schlafsäcke bestanden aus Rentierfell oder waren wie bei der Schröder-Stranz-Expedition mit Kapok als Isoliermaterial gefüllt. Daunenschlafsäcke kamen erst ab dem 20. Jahrhundert auf. Zelte bestanden aus Baumwolle. Als Schutz des Schlafsacks vor Feuchtigkeit und Schmutz diente der Zdarskysack.

Verpflegung früher Expeditionen

Da die Anreise häufig mit dem Schiff erfolgte, wurde „normale“ Schiffs- und Frischverpflegung mitgeführt, die zubereitet werden musste. Diese bestand aus Getreidekörnern – diese sind länger haltbarer als Mehl –, Zwieback, Pökelfleisch, Dörrfleisch, Stockfisch, Erbswurst oder Olivenöl und war lange haltbar, oder bestand aus Frischverpflegung wie lebenden Tieren, die bei Bedarf geschlachtet wurden. Seit dem 19. Jahrhundert wurden erste Konservendosen benutzt. Frühe Formen führten wie bei der Franklin-Expedition vermutlich zu Bleivergiftung. Um Skorbut zu vermeiden war Vitamin-C-haltiges Sauerkraut und Zitronensaft Bestandteil der Verpflegung – siehe dazu auch James Cook. Bestandteil von Expeditionsverpflegung für Antarktisexpeditionen war Hoosh aus Pemmikan. Für den Transport zu Lande wurden wie in Afrika und Indien in großem Umfang Träger eingesetzt, in anderen Erdteilen auch Tragtiere. Ansonsten wurde die Expeditionsverpflegung aus dem Land durch Kauf vor Ort oder Jagd mit entsprechenden Unsicherheitsfaktoren für Verfügbarkeit und Hygiene beigetrieben.

Liste bekannter Entdeckungs- und Forschungsreisender

Entdeckungsreisende

Als Entdecker bezeichnet man im Allgemeinen Personen, die etwas unabhängig Existierendes beobachten und diese Kenntnis einer unbestimmten Öffentlichkeit als Entdeckung zugänglich machen.

NameExpeditionJahrEntdeckung
Christoph Kolumbus1492Amerika
Vasco da Gama1497–1499Seeweg nach Indien
Ferdinand de Magellan1519–1522Weltumsegelung
Gonzalo PizarroGonzalo-Pizarro-Expedition1540–1542Erforschung Südamerika
Francis DrakeWeltumsegelung1577–1580Atlantischer Ozean Pazifischer Ozean Indischer Ozean
Samuel de Champlain1603–1632Kanada
Vitus Bering mit
Georg Wilhelm Steller
Erste Kamtschatka-Expedition
Zweite Kamtschatkaexpedition
1725–1730
1733–1743
Beringstraße, Sibirien und Aleuten
Carsten NiebuhrArabische Reise (Carsten Niebuhr)1761–1767Erforschung Arabiens
Pedro Fernández de QuirósTahiti1606 ffPazifik
Louis Antoine de BougainvilleTahiti1766 ffPazifik
James Cook1768–1771
1772–1775
1776–1780
Erste Südseereise
Zweite Südseereise
Dritte Südseereise mit Nordpazifik und Nordwestpassage
Alexander MacKenzie1789
1792
Nord-Kanada Großer Sklavensee, Mackenzie River,
Arktischer Ozean, Fraser River

Forschungsreisende

Forschungsreisen durch Forschungsreisende haben den Zweck Daten und Erkenntnisse über meist neu entdeckte Gebiete der Erde zu gewinnen. Deren Vorbereitung kann die Aufnahme vorhandener Kenntnisse, das Erlernen der regionalen Sprachen, Auswahl, Beschaffung und Verpackung des notwendigen Materials und Gerätschaften, Zusammenstellung eines harmonisierenden Teams in dem alle wesentlichen Fähigkeiten vertreten sind die am Zielort benötigt werden, den geeigneten Zeitpunkt für den Start der Reise sowie die Planung des Reiseweges soweit möglich umfassen. In Abgrenzung dazu sind Abenteurer ohne Zielsetzung zu sehen.

