Die Armutskonferenz

Die Armutskonferenz ist ein österreichisches Netzwerk sozialer Hilfsorganisationen, die insgesamt etwa 500.000 Hilfesuchende pro Jahr beraten, betreuen und begleiten.[1]

Geschichte

Gegründet wurde die österreichische Armutskonferenz im Jahr 1995 in Salzburg in Bildungshaus Salzburg St. Virgil. Dort fand das erste österreichweite Treffen zum Thema Armut von verschiedensten zivilgesellschaftlichen Gruppen wie Wohlfahrtsverbänden, Dachverbänden von Sozialinitiativen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Gruppeninitiativen statt. Die Armutskonferenz sieht sich mit ihren Mitgliedern als eine Lobby gegenüber Behörden und Politik. Dazu werden jeweils Konferenzen organisiert, um sowohl Forschungsergebnisse als auch Maßnahmen gegen Armut allgemein darzustellen, und weiterführende Publikationen herausgegeben.[2]

Neben den einzelnen Mitgliedern gibt es auch regionale Netzwerke in den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Wien. Dem speziellen Thema Frauenarmut widmet sich die Arbeitsgruppe Frauen und Armut. Auf internationaler Ebene ist die Armutskonferenz Mitglied des European Anti Poverty Network.

Letztlich ist noch ein Wissenschaftlicher Beirat Mitglied der Konferenz.

Mitgliedsorganisationen

Die Armutskonferenz ist ein in Österreich eingetragener Verein.[3] Folgende Organisationen sind auf nationaler Ebene im Jahr 2018 Mitglieder der Armutskonferenz:[4]

Daneben sind noch zahlreiche Organisationen auf Landesebene Mitglieder der jeweiligen Landeskonferenz.[5]

Publikationen

  • Armutskonferenz, Verena Fabris, Alban Knecht, Michaela Moser u. a. (Hrsg.): Stimmen gegen Armut. Weil soziale Ungleichheit und Ausgrenzung die Demokratie gefährdet. Norderstedt 2020: ISBN 978-3-7526-9969-2.
  • Armutskonferenz, Verena Fabris, Alban Knecht, Michaela Moser u. a. (Hrsg.): Achtung. Abwertung hat System. Vom Ringen um Anerkennung, Wertschätzung und Würde. Wien 2018, ISBN 978-3-99046-395-6.
  • Martin Schenk (Redaktion): "Und raus bist Du ...!" Soziale und räumliche Ausgrenzung inmitten eine reichen Gesellschaft. Dokumentation, 4. Österreichische Armutskonferenz, 23. – 24. Oktober 2000, St. Virgil, Wien 2001.
  • Karin Küblböck u. a.: Was Reichtümer vermögen. Gewinner und VerliererInnen europäischer Wohlfahrtsstaaten. Kongress 2001 in Wien, Mandelbaum, Wien 2002, ISBN 3-85476-059-0.
  • Karin Küblböck u. a.: Was Reichtümer vermögen. Warum reiche Gesellschaften bei Pensionen, Gesundheit und Sozialem sparen. Aufsatzsammlung, 2. aktualisierte Ausgabe, Mandelbaum, Wien 2004, ISBN 3-85476-128-7.
  • Margit Appel (Redaktion): Pflicht zum Risiko? Dokumentation, 5. Österreichische Armutskonferenz, 20. – 21. März 2003, St. Virgil Salzburg, Wien 2004.
  • Josef Mauerlechner (Redaktion): Geld. Macht. Glücklich. Verteilungskämpfe, Verwirklichungschancen und Lebensqualität in Zeiten der Krise. Dokumentation, 8. Österreichische Armutskonferenz, 23. – 24. Februar 2010, St. Virgil (Salzburg), Wien 2010, ISBN 978-3-200-01842-6.
  • Eugen Bierling-Wagner (Redaktion), Was allen gehört. Commons - Neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung. Das Buch zur 9. Armutskonferenz. Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Wien 2013 ISBN 978-3-7035-1609-2.
  • Verena Fabris (Redaktion): Für eine Politik des Sozialen. Aktionsplan 2013–2018. 2014. (armutskonferenz.at)
  • Regina Amer, Karl Frank, Claudia Krizmanic, Traude Lehner, Florian Riffer, Martin Schenk, Sonja Taubinger (Redaktion): Barrieren und Lücken im öster. Gesundheitssystem. 2015. (neu.armutskonferenz.at)
  • Martina Brandstätter, Philipp Hammer, Lisa Sterzinger (Redaktion): Mit Menschenrechten gegen Armut. 2016. (armutskonferenz.at)
  • Klimasoziale Politik – Eine gerechte und emissionsfreie Gesellschaft gestalten. mit Attac Österreich und Beigewum. Bahoe Books, Wien 2021, ISBN 978-3-903290-65-5.

Weblinks

Einzelnachweise