Electoral College

Verteilung der Wahlleute für die Präsidentschaftswahlen 2012 bis 2020

Das Electoral College ist das Organ in den Vereinigten Staaten, das alle vier Jahre den Präsidenten und den Vizepräsidenten wählt. Es besteht aus 538 Wahlleuten, die im Rahmen der Präsidentschaftswahlen von den 50 Bundesstaaten sowie dem Bundesdistrikt entsandt werden. Die Zahl der Wahlleute bemisst sich an der Zahl der einem Staat zugemessenen Mitglieder des Kongresses (Senat und Repräsentantenhaus).

Begriffe

Der englische Begriff „electoral college“ wird im Deutschen häufig nicht übersetzt und als „das Electoral College“ bezeichnet. Mögliche Übersetzungen sind „Wahlmännerkollegium“, „Wahlkollegium“ oder „Wahlleutekollegium“. Entsprechend werden die im Englischen als „electors“ bezeichneten Mitglieder des Kollegiums im Deutschen als „Wahlmänner“, „Wahlleute“ oder „Elektoren“[1][2] bezeichnet. Scheinbar männliche Bezeichnungen sind entsprechend der heutigen Zusammensetzung als generisches Maskulinum zu interpretieren. Die Stimmen der Mitglieder werden als „electoral vote“ bezeichnet. Die von der wahlberechtigten Bevölkerung im Rahmen der Präsidentschaftswahlen abgegebenen Stimmen werden popular vote genannt.

Rechtsgrundlage

Die Grundlagen des Electoral College werden im zweiten Artikel der Verfassung der Vereinigten Staaten beschrieben, jedoch wurde das Verfahren 1803 mittels Verfassungsänderung durch den 12. Zusatzartikel, der 1804 in Kraft trat, ersetzt und ergänzt. 1961 wurde durch den 23. Zusatzartikel dem Bundesdistrikt das Recht gewährt, Wahlleute zu stellen.

Zusammensetzung

Jeder Bundesstaat hat so viele Wahlleute, wie er Vertreter in beiden Häusern des Kongresses zusammen hat. Der Bundesdistrikt, der die Hauptstadt Washington umfasst, hat so viele Wahlleute, wie er Vertreter in beiden Häusern des Kongresses haben würde, wenn er ein Staat wäre, aber auf jeden Fall nicht mehr als der von der Bevölkerungszahl her kleinste Staat.

Die derzeitige Zahl von 538 Wahlleuten ergibt sich daher folgendermaßen:

  • Das Repräsentantenhaus hat seit 1911 eine festgelegte Größe von 435 Abgeordneten. Die Verteilung der Abgeordneten auf die Staaten wird durch das Hill-Huntington-Verfahren nach den Bevölkerungszahlen bestimmt, die alle 10 Jahre in der Volkszählung, dem United States Census, erhoben werden. Zuletzt war dies vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2012 der Fall. Jedem Staat steht mindestens ein Abgeordneter zu.
  • Darüber hinaus hat jeder Staat unabhängig von der Bevölkerungszahl zwei Senatoren im Senat, also derzeit 100. Änderungen können sich hierbei nur beim Beitritt weiterer Bundesstaaten ergeben.
  • Der Bundesdistrikt darf so viele Wahlleute entsenden, als ob er ein Staat mit vergleichbarer Bevölkerungszahl wäre, jedoch nicht mehr als der bevölkerungsärmste Staat. Sieben Staaten haben derzeit nur einen Repräsentanten, sodass die Zahl der Wahlleute für den Bundesdistrikt auf 3 begrenzt ist (entsprechend zwei Senatoren und einem Repräsentanten). Allerdings hätte er auch ohne diese Einschränkung nicht mehr Wahlleute, da er nur wenig mehr Einwohner als der zurzeit bevölkerungsärmste Staat, Wyoming, hat.

Nach dem zweiten Artikel der Verfassung der Vereinigten Staaten dürfen Wahlleute nicht Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses, Beamte der Vereinigten Staaten oder andere Amtsträger der Bundesregierung sein.

Arbeitsweise

Aufstellung der Kandidaten

In jedem US-Bundesstaat werden die Kandidaten für das Electoral College (also die potentiellen Wahlleute) nach einzelstaatlichen Regeln und gemäß der Parteisatzungen gewählt oder bestimmt. Entweder wählen Parteien auf Parteitagen oder im Rahmen der Vorwahlen die Kandidaten, oder Gremien der Parteiführungen beschließen die jeweilige Kandidatenliste.[3]

Wahl der Wahlleute

Die Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten erfolgt indirekt alle vier Jahre am Wahltag. Obwohl die Stimmzettel heute gewöhnlich die Namen der Kandidaten für das Präsidenten- und Vizepräsidentenamt selbst enthalten, bestimmen die Wahlberechtigten unmittelbar nur die Wahlleute für den Bundesstaat, in dem sie wohnen, oder für den Bundesdistrikt, wenn sie ihren Wohnsitz in Washington, D.C. haben. Diese Wahlleute wählen später den Präsidenten und Vizepräsidenten.