NameExpeditionExpeditionsjahrHintergrund/Ziel der Expedition
Thaddäus HaenkeAlessandro Malaspina di Mulazzo-Expedition1789–1794
1793–1810
1804
Teilnehmer
Südamerika mit Peru, Ecuador, Bolivien, Chile Atacamawüste
erster Europäer auf dem Chimborazo
Alexander von Humboldt1799–1804
1829
Amerikanische Forschungsreise
Russland
Meriwether Lewis
William Clark
Lewis-und-Clark-Expedition1804–1806Erforschung des Ohio Nordamerika
Jean Louis Burckhardt1812Wiederentdeckungen der Nabatäerstadt Petra im südlichen Jordanien und des nubischen Tempels von Abu Simbel in Ägypten
Maximilian zu Wied-NeuwiedReise in das innere Nord-America1815–1817
1832–1834
Brasilien
USA
Otto von KotzebueRurik-Expedition1815–1818russische Weltumseglung / Entdeckung und Erkundung der Nordwestpassage
John Ross1818Expedition Nordwestpassage und arktische See
William Edward Parry1818
1819–1820
1821–1823
2. Offizier Nordwestpassage
1. Arktisexpedition Königin-Elisabeth-Inseln
2. Arktisexpedition
James Clark Ross1818
1819–1825
1829–1831
1839–1842
Teilnehmer Nordwestpassage
mehrere Polarexpeditionen unter Parry
Teilnehmer Nordpolexpedition und nördl. Magnetpol
Südpol und Südpolarmeer
John Franklin1818
1819–1822
1845–1847
1. Polarexpedition unter John Ross
2. Polarexpedition Nordwest-Territorien
3. Franklin-Expedition Polarregion
Hamilton Hume
William Hovell
Expedition von Hume und Hovell1824–1825erste Expedition, die einen Weg von New South Wales in das Hinterland von Victoria fand
Charles DarwinThe Zoology of the Voyage1831–1836Südamerika
Jakob Philipp Fallmerayer1831–1834
1840–1842
1847–1848
Griechenland und Vorderer Orient
Charles Wilkes KommandoUnited States Exploring Expedition1838–1842Erkundungs- und Kartierungsfahrt der United States Navy in den Pazifik insbesondere US-Westküste
Ludwig Leichhardt1. Expedition
2. Expedition
3. Expedition
1844–1845
1846–1847
1848
Australien 4800 km Jimbour (Brisbane)-Northern Territory-Port Essington (Darwin)
geplante Durchquerung Australiens von Ost nach West
weiterer Versuch, seit dem verschollen
Heinrich Barth1845–1847
1849–1855
Nordafrika
Westafrika und Sahara
Eduard Vogel1853–1856Afrika Hochland von Adamaua Entsatz für Barth
Richard Francis Burton1853
1854
1857
Mekka
mit John Hanning Speke Sudan
Ostafrika mit den großen Seen und den Quellen des Nils
Alexandrine Tinné1862
1869
Oberlauf des Nil – nordwestlicher Kongo
Tripolis – Murzuk
David Livingstone1849–1873Afrika
Henry Morton Stanley1870–1871Afrika
Bernhard von Wüllerstorf-Urbair
Ferdinand von Hochstetter
Georg von Frauenfeld
Novara-Expedition1857–1859Expeditionsleiter
Fachleitung Geologie
Fachleitung Zoologie
Charles Francis Hall1860–1862
1864–1869
1871
kanadische Arktis

