Dreiband-Europameisterschaft 1989

47. Dreiband-Europameisterschaft 1989
Der Sieger: Lennart Blomdahl
Turnierdaten
Turnierart:Europa Europameisterschaft Europa
Turnierformat:Round Robin
Ausrichter:CEB / DBB
Turnierdetails
Austragungsort:Festhalle Viersen,
Viersen Deutschland Deutschland[1][2]
Eröffnung:16. März 1989
Endspiel:19. März 1989
Teilnehmer:20
Titelverteidiger:SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl
Sieger:SchwedenSchweden Lennart Blomdahl
2. Finalist:FrankreichFrankreich Richard Bitalis
3. Platz:SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl
Preisgeld:Amateur-Europameisterschaft
Rekorde
Bester GD:1,324 FrankreichFrankreich Richard Bitalis
Bester ED:1,750 FrankreichFrankreich Richard Bitalis
Höchstserie (HS):00120FrankreichFrankreich Richard Bitalis
Spielstätte auf der Karte
Veranstaltungsort
Festhalle Viersen
19881990
Logo CEB (ausrichtender Verband)
Veranstaltungsort: Viersen

Die Dreiband-Europameisterschaft 1989 war das 47. Turnier in dieser Disziplin des Karambolagebillards und fand vom 16. bis 19. März 1989 in Viersen statt. Es war die sechste Dreiband-EM in Deutschland.

Geschichte

Erstmals in der 57-jährigen Geschichte der Dreiband-EM standen Vater und Sohn am Ende des Turniers auf dem Siegerpodest. Sensationell gewann Lennart Blomdahl den Titel. In der Vorrunde wurde er nur durch das bessere Satzverhältnis Zweiter. Ab dem Viertelfinale spielte er dann aber sehr stark und wurde verdient Europameister. Der Franzose Richard Bitalis wurde am Ende trotz aller Turnierbestleistungen nur Zweiter. Der große Favorit Torbjörn Blomdahl sicherte sich den dritten Platz. Der deutsche Profi Dieter Müller verlor im Viertelfinale knapp im fünften Satz mit 12:15 gegen Torbjörn Blomdahl und wurde Fünfter. Franz Stenzel aus Österreich schied nach Gruppensieg im Viertelfinale glatt mit 0:3 Sätzen gegen den Belgier Paul Stroobants aus. Der zweite deutsche Teilnehmer Günter Siebert belegte den enttäuschenden 15. Platz.

Modus

Gespielt wurde in der Vorrunde im System „Jeder gegen Jeden“ auf zwei Gewinnsätze à 15 Punkte. Die beiden Gruppenersten qualifizierten sich für das Viertelfinale. Ab dem Viertelfinale wurde auf drei Gewinnsätze à 15 Punkte gespielt. Die Verlierer der KO-Spiele spielten die Plätze drei bis acht aus.

Gruppenphase

Legende
MPMatch Points (Sieger = 2; Unentschieden = 1; Verlierer = 0)
Pkte.Erzielte Karambolagen
Aufn.Benötigte Versuche
GDGeneraldurchschnitt
BEDBester Einzeldurchschnitt eines Spielers
HSHöchstserie
Bester GD des Turniers
Bester ED des Turniers
Beste HS des Turniers
1. Platz (Gold)
2. Platz (Silber)
3. Platz (Bronze)
Abschlusstabelle Gruppe A[1][2]
PlatzNameMPSVPkteAufn.GDBEDBSDHS
1SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl6:211:52171731,2541,5512,5007
2Belgien Raymond Steylaerts6:210:52042110,9661,1892,5008
3SpanienSpanien José Carrillo4:48:71701880,9041,1111,8756
4Luxemburg Fonsy Grethen2:64:91311560,8390,9181,8758
5Schweiz Jan Niederlander2:63:101512070,7290,7771,1538
Gruppendurchschnitt: 0,933
Abschlusstabelle Gruppe B[1][2]
PlatzNameMPSVPkteAufn.GDBEDBSDHS
1Danemark Karsten Lieberkind8:012:42181961,1121,5121,8757
2Belgien Paul Stroobants6:210:51831801,0161,2501,6668
3ItalienItalien Marco Zanetti4:48:92002150,9300,9632,1429
4Portugal Manuel Fradinho2:67:91831850,9891,3232,1428
5Tschechien Zoltan Kovaç0:81:121231650,7451,0719
Gruppendurchschnitt: 0,963
Abschlusstabelle Gruppe C[1][2]
PlatzNameMPSVPkteAufn.GDBEDBSDHS
1OsterreichÖsterreich Franz Stenzel8:012:32061731,1901,4062,5008
2SchwedenSchweden Lennart Blomdahl4:49:82182240,9731,2293,0007
3Portugal Jorge Theriaga4:47:71581760,8971,0971,3636
4Deutschland Günter Siebert2:66:111842340,7860,8001,5007
5Agypten Mohsen Fouda2:64:91461760,8290,8651,3637
Gruppendurchschnitt: 0,927
Abschlusstabelle Gruppe D[1][2]
PlatzNameMPSVPkteAufn.GDBEDBSDHS
1FrankreichFrankreich Richard Bitalis8:012:32051401,4641,7503,7508
2Deutschland Dieter Müller6:210:72162061,0481,2582,1429
3Danemark Danny Korte4:47:71581810,8721,0461,1536
4NiederlandeNiederlande Rini van Bracht2:66:101591750,9651,2292,5007
5Griechenland George Sakkas0:84:121421930,7451,1538
Gruppendurchschnitt: 0,983

