Deutscher Fernsehfunk

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Deutscher Fernsehfunk
Senderlogo
Fernsehsender (bis 1990 staatlich)
ProgrammtypVollprogramm
Empfanganalog: Antenne
Bildauflösung(Eintrag fehlt)
Betrieb20. Dez. 1951 bis 31. Dez. 1991
SpracheDeutsch
SitzBerlin, DDR
SendeanstaltDeutscher Fernsehfunk (Fernsehen der DDR)
Liste von Fernsehsendern

Deutscher Fernsehfunk (DFF; zwischen 1972 und 1990 Fernsehen der DDR) war das staatliche Fernsehen der Deutschen Demokratischen Republik.

Geschichte

1950–1956: vom Fernsehzentrum zum DFF

Deutscher Fernsehfunk.
Ehemaliger Richtfunkturm,
rechts angrenzend
ehem. Redaktionsgebäude der AK,
genannt „Schafstall“

Wegbereiter des Fernsehens in der DDR war Hans Mahle. Unter seiner Rundfunk-Generalintendanz erfolgte am 11. Juni 1950 der erste Spatenstich für das Fernsehzentrum Berlin (FZ) in Berlin-Adlershof. Am 20. Dezember 1951 begannen die ersten Sende- und Empfangsversuche – jedoch nur für Techniker und Fachleute, weil die ersten öffentlichen Fernsehgeräte erst ab dem 29. Juli 1952 aufgestellt wurden. Ein erster kleiner Bildsender (800 W) wurde im Februar 1952 in Berlin-Mitte auf dem alten Stadthaus installiert und am 3. Juni per Richtfunk mit Adlershof verbunden. Im August 1952 wurde der Rheinländer Hermann Zilles Intendant des Fernsehzentrums. In der DDR wurden erste Fernseh-Rundfunkempfänger ab 16. November 1952 verkauft. Das im Sachsenwerk Radeberg hergestellte Gerät Leningrad kostete anfangs 3.500 DM, bei einem damaligen durchschnittlichen Monatseinkommen von rund 300 DM. Bis zur Produktions-Einstellung 1954 sind jedoch nur ca. 3.000 Geräte Leningrad in der DDR verkauft worden, die Hauptproduktion von ca. 130.600 Geräten musste als Reparations-Leistung an die Sowjetunion geliefert werden[1]. Die Flächen-Abdeckung mit Fernsehgeräten in Berlin und der DDR war also anfangs äußerst gering.

Am 21. Dezember 1952 – zu Ehren des 74. Geburtstages von Josef Stalin – startete das „öffentliche Versuchsprogramm“ mit zwei Stunden Sendezeit täglich ab 20 Uhr und dem Brandenburger Tor als Logo. Empfangsbereit waren in der DDR etwa 60 Geräte, allesamt in Berlin. Nach der Begrüßung durch Ansagerin Margit Schaumäker folgten Grußworte der Fernsehintendanz und schließlich die Aktuelle Kamera (AK) mit Sprecher Herbert Köfer. Die AK als älteste deutsche Fernseh-Nachrichtensendung blieb bis zum 14. Dezember 1990. Allerdings war die AK der frühen Jahre noch kein SED-Sprachrohr, da das Fernsehen noch kein Massenmedium und alles andere als tagesaktuell war. Bald wurden die Tagesschau und auch die AK wegen ihrer Aktualität beliebter und wirksamer als die Wochenschauen in den Kinos. Zwar sorgte die DEFA-Wochenschau Der Augenzeuge noch für objektive Information. Dies trifft auch für die Ereignisse am 17. Juni 1953, dem Tag des Arbeiteraufstands in der DDR, und die nachfolgenden Tage zu. Darauf wurde jedoch Intendant Zilles entlassen. Nachfolger wurde im Sommer 1954 Heinz Adameck und blieb dies bis zur Wende.

Um mehr Zuschauer zu erreichen, wurde das Sendernetz rasch ausgebaut. 1953 Berlin-Grünau (in den Müggelbergen), Dresden, 1955 Berlin-Mitte, Brocken, Inselsberg, Helpterberg, Marlow, Chemnitz und 1956 Berlin-Köpenick, wobei Brocken und Inselsberg auch weit nach Westdeutschland strahlten. Technik und Fernsehstudios wurden ebenfalls zügig erweitert. Im Sommer 1953 wurde das Studio I auf dem Gelände von Berlin-Adlershof eröffnet. 1955 gab es einen ersten Übertragungswagen und ein drittes Sendestudio.

1956–1972: vom DFF zum DDR-Fernsehen

(c) Bundesarchiv, Bild 183-G0301-0001-009 / CC-BY-SA 3.0
Senderlogo 1968: DDR Deutscher Fernsehfunk
Sendestunden pro Jahr

Am 2. Januar 1956 endete das offizielle Versuchsprogramm des Fernsehzentrums Berlin und am 3. Januar begann der Deutsche Fernsehfunk (DFF) sein Programm. Der Sender hieß politisch gewollt zunächst nicht Fernsehen der DDR. Der DFF wollte Fernsehen für ganz Deutschland sein. Trotz grenznaher Sender war es dem DFF aber physikalisch nicht möglich, die ganze Bundesrepublik zu versorgen, während die ARD später mit Ausnahme des Elbtalkessels, des sogenannten „Tals der Ahnungslosen“, und des Nordostens (u. a. Stralsund, Greifswald) die ganze DDR erreichte.

Ende 1958 waren über 300.000 Fernsehgeräte in der DDR angemeldet. Ab dem 7. Oktober 1958 wurde das Vormittagsprogramm eingeführt, als Programmwiederholung für Spätarbeiter. Einen Tag später folgte erstmals ein Abendgruß. Der Abendgruß vom Fernsehfunk wurde, ab 22. November 1959 im Rahmen der Sendung Unser Sandmännchen, zum Exportschlager und hat auch die Abwicklung des Senders 1991 überstanden. Heute ist der Name Fernsehfunk im Sandmann-Lied allerdings nicht mehr zu hören, da die betreffende zweite Strophe weggefallen ist.

Am 3. Oktober 1969 ging das 2. Programm des Deutschen Fernsehfunks DFF 2 aus Anlass des bevorstehenden 20. Jahrestages der Gründung der DDR als Farbprogramm erstmals auf Sendung. Damit begann beim Deutschen Fernsehfunk das Farbfernsehzeitalter. Walter Ulbricht eröffnete das Programm mit den Worten „Das zweite Fernsehprogramm ist eröffnet“.[2]

Durch das hinzugekommene zweite Programm nahm auch die Anzahl der produzierten Sendestunden zu. Gesendet wurde im Farbübertragungssystem SECAM III b, abweichend vom westdeutschen PAL-System (SECAM wurde und wird in einigen Ländern Osteuropas und Frankreich angewendet). Man verwendete jedoch den Bild-/Tonträgerabstand nach CCIR (5,5 MHz), sodass deutsche Zuschauer aus dem jeweilig anderen Teil Deutschlands den Ton empfangen konnten, jedoch nur ein Schwarzweißbild (Fernseher mit beiden Farbsystemen wurden erst in den 1970er Jahren produziert). Der in Osteuropa übliche Tonträgerabstand war 6,5 MHz nach OIRT – somit war das System der DDR weder mit dem Westen noch mit dem Osten kompatibel. Findige Techniker fanden jedoch bald Möglichkeiten, die DDR-Geräte (erstes DDR-Farbfernsehgerät und erster volltransistorisierter Farbfernseher Europas war der Color 20 später folgten Rubin und Raduga aus der UdSSR) durch Einbau von PAL-Decodern bzw. PAL/SECAM-Kombidecodern aufzurüsten. Die Module stammten aus Bastlerhänden oder später auch aus DDR-Produktion, denn hier wurden inzwischen Farbfernseher für den bundesdeutschen Markt produziert. Erst viel später (Chromat 1060, ca. 1978) wurden in der DDR auch Geräte verkauft, die sowohl SECAM als auch PAL empfangen konnten. Übertragen wurden die Farbsendungen zunächst nur auf DFF 2. Einige Jahre später wurde auch das Hauptprogramm für Farbsendungen nachgerüstet.