Die Verfassung der Vereinigten Staaten gibt ihren Bundesstaaten (und dem Bundesdistrikt) das Recht, selbst zu bestimmen, wie sie ihre Wahlleute vergeben:

“Each State shall appoint, in such Manner as the Legislature thereof may direct, a Number of Electors, equal to the whole Number of Senators and Representatives to which the State may be entitled in the Congress: but no Senator or Representative, or Person holding an Office of Trust or Profit under the United States, shall be appointed an Elector.”

„Jeder Einzelstaat bestimmt in der von seiner gesetzgebenden Körperschaft vorgeschriebenen Weise eine Anzahl von Wahlmännern, die der Gesamtzahl der dem Staat im Kongress zustehenden Senatoren und Abgeordneten gleich ist; jedoch darf kein Senator oder Abgeordneter oder eine Person, die ein besoldetes oder Ehrenamt im Dienste der Vereinigten Staaten bekleidet, zum Wahlmann bestellt werden.“

Im 18. und frühen 19. Jahrhundert wurden die Wahlleute in vielen Staaten nicht direkt vom Volk gewählt, sondern von den Parlamenten der Bundesstaaten. Dieses System wurde allerdings bald durch direkte Wahlsysteme abgelöst. Von 1832 bis 1860 war South Carolina der letzte Staat, der seine Wahlleute noch durch das Parlament bestimmte, mit der Ausnahme von Florida, wo 1868 im Zuge der Reconstruction letztmals das Parlament die Wahlleute wählte.

Heute (Stand 2020) benutzen 48 von 50 Bundesstaaten und der Bundesdistrikt ein relatives Mehrheitswahlrecht, das oft als „Winner-take-all“-System bezeichnet wird. Dabei bestimmt jede politische Partei, die einen Präsidentschaftskandidaten stellt, ihre eigene Gruppe an Wahlleuten pro Bundesstaat, entsprechend der dem Bundesstaat zustehenden Anzahl. Der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereint, erhält alle Wahlleute seiner Gruppe, während die anderen Kandidaten leer ausgehen. Das zweite bis heute gebräuchliche System bestimmt einen Wahlmann für jeden Wahlkreis des Repräsentantenhauses, zwei weitere werden staatsweit gewählt. Dieses System wird seit 1972 in Maine und seit 1996 in Nebraska angewandt und führte bei der Präsidentschaftswahl 2008 dazu, dass Nebraska vier Wahlleute für John McCain und einen für Barack Obama wählte. In Maine kam es bei der Präsidentschaftswahl 2016 zur Aufteilung der Stimmen unter den Wahlleuten: Hillary Clinton erhielt drei Stimmen – eine für den 1. Kongressbezirk und die beiden „At-large“-Wahlleute –, und Donald Trump erhielt eine Stimme für den 2. Kongressdistrikt.[4] Bei der Präsidentschaftswahl 2020 kam es erstmals zu einer „geteilten“ Verteilung der Wahlleute in beiden Bundesstaaten: Während Donald Trump erneut den 2. Kongresswahlbezirk Maines gewann, im 1. Bezirk und staatsweit aber Joe Biden unterlag, gewann letzterer den 2. Wahlkreis in Nebraska (Trump siegte staatsweit und in den anderen beiden Wahlbezirken).

Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten

Die Wahlleute treffen sich am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember in den Hauptstädten ihrer jeweiligen Bundesstaaten bzw. im Bundesdistrikt. Entsprechend tritt das Electoral College nie an einem einzigen Ort als ein gemeinsames Gremium zusammen. Die Wahlleute stimmen in zwei unverbundenen Wahlen für einen Präsidentschaftsbewerber und für einen Vizepräsidenten.

In 24 Bundesstaaten (Stand 2016) sind die Wahlleute frei in ihrer Entscheidung für einen Kandidaten, könnten also auch entgegen dem Wählerwunsch abstimmen. In 26 Bundesstaaten und Washington, D.C. sind die Wahlleute indes per Gesetz[5] – und zusätzlich oft per Gelöbnis an den Staat oder ihre Partei – dazu verpflichtet, nur für einen bestimmten Kandidaten abzustimmen; in Virginia könnte der Gesetzestext allerdings auch als Empfehlung (nicht als Gebot) gelesen werden.[6] In der Praxis werden in jedem Staat nur die Unterstützer eines Präsidentschaftskandidaten als Wahlleute bestimmt. Wahlleute, die entgegen dem Willen ihrer Wähler abstimmen, werden als faithless electors bezeichnet.