Endrunde

[2][1]

Viertelfinale
3 Gewinnsätze à 15 Punkte
Halbfinale
3 Gewinnsätze à 15 Punkte
Finale
3 Gewinnsätze à 15 Punkte
                      
MPSPGDBSDHS  
 SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl 2 3 1,340 2,500 4  
MPSPGDBSDHS
 Deutschland Dieter Müller 0 2 1,120 2,142 6 
 SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl 0 2 1,017 1,250 7  
MPSPGDBSDHS
   FrankreichFrankreich Richard Bitalis 2 3 1,267 3,000 12 
 FrankreichFrankreich Richard Bitalis 2 3 1,153 1,875 7
MPSPGDBSDHS
 Belgien Raymond Steylaerts 0 0 0,729 – 4 
 FrankreichFrankreich Richard Bitalis 0 1 1,076 2,500 5
MPSPGDBSDHS
   SchwedenSchweden Lennart Blomdahl 2 3 1,425 1,500 4
 OsterreichÖsterreich Franz Stenzel 0 0 0,709 – 5  
MPSPGDBSDHS
 Belgien Paul Stroobants 2 3 1,406 1,500 4 
 Belgien Paul Stroobants 0 0 1,137 – 5
MPSPGDBSDHS
   SchwedenSchweden Lennart Blomdahl 2 3 1,500 2,142 7 
 Danemark Karsten Lieberkind 0 1 1,020 1,363 7
 SchwedenSchweden Lennart Blomdahl 2 3 1,340 2,500 6 

Platzierungsspiele

PlatzNameMPSVPkteAufn.GDBSDHS
Spiel um Platz 3
3SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl2:03:045361,2501,5006
4Belgien Paul Stroobants0:20:337341,0886
Spiel um Platz 5
5Deutschland Dieter Müller2:03:259610,9672,1425
6Danemark Karsten Lieberkind0:22:366601,1001,6666
Spiel um Platz 7
7OsterreichÖsterreich Franz Stenzel2:03:260670,8951,0716
8Belgien Raymond Steylaerts0:22:365670,9703,7508

Abschlusstabelle

Endklassement[1][2][3]
PlatzNameMPSVPkteAufn.GDBEDBSDHS
1SchwedenSchweden Lennart Blomdahl10:418:103773431,0991,5003,0007
2FrankreichFrankreich Richard Bitalis12:219:83632741,3241,7503,75012
3SchwedenSchweden Torbjörn Blomdahl10:419:103863151,2251,5512,5008
4Belgien Paul Stroobants8:613:102982751,0831,4061,6668
5Deutschland Dieter Müller8:415:123313171,0441,2582,1429
6Danemark Karsten Lieberkind8:415:103333041,0951,5121,8757
7OsterreichÖsterreich Franz Stenzel10:215:82882711,0621,4062,5008
8Belgien Raymond Steylaerts6:612:112963150,9421,1893,7508
9SpanienSpanien José Carrillo4:48:71701880,9041,1111,8756
10Portugal Jorge Theriaga4:47:71581760,8971,0971,3636
11Danemark Danny Korte4:47:71581810,8721,0461,1536
12ItalienItalien Marco Zanetti4:48:92002150,9300,9632,1429
13Portugal Manuel Fradinho2:67:91831850,9891,3232,1428
14NiederlandeNiederlande Rini van Bracht2:66:101591750,9651,2292,5007
15Deutschland Günter Siebert2:66:111842340,7860,8001,5007
16Luxemburg Fonsy Grethen2:64:91311560,8390,9181,8758
17Agypten Mohsen Fouda2:64:91461760,8290,8651,3637
18Schweiz Jan Niederlander2:63:101512070,7290,7771,1538
19Griechenland George Sakkas0:84:121421930,7451,1538
20Tschechien Zoltan Kovaç0:81:121231650,7451,0719
Turnierdurchschnitt: 0,983

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Rolf Kalb: Billard-Zeitung. 67. Jahrgang, Nr. 5. Oldenburg Mai 1989, S. 5–14.
  2. a b c d e f g Klaus Seifert: Billard. Band 23, Nr. 239. Wien April 1989, S. 10–13.
  3. Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 2. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 895.


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Die Europaflagge besteht aus einem Kranz aus zwölf goldenen, fünfzackigen, sich nicht berührenden Sternen auf azurblauem Hintergrund.

Sie wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und erst 1986 von der Europäischen Gemeinschaft übernommen.

Die Zahl der Sterne, zwölf, ist traditionell das Symbol der Vollkommenheit, Vollständigkeit und Einheit. Nur rein zufällig stimmte sie zwischen der Adoption der Flagge durch die EG 1986 bis zur Erweiterung 1995 mit der Zahl der Mitgliedstaaten der EG überein und blieb daher auch danach unverändert.
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Die quadratische Nationalfahne der Schweiz, in transparentem rechteckigem (2:3) Feld.
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