Erlenbruckmoor

Naturschutzgebiet „Erlenbruckmoor“

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Blick vom südlichen Rand her auf das Hinterzartener Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor (auch bekannt als Keßlermoos)

Blick vom südlichen Rand her auf das Hinterzartener Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor (auch bekannt als Keßlermoos)

LageGemeinde Hinterzarten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche17,454 ha
Kennung3.041
WDPA-ID81620
Geographische Lage47° 53′ N, 8° 6′ O
Erlenbruckmoor (Baden-Württemberg)
Erlenbruckmoor (Baden-Württemberg)
Einrichtungsdatum9. März 1942
VerwaltungRegierungspräsidium Freiburg

Das Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Hinterzarten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Kenndaten

Das Schutzgebiet entstand am 17. Februar 1942 durch Verordnung des Badischen Ministers des Kultus und Unterrichts – als höhere Naturschutzbehörde – mit der Schutzgebietsnummer 3041. Diese Verordnung wurde im Amtsblatt des Badischen Ministeriums des Kultus und Unterrichts am 9. März 1942 veröffentlicht und trat damit in Kraft. Der CDDA-Code lautet 81620 [1] und entspricht der WDPA-ID.

Lage und Beschreibung

Das Moor liegt im Süden von Hinterzarten auf der Erlenbruck, einem Sattel zwischen dem Hinterzartener Becken und dem zum Titisee führenden Seebachtal. Die Entwässerung erfolgt zu beiden Talseiten hin.

Das Erlenbruckmoor zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten im Regierungsbezirk Freiburg. Es wird auf Karten auch als Keßlermoos bezeichnet. Bis ca. 1930 war hier noch Torfstich betrieben worden.[2]

Das Schutzgebiet wird vollständig vom Landschaftsschutzgebiet 3.15.026 Breitnau-Hinterzarten umschlossen. Es gehört zum FFH-Gebiet Nr. 8114-341 Hochschwarzwald um Hinterzarten und zum Naturpark Südschwarzwald und liegt im Naturraum 155-Hochschwarzwald innerhalb der naturräumlichen Haupteinheit 15-Schwarzwald.

Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des aus dem Feldbergletscher hervorgegangenen Moorgebiets, das mit seiner in der Mitte offenen Moorfläche, dem Spirkenwaldgürtel am Rand und hoch spezialisierten, seltenen Tierarten wie den boreal-alpinen Moorlibellen ein Schutzgebiet von überregionaler Bedeutung ist.

Siehe auch

Literatur

  • Birgit Hüttl, Frauke Staub: Erlenbruckmoor. In: Regierungsbezirk Freiburg (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg. 3. Auflage. Thorbecke, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7995-5177-9, S. 188–190.

Einzelnachweise

  1. Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Regierungspräsidium Freiburg (Hrsg.): Managementplan für das FFH-Gebiet 8114-341 „Hochschwarzwald um Hinterzarten“. Freiburg 2020, S. 9 (online [PDF]).
Commons: Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Naturschutzgebietsschild in Westdeutschland, immer noch weit verbreitet und weiterhin offiziell in Hamburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern
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Blick vom südlichen Rand her auf das Hinterzartener Naturschutzgebiet Erlenbruckmoor (auch bekannt als Kesslermoos).