Nordpol-Expedition
Robert O’Hara Burke
William John Wills
Victorianische Erkundungsexpedition1860–1861Australien Süd-Nord-Durchquerung westl 143. Längengrad
Gerhard Rohlfs1860–1865
1873–1874
1878
Timbuktu
Siwa
Oase Kufra Ägypten
Carl KoldeweyErste Deutsche Nordpolar-Expedition und
Zweite Deutsche Nordpolar-Expedition
1868
1869–1870
Polarexpeditionen zu Grönlands Ostküste
David E. Folsom
Charles W. Cook
William Peterson
Folsom-Expedition1869Yellowstone-Nationalpark
Henry Washburn
Nathaniel P. Langford
G. C. Doane
Washburn-Langford-Doane-Expedition1870Yellowstone-Nationalpark
Ferdinand HaydenHayden-Expedition1871Yellowstone-Nationalpark
Karl Graf von Waldburg-Zeil
Theodor von Heuglin
1870Spitzbergen
Begleiter
Julius von Payer
Carl Weyprecht
Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition1872–1874Franz-Josef-Land
Eduard Schnitzer1871–1892Zentralafrika
Wyville ThomsonChallenger-Expedition1872–1876Tiefsee-Expedition
Adolphus Greely1881–1884Polargebiet
Karl von den Steinen1. dt Int Polarjahr-Expedition
1. Expedition Xingú-Gebiet
2. Expedition Xingú-Gebiet
1882–1883
1884
1887–1888
1897–1898
Südgeorgien unter Dr. K. Schrader
Xingú-Gebiet Brasilien
Xingú-Gebiet Brasilien
Südseeinseln Marquesas
Gertrude Bell1888–1920Arabien britische Forschungsreisende, Historikerin, Schriftstellerin, Archäologin, Alpinistin, politische Beraterin und Angehörige des Secret Intelligence Service
Mary Kingsley1894–1895brit. Entdeckerin und Ethnologin KongoKongoKamerun
Fridtjof Nansen1888
1893–1896
Durchquerung Inlandeis Südgrönland
Nordpolarexpedition
Nikolai Michailowitsch Prschewalski1870–1873
1876–1877
1879–1880
1883–1885
Zentralasienexpeditionen
Victor HensenPlanktonexpedition1889Atlantik
Franz SteindachnerPola-Expeditionen1890–1898Tiefsee, Mittelmeer, Rotes Meer
Erich von DrygalskiWestgrönland-Expeditionen Berliner Ges f Erdkunde[17]
Gauß-Expedition
1891–1893
1901–1903
1910

1. deutsche Südpolarexpedition
Teilnahme Graf Zeppelin Expedition Spitzbergen
Robert Peary1891–1893
1905–1906
1908–1909
Grönland und Arktis
87°6'N
6. April 1909 möglicherweise Nordpol
Adrien de Gerlache de GomeryBelgica-Expedition1897–1899Westantarktis
Frederick Cook1891–1892
1897–1899
1907–1909


unter Robert Peary Arktisexpedition
unter Adrien de Gerlache de Gomery Belgica-Expedition
Arktisexpedition nördl. Axel-Heiberg-Insel Richtung Nordpol, Ausweichroute Devon Island über Nares Strait nach Anoatok Grönland
Franz BoasJesup North Pacific Expedition1897–1902anthropologische Forschungsexpedition im nordpazifischen Raum nach Sibirien, Alaska und Nordwestküste von Kanada
Carl ChunValdivia-Expedition1898–1899Tiefsee, atlantischer und indischer Ozean
Carsten Egeberg BorchgrevinkSouthern-Cross-Expedition1898–1900Viktorialand, Ross-Schelfeis (78°50'S)
Sven Hedin-