Jahr195519601965197019751980198519881989
Sendestunden/Jahr786300737746.0286.8517.7048.2659.1948.900
Durchschn. Sendestunden/Woche155873116132148159177171

1972–1989: Fernsehen der DDR

Wimpel des Fernsehens der DDR zu den Olympischen Spielen in Montreal (17. Juli – 1. August 1976)

Am 11. Februar 1972 wurde der DFF umbenannt und hieß fortan Fernsehen der DDR. Der alte Name überdauerte lediglich in Abspännen, bei Zitaten und beim Sandmännchen im Abendgruß vom Fernsehfunk.

Als erste Farbregie war 1969 die sogenannte Hauptregie II mit Marconi-Kameras und einem SECAM-Mischer von Thomson in Betrieb gegangen. Die Regien II und III im Produktionskomplex S4 wurden von der Bildmesstechnik von SW auf Farbe umgerüstet und enthielten einen Ein-Ebenen-SECAM-Mischer, mit dem man weich oder mit Tricks auf- und überblenden sowie Schriften austasten konnte. 1975/1976 ging die neue Regie 5 der Aktuellen Kamera im neugebauten Komplex S5a mit einem Mehrebenen-SECAM-Mischer in Betrieb. Dieser war ein Vorgriff auf den späteren RFZ-Mischer und war von der Bildmesstechnik unter Verwendung verschiedener Komponenten zusammen mit dem Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamt (RFZ) entwickelt worden.

Mitte der 1970er Jahre wurden die Studios A bis F im Komplex S1 (heute Studio Berlin) in Betrieb genommen, hatten jedoch zunächst keine eigene Bildregien. Erst im Laufe der Jahre 1977 bis 1980 wurde zunehmend Videotechnik eingebaut. Zum Einsatz kamen Mehrebenen-SECAM-Mischer des RFZ Berlin sowie sowjetische Kameratechnik, zunächst die Kameras KT-116 und später die KT-132.[3] Das Konzept sah für jeweils zwei Studios eine gemeinsame Regie vor, weil man davon ausging, dass in einem Studio produziert wird, während im Nachbarstudio die nächste Produktion vorbereitet wird. Bald zeigte sich jedoch, dass diese Vorbereitungen viel kürzere Zeit in Anspruch nahmen, als angenommen. So bestand von Anfang an in S1 ein Engpass an Regiekapazität, der nur durch die Produktion mittels Ü-Wagen ausgeglichen werden konnte. Deshalb wurden und werden die Studios bis heute teilweise mit Ü-Wagen bespielt. Weil es zu DDR-Zeiten sowohl SECAM- wie auch PAL-Ü-Wagen gab, wurde dort sowohl in PAL wie auch in SECAM produziert und aufgezeichnet.

Das Gerücht, das DDR-Fernsehen habe seinerzeit aus politischen Gründen geplant, die Olympischen Spiele in Moskau in PAL zu übertragen und hätte deshalb zuvor PAL-Testsendungen ausgestrahlt, entbehrt jeder Grundlage. Einerseits war das Adlershofer Fernsehen zu jener Zeit materiell nicht in der Lage, um PAL zu senden, denn Mischer und Infrastruktur waren durchgängig in SECAM-Technik ausgeführt. Transcoder standen ebenfalls nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.[4] Andererseits gab es zu dieser Zeit keine flächendeckende Ausstattung mit Mehrnormen-Farbfernsehgeräten, so dass PAL-Ausstrahlungen der Sportsendungen ein Affront für die DDR-Bevölkerung gewesen wären.

Die Regien 2 bis 4 im Neubau S4a hatten zur Inbetriebnahme Anfang der 1980er Jahre Mehrebenen-SECAM-Mischer des RFZ Berlin. Später erhielten die Regie 3 und die Regie 4 Komponentenmischer von Grass Valley (GVG-300 und GVG-110). Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Regie 5 und die HR II auf Komponentenmischer umgebaut (Letztere beherbergte schließlich Elf 99). Hierbei kamen modifizierte RFZ-Mischer im Zusammenspiel mit Komponentenkreuzschienen von Probel zum Einsatz. Um 1989/1990 waren die Regien 3, 4, 5 und HR II auf analoge Komponententechnik umgebaut, was den späteren Umstieg von SECAM auf PAL „über Nacht“ durch Austausch der Coder ermöglichte.

Neben Sony-Technik und Technik der Darmstädter Fernseh GmbH, die später mehrfach neu firmierte und ihren Namen wechselte (Bosch, BTS, Philips, Thomson, heute Grass Valley,[5]) kam Fernsehtechnik vieler anderer Hersteller zum Einsatz, wie Marconi, Philips, Probel, Aston, dem RFZ und von RFT, sowie auch Kameras, Monitore und Ü-Wagen aus der UdSSR.

1989–1990: die Wendezeit

Die politische Wende in der DDR im Jahre 1989 bedeutete auch für die Medien eine stärkere Lösung von der Staatsmacht. In den politischen Sendungen konnte zunehmend freier berichtet werden und zahlreiche neue Programme gingen auf Sendung.

Als die Sendeanstalt noch unter der Kontrolle der Staatsmacht stand, ging am 1. September 1989 die Jugendsendung Elf 99 (in Anlehnung an die damalige Postleitzahl des Senders in 1199 Berlin-Adlershof) auf Sendung. Die SED wollte damit mehr junge Zuschauerschaft an die DDR-Programme binden, die sich an den Westmedien orientierten.

(c) Bundesarchiv, Bild 183-1989-1104-013 / Zimmermann, Peter / CC-BY-SA 3.0
Teilnehmende Schauspieler des Fernsehens der DDR zu Beginn der Demonstration in der Karl-Liebknecht-Straße, darunter Herbert Köfer (1. R., 3.v.l.)

Wurden anfangs die Massenflucht und Proteste kaum in den politischen Sendungen erwähnt, änderte sich das Ende Oktober 1989 schlagartig. Am 18. Oktober 1989 traten Erich Honecker und andere Mitglieder des Macht ausübenden Politbüros des Zentralkomitees der SED zurück. Unmittelbar danach reformierten Rundfunk und Fernsehen ihre Programme. Am 30. Oktober 1989 wurde die Propagandasendung Der schwarze Kanal eingestellt. Von nun an sollte Klartext gesprochen werden. Die Mitarbeiter dieser neuen Magazinsendung hatten die Absetzung des Schwarzen Kanals und von Karl-Eduard von Schnitzler erzwungen.

Am 4. November 1989 gehörten Mitarbeiter und Schauspieler des Fernsehens der DDR zu Organisatoren und Teilnehmern der Alexanderplatz-Demonstration in Ost-Berlin. Für das einmalige Ereignis in der Geschichte der DDR, auf der nach Angaben der Veranstalter eine Million Menschen grundlegende Veränderungen forderten, fungierte der Verband der Film- und Fernsehschaffenden, das Komitee für Unterhaltungskunst und andere Künstlerverbände als offizielle Veranstalter.

Die neue Ausgabe AK Zwo der Nachrichtensendung Aktuelle Kamera begann mit der Ausstrahlung. Diese Sendung übernahm wenig später aus Anlass des Mauerfalls am 9. November 1989 der Westsender 3sat. Mit der Mitgliedschaft des DFF bei 3sat ab Februar 1990 wurden einige Programme neu entwickelt und gestartet, darunter die kontroverse Gesprächssendung Donnerstagsgespräch mit Zuschauerbeteiligung per Telefon, die anfangs noch aufmerksam vom Ministerium für Staatssicherheit (DDR-Geheimdienst) im Studio beobachtet wurde.

Im Februar 1990 erklärte ein Medienbeschluss der Volkskammer das Fernsehen der DDR zu einer politisch unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt. Das DDR-Mediengesetz vom September 1990 bestätigte diesen Status.

