Erik von Witzleben

Sammelgrabstein mit dem Namen des Erik von Witzleben und seiner Familie auf dem Friedhof Groß Flottbek

Job Wilhelm Karl Erik von Witzleben (* 6. Oktober 1884 in Hannover; † 12. April 1958 in Wilster) war ein deutscher Großgrundbesitzer in der preußischen Provinz Posen, Ehrenritter des Johanniterordens, Bundessprecher der Landsmannschaft Westpreußen und Namensgeber der Erik-von-Witzleben-Stiftung, 2005 umbenannt in Kulturstiftung Westpreußen.

Es stammte aus dem Thüringer Adelsgeschlecht von Witzleben und war der älteste Sohn des Majors Job von Witzleben (1845–1894) und dessen Ehefrau Elisabeth von Jagow (* 23. Januar 1857), eine Tochter von Karl von Jagow. Sein Urgroßvater war der preußische Generalmajor Heinrich Günther von Witzleben (1755–1825). Seit 1905 war er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg. Nach dem Tod des Vaters übernahm er dessen im Kreis Wirsitz gelegenes Gut Liszkowo mit einer Größe von 2615 ha. 1919 kam der Kreis Wirsitz und damit auch sein Gut an die Zweite Polnische Republik.

Als einer der Führer des Selbstschutzes war er wegen anti-polnischer Aktivitäten drei Monate in einem polnischen Gefängnis inhaftiert. 1940 trat er der SS bei, in der er 1942 zum SS-Sturmbannführer befördert wurde. Im Nachkriegsdeutschland übernahm er 1949 das Amt des Bundessprechers der neu gegründeten Landsmannschaft Westpreußen, das er bis 1956 innehatte. Als solcher war er Mitunterzeichner der Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Erik von Witzleben war seit 1920 mit Stefanie Götz von Olenhusen verheiratet, Witwe des 1914 im Krieg verstorbenen Egbert von Witzleben. Sie hatten eine Tochter, Irmgard, geboren 1921.

Er wurde der Namensgeber der Erik-von-Witzleben-Stiftung. An ihn und seine Frau erinnern auch zwei Grabtafeln im Gutspark Laaske in Nordbrandenburg.

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1923, 24. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1922, S. 709.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904, 5. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 926.
  • Hermann Job Wilhelm v. Witzleben: Die Geschichte der Familie v. Witzleben, III. Band, 1869–1963, Hrsg. vom v. Witzleben`schen Familienverband e. V., Selbstverlag, München 1972, S. 216 f. (zzgl. Stammbaum-Blatt)

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