Chinesisch-Schwedische Expedition
1893–1897
1899–1902
1905–1908
1927–1935
China Taklamakan Pamirgebirge
Himalaya
Persien
Fritz Mühlenweg als Teilnehmer
Max von Oppenheim1895–1923
1899
1914–1918
Diplomat, Orientalist und Archäologe im Nahen Osten
Entdeckung Tell Halaf
Nachrichtenstelle für den Orient
Roald AmundsenBelgica-Expedition
Gjøa-Expedition
Fram-Expedition
Maud-Expedition
Norge-Expedition
1897–1899
1903–1906
1910–1913
1918–1920
1926
Westantarktis
Nordwestpassage
geographischer Südpol
Nordostpassage
Flug über den geographischen Nordpol im Luftschiff
Luigi Amadeo von SavoyenStella Polare1899
1906
1909
Erkundung Nordpolargebiet
Ruwenzori-Gebirge Uganda
Karakorum K2
Edward HarrimanHarriman-Alaska-Expedition1899
Rudolf SchlechterWestafrikanische Kautschuk-Expedition1899–1900
Robert Falcon ScottDiscovery-Expedition
Terra-Nova-Expedition
1901–1903
1910–1912
Ross-Meer, Ross-Schelfeis (82°17'S) und Viktorialand
geographischer Südpol
Otto Nordenskjöld und Carl Anton LarsenSchwedische Antarktisexpedition1901–1904
Ernest ShackletonDiscovery-Expedition
Nimrod-Expedition
Endurance-Expedition
Quest-Expedition
1901–1903
1907–1909
1914–1917
1921–1922
Teilnehmer unter Scott
Ross-Schelfeis, Polarplateau (88°23'S), Viktorialand
Weddell-Meer, geplante Durchquerung der Antarktis
Weddell-Meer, Elephant Island, Südgeorgien
Francis Younghusband
George Mallory
Tibet Durchquerung
Britische Mount-Everest-Expeditionen
1904
1920
1921, 1922, 1924
Tibet Mount Everest
Percy Fawcetti. A. Royal Geographical Society1906–1925Expeditionen in Südamerika
Douglas Mawson1911–19141. australische Antarktisexpedition
Carl Ernst Arthur Wichmann
Hendrikus Albertus Lorentz
Nord-Neuguinea-Expedition1903
Mina Benson Hubbard1905Durchquerung Labrador
Alfred Wegener

Forschungsstation Eismitte
1906
1913
1929–1930
Grönland Nordostküste unter Ludvig Mylius-Erichsen
Durchquerung und Überwinterung unter Johan Peter Koch
3. Grönland Expedition Inlandeis
Enno LittmannAksum Expedition[18]1906Äthiopien Eritrea
T. E. Lawrence1909–1918PalästinaSinai-Halbinsel
Herbert Schröder-StranzDeutsche Arktische Expedition1912–1913Spitzbergen
Theodor Lerner1896
1913
Spitzbergen
Entsatzexpedition DAE
Oskar von Niedermayer1912erste Durchquerung Wüste Lut
Alfred LeberDt-Neuguinea-Expedition1913–1914Medizinisch-demographische
Hermann Detzner1914–1918Kaiser-Wilhelms-Land Insel Neuguinea erster Europäer Durchquerung der Täler des zentralen Hochlands im Hagen-Gebirge
Rupert HolzapfelGrönland unter Wegener
Anjumanpass Hindukusch Afghanistan
Nordpolarmeer Grönland
1930–1931
1936–1937

1940–1945
Leitung Weststation „Scheideck“
meteorologische Beobachtungen Flugverkehrs der Lufthansa
Wetterstationen der Wehrmacht in der Arktis
Ladislaus Almásy
Expedition Salam
1922–1934
1940–1943
Sahara Nordafrika
Brandenburg (Spezialeinheit) Afrikafeldzug
Louis Audouin-DubreuilCroisière Noire
Croisière Jaune
1924–1925
1931–1932
Afrika
Naher Osten/Libanon-China
Alfons Gabriel1927–1928, 1933, 1937Lut, Kawir
Clärenore Stinnes mit
Carl-Axel Söderström
Weltumrundung mit PKW1927Balkan-Moskau-Sibirien-Wüste Gobi-Peking-Japan-Hawaii-Nordamerika-Mittelamerika-Südamerika bis Buenos Aires-Vancouver
Günter DyhrenfurthHimalaya-Expedition
Internationale Himalaya Expedition
1930
1934
Karakorum
Orde WingateKamelexpedition1932mit Unterstützung RGS Libysche Wüste
Richard Evelyn Byrd
Byrd Antarctic Expedition