Logo von DFF 2 von 12. März 1990 bis 15. Dezember 1990

Am 12. März 1990 wurde aus den Programmen DDR-F1 und DDR-F2 wieder DFF 1 und DFF 2.

Mitte 1990 zeichnete sich ab, dass die 1952 aufgelösten Länder wieder eingeführt würden, und Fernsehen und Rundfunk gestalteten die Berichterstattung zunehmend regionaler. Diese wurden in den existierenden Studios produziert. Für Thüringen wurde ein neues in Gera eingerichtet. Die Sendung für das Land Brandenburg wurde in Berlin-Adlershof hergestellt. Regionale Korrespondentenbüros entstanden in Erfurt, Potsdam, Schwerin, Leipzig, Magdeburg und Cottbus. Die Studios waren weder rechtlich noch finanziell eigenständig. Am 13. August 1990 begann der DFF mit der Ausstrahlung täglicher Landesprogramme. Zunächst sendete jede Landessendung an einem Tag in der Woche, später täglich mit Hilfe einer Auseinanderschaltung.

1990–1991: die Abschaltung

Ehemaliges Verwaltungsgebäude H1A des DFF,
heute modernisiert: Studio Berlin

Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 verlor der DFF seine öffentlich-rechtliche Eigenständigkeit wieder und wurde zusammen mit dem Rundfunk der DDR und der Sende- und Studiotechnik der Deutschen Post als so genannte staatsunabhängige, rechtsfähige Einrichtung nach Art. 36 Einigungsvertrag weitergeführt. Der Artikel 36 des Einigungsvertrages legt dabei außerdem fest, dass die Einrichtung mit sämtlichem Programmmaterial, Liegenschaften, Mitarbeitern und sonstigem Eigentum bis spätestens 31. Dezember 1991 aufgelöst sein muss. Die Volkskammer der DDR hatte vor der Wiedervereinigung keinen eigenen Rundfunkbeauftragten bestimmt. So wurde Rudolf Mühlfenzl (CSU) als Rundfunkbeauftragter bestimmt, der die Leitung und Abwicklung übernahm.

Die erste Stufe der Abschaltung erfolgte am 15. Dezember 1990 um 19:58 Uhr. Das Erste Deutsche Fernsehen übernahm die Senderkette des bisherigen DFF 1. Die Sendeleistung der früheren grenznahen Sender Brocken (Kanal 6) und Inselsberg (Kanal 5) wurde später verringert. Der DFF nutzte von nun an die reichweitenschwächere UHF-Senderkette von DFF 2 zur Verbreitung der DFF Länderkette. Gleichzeitig wurde in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember die ostdeutsche Farbfernsehnorm von SECAM auf PAL umgestellt. Für die Farbwiedergabe auf älteren SECAM-Fernsehempfängern wurde damit ein PAL-Dekoder notwendig.

Zur damaligen Zeit wurde das gemeinsame Fernsehprogramm der ARD-Anstalten im Ersten zwischen 17:25 Uhr und 20:00 Uhr regional auseinander geschaltet und von den jeweils zuständigen Anstalten mit regionalen Informationsprogrammen und Fernsehserien bespielt. Da in den neuen Ländern noch keine ARD-Anstalten existierten, sendeten die regionalen Landessender der Einrichtung auf den ehemaligen Kanälen von DFF 1 regionale Sendungen.

Mit der zweiten Stufe der Abschaltung wurde der Sendebetrieb des Deutschen Fernsehfunks am 31. Dezember 1991 um Mitternacht eingestellt.[6] In einer Ansprache des Rundfunkbeauftragten Rudolf Mühlfenzl zur ab 0 Uhr gültigen Rundfunkordnung in Ost-Deutschland, die um 19:50 Uhr am Silvesterabend 1991 in der DFF Länderkette ausgestrahlt wurde, erläuterte Mühlfenzl die Abschaltung des DFF.

Erben

Studios A bis F werden heute von Studio Berlin genutzt.

Die Auflösung der Einrichtung wurde bis zum Ende kontrovers diskutiert. Nicht nur deren Mitarbeiter wünschten sich den Erhalt der Sender, auch viele Zuschauer wollten die Programme nicht missen. Nicht nur Unterhaltungs- und Ratgebersendungen waren beliebt, sondern seit der Wende auch politische Sendungen. Die Idee, Rundfunk und Fernsehen in einer neuen ARD-Anstalt für die ostdeutschen Länder mit der DFF Länderkette als drittes Fernsehprogramm weiterzuführen, wurde von den ostdeutschen Ländern beim Aufbau neuer öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten nicht aufgegriffen. Stattdessen wurde nach Jahren zentralisierter Medienpolitik eine Dezentralisierung der Medienstandorte umgesetzt.

Sehr früh einigten sich die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und gründeten am 31. Mai 1991 den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) mit Sitz in Leipzig. Für den Nordosten Deutschlands wurden verschiedene Konstellationen diskutiert, wie z. B. die Gründung einer Nordostdeutschen Rundfunkanstalt (NORA) zwischen den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern oder einer gemeinsamen Anstalt für Berlin und Brandenburg. Es konnte jedoch keine Einigung erzielt werden, sodass Mecklenburg-Vorpommern dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) beitrat, der Sender Freies Berlin (SFB) sendete von nun an für das gesamte Berlin, und im Land Brandenburg wurde am 12. Oktober 1991 der Ostdeutsche Rundfunk (ODR) gegründet. Dieser wurde etwa zwei Wochen vor Sendebeginn in Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (ORB) umbenannt. Mit Wirkung vom 1. Mai 2003 fusionierten der ORB und der Sender Freies Berlin (SFB) zum neuen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Die neuen Anstalten nahmen am 1. Januar 1992, 0 Uhr – unmittelbar nach Sendeschluss des DFF – den Sendebetrieb auf.[7] Eigentlich durfte der DFF keine Sekunde nach Mitternacht weiter senden – doch bis tatsächlich umgeschaltet wurde, vergingen einige Sekunden. Über einige Sender, die nun das Programm des MDR Fernsehens ausstrahlten (u. a. Brocken, Dresden), wurde anschließend minutenlang das Bild des MDR mit dem Ton des ORB und seinem Intendanten Hansjürgen Rosenbauer gesendet.[8]

Vor allem der MDR erfährt heute beim Publikum eine hohe Akzeptanz. Er wird von vielen Zuschauern nicht zuletzt wegen der zahlreichen DFF-Produktionen, die immer wieder gesendet werden, einiger Sendungen aus dem früheren DFF-Programm (zum Beispiel „Außenseiter-Spitzenreiter“) und früherer DFF-Gesichter als Nachfolger angesehen.

Das neue Studio G von Studio Berlin auf dem ehemaligen DFF-Gelände

Der Besitz wurde teilweise von den neu gegründeten Anstalten übernommen. Es wurde erwogen, das Programmvermögen an die Kirch-Gruppe zu veräußern. Letztlich übernahm jedoch das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) Frankfurt am Main den Bestand, auch nutzbar für private Nutzer. Es richtete in den Räumlichkeiten des Adlershofer Archivs einen zweiten Sitz ein. Inzwischen befindet sich das DFF-Archiv in einem neuen DRA-Gebäude in Potsdam-Babelsberg. Allerdings fehlt der Zeitraum von 1952 bis 1962, da während dieser Zeit so gut wie nichts aufgezeichnet werden konnte. Materialien dieser Zeit konnte das Müncheberg-Archiv in Schöneiche bei Berlin sichern und katalogisieren.[9] Teile des umfangreichen DFF-Fundus sind nun im Adlershofer Requisiten- und Kostümfundus gesichert, der auch den Film Good Bye, Lenin! maßgeblich mit Leihgaben unterstützte.

Ein Teil der ehemals rund 10.000 Mitarbeiter konnte bei den neuen oder westdeutschen Anstalten oder auch beim Privatfunk einen Arbeitsplatz finden.