Die Ergebnisse werden in jeder der 51 Teilgruppen des Electoral College ausgezählt, bekannt gemacht und in einer Urkunde dokumentiert. Diese wird versiegelt und unter anderem dem amtierenden Vizepräsidenten in seinem offiziellen Amt als Präsident des Senats übersandt.

Feststellung des Wahlergebnisses auf Bundesebene

Die Ergebnisse in den 50 Staaten und im Bundesdistrikt werden durch den Kongress im Januar festgestellt und zu einem Gesamtergebnis addiert.[7] Präsident und Vizepräsident werden die Kandidaten, die jeweils die absolute Mehrheit der Wahlleutestimmen auf sich vereinigen.

Regelungen bei erfolgloser Wahl

Wenn kein Präsidentschaftskandidat die absolute Mehrheit erhält, muss das neue Repräsentantenhaus einen Präsidenten wählen. Wenn kein Vizepräsidentschaftskandidat die absolute Mehrheit erhält, so wird der neue Vizepräsident durch den Senat bestimmt.

Kritik am Electoral College

Das Electoral College wird aus verschiedenen Gründen kritisiert. Häufig geht die Kritik über die bloße Kritik am Electoral College hinaus und zielt auf eine kritische Gesamtbetrachtung des Wahlsystems. Auch wenn einige der vorgebrachten Kritikpunkte auch in einem zweistufigen Wahlsystem unter Beibehaltung des Electoral College durch Anpassungen des Wahlrechts beseitigt werden könnten, gibt es immer wieder Forderungen, das Electoral College insgesamt abzuschaffen und ein Direktwahlsystem einzuführen.

Kritik am mehrstufigen Wahlsystem

Unterstützung und Ablehnung einer Direktwahl des Präsidenten, Umfrage aus dem Jahr 2007[8]

Umfragen, die bis in das Jahr 1944 zurückreichen, zeigen, dass eine beständige Mehrheit der Amerikaner die Idee der Direktwahl des Präsidenten befürwortet.[9] Kritiker führen beispielsweise an, dass das zweistufige Wahlsystem den Wählern nicht immer verständlich sei und diese häufig fälschlicherweise davon ausgingen, am Wahltag direkt für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen. Weiter könnte angeführt werden, dass es durch das zweistufige Wahlsystem den faithless electors möglich werde, den Wählerwillen zu verfälschen, indem sie anders als von den Wählern antizipiert stimmten (siehe dazu Unterkapitel). Während in der Gründungsphase der Vereinigten Staaten aufgrund der Größe des Landes und der im Vergleich zu heute unterentwickelten Kommunikationstechnik möglicherweise die besser informierten Wahlleute eine begründetere Wahlentscheidung als die breite Bevölkerung treffen konnten, führen Kritiker an, dass dies heute nicht mehr nötig sei, da die Kandidaten über die modernen Massenmedien und besseren Reisemöglichkeiten die Wähler direkt ansprechen könnten.

Befürworter des mehrstufigen Wahlsystems führen an, dass das Electoral College zwischen dem nationalen Wahltag und dem Zusammentritt des Electoral College auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren könne. Die Wahlleute könnten zum Beispiel im Fall des Todes eines Kandidaten in diesem Zeitraum einen geeigneten Ersatzkandidaten bestimmen. Da durch das Electoral College ohnehin das Prinzip eines mehrstufiges Wahlsystem etabliert ist, kann der Kongress beim Ausbleiben absoluter Mehrheiten in weiteren Wahlgängen einen Präsidenten und/oder Vizepräsidenten bestimmen (siehe oben), ohne dass die Wahl insgesamt erneut durchgeführt werden müsste und ohne dass dies einen Systembruch im Wahlsystem bedeutete. Im Übrigen habe das System von 51 zunächst unverbundenen Wahlen den Vorteil, dass jedem Staat damit die Möglichkeit gegeben sei, das Wahlrecht weitgehend nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Das Problem der faithless electors

Ein Wahlmann, der entgegen dem Wählerwunsch abstimmt, wird als faithless elector (deutsch: „treuloser Wahlmann“) bezeichnet. Von Ausnahmefällen abgesehen gab es bei den meisten Präsidentenwahlen nur einzelne Wahlleute, die nicht für die vorgesehenen Kandidaten stimmten. Die Wahl 1796 war die einzige, bei der das Ergebnis durch faithless electors beeinflusst wurde. Insgesamt gab es bis zur Wahl 2020 156 Fälle von faithless electors, die auch gesetzlich gültig waren.[10] Einige Staaten haben die Wahlmänner gesetzlich verpflichtet, wie vor der Wahl angekündigt, zu stimmen; in anderen Staaten gilt das Verhalten der treulosen Wahlleute als legal.