Operation Highjump
1926
1928–1930
1933–1935 1939–1941
1946–1947
Spitzbergen-Nordpol
Antarktis, Überflug des Südpols
Antarktis
Antarktis
Antarktis
Otto Schulz-KampfhenkelDeutsche Amazonas-Jary-Expedition1935–1937AmazonasExpeditionsleiter
John Riddoch RymillBritish Graham Land1936Antarktis Expeditionsleiter
Iwan Dmitrijewitsch Papaninvermutl. am 21. Mai 1937Nordpol
Alfred Ritscher
Dritte Deutsche Antarktisexpedition
1912–1913
1938–1939
Schiffsführer „Deutsche Arktis-Expedition“ Schröder-Stranz
Expeditionsleiter Neuschwabenland[19]
Kurt HerdemertenDt-Grönland-Exp
Herdemerten-Grönland-Exp
1930–193
1938
unter Alfred Lothar Wegener
Expeditionsleiter
J. G. S. Sugden
P. G. Mott
Oxford University Greenland Expedition1938
Hans ErtlInternationalen Himalaya Expedition
Deutschen Bolivien-Expedition
Willy-Merkl-Gedächtnis-Expedition
1934
1950
1953
Erstbesteigung Sia Kangri 7422 m
Willy Merkl,
Hermann Buhl,
Karl Herrligkoffer
Dt-amerik. Himalaya-Expedition
Dt Nanga-Parbat-Expedition
1932
1934
Heinrich HarrerDeutsche Nanga Parbat Expedition

-
1939
1939–1951
1953–1991
Durchsteigung Rupalflanke
Tibet
Südamerika, Alaska, Afrika und Südost-Asien
Wilhelm Dege
Unternehmen Haudegen
1930er Jahre
1944–1945
Spitzbergen Nordostland
Wetterstationen der Wehrmacht in der Arktis
Karl Helbig1930–1932
1936–1937
1953–1954
1957–1958
Sumatra
Borneo
Mittelamerika
Mexiko
Wilfred Thesiger1941–1943
1946–1964
Äthiopien und Sahara Long Range Desert Group
Oman, Saudi-Arabien, Jemen Leeren Viertel, Irak
Thor HeyerdahlKon-Tiki-Expedition u. a.1947Pazifischer Ozean-Polynesien
Edmund Hillary
Tenzing Norgay
29. Mai 1953Erstbesteigung Mount Everest unter dem Expeditionsleiter Oberst John Hunt
Hannes Lindemann1955 und 1956Atlantik
Vivian FuchsCommonwealth Trans-Antarctic Expedition1955–1958mit Hillary
Stefan KröpelinForschungsexpeditionOktober 20055.000 km mit Geländewagen im Tschadbecken mit dem Erdi-Ma Nordosten Dreiländereck Libyen, Tschad und Sudan
Verein Centre TerreForschungsexpedition2000 / 2006 / 2008 / 2010 / 2017Isla Madre de Dios-

