Erich Gornik
Erich Gornik (* 4. August 1944 in Krumau, Reichsgau Oberdonau; † 23. November 2025[1]) war ein österreichischer Physiker und Hochschullehrer.
Leben
Nach der Matura[2] am Bundesrealgymnasium Eisenstadt, studierte er Technische Physik an der Technischen Universität Wien mit Diplom 1972 und Promotion 1972. Als Post-Doktorand war er von 1975 bis 1977 an den Bell Laboratories in Holmdel, New Jersey. 1976 habilitierte er sich an der TU Wien in Physikalischer Elektronik und 1978 wurde er dort Professor. 1979 wurde er ordentlicher Professor für Experimentalphysik an der Universität Innsbruck. An der TU München wurde er 1987 Professor für Halbleiterphysik und dort 1988 Direktor des Walter Schottky Instituts sowie Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Von 1993 bis 2012 war er Professor für Festkörperelektronik an der TU Wien und ab 1995 Direktor des neu gegründeten Mikrostrukturzentrums. Von 2003 bis 2010 war er geschäftsführender Direktor des Austrian Research Centers.[3][4] Fortschungsaufenthalte führten in unter anderem an die Universität Tokio, die Universität Osaka und die Universität Nagoya in Japan, an das Weizmann-Institut für Wissenschaften in Israel und die UCSB Santa Barbara in den USA.[2]
Wirken
Er befasste sich mit Nanoelektronik, Plasmonen und der Entwicklung von Halbleiterlasern.
Er war Vizepräsident des Europäischen Forums Alpbach, Präsident der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (2009–2012) und Präsident der Gesellschaft für Mikroelektronik.[5] Er war Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.[6]
Eine seiner Schülerinnen in Innsbruck war die heute in Princeton tätige österreichische Physiker Claire Gmachl.[7]
Auszeichnungen
- Fellow der American Physical Society (1995)
- Wittgenstein-Preis (1997)[8][9][10]
- Erwin-Schrödinger-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (2000)
- Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2005)
- Ehrenmedaille der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Wien (2012)
- Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (2018)
Weblinks
- Literatur von und über Erich Gornik im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Webseite an der Universität Wien
- Österreich-Lexikon
Einzelnachweise
- ↑ Prof. Erich Gornik 1944 - 2025. Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG), 25. November 2025, abgerufen am 27. November 2025.
- ↑ a b Erich Gornik, DI Dr. tech., em. Univ.-Prof. für Festkörperelektronik an der TU Wien. In: BG/BRG/BORG Eisenstadt. Abgerufen am 2. März 2026.
- ↑ TU-Professor Gornik zum ARC-Geschäftsführer bestellt. In: ORF ON Science. Abgerufen am 2. März 2026.
- ↑ Die TU Wien verliert herausragenden Halbleiter-Pionier: Erich Gornik – 1944 bis 2025. In: TU Wien. 11. Februar 2026, abgerufen am 2. März 2026.
- ↑ Em.O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Erich Gornik verstorben. In: Society for Micro- and Nanoelectronics (GMe). 1. Dezember 2025, abgerufen am 2. März 2026.
- ↑ Erich Gornik. Austrian Academy of Sciences, archiviert vom am 28. Oktober 2021; abgerufen am 27. November 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Halbleiterphysik. In: Universität Innsbruck (Hrsg.): Zukunft Forschung. Nr. 2. Innsbruck 2010, S. 49 (uibk.ac.at [PDF]).
- ↑ Verleihung des Wittgenstein-Preises 1997 an Herrn Univ.-Prof. Dr. Erich Gornik. In: TU Wien. 30. Juni 1997, abgerufen am 2. März 2026.
- ↑ Im Gedenken an FWF-Wittgenstein-Preisträger Erich Gornik. In: Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF. Abgerufen am 2. März 2026.
- ↑ Erich Gornik: Blaues Licht und andere Signale aus dem Mikrokosmos. In: GeistesBlitze. Springer Vienna, Vienna 1997, ISBN 978-3-7091-7346-6, S. 144–147, doi:10.1007/978-3-7091-6538-6_47 (springer.com [abgerufen am 2. März 2026]).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gornik, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Physiker |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1944 |
| GEBURTSORT | Český Krumlov, Reichsgau Oberdonau |
| STERBEDATUM | 23. November 2025 |