Viele der Gebäude, auch auf dem benachbarten Johannisthal-Gelände der DEFA, wurden abgerissen. Das ehemalige DFF-Verwaltungsgebäude blieb denkmalgeschützt stehen. Einige Studios und Gebäude wurden im Jahre 1994 von der neu gegründeten Studio-Hamburg-Tochter Studio Berlin Adlershof übernommen, die dort nun Dienstleistungen für Fernseh- und Filmproduktionen anbietet. Eine wachsende Anzahl kleiner und mittlerer Firmen aus dem Medienbereich sind ebenfalls auf dem Gelände ansässig. Das ehemalige Gelände des DFF gehört nun zusammen mit dem der DEFA Johannisthal und dem der Akademie der Wissenschaften der DDR zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA).

Die Aufarbeitung der Programmgeschichte des DFF ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen im Rahmen des Projektes Programmgeschichte des DDR-Fernsehens komparativ, das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

Leitung

(c) Bundesarchiv, Bild 183-Z1221-303 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0
Heinz Adameck (r.) erhält den Vaterländischen Verdienstorden

Leitungsgremium für Hörfunk und Fernsehen war seit 1952 das Staatliche Rundfunkkomitee. Am 15. September 1968 wurde ein eigenständiges Staatliches Komitee für Fernsehen gebildet. Sein Vorsitzender war von 1968 bis 1989 Heinz Adameck (Mitglied der Agitationskommission im ZK der SED). Die politischen Magazine und Nachrichtensendungen wurden bis Oktober 1989 sehr stark vom jeweiligen SED-ZK-Sekretär für Agitation kontrolliert und direkt beeinflusst; in den letzten Jahren der DDR war dies Joachim Herrmann.

Die Modrow-Regierung berief nach der Wende Hans Bentzien zum Intendanten. Im Juni 1990 wurde der DFF-Kameramann und heutige ARD-Digitalchef Michael Albrecht zum letzten Intendanten erklärt.

Intendanten des DFF

  • 1950–1952: Hans Mahle (Generalintendant)
  • 1952–1953: Hermann Zilles (Intendant)
  • 1954–1989: Heinz Adameck (Intendant)
  • 1989–1990: Hans Bentzien (Generalintendant)
  • 1990–1991: Michael Albrecht (Intendant)
  • 1991: Holm Freier (kommissarischer Intendant von Ende November 1991 bis 31. Dezember 1991 nach dem Wechsel von Michael Albrecht zum ODR/ORB)[10][11]

Bekannte Sendungen

Politik

Regionalsendungen (August 1990 – Dezember 1991)

Magazine

  • Aha – Untertitel Das Wissenschaftsmagazin[12] (Montags, 19:00 Uhr)
  • Alles was Recht ist – Rechtsratgeber mit Friedrich Wolff
  • Berufe im Bild – Magazin zur Berufswahl
  • Computerstunde – Ratgebermagazin rund um das Thema Computer
  • Das Professorenkollegium tagt – eine Gesprächsrunde mit Professoren unter Leitung von Hans Jacobus
  • Das Verkehrsmagazin – ab 1964 „Aus der Welt des Verkehrs“, ab 1968 Verkehrsmagazin, Moderator: Walter Becker (407 Ausgaben bis zum 5. Januar 1984), später Oberstleutnant der VP Rolf-Dieter Saternus
  • Der Fernsehkoch empfiehlt – mit Kurt Drummer
  • Dorf modern – Landwirtschaftsmagazin
  • Du und Dein Garten – mit Erika Krause (1968–2003/ORB)
  • Du und Dein Haustier – mit Gudrun Thiele (1981–1991)
  • Elternsprechstunde – mit Doris Weikow
  • Fahrpause – Verkehrsmagazin
  • Fragen Sie Prof. Kaul mit Friedrich Karl Kaul
  • HAPS (Haushalts Allerlei Praktisch Serviert) – Koch- und Haushaltssendung aus dem Ostseestudio Rostock mit Elke Bendien und Bernd Freitag
  • Hobbys, Tips, so wird's gemacht – Einrichtungsmagazin
  • Journal für Sie – Ratgeber für Frauen
  • Modekiste – mit Monika Unferferth
  • Sie und Er und 1000 Fragen – Partnerschaftsratgeber
  • Tierparkteletreff – mit Heinrich Dathe und Annemarie Brodhagen
  • Tip des Fischkochs – mit Rudolf Kroboth (1960–1970), später mit Rainer Kroboth (Sohn von Rudolf Kroboth, bis 1972)
  • Treffpunkt Kino – Kinofilmvorschau
  • Umschau – Neues aus Wissenschaft und Technik ab 18. Mai 1961, ältestes regelmäßig ausgestrahlte Magazin im deutschen Fernsehen (jetzt auf mdr)
  • Verkehrskompaß – Äquivalent zu Der 7. Sinn
  • Visite – Gesundheitsmagazin mit Rudolf Arndt aus dem Ostseestudio Rostock, jetzt auf NDR Fernsehen aus Hamburg
  • Vom Scheitel bis zur Sohle – Magazin für Nähen, Stricken, Stopfen
  • Von Pädagogen – für Pädagogen – Ratgebermagazin für schulische Konfliktfälle

Unterhaltung

(c) Bundesarchiv, Bild 183-E0417-004-003 / CC-BY-SA 3.0
Walter Ulbricht in der Show Mit dem Herzen dabei 1966
(c) Bundesarchiv, Bild 183-1989-1101-414 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0
Helga Hahnemann im Kessel Buntes 1989
  • Im Bilde – Fernsehmagazin für Hörgeschädigte
  • Im Krug zum Grünen Kranze – Volks- und Schlagermusiksendung, mit Maria Meltke, Wolfgang Gneuß
  • Kinomusik – mit Dagmar Frederic
  • Klock 8, achtern Strom (Hafenbar) – maritime Unterhaltungssendung aus dem Ostseestudio Rostock, mit Rica Déus und Horst Köbbert. Regie: Manfred Spitz
  • Klönsnack – Talk-Show des Ostseestudios Rostock aus Warnemünde, Regie: Helga Brenner
  • Lieder, Land und Leute – mit Barbara Kellerbauer
  • Maxe Baumann – siebenteilige Lustspielreihe, die von 1976 bis 1982 zu Silvester ausgestrahlt wurde. Darüber hinaus gab es ein Special zum 1. Mail 1987.
  • Menschen und Meer – vom Ostseestudio Rostock als Intervisions-Sendung produziertes Internationales Liederfestival. Regie: Manfred Spitz. Moderation: Horst Köbbert
  • Mit Lutz und Liebe – amüsant gestaltete 45-Minuten-Märchen, musikalisch begleitet, Gastgeber Lutz Jahoda
  • Musik, die ihnen Freude bringt – bunte Show mit den Gastgebern Dagmar Frederic und Petr Altmann
  • Musikanten sind da – internationale Volksmusikshow präsentiert vom Schlagerduo Hauff/Henkler
  • Musik und Snacks vorm Hafen – maritime Unterhaltungssendung des Ostseestudios Rostock. Moderatoren: Horst Köbbert, Hans-Jörg Goldhofer, Kapitän Gerd Peters. Regie: Helga Brenner, Heinrich Westphal, Roland Jeschke
  • Nacht der Prominenten – Fernsehstars in der Zirkusmanege (jeweils 2. Weihnachtsfeiertag)
  • Oberhofer Bauernmarkt – Volksmusiksendung mit Rosemarie Ambé und Fred Schmidt
  • Porträt per Telefon – Talkshow mit Fragen vom Publikum, moderiert von Heinz Florian Oertel
  • Programm von nebenan – Unterhaltungssendung mit Beiträgen ausländischer Fernsehstationen
  • Rumpelkammer – Ausschnitte aus alten Filmen, mit Willi Schwabe
  • rund – politisch gefärbte Unterhaltungs- und Musik-Show der Jugendorganisation FDJ u. a. mit Bodo Freudl
  • Schätzen Sie mal – Rateshow
  • Schlager einer kleinen Stadt – mit Heinz Florian Oertel
  • Schlagerstudio – mit Chris Wallasch
  • Schlagerwettbewerb
  • Showkolade – Unterhaltungssendung, moderiert von Gunther Emmerlich, mit regelmäßigen Auftritten des Kabarettisten und Schauspielers Wolfgang Stumph
  • SpielSpaß – Spielshow mit Hans-Georg Ponesky
  • Spiel mir eine alte Melodie – Fernsehshow mit internationalen Stars, moderiert von Lutz Jahoda
  • Sprungbrett – mit Hartmut Schulze-Gerlach
  • Tele-Lotto 5 aus 35
  • TEMPO – Silvesterabend-Unterhaltungsshow zum Jahreswechsel
  • Treff mit O. F. – vom Studio Dresden produzierte erste DDR-Talkshow mit Gastgeber O. F. Weidling
  • Wennschon, dennschon – moderiert von Hans-Joachim Wolfram
  • Wünsch Dir was – mit Irmgard Düren, abgelöst Anfang der 1970er Jahre durch die Sendung Der Wunschbriefkasten
  • Zwischen Frühstück und Gänsebraten – Show am ersten Weihnachtsfeiertag, mit Heinz Quermann und Margot Ebert