Expeditionsreisende

NameExpeditionExpeditionsjahrExpeditionsland
Wally HerbertTransarktisexpedition mit Hundeschlitten6. April 1969Arktis und Nordpol zu Fuß
Werner Freund1966
1967
1968
1969
1970
1971
1972
1973
1974
1975
1976
1977
Algerien
Uganda
Ceylon
Kamerun
Äthiopien
Ecuador
indones. Neuguinea
Paraguay
Brasilien
Papua-Neuguinea
Süd-Kolumbien
Süd-Sudan
Rüdiger Nehberg1972
1980
1981
1987
Blauer Nil
Yanomami Brasilien
Deutschlanddurchquerung
Atlantiküberquerung Tretboot
Reinhold Messner
u. a. Sigi-Löw-Gedächtnisexpedition zum Nanga Parbat
1969
1970–1986
1989–1990
Anden-Expedition
14 Achttausender und Seven Summits
Antarktis-Durchquerung
Günther Bock, Michel Dacher, Peter Lechhart, Franz MartinDeutsche Grönlandexpedition 1970NuukTasiilaq Inlandeisdurchquerung[20]
Arved Fuchsseit 1977
1979
1980
1983
1984
1989
1989–1990
1993
1997–1998
2000
2002
1993 und 2003–2004
Arktis
Westküste Grönland
Nordpol zu Fuß (gescheitert)
Retro-Alfred-Wegener-Expedition 1930
Umrundung Kap Hoorn mit Faltboot im südl Sommer
Int. Expedition „Icewalk“ Nordpol
Antarktis-Durchquerung
Durchquerung Grönland mit Hundeschlitten
„Arctic Passages“ Westküste Grönland
hist. Expedition Sir Ernest Henry Shackleton Antarktis mit Durchquerung Südgeorgiens
Nordostpassage
Nordwestpassage
Bruno Baumann1989
1994
1996
2004
Taklamakan zu Fuß
Alashan, Tibet, Tibesti Gebirge
Taklamakan Retro-Expedition Sven Hedin
Entdeckung des „versunkene Königreich Shangshung“ Yarlung-Dynastie
Ines Papert1997
1998
Aconcagua
Peru-Expedition mit Nevado Pisco, Nevado Alpamayo, Nevado Artesonraju, Torre del Paron
Frederik zu DänemarkSirius Hundeschlitten-Expedition11. Februar bis 31. Mai 20002795 km Durchquerung von Nord-Grönland Nordost-Grönland-Nationalpark
Liv Arnesen und Ann Bancroft2001Antarktis auf Ski
Gerlinde KaltenbrunnerHochgebirgsexpeditionenseit 2003u. a. Nanga Parbat
Cecilie Skogerste Frau auf den Seven Summits, Nordpol, Südpol, Durchquerung der Antarktis[21]
Jakub PostrzygaczCanning Stock Route2005Erstbezwinger mit dem Fahrrad
Oh Eun-sunerste Frau auf den 14 Achttausendern
Evelyne BinsackExpedition Antarctica2006/200728.000 km von der Schweiz zum Südpol
Tim CopeSommer 2004 bis Sommer 2007Ritt aus der Steppe der Mongolei, Start in Charchorin bei Karakorum, bis Ungarn
Jeremy Clarkson und James MayTop Gear: Polar Special Polar Challenge2007magnetischer Nordpol von 1996 bei 78° 36′ N, 104° 12′ W mit stark modifizierter Toyota Hilux und Toyota Land Cruiser
David de RothschildPlastiki-Expedition2010Pazifischer OzeanBelastung der Ozeane mit Plastikmüll
Harry of Waleszu Gunsten der Hilfsorganisation „Walking With The Wounded“November/Dezember 2013SüdpolMarsch mit verwundeten Soldaten 335 km zum Südpol
Freya HoffmeisterKayakexpeditionen2009
2011–2015
Umrundung von Australien
Umrundung von Australien
13.714 km in 332 Tagen
22.000 km in 929 Tagen

Behörden und Organisationen die Expeditionen durchführen

Expeditionen werden vorwiegend von Forschungseinrichtungen durchgeführt. Dabei kann es sich um Universitäten handeln oder um außeruniversitäre Institute. Vereine und Verbände, sowie staatliche Behörden fördern Expeditionen.

Expeditionstierfilmer

Bekannte Tierfilmer die Expeditionen zur Produktion von Natur- und Tierfilmen unternommen haben sind unter anderem Michael und Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, David Attenborough, Martin Schliessler, Ernst Arendt und Hans Schweiger, Benny Rebel, Andreas Kieling, Matto Barfuss, Dieter Glogowski,[22] Norbert Rosing, David Bittner[23] und Dirk Steffens. Im deutschsprachigen Raum ist Michael Martin für seine Wüstenaufnahmen bekannt.