Kritiker des Electoral College bemängeln, dass es so theoretisch den eigentlichen Wählerwillen der breiten Bevölkerung missachten könne. Neben dem Mehrheitsprinzip und der ungleichen Wählerrepräsentation sei dies ein weiterer Faktor, der das Ergebnis des popular vote konterkarieren könne. Diesem Argument wird entgegnet, dass – wenn man die Aufgabe der Wahlleute ernst nehme – diesen ein freies Mandat zugestehen müsse, so dass die Wahlleute eigenverantwortlich bei unvorhergesehenen Ereignissen ihre Stimme anpassen könnten.

Kritik an der Zusammensetzung des Electoral College

Anzahl der Einwohner pro Wahlmann (Stand 2012)

Die Wahlleute repräsentieren je nach Staat unterschiedlich viele Wahlberechtigte (und auch Einwohner). Dies ist neben weiteren Faktoren maßgeblich darauf zurückführen, dass die Anzahl der Elektoren der kleineren Staaten zum großen Anteil nicht durch die grob der Bevölkerungsgröße entsprechende Zahl der Repräsentanten im Kongress bestimmt, sondern zu großem Anteil von der Anzahl ihrer Senatoren beeinflusst wird. Weil jeder Staat unabhängig von seiner Größe zwei Senatoren hat, sind bevölkerungsärmere Staaten in dieser Hinsicht überrepräsentiert. So repräsentieren beispielsweise die drei Wahlleute von Wyoming je 187.875 Einwohner, die 18 Wahlleute von Ohio je 640.917 Einwohner und die 55 Wahlleute von Kalifornien je 677.345 Einwohner (Einwohnerzahlen von 2010). Dies führt zu einer Benachteiligung der Stimmberechtigten einwohnerreicher Staaten. Kritiker sehen darin das demokratische Prinzip der Wahlgleichheit verletzt.

Befürworter dieser Zusammensetzung argumentieren, dass die Zusammensetzung den föderalen Charakter der Vereinigten Staaten widerspiegele. Analog zur Zusammensetzung des Senats, der großen und kleinen Staaten ein gleich großes Stimmgewicht einräumt, sollen die kleineren Staaten geschützt werden, weil ansonsten wenige große Bundesstaaten die kleineren Bundesstaaten leicht überstimmen könnten. Werde die Zusammensetzung des Electoral College nur anhand der Bevölkerungsgröße bestimmt, könnten die Interessen der Wähler aus kleinen – oft auch ländlichen – Staaten und ihre Ansprache durch die Bewerber im Wahlkampf kaum eine Rolle spielen. Im Übrigen spielen so Unterschiede in der Wahlbeteiligung relativ zu anderen Staaten, die nicht nur durch politische Gründe, sondern zum Beispiel durch „natürliche“ Gründe wie die Bevölkerungsdichte, Geographie oder Klima begründet werden, keine Rolle: Unabhängig von der Wahlbeteiligung erhält der Staat die vorher festgelegte Anzahl an Wahlleuten. Im Übrigen sei das Prinzip der Wahlgleichheit nicht verletzt, weil die Stimme jedes Wählers innerhalb eines Staates gleiches Stimmgewicht habe.

Kritik am Mehrheitswahlsystem auf Staatenebene

Die 5 Wochen vor der Wahl 2004: links die Zahl der Kandidaten-Besuche pro Staat; rechts die Kandidaten-Ausgaben für TV-Werbung in Millionen US-Dollar

Kritiker am System des einfachen Mehrheitswahlrechts und der konsequent umgesetzten Konkurrenzdemokratie im „Winner-take-all“-Prinzip in den meisten der 51 Abstimmungsgebiete beklagen, dass sich der Wahlkampf hauptsächlich auf die Swing States (die Staaten ohne klare Mehrheitsverhältnisse) konzentriere und damit die Anliegen der Wähler in diesen Bundesstaaten bevorzugt würden. Beispielsweise versprachen im Wahlkampf 2008 sowohl Barack Obama als auch John McCain, neue Weltraumflüge durchzuführen (ohne die Pläne aber zu konkretisieren oder Kontakt mit Experten gesucht zu haben): Im Swing State Florida stellt die NASA mehrere zehntausend Arbeitsplätze.

Befürworter des „Winner-take-all“-Prinzip führen dagegen an, dass so stabile Zwei-Parteiensysteme begünstigt würden. Die Einführung eines Verhältniswahlrechts könne dazu führen, dass schon eine auf viele Staaten verteilte, womöglich relativ schwache relative Mehrheit ausreiche, um die Wahlen zu gewinnen. In den Vereinigten Staaten, in denen traditionell genau zwei Parteien eine Rolle spielen, und die Wahl zum Präsidenten die absolute Mehrheit der Wahlleute erfordert, erzeugt die Vorstellung von mehr als zwei wichtigen Parteien und schwachen relativen Mehrheiten Sorgen vor politischer Destabilisierung.[11] Ferner wird argumentiert, dass das Werben mit politisch-ideologischen Extrempositionen (von möglicherweise extremistischen Kandidaten) im Wahlkampf wenig aussichtsreich erscheine, da der Wahlkampf vorrangig um die Stimmen der Wechselwähler in Swing States geführt werde, die selten politische Extrempositionen verträten, sondern eher die „politische Mitte“ verkörperten, die empfänglich für die in der politischen Debatte vorgebrachten differenzierten, sachbezogenen und vernünftigen Argumente sei.