Sportsendungen

FF dabei; Nr. 11; Programmwoche vom 10. bis 16. März 1986; Programmvorschau für Samstag, den 15. März 1986; 1. Programm, S. 28

Kinder- und Jugendsendungen

(c) Bundesarchiv, Bild 183-1984-1126-312 / CC-BY-SA 3.0
Das Sandmännchen landet, 1984
  • 1-2-3 Allerlei – mit dem Schnellzeichner Tom (Thomas Schmitt) und dem Hamster Pauline.
  • Alles Trick – Trickfilme
  • Brummkreisel – Kindersendung mit Achim und „Kunibert Männchen“
  • Clown FerdinandPantomime-Geschichten
  • Das SpielhausPuppenspiel-Serie mit Knollo, Defifé, Laribum und anderen Figuren
  • Dingsbums – Magazin für Jungpioniere
  • Elf 99 – eine zeitgemäße Jugendsendung
  • Ellentie – mit Ellen Tiedtke (1983–1991)
  • Flax und Krümel – (1955–1970)
  • Flimmerstunde – (1980 bis heute beim RBB), vorher Bei Professor Flimmrich (1959–1980)
  • Gix Gax – Kinderspielshow
  • Guckkasten für kleine Leute
  • He, Du! – Auf der Treppe um die Wette – quizähnliche Sendung u. a. mit Wolfgang Lippert
  • Hoppla – mit Wolfgang Hosfeld
  • Kreise und Quadrate – anspruchsvolleres Quiz nach dem Tic-Tac-Toe-Prinzip
  • Jan und Tini auf Reisen – zwei kinderartige Puppen erkunden den Alltag der DDR
  • Kunterbunt – mit dem als „Zauberpeter“ bekannten Magier Peter Kersten
  • Liederkarusell
  • Mach mit, mach’s nach, mach’s besser – Kindersportsendung mit Adi
  • Man(n)ometer – mit Peter Thomsen (Regie: Voss/Werner) von 1986 bis 1990
  • mobil – Sendung der Pionierorganisation, moderiert von Andreas Brückner, heute Moderator und Redakteur bei „MDR Aktuell“ und „Umschau“
  • Pfiff – eine Vorschausendung für Kindersendungen (1976 bis 1990), die Samstagnachmittag im Anschluss an die Flimmerstunde gesendet wurde und die Höhepunkte für die kommende Woche in Sendungsausschnitten zeigt. Am Ende gab es einen Abspann in Schrift von Sendungen von Montag bis Sonnabend. Moderiert wurde die Sendung u. a. von Frank Schenk
  • schau – Sendung, in der zwei Schulklassen in verschiedenen Spielen gegeneinander antraten
  • Sei dabei! – Jugendmagazin
  • top fit – Sportmagazin für Kinder
  • Unser Sandmännchen – eine Kindersendung zur „Guten Nacht“ (Start 22. November 1959, heute durch rbb für die ARD verantwortet)
  • Wie wär’s ...? – Hobbys und Basteltipps, unter anderem moderiert von der Schuldirektorin Vanadis Ulbricht und dem späteren Tagesschau-Sprecher Jens Riewa
  • Zu Besuch bei Frau Puppendoktor Pille
  • Zu Besuch im Märchenland – lief zu Beginn noch unter dem Titel Meister Nadelöhr erzählt (1955 bis 1975 mit „Meister Nadelöhr“ – gespielt von Eckart Friedrichson, 1978 bis 1989 mit „Fabian“ gespielt von Klaus-Peter Pleßow) mit Schnatterinchen (seit 1953) und Pittiplatsch (seit 1962), Herr Fuchs und Frau Elster (seit 1953); heute vom rbb für die ARD fortgeführt

Filmreihen Filmgeschichte

  • Filmothek: – Filmkunst aus aller Welt, häufig auch Stummfilme, meist ab 22 Uhr im DDR2.
  • Schauspielerreihen DDR-Fernsehen am Mittwoch – Star-Retrospektiven jeden Mittwoch ab 19 Uhr im DDR2, lief von September 1979 bis August 1991

Serien/Reihen

(c) Bundesarchiv, Bild 183-1988-0327-001 / Kasper, Jan Peter / CC-BY-SA 3.0
Die DDR-Fernsehlieblinge 1987

Das Fernsehen der DDR hatte für seine zahlreichen Film- und Serienproduktionen einen fest angestellten Schauspielerstamm, dem viele der populärsten DDR-Schauspieler (beispielsweise Herbert Köfer, Walter Plathe, Günter Naumann, Helga Göring, Andreas Schmidt-Schaller, Helga Piur, Renate Geißler, Günter Schubert, Jürgen Zartmann und viele mehr) angehörten.

Ausländische Serien

Das Fernsehen der DDR zeigte eine Reihe von Serien, die im Ausland produziert wurden, zum Teil auch in deutscher Erstausstrahlung – diese sind mit einem * gekennzeichnet. Darunter waren auch einige Serien, die aus dem sogenannten nichtsozialistischen Ausland stammten. Die Synchronisation erfolgte dabei zum großen Teil durch das Fernsehen der DDR.