Meeresexpeditionen

Siehe auch

Literatur

  • Dietmar Henze: Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Erde. 5 Bände. ADEVA, Graz 1973–2004, ISBN 3-201-01835-X.
  • Johannes W. Grüntzig, Heinz Mehlhorn: Expeditionen ins Reich der Seuchen. Medizinische Himmelfahrtskommandos der deutschen Kaiser- und Kolonialzeit. Elsevier-Verlag, München 2005, ISBN 3-8274-1622-1.
  • Fergus Fleming, Annabel Merullo: Legendäre Expeditionen: 50 Originalberichte. 2. Auflage. National Geographic Verlag, 2006, ISBN 3-937606-94-7.
  • Ariane Audouin-Dubreuil: Expedition Seidenstraße: Mit den ersten Geländewagen von Beirut bis Peking. National Geographic Verlag, 2008, ISBN 978-3-89405-854-8.
  • Owen Beattie, John Geiger: Der eisige Schlaf: Das Schicksal der Franklin-Expedition. Piper Verlag, 1998, ISBN 3-492-22113-0.
  • Cornelia Klauß, Frank Böttcher (Hrsg.): Unerkannt durch Freundesland – Illegale Reisen durch das Sowjetreich Lukas Verlag, 2011, ISBN 978-3-86732-076-4.
  • Jörg Kuhbandner, Jan Oelker (Hrsg.): TRANSIT. Illegal durch die Weiten der Sowjetunion. Notschriften-Verlag, Radebeul 2010, ISBN 978-3-940200-48-8.
  • Matthias Hake: Expeditionshandbuch. Planung, Ausrüstung, Krisenmanagement. 1. Auflage. Pietsch Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-50490-1.
  • Nigel Gifford: Expeditionen. Handbuch für Planung und Praxis: Konzeption, Finanzierung, Anreise, Nahrung, Ausrüstung, Logistik und Führung. Pietsch, Stuttgart 1984, ISBN 3-613-50005-1.
  • Heinz Kohnen: Sicherheit und Überleben bei Polarexpeditionen. In: Reports on Polar Research. Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research, Bremerhaven, Sonderheft 3, 1983.
  • Stefan Simmerer: Expeditionen zum Selbermachen. In: Outdoor. 09/2003. (online)
  • Inge Röger-Lakenbrink: Alpines Trekking mit Pferden und Maultieren. Cadmos Verlag, Lüneburg 1999, ISBN 3-86127-339-X.
  • Royal Geographical Society (Hrsg.): Expedition Handbook. Eigenverlag, London 2004.
  • Royal Geographical Society (Hrsg.), Rachel Duncan: Polar Expeditions. 4. Auflage. Eigenverlag, London 2003.
  • Tom Sheppard: Vehicle-dependent Expedition Guide. Desert Winds, Hertfordshire, England 1998, ISBN 0-9532324-0-9.
  • Stephen Arrington: The Expedition & Diving Operations Handbook. Diversification Series Verlag Best Pub., 1995, ISBN 0-941332-40-3.
  • Steven James Foreman: How to Plan and Survive Safaris, Camping Trips, and Expeditions in Africa. Verlag Lulu Press, 2007, ISBN 978-1-4303-0842-3.
  • Franz Berghold, Wolfgang Schaffert: Handbuch der Trekking- und Expeditionsmedizin: Praxis der Höhenanpassung – Therapie der Höhenkrankheit. DAV Summit Club, München 2009, ISBN 978-3-00-025756-8.
  • W. Treibel: Erste Hilfe und Gesundheit am Berg und auf Reisen. Bergverlag Rother, 2006, ISBN 3-7633-6027-1.
  • Royal Geographical Society (Hrsg.), Sarah Anderson: Expedition Medicine. 2. Auflage. Verlag Profile Books, 2002, ISBN 1-86197-434-5.
  • Chris Johnson, Sarah Anderson, Jon Dallimore, Shane Winser, David A. Warrell: Oxford Handbook of Expedition and Wilderness Medicine. 1. Auflage. Oxford Handbooks Series, Verlag OUP Oxford, 2008, ISBN 978-0-19-929661-3.
  • Gregory H. Bledsoe, Michael J. Manyak, David A. Townes: Expedition and Wilderness Medicine: Wilderness, Remote, and Extreme Environments. 1. Auflage. Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0-521-86873-0.
  • Andrew Selters: Glacier Travel and Crevasse Rescue: Reading Glaciers, Team Travel, Crevasse Rescue Techniques, Routfinding, Expedition Skills. 2. Auflage. The Mountaineers Books, 2006, ISBN 0-89886-658-8.