Ein weiterer Kritikpunkt ist in diesem Zusammenhang, dass die Stimmen der Wähler, die für unterlegene Kandidaten in ihrem Staat bzw. im Bundesdistrikt stimmten, auf das bundesweite Ergebnis keinen Einfluss hätten, auch wenn diese einen beträchtlichen Anteil ausmachten (im Extremfall Kalifornien bedeutete es 2004 zum Beispiel, dass in diesem Bundesstaat 4,5 Millionen Wähler für George W. Bush keine Auswirkungen auf das bundesweite Endergebnis hatten; allein in Florida waren dagegen gleichermaßen fast 3,5 Millionen Stimmen für John Kerry betroffen, weil der jeweils andere den Staat gewonnen hatte und damit restlos alle Wahlleute für das Electoral College bekam). Gegenkritiker wenden ein, dass bei der Wahl von Amtsträgern, für die pro Amt naturgemäß immer nur eine Person gewählt werden könne, auch bei einer bundesweiten Direktwahl die Stimmen der Wähler, die andere Kandidaten gewählt hätten, letztlich im Ergebnis nicht berücksichtigt werden könnten.

Kritik an der Kombination von Mehrheitswahlsystem und Zusammensetzung

Durch die Kombination Mehrheitswahlrecht auf Ebene der Bundesstaaten und die nicht repräsentative Zusammensetzung des Electoral College verstärken sich einige der bereits oben angeführten Effekte. Insbesondere Wählergruppen in bevölkerungsreichen und daher im Electoral College unterrepräsentierten Bundesstaaten, die nicht zu den Swing States zählen, werden im Wahlkampf nicht in einer Weise umworben, wie es ihrer eigentlichen bevölkerungsmäßigen Bedeutung entsprechen würde.

Besonders auffällige Folge der Kombination dieser beiden Prinzipien sind Extremfälle, in denen der Präsidentschaftskandidat, der landesweit die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereint (Mehrheit des popular vote), die Wahl dennoch verliert, weil sein Konkurrent eine Mehrheit der Wahlleute erringt. Das trat in der Geschichte der Vereinigten Staaten fünfmal ein. In neuerer Geschichte betraf dies die Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2000 und 2016, in denen die Republikaner George W. Bush und Donald Trump jeweils die Mehrheit der Wahlleute errangen, ohne den popular vote für sich entscheiden zu können.

Um dies als Kritik am Wahlsystem anzuführen, ist aber zu berücksichtigen, dass die landesweite Stimmenmehrheit (die theoretische „Volkswahlmehrheit“) in einer einzigen nicht auf Ebene der Bundesstaaten organisierten Direktwahl anders ausfallen könnte. Auffällig ist nämlich, dass die Wahlbeteiligung in Staaten, in denen eine Partei laut Prognosen weit in Führung liegt, meist wesentlich niedriger ausfällt als in umkämpften Staaten. Außerdem ist die Wahlkampftaktik der Präsidentschaftsanwärter auf ebenjenes Wahlsystem und nicht auf eine Volkswahl ausgelegt. Obwohl die neuere Geschichte nahe legt, dass das System der Wahlleute aktuell republikanische Kandidaten bevorzuge, ist dies wahrscheinlich nicht der Fall. Bei den drei nicht genannten Wahlen seit 2000 hätte das System bei nur ungleich knapperem Ausgang möglicherweise den demokratischen Kandidaten bevorzugt.[12]

Alternativvorschläge

Status des National Popular Vote Interstate Compact im Mai 2011, untere Karte: proportionale Darstellung (isodemografische Karte) der Bundesstaaten entsprechend ihrem Stimmgewicht im Electoral College (1 Kästchen = 1 Stimme):
  • Gesetzesinitiative umgesetzt
  • Gesetzesinitiative in Diskussion, bisher nicht rechtskräftig
  • Gesetzesinitiative gescheitert
  • Trotz der Kritik am Electoral College sind die Aussichten auf eine Änderung gering. Das bezirksbasierte Wahlrecht, eine Sonderform des Verhältniswahlrechts auf Ebene der Bundesstaaten, wurde bisher nur in Maine und Nebraska eingeführt; in Colorado wurde beispielsweise ein Änderungsentwurf des Gesetzes zu den Wahlleuten im Jahr 2004 von den Bürgern abgelehnt. In Nebraska und Maine wird in jedem Kongressbezirk ein Wahlmann bestimmt, zwei weitere werden staatsweit gewählt. Dadurch können die Wahlmännerstimmen auch aufgeteilt werden. Dies geschah erstmals bei der Wahl 2008 – Nebraska teilte vier Wahlmänner John McCain und einen Barack Obama zu.