FernsehserieProduktionslandGenreErstsendungWiederholung(en)
Abenteuer auf dem MeerNeuseelandNeuseeland NeuseelandAbenteuerserieMai bis Juli 1984Mai bis Juli 1988
Die Abenteuer des Dick Turpin *Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichAbenteuerserie31. Mai 19801981–1983
Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry FinnKanadaKanada Kanada/
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD
AbenteuerserieOktober 1990
Adolars phantastische AbenteuerUngarn 1957Ungarn UngarnZeichentrickserie22. Januar 1977
Agatha Christie’s PoirotVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie27. März 1990
Das amerikanische Duell *Ungarn 1957Ungarn UngarnAbenteuerserie19821985
Andrea und ihre Freunde *Rumänien 1965Rumänien RumänienAbenteuerserieJuni 1989
Die geheimnisvollen Städte des Goldes *FrankreichFrankreich Frankreich/JapanJapan JapanZeichentrick-Abenteuerserie1988
Auf AchseDeutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRDAbenteuerserie24. Juli 1990
Der Aufbruch der fliegenden Schar *Ungarn 1957Ungarn UngarnAbenteuerserie19821985
B. D. greift ein *Rumänien 1965Rumänien RumänienKrimiserie19751988
Berühmte Räubergeschichten aus aller Welt *TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiAbenteuerserie7. Januar 1988
Curro Jiménez – Der andalusische Rebell *
(auch: Curro kämpft weiter und Curro gibt nicht auf)
Spanien 1977Spanien SpanienAbenteuerserie3. November 19811981–1983
Daniel Boone *Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenWesternserie1971
Detective Sergeant Bulman, Scotland Yard *
(auch: Fahndung: Detective Sergeant Bulman, Scotland Yard)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie19831989
Die Frau hinter dem LadentischTschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiDramaserie24. Februar 1978
Dirty Dancing *Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenJugendserie1. September 1989
DustyAustralienAustralien AustralienAbenteuerserie7. September 1990
Erotisches zur Nacht (Série Rose) *FrankreichFrankreich FrankreichErotikserie20. Dezember 1986
Es war einmal ein Haus
(auch: Hausherren und Mieter)
TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiDramaserie11. Februar 1977
Expedition Adam ’84TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiSciFi-Serie18. Juli 19871990
Fackeln im SturmVereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenDramaserie7. September 19901991
Fame – Der Weg zum RuhmVereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenTanzserieJuni 1990
Familie MerianOsterreichÖsterreich ÖsterreichFamilienserie1990
Ferien mit GespensternPolenPolen PolenKinderserie1970 (s/w)
Fahndung: Flughafenpolizei Tokio *JapanJapan JapanKrimiserie18. Mai 19831985–1987
Fernfahrer *FrankreichFrankreich FrankreichAbenteuerserie25. Juni 1973
Paco der Fernfahrer *SpanienSpanien SpanienAbenteuerserie27. September 19801985
Floris – Der Mann mit dem Schwert *NiederlandeNiederlande NiederlandeAbenteuerserie27. August 1977
Das Geheimnis des Moores *BelgienBelgien BelgienAbenteuerserieMai 19851989
Die Geister aus Spirit Bay *KanadaKanada KanadaAbenteuerserie18. Februar 1989
Ein Hamster im NachthemdTschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiAbenteuerserie25. Dezember 1989
Hase und WolfSowjetunionSowjetunion SowjetunionZeichentrickserie
Der Hund von Baskerville *Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie12. Januar 1985
Hunters Gold *NeuseelandNeuseeland NeuseelandAbenteuerserie19831988
Inspektor Morse, Mordkommission Oxford *Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie10. August 1989
Jim Bergerac ermittelt *Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie22. März 19851986–1991
Das Juwel der Krone *Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichDramaserieOktober 19861991
Kapitän Tenkes *
(auch: Der Kapitän vom Tenkesberg)
Ungarn 1957Ungarn UngarnAbenteuerserieJanuar 19651966–1989
Knight RiderVereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenActionserie1991
Das Krankenhaus am Rande der Stadt *TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiKrankenhausserie5. Mai 19791986
Die Kriminalfälle des Majors Zeman *
(auch: Die 30 Fälle des Major Zeman)
TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiKrimiserie9. März 19761977–1982
Die Leute vom Großen Sattel *TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiFamilienserieApril 1989
Lolek und BolekPolenPolen PolenZeichentrickserie
Der Löwe von FlandernBelgienBelgien BelgienAbenteuerserie7. Mai 1983
Die Männer der Naumachos *ItalienItalien ItalienAbenteuerserie19861989
Matt & JennyKanadaKanada KanadaAbenteuerserie12. Februar 1990
MazarinFrankreichFrankreich FrankreichAbenteuerserie30. März 19836. Juni 1984
Mit vollen Segeln
(auch: Bis ans Ende der Welt)
Rumänien 1965Rumänien RumänienAbenteuerserie19. Februar 19801981–1985
Oh, diese Mieter *DanemarkDänemark DänemarkFamilienserie6. Januar 19751975–1986
Pipo schafft alleTschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei/
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD
KinderserieSeptember 1989
Privatdetektiv Anthonsen *DanemarkDänemark DänemarkKrimiserie9. Januar 19861988
Die Rebellen vom Liang Shan PoJapanJapan JapanActionserie1991
RichelieuFrankreichFrankreich FrankreichAbenteuerserie22. September 198119. August 1984
Die Rivalen von Sherlock HolmesVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie5. Januar 19771978
Sandokan – Der Tiger von MalaysiaItalienItalien Italien/
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD/
FrankreichFrankreich Frankreich
Abenteuerserie1. Juli 19811984
Der Schatz im All *ItalienItalien Italien/
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD
SciFi-Serie31. Oktober 1989
Die schnelle GerdiDeutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRDFamilienserie23. September 1990
Die schöne Arabella und der ZaubererTschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiKinderserie30. Juli 19831987
Schwarze Wolken *PolenPolen PolenAbenteuerserie5. September 1975
Seemannsträume *Bulgarien 1971Volksrepublik Bulgarien BulgarienAbenteuerserie30. Juni 1989
Sekunden entscheiden *PolenPolen PolenAbenteuerserie13. Februar 19691970–1986
Sie kam aus dem All *TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiKinderserie3. Juli 1982
Der starke Lu *China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik ChinaAbenteuerserie23. Januar 19871989
Stefek, der Vierzigjährige *
(auch: Die unvermeidlichen Erfahrungen des Stefan Karwowski als Mensch und Kollege)
PolenPolen PolenFamilienserie31. August 19771979–1989
Ungewöhnliche Geschichten von Roald Dahl
(auch: Die unglaublichen Geschichten von Roald Dahl)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichAbenteuerserie1990
Unser Opa ist der Allerbeste *TschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiKinderserie8. April 19821989
Der unsichtbare Mann *Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichSciFi-Serie3. Mai 19861989
Vier Panzersoldaten und ein Hund *PolenPolen PolenKriegsserieMärz 1968
Washington: hinter verschlossenen TürenVereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenMiniserie2. Mai 1980
Wie eine verwehte Garbe *Ungarn 1957Ungarn UngarnAbenteuerserie19. März 1985
Sherlock HolmesVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes KönigreichKrimiserie5. September 1987
Wilhelm von Oranien *NiederlandeNiederlande Niederlande/BelgienBelgien BelgienDramaserie11. Dezember 19841989
Der ZaubersteinTschechoslowakeiTschechoslowakei TschechoslowakeiKinderserie14. Juni 1986
Zoo-Abenteuer *AustralienAustralien AustralienTierserieAugust 19881990

Die Reihe Bitte weiterlachen zeigte 1988 Zusammenschnitte aus der Ist ja irre-Spielfilmreihe. Die Slapstickreihe mit Kurzfilmen von Charlie Chaplin oder Buster Keaton Wenn die Torten fliegen oder Gute Nacht mit Charlie ist auch als Klamottenkiste bekannt.

Schulfernsehen

Für den Unterricht in den Schulen wurden Sendungen aus folgenden Themen- bzw. Unterrichtsgebieten produziert: Chemie, ESP („Einführung in die sozialistische Produktion“), Englisch (English for you), Geographie, Geschichte, Heimatkunde, Deutsch, Physik, Staatsbürgerkunde und Russisch.

Viele Sendungen sind heute noch über das Deutsche Rundfunkarchiv, Frankfurt am Main und Potsdam-Babelsberg, zu bestellen.

Finanzierung und Werbung

Das Fernsehen wurde durch Rundfunkgebühren finanziert. Darüber hinaus wurde es von Seiten des Staates stark subventioniert. So wurden z. B. im Staatshaushalt des Jahres 1982 115,4 Millionen DDR-Mark an Einnahmen veranschlagt. Im Jahr 1983 gab es Ausgaben in Höhe von 222 Millionen DDR-Mark. Der Gebühreneinzug erfolgte durch den Postzeitungsvertrieb.

1959 startete im Deutschen Fernsehfunk eine Versuchsendung „Notizen für den Einkauf“. Sie war der Vorläufer der „Tausend Tele-Tips“, die ab 1960 regelmäßig im Fernsehfunk liefen. Die Programme waren ab 1975 werbefrei. Die Gründe dafür lagen sicherlich auch in der mangelnden Konkurrenz der angebotenen Produkte untereinander.

Ab der Wendephase gab es wieder Werbung, um die in die Höhe geschossenen Kosten, die nun weitestgehend selbst zu tragen waren, zu finanzieren. Dazu wurde ein Vertrag mit dem französischen Werbevermarkter IP (Information et Publicité) mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 1991 geschlossen.

