Dorfkirche Burkhardswalde (Müglitztal)

Dorfkirche Burkhardswalde (Müglitztal)
Innenansicht mit Altar
Orgel

Die evangelische Dorfkirche Burkhardswalde ist eine spätgotische, barock umgebaute Saalkirche im Ortsteil Burkhardswalde der Gemeinde Müglitztal im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Heidenau-Dohna-Burkhardswalde in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur

Die Dorfkirche Burkhardswalde ist eine Saalkirche mit einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor aus der Zeit um 1523. An der Nordseite ist eine Begräbniskapelle angebaut, der Nordturm wurde laut Inschrift 1752 hinzugefügt und ist mit einer Haube und Laterne abgeschlossen. Die stumpf spitzbogig schließenden Fenster sind mit nachgotischem Maßwerk versehen. Der Innenraum ist mit einer flachen Putzdecke über einer großen Voute abgeschlossen, die vermutlich von 1752 stammt. Die zweigeschossigen Emporen der Längswände sind bis in den Chor geführt; dort befindet sich auch die Patronatsloge. Eine Erneuerung des Daches erfolgte in den Jahren 2008–2009.[1]

Ausstattung

Ein qualitätvoller hölzerner Kanzelaltar mit Säulenaufbau und bekrönender Strahlenglorie mit dem Auge der Vorsehung sowie Flammenvasen und flankierenden Engelsfiguren wurde 1764 geschaffen. Die Begräbniskapelle von unregelmäßigem Grundriss ist zweijochig mit einem Rippengewölbe in Sternform auf Konsolen abgeschlossen. Eine schwere eisenbeschlagene Tür mit sechs Steckschlössern von 1640 hinter dem Altar erschließt diese Kapelle. Eine Einbaumtruhe wurde ebenfalls 1640 hergestellt.[1]

Orgel

Die Orgel ist ein Werk von Johann Daniel Ranft aus dem Jahr 1764 mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Sie wurde, nach diversen Umbauten im Jahr 1887 durch Jehmlich Orgelbau, im Jahr 1978 durch Wilhelm Rühle restauriert. Die Disposition lautet:[2]

I Hauptwerk CD–d3
Principal8′
Quinta Viola8′
Praestanta4′
Quinta3′
Octava2′
Cornet III D
Mixtur IV(113′)
II Oberwerk CD–d3
Flaute Major8′
Unda Maris (ab c0)8′1978
Principal4′
Flaute Minor4′
Octava2′
Pedal CD–d1
Subbass16′
Violonbass8′
Posaunenbass16′1978

Koppeln: II/I (Schiebekoppel), I/P

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I. Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 75.

Weblinks

Commons: Dorfkirche Burkhardswalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Website der Kirchengemeinde Heidenau-Dohna-Burkhardswalde. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  2. Informationen zur Orgel auf orgbase.nl. Abgerufen am 10. Dezember 2019.

Koordinaten: 50° 55′ 16,6″ N, 13° 51′ 33″ O

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21.04.2016 01809 Burkhardswalde (Müglitztal): Die Kirche (GMP: 50.921267,13.858845) wurde erstmals 1444 erwähnt und um 1523 zu heutiger Größe erweitert. 1752 erhielt die Kirche ihren markanten, im Grundriß quadratischen Glockenturm an der Nordseite, den man nach einem Brand durch Blitzschlag 1799 wieder aufbaute und auf 41,5 m erhöhte. Bis 1865 war sie Begräbnisstätte der Familie von Bünau auf Schloß Weesenstein. [SAM4524+4527+4529+4530.JPG]20160421010MDR.JPG(c)Blobelt
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18.04.2016 01809 Burkhardswalde (Müglitztal): Kirche (GMP: 50.921267,13.858845) 1444 ersterwähnt und um 1523 erweitert. Innen 1764 Spätbarock erneuert. Johann Daniel Ranft aus Geising schuf die Orgel. Der Prospekt ist farbig, teilweise mit Marmorierungen, gefaßt. Zweigeschossige, mit Grisaille-Malerei geschmückten Emporen. [SAM4456.JPG]20160418130DR.JPG(c)Blobelt
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18.04.2016 01809 Burkhardswalde (Müglitztal): Die Kirche (GMP: 50.921267,13.858845) wurde erstmals 1444 erwähnt und um 1523 zu heutiger Größe erweitert. Bis 1865 war sie Begräbnisstätte der Familie von Bünau auf Schloß Weesenstein. Kircheninneres 1764 umfassend Spätbarock erneuert. Johann Daniel Ranft aus Geising schuf den Kanzelaltar. Der hölzerne Ädikula-Altaraufbau mit Säulen u. Pilastern ist farbig, teilweise mit Marmorierungen, gefaßt. [SAM4443.JPG]20160418105DR.JPG(c)Blobelt