    Ein Problem liegt darin, dass das „Winner-take-all“-Prinzip die Bedeutung umkämpfter Staaten für die Kandidaten erhöht, sodass es unwahrscheinlich erscheint, dass einzelne Staaten dieses System abschaffen, während es in anderen in Kraft bleibt. Ein anderes Problem ist, dass eine Änderung der Vergabe der Wahlleute in einem Bundesstaat oft eine Partei klar bevorzugt. Die Verfassung gibt aber ausdrücklich den Einzelstaaten das Recht, über den Wahlmodus zu entscheiden. Ein Verfassungszusatz könnte dies ändern, aber auch er müsste von einer Dreiviertelmehrheit der Bundesstaaten gebilligt werden.

    Der National Popular Vote Interstate Compact bietet eine Alternative ohne Verfassungsänderung: Die einzelnen Bundesstaaten verabschieden Gesetze, die ihre jeweiligen Wahlleute verpflichten, für den Kandidaten zu stimmen, der landesweit die meisten Stimmen erhält. Der Knackpunkt ist, dass die Bundesstaaten diese Regelung an die Bedingung knüpfen, dass mindestens 270 Wahlleute (also die absolute Mehrheit) ebenfalls an die Regelung gebunden sind. De facto würde damit das System der Wahlleute von einem Mehrheitswahlrecht abgelöst, aber es bedürfte weder einer Verfassungsänderung noch – zumindest je nach Größe der zustimmenden Bundesstaaten – der Zustimmung von drei Vierteln der Bundesstaaten.[13] Maryland wurde im Jahr 2007 der erste Bundesstaat, der ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hat.[11] Bereits zehn weitere Staaten, darunter Kalifornien als Staat mit den meisten Wahlleuten sowie der Bundesdistrikt, haben ähnliche Gesetze erlassen, in anderen Bundesstaaten laufen weitere Gesetzgebungsverfahren. Damit sind bereits 165 Wahlleute bzw. etwa 61 Prozent der benötigten 270 Wahlleute verpflichtet, den Kandidaten mit den meisten Stimmen zu wählen – vorausgesetzt, die anderen Staaten ziehen nach.[14][15]

    Verteilung der Wahlleute

    Anhand der Zensusdaten im Zeitraum zwischen 2012 und 2020 ergibt sich folgende Zusammensetzung des Electoral College:

    BundesstaatWahlleute[16]Einwohner pro ElektorKlausel Verhältniswahlrecht1Gewinner der Präsidentenwahl 2020
    in diesem Bundesstaat[17]
    Alabama9531.082neinRepublikaner
    Alaska3236.744neinRepublikaner
    Arizona11581.092neinDemokraten
    Arkansas6485.986neinRepublikaner
    Colorado9558.800neinDemokraten
    Connecticut7510.585neinDemokraten
    Delaware3299.311neinDemokraten
    Florida29648.321neinRepublikaner
    Georgia16605.478neinDemokraten
    Hawaii4340.075jaDemokraten
    Idaho4391.896neinRepublikaner
    Illinois20641.532jaDemokraten
    Indiana11589.437neinRepublikaner
    Iowa6507.726neinRepublikaner
    Kalifornien55677.345jaDemokraten
    Kansas6475.520neinRepublikaner
    Kentucky8542.421neinRepublikaner
    Louisiana8566.672neinRepublikaner
    Maine4332.090nein3 Demokraten, 1 Republikaner
    Maryland10577.355jaDemokraten
    Massachusetts11595.239jaDemokraten
    Michigan16617.728neinDemokraten
    Minnesota10530.393neinDemokraten
    Mississippi6494.550neinRepublikaner
    Missouri10598.893neinRepublikaner
    Montana3329.805neinRepublikaner
    Nebraska5365.268nein1 Demokraten, 4 Republikaner
    Nevada6450.092neinDemokraten
    New Hampshire4329.118neinDemokraten
    New Jersey14627.992jaDemokraten
    New Mexico5411.836jaDemokraten
    New York29668.210neinDemokraten
    North Carolina15635.699neinRepublikaner
    North Dakota3224.197neinRepublikaner
    Ohio18640.917neinRepublikaner
    Oklahoma7535.907neinRepublikaner
    Oregon7547.296neinDemokraten
    Pennsylvania20635.119neinDemokraten
    Rhode Island4263.142neinDemokraten
    South Carolina9513.929neinRepublikaner
    South Dakota3271.393neinRepublikaner
    Tennessee11576.919neinRepublikaner
    Texas38661.725neinRepublikaner
    Utah6460.648neinRepublikaner
    Vermont3208.580jaDemokraten
    Virginia13615.463neinDemokraten
    Washington12560.378jaDemokraten
    Washington, D.C.32200.574jaDemokraten
    West Virginia5370.599neinRepublikaner
    Wisconsin10568.699neinDemokraten
    Wyoming3187.875neinRepublikaner
    Vereinigte Staaten538573.876StaatenregelungDemokraten
    1 Gemeint ist eine gesetzliche Regelung im Sinne des National Popular Vote Interstate Compact.
    2 Der 1961 ratifizierte 23. Zusatzartikel der Verfassung hat Washington, D.C. (das ein Bundesdistrikt ist, kein Bundesstaat) drei Wahlleute zugestanden.