Technik

Für den Übertragungsstandard hatte die DDR sich abweichend von der im übrigen Osteuropa eingeführten OIRT-Norm D/K für die westeuropäische CCIR-Sendenorm B/G entschieden, um mit Westdeutschland kompatibel zu bleiben. Die Einführung des Farbfernsehens erfolgte jedoch abweichend von der Bundesrepublik und im Einklang mit Osteuropa am 3. Oktober 1969 im von Frankreich entwickelten SECAM-Standard. An der grundsätzlichen Kompatibilität änderte sich dadurch jedoch nichts, gegenseitiger Empfang zumindest in schwarzweiß blieb weiterhin möglich. Mit dem Programmschluss vom 14. auf den 15. Dezember 1990, gleichzeitig mit der Abschaltung des 1. Programms, wurde auf PAL umgeschaltet. Die Deutsche Bundespost ging davon aus, dass weitgehend Geräte in Gebrauch waren, die beide Farbnormen empfangen konnten. Anderenfalls war ein Decoder nötig.

Das Fernsehen der DDR führte 1983 als erste deutsche Fernsehanstalt versuchsweise das von Sony entwickelte Betacam-System für die magnetische Bildaufzeichnung ein, dessen Nachfolgesysteme (Betacam SP und Digital Betacam) noch heute von vielen großen Sendern genutzt werden. Es löste die elektromagnetische Aufzeichnungstechnik der Firma Bosch schrittweise ab. Im selben Jahr setzte das DDR-Fernsehen erstmals im deutschen Sprachraum eine Steadicam für eine Direktübertragung ein.

Sonstiges

Herbert Köfer stand sowohl für die erste als auch für die letzte Sendung des DFF vor der Kamera. Bei der ersten Sendung am 21. Dezember 1952 war er Nachrichtensprecher für die Aktuelle Kamera. Bei der letzten Sendung handelte es sich um eine von Ines Krüger und Walter Plathe moderierte Silvester-Revue aus Chemnitz, die am Silvesterabend 1991 ausgestrahlt wurde. Köfer war dort als Gast eingeladen und sang zusammen mit Frank Schöbel den Schlager Der Letzte macht das Licht aus, der Laden macht nun dicht.[14]

DDR-Fernsehprominenz

NameFunktion beim DFFspätere Tätigkeit
Andrea BallschuhModeratorin Kindersendung Ein Bienchen für…Moderatorin, u. a. beim MDR (Quickie) und hr (hallo hessen)
Elke BitterhofProgrammsprecherin und ModeratorinModeratorin MDR (selbstbestimmt!) und Antenne Brandenburg
Bodo BoeckSportreporterheute beim MDR
Cathrin BöhmeProgrammsprecherinModeratorin der Berliner Abendschau (rbb)
Andreas BrücknerModerator im Kinderprogramm (Sendung mobil)Moderator von MDR aktuell (MDR) und Umschau
Jan CarpentierPolitikjournalist bei Elf 99 und im Studio BonnJournalist beim rbb
Fanny DamaschkeProgrammsprecherin und Moderatorin
Klaus FeldmannNachrichtensprecher der Aktuellen KameraNachrichtensprecher und Redakteur bei regionalem Sender in der Lausitz, heute Ruhestand
Bodo FreudlProgrammansage im 2., Moderator (RUND) und Chefredakteur JugendfernsehenTätigkeit bei UFA; war auch im RTL Frühstücksfernsehen
Angela FritzschModeratorin bei Elf 99Moderatorin von zibb (rbb)
Maria GartzPolitikjournalistin Studio Parisheute bei Euronews Lyon
Christiane GerbothModeratorin aktuell (Nachfolgesendung der „Aktuellen Kamera“)Nachrichtensprecherin bei ProSieben
Heike GötzRegionalnachrichtensprecherinNachrichtensprecherin bei ORB/rbb, heute Moderatorin beim NDR
Hellmuth HennebergModeratorModerator und Journalist beim rbb (Ozon und Gartenzeit)
Bernd HerrmannPolitikjournalist (Studio Moskau)Journalist beim rbb
Dieter B. HerrmannModerator von AhaAstronom, Wissenschaftshistoriker, ehem. Direktor der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow und Gründungsdirektor des Zeiss-Großplanetariums in Berlin-Prenzlauer Berg, heute Präsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
Eckhard HerholzSportreporter und Moderator "Sport aktuell"wechselte 1990 zum ZDF; heute Chefredakteur eines privaten Publizistikunternehmens
Victoria HerrmannJournalistin und Moderatorin bei Elf99Moderatorin beim MDR
Andrea HornProgrammansagerinProgrammsprecherin bei RTL, danach ZDF-Chefansagerin, heute Moderatorin beim MDR
Maybrit IllnerReisemagazin Azur, Moderatorin Abendjournal und SportredaktionModeratorin beim ZDF (ZDF-Morgenmagazin, Maybrit Illner) und Publizistin
Hans-Dieter JanckerAK-Korrespondent in Dresdenfreier Mitarbeiter MDR-Rundfunk in Leipzig
Ulrich JanschSportreporterSportreporter bei Eurosport
Axel KasparJournalist, Filmemacher, Moderator im innenpolitischen Magazin "Prisma"ab 1992 tätig für den MDR (Magazine "WIR","Exakt","Fakt"), Reportagen/Dokumentarfilme
Ulf KalkreuthKulturjournalistModerator beim rbb
Andrea KiewelModeratorin des RegionalprogrammsModeratorin beim ZDF (u. a. ZDF-Fernsehgarten)
Renate KrawielickiNachrichtenModeration bei ORB und WDR (Servicezeit Familie)
Hardy KühnrichPolitikjournalistin, später ARD-Korrespondentin in Warschaurbb-Journalistin
Petra Kusch-LückProgrammsprecherinModeratorin bei ORB, MDR und rbb (Musikantenscheune)
Ines KrügerProgrammsprecherin, Entertainerin, Moderatorin (Elf 99)Moderatorin von Brisant (MDR) bis 2005, jetzt Therapeutin und kein Fernsehen
Wolfgang LippertModeratorModerator u. a. beim ZDF (Wetten, dass..?) und MDR (Wo ist Lippi?, Kessel Buntes, Damals war`s)
Anja LudewigAK-Korrespondentin für Berlin und Potsdamrbb
Christine MeisterNachrichtenrbb-Live-Reporterin, Moderatorin DW-TV
Achim MentzelModeratorModerator beim MDR (Der Kahn der guten Laune, Achims Hitparade); † 2016
Gerald MeyerModerator MittagsjournalModerator von Brandenburg aktuell und Wirtschaft, Arbeit, Sparen – „WAS!“ (rbb)
Carmen NebelProgrammsprecherinModeratorin beim ZDF
Bernd NiestrojPolitikjournalist im Studio BonnMDR-Journalist
Heinz Florian OertelSportreporterORB- & MDR-Sportreporter, heute Ruhestand
Jens RiewaNachrichtenSprecher bei der Tagesschau (NDR)
Almut RudelSportmoderatorinMDR – Nachrichtenmoderatorin
Matthias SchliesingNachrichtenJournalist beim MDR
Michael SchmidtNachrichtenmoderatorNDR-Journalist in Schwerin
Susanne SchwabProgrammansagerinAnsagerin bei RTL, danach beim SFB[15]
Frank StuckatzSportmoderatorfreier MDR-, rbb-Journalist
Raiko ThalPolitikjournalist (AK zwo)Moderator der Abendschau und zibb (rbb)
Dirk ThieleSportreporterEurosport
Peter ThomsenModerator („Man(n)ometer“)tätig als Fernsehschauspieler in Filmen und Serien
Monika UnferferthProgrammsprecherinrbb, MDR, ZDF – Journalistin und Moderatorin für Mode und Konfektion
Angelika UnterlaufSprecherin der Aktuellen KameraSat.1-Journalistin, Ehefrau von Erich Böhme, heute im Ruhestand
O. F. WeidlingModerator und Conférencier sowie Gastgeber der Talkshow Treff mit O. F.
Doris WeikowFernsehansagerin im 1. Programm
Beate WernerModeratorin Bei uns in Sachsen (später als Sachsenspiegel)MDR (Unterwegs in Sachsen)
Gert WichmannPolitikjournalist (Studio Warschau)MDR-Journalist
Hans-Joachim WolframShowmaster (Außenseiter-Spitzenreiter)führte bis 2011 als MDR-Unterhaltungsjournalist die Sendung Außenseiter-Spitzenreiter weiter.