Weblinks

Wiktionary: Expedition – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. expeditio. Pons-Verlag. Abgerufen am 15. Juni 2014.
  2. expedio. Pons-Verlag. Abgerufen am 15. Juni 2014.
  3. medizinischer Fragebogen des AWI (PDF; 77 kB)
  4. Bergsporttraining (Memento des Originals vom 7. Februar 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bexmed.de auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin e. V.
  5. Martina Schneibergová: Expedition Spitzbergen: Nach zwei Tagen riss das erste Zelt. auf: radio.cz
  6. Auswahlverfahren ZDF Südpolexpedition 2010 (Memento des Originals vom 13. April 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alexandergroos.de
  7. Arctic Survival and Safety Course. (Memento des Originals vom 9. September 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unis.no Lehrveranstaltung Wildnisfähigkeiten UNIS
  8. Informationen für Expeditionsteilnehmer. (Memento des Originals vom 23. Februar 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.awi.de AWI Vorausbildung Expeditionsteilnehmer
  9. Knotenkunde – Knotenfibel für Outdoor-Aktivitäten. auf Wikibooks
  10. Kletterausbildung bei Deutschen Alpenverein
  11. Erste Hilfe im Gelände auf Wikibooks
  12. Erklärung des SYNOP-Schlüssels.
  13. Archivlink (Memento des Originals vom 20. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zoll.de Abfertigungsverfahren für Deutschland bei der Wiedereinfuhr auch INF3 Zollformular für höherwertige Wirtschaftsgüter
  14. gefährliche Luftfracht Lithium-Ionen-Akkumulator#Gefahren beim Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus In den vergangenen 20 Jahren waren Lithium-Ionen-Batterien für 140 Vorfälle in Flugzeugen verantwortlich. Die ICAO stuft sie als gefährliche, leicht brennbare Fracht ein. [1]
  15. US National Park Rangers in der englischsprachigen Wikipedia
  16. http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?46604-USA-Sommer-2010-9-Wochen-Trekking-in-Alaska-mit-Packraft-Wrangell-St.-Elias-amp-Denali&highlight=Packraft Anwendung Packraft auf einer Trekkingtour Wrangell-St.-Elias-Denali Alaska-
  17. Cornelia Lüdecke: Vor 100 Jahren: Grönlandexpedition der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin (1891, 1892–1893) unter der Leitung Erich von Drygalskis.@1@2Vorlage:Toter Link/epic.awi.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Polarforschung. 60 (3) 1990, S. 219–229.
  18. Steffen Wenig (Hrsg.): In Kaiserlichem Auftrag – Die Deutsche Aksum-Expedition 1906 unter Enno Littmann. Band 1: Die Akteure und die wissenschaftlichen Unternehmungen der DAE in Eritrea. Linden-Soft, Aichwald 2006, ISBN 3-929290-33-2.
  19. Deutsche Antarktis Expedition 1938/39. (Memento des Originals vom 5. Mai 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wfg-gk.de In: DMZ. Nr. 42, Dezember 2004.
  20. Expeditionsbericht Grönland Inlandeisdurchquerung 1970 (Memento des Originals vom 2. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.4-seasons.de
  21. Thomas Borchert: Rekord in 70 Tagen: Norwegerin durchquert als Erste auf Skiern die Antarktis. In: Spiegel Online, 22. Januar 2010.
  22. Dieter Glogowski
  23. David Bittner (Memento des Originals vom 8. Dezember 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kodiak.ch

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