    Entwicklung der Wahlleute in den Bundesstaaten

    Der folgenden Tabelle kann man entnehmen, welcher Bundesstaat in welchem Wahljahr wie viele Wahlleute hatte.[18] Grau unterlegte Zellen mit Strich bedeuten, dass diese Bundesstaaten in diesem Wahljahr noch keine Wahlleute stellen durften, weil sie entweder als Territorien galten oder noch gar nicht den Vereinigten Staaten angehörten. Grau unterlegte Zellen mit 0 bedeuten, dass die jeweiligen Bundesstaaten wegen des Sezessionskriegs keine Wahlleute stellten.

    Anzahl der Wahlleute nach Staat und Jahr
    Wahljahr1788–18001804–19001904–20002004–
    '88'92'96
    '00
    '04
    '08
    '12'16'20'24
    '28
    '32'36
    '40
    '44'48'52
    '56
    '60'64'68'72'76
    '80
    '84
    '88
    '92'96
    '00
    '04'08'12
    '16
    '20
    '24
    '28
    '32
    '36
    '40
    '44
    '48
    '52
    '56
    '60'64
    '68
    '72
    '76
    '80
    '84
    '88
    '92
    '96
    '00
    '04
    '08
    '12
    '16
    '20
    #Total81135138176218221235261288294275290296303234294366369401444447476483531537538
    State
    22Alabama------------35779999081010101111111112111111111099999
    49Alaska------------------------------------------------------3333333
    48Arizona----------------------------------------------3344456781011
    25Arkansas------------------3334405667889999988666666
    38Colorado----------------------------------33445566666678899
    5Connecticut7999999888666666666667778888888877
    --D.C.--------------------------------------------------------333333
    1Delaware3333444333333333333333333333333333
    27Florida----------------------3330344444556781010141721252729
    4Georgia5446888911111010101009111112131313131412121212121212131516
    50Hawaii------------------------------------------------------3444444
    43Idaho--------------------------------------333344444444444
    21Illinois------------33559911111616212122242427272929282727262624222120
    19Indiana----------33599121213131313151515151515151514131313131312121111
    29Iowa----------------------44488111113131313131311101010988776
    31Kalifornien------------------------44556689910101322253232404547545555
    34Kansas----------------------------3355910101010109888777666
    15Kentucky--448121212141515121212121111121213131313131311111010999888
    18Louisiana--------33355566660788888991010101010101010998
    23Maine------------991010998877776666665555444444
    7Maryland8101011111111111010888877888888888899101010101010
    6Massachusetts10161619222215151414121213131212131314151516161817161616141413121211
    26Michigan------------------3556688111113141414141519192020212120181716
    32Minnesota--------------------------4445579911111211111111101010101010
    20Mississippi------------3344667700889991010109988777766
    24Missouri------------334477991111151516171718181815151313121211111110
    41Montana--------------------------------------333344444444333
    37Nebraska------------------------------3335888887666555555
    36Nevada----------------------------33333333333333334456
    9New Hampshire5667888877665555554444444444444444
    3New Jersey6778888888777777999101012121416161616171716151514
    47New Mexico----------------------------------------------33444445555
    11New York8121219292929364242363635353333353536363639394547474545434136333129
    12North Carolina--1212141515151515151111101009101011111112121213141414131313141515
    39North Dakota--------------------------------------334454444433333
    17Ohio------3888162121232323232121222223232323232426252525262523212018
    46Oklahoma--------------------------------------------710111088888877
    33Oregon--------------------------333333444455666667777
    2Pennsylvania10151520252525283030262627272626292930323234343836353232292725232120
    13Rhode Island--444444444444444444444454444444444
    8South Carolina78810111111111111998806779999998888888889
    40South Dakota--------------------------------------444454444443333
    16Tennessee----3588811151513131212010121212121212121211121111111011111111
    28Texas----------------------444008813151518182023232424252629323438
    45Utah----------------------------------------33344444445556
    14Vermont--446888777665555554444443333333333
    10Virginia122121242525252423231717151500111112121212121211111212121212131313
    42Washington--------------------------------------4455788999910111112
    35West Virginia----------------------------55556667788888766555
    30Wisconsin----------------------45588101011121213131312121212121111111010
    44Wyoming--------------------------------------333333333333333
    #Total81135138176218221235261288294275290296303234294366369401444447476483531537538

    Literatur

    • Jesse Wegman: Let the People Pick the President: The Case for Abolishing the Electoral College. St. Martin’s Press, New York 2020, ISBN 978-1-250-22197-1.

    Weblinks

    Belege

    1. Hartmut Wasser, Michael Eilfort: Politische Parteien und Wahlen. In: Peter Lösche, Hans Dietrich von Loeffelholz (Hrsg.): Länderbericht USA. Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur. 4. Auflage. Band 401. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2004, ISBN 3-89331-485-7, S. 319–352, hier S. 344 f..
    2. Söhnke Schreyer: Wahlsystem und Wählerverhalten. In: Wolfgang Jäger, Christoph M. Haas, Wolfgang Welz (Hrsg.): Regierungssystem der USA (= Arno Mohr [Hrsg.]: Lehr- und Handbücher der Politikwissenschaft). 3. Auflage. De Gruyter Oldenbourg, München/Wien 2007, ISBN 3-486-58438-3, S. 265–288, hier S. 268 f.
    3. Wie geht es nach der Wahl weiter? In: Zeit Online. 7. November 2020, abgerufen am 14. Dezember 2020.
    4. Maine Election Results 2016. In: New York Times. 10. Februar 2017, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    5. Cornelia Karin Hendrich: Welchen Spielraum haben die Wahlmänner? Sieger Donald Trump. In: Welt Online. 10. November 2016, abgerufen am 18. Dezember 2020.
    6. Electoral College. About the electors. U.S. National Archives and Records Administration, 26. August 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch, inbes. Abschnitt „Are there restrictions on who the electors can vote for?“).
    7. §15. Counting electoral votes in Congress. In: United States Code. Office of the Law Revision Counsel of the United States House of Representatives, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch, United States Code. Titel 3 - The President. Kapitel 1 - Presidential elections and vacancies. §15 - Counting electoral votes in Congress [3 USC 15]).
    8. Survey of Political Independents. (PDF; 81 kB) In: The Washington Post. 2007, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    9. Americans Have Historically Favored Changing Way Presidents are Elected. Historical polling data show majority favored abolishing Electoral College system more than 50 years ago. Gallup News Service, 10. November 2000, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    10. Russell Wheeler: Can the Electoral College be subverted by “faithless electors”? Brookings Institution, 21. Oktober 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    11. a b Bill Schneider: Dropping out of the electoral college. In: CNN. 10. April 2007, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    12. Nate Silver: Will The Electoral College Doom The Democrats Again. In: FiveThirtyEight. ABC News Internet Ventures, 14. November 2016, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    13. Joel Connelly: Electoral College is past its prime. In: Seattlepi.com. 22. März 2011, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch, ursprünglich erschienen als Seattle Post-Intelligencer Kolumne; mit einer IP-Adresse aus der EU nicht abrufbar).
    14. National Popular Vote. National Popular Vote Inc., November 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    15. Tom Curry: Is it time to scrap the Electoral College? In: NBC News. MSNBC, 21. November 2008, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    16. 2010 Census. In: Census.gov. United States Census Bureau, abgerufen am 18. Dezember 2020 (englisch).
    17. Cook Political Report. cookpolitical.com; abgerufen am 13. Dezember 2020.
    18. Presidential Elections 1789–2000

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    Electoral College 2012.svg
    خارطة المجمع الانتخابي الخاص بِانتخابات الرئاسة الأمريكيَّة لِسنة 2012. 2016 and 2020 United States presidential elections, using apportionment data released by the US Census Bureau.
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    Antworten Auf die Frage: "Wären Sie bei zukünftigen Präsidentschaftswahlen für oder gegen ein Wahlsystem, bei dem der Präsident in direkter landesweiter Wahl, anstelle der bisherigen Wahl durch das Wahlkollegium gewählt wird?". Daten nach der Washington Post-Kaiser Family Foundation-Harvard University Survey of Political Independents, durchgeführt Mai bis Juni 2007 (PDF).
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    2004CampaignAttention.png

    These maps show the amount of attention the Bush and Kerry campaigns (considered together) gave to each state during the final five weeks of the 2004 election:

    At left, each waving hand represents a visit from a presidential or vice-presidential candidate during the final five weeks of the election. (Candidates' visits to their own home states are not counted.)

    At right, each dollar sign represents one million dollars spent on TV advertising by the campaigns during the same time period.

    Data from FairVote's report, "Who Picks the President?"