Siehe auch

Literatur

  • Rüdiger Steinmetz, Reinhold Viehoff (Hrsg.): Deutsches Fernsehen Ost: Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens. 1. Auflage. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2008, ISBN 978-3-86650-488-2.
  • Thomas Beutelschmidt: „Alles zum Wohle des Volkes?!?“ Die DDR als Bildschirm-Wirklichkeit vor und nach 1989. 1999 (Abstract).
  • Matthias Steinle: Vom Feindbild zum Fremdbild. Die gegenseitige Darstellung von BRD und DDR im Dokumentarfilm. Mit einem Vorwort von Marc Ferro. Reihe CLOSE UP, Band 18, UVK, Konstanz 2003, ISBN 978-3-89669-421-8.
  • Uwe Breitenborn: Wie lachte der Bär? Systematik, Funktionalität und thematische Segmentierung von unterhaltenden nonfiktionalen Programmformen im Deutschen Fernsehfunk bis 1969. Weißensee, Berlin 2003, ISBN 3-934479-99-5 (Verlagsinfo).
  • Lars Brücher: Das Westfernsehen und der revolutionäre Umbruch in der DDR im Herbst 1989. Magisterarbeit, 2000 (Online-Version).
  • Oskar Fanta: Sehen – Raten – Lachen? Quiz- und Spielsendungen im Fernsehen der DDR. Weißensee, Berlin 2006, ISBN 3-89998-079-4.
  • Peter Hoff: „Kalter Krieg auf deutschen Bildschirmen – Der Ätherkrieg und die Pläne zum Aufbau eines zweiten Fernsehprogramms der DDR“, in: Kulturation. 2/2003. (Online-Version).
  • Woo-Seung Lee: Das Fernsehen im geteilten Deutschland (1952–1989). Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2003, ISBN 3-935035-50-0.
  • Hans Müncheberg: Ein Bayer bläst die Lichtlein aus – Ost-Fernsehen im Wendefieber und Einheitssog. In: Freitag. 46/2004, Berlin, 2004 (Online-Version).
  • Hans Müncheberg: Blaues Wunder aus Adlershof. Der Deutsche Fernsehfunk – Erlebtes und Gesammeltes. Das Neue Berlin, Berlin 2000, ISBN 3-360-00924-X.
  • Christina Oberst-Hundt: Vom Aufbruch zur Abwicklung – Der 3. Oktober 1990 war für den Rundfunk der DDR die Beendigung eines Anfang. In: M – Menschen Machen Medien, 2000 (Online-Version).
  • Richard Oehmig: "Besorgt mal Filme!" – Der internationale Programmhandel des DDR-Fernsehens. Wallstein, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-1902-8.
  • Markus Hiegemann Rotenburg: Was blieb vom Deutschen Fernsehfunk? Fernsehen und Hörfunk der DDR 15 Jahre nach dem Mauerfall. Brilon, Sauerland Welle, gesendet am 9. und 16. November 2004.
  • Sabine Salhoff (Bearb.): Das Schriftgut des DDR-Fernsehens. Eine Bestandsübersicht. DRA, Potsdam-Babelsberg 2001, ISBN 3-926072-98-9.
  • Erich Selbmann: DFF Adlershof. Wege übers Fernsehland. Edition Ost, Berlin 1998, ISBN 3-932180-52-6 (Selbmann war von 1966 bis 1978 Chefredakteur der Aktuellen Kamera). – Rezension
  • Simone Tippach-Schneider: Tausend Tele-Tips. Das Werbefernsehen in der DDR 1959 bis 1976. Berlin 2004, ISBN 978-3896-02478-7, Rezension

Weblinks

Commons: Deutscher Fernsehfunk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Betriebsgeschichte ROBOTRON Radeberg – Fernsehgeräte. Abgerufen am 16. Juli 2018.
  2. Susanne Vollberg: „Wiederholungssender“, „Russenprogramm“ oder alternatives Massenprogramm? Zur Konzeption und Realisation des zweiten Programms des DDR-Fernsehens. In: Claudia Dittmar & Susanne Vollberg (Hrsg.): Das Ende der Langeweile? Programmgeschichte des DDR-Fernsehens. Leipziger Universitätsverlag, 2003, ISBN 978-3-936522-59-4, S. 169–170.
  3. Soviet Television Cameras. Museum of the Broadcast Television Camera, abgerufen am 20. August 2010.
  4. Jasper A. Friedrich: Zwischen Improvisation und internationalem Standard – Produktionstechnik und -ablauf im Bereich Sportfernsehen des DFF. In: Jasper A. Friedrich, Lothar Mikos & Hans-Jörg Stiehler (Hrsg.): Anpfiff. Erste Analysen zum DDR-Sportfernsehen. Leipziger Universitätsverlag, 2004, ISBN 978-3-937209-01-2.
  5. Information und Geschichte von Fernseh GmbH. Abgerufen am 12. November 2009.
  6. Die letzten Sendeminuten des DFF am 31. Dezember 1991 auf YouTube.
  7. ORB und MDR starten ihre Programme, Chronik der ARD, 1. Januar 1992.
  8. Sendestart von MDR und ORB am 1. Januar 1992 auf YouTube.
  9. Frühgeschichte des Deutschen Fernsehfunks 1952–1962
  10. DFF: Personal zerstreuen. Spiegel Nr. 52/1991, 23. Dezember 1991.
  11. Ende des DDR-Fernsehens: Vom Staatsfernsehen zum Rundfunkföderalismus (PDF-Datei). „Tele-Visionen“ – Bundeszentrale für politische Bildung, 22. September 2012 (Datum der PDF-Datei)
  12. Schreibweise siehe Haupttitel bei fernsehserien.de (abgerufen am 22. Dezember 2013), sonst unterschiedliche Schreibweisen
  13. FF dabei; Nr. 11; Programmwoche vom 10. bis 16. März 1986; Programmvorschau für Donnerstag, den 13. März 1986; 1. Programm; 11.00 Uhr; Sport vom Vorabend; DNB 010364692; ISSN 0532-9140; OCLC 312029300, S. 24.
  14. Superillu: Herbert Köfer: »Namen vergesse auch ich. Bei Texten ist es anders…«. 6. September 2010.
  15. Die Ansagerinnen in den 70er- und 80er-Jahren – Susanne Schwab. Kurzporträts bei mdr.de, Textfassung vom 6. April 2018 (abgerufen am 5. Oktober 2018).

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Gera: Fernsehlieblinge 1987.

Im Haus der Kultur wurden in einer vom Fernsehen original übertragenen Gala die Fernsehlieblinge 1987 gekürt. In der Gunst des Publikums am höchsten standen: Helga Piur, Klaus Feldmann, Petra Kusch-Lück, Hans-Joachim Wolfram, Helga Hahnemann, Heinz Florian Oertel, Erika Krause und Ellen Tiedtke (v.l.n.r.)
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Turm auf dem ehemaligen Gelände des Deutschen Fernsehfunks, heute WISTA.
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Berlin, Ulbricht und Max Fechner

ZB/Spremberg 17.4.1966 Höhepunkt der Sendereihe "Mit dem Herzen dabei" war am 16.4.1966 das Erscheinen des Ersten Sekretärs des ZK und Vorsitzenden des Staatsrates,Walter Ulbricht, auf der Bühne des Friedrichstadt-Palastes, wo er mit dem Verdienten Arbeiterveteran und ehem. SED-Funktionär, Max Fechner, unter brausendem Beifall der über 3000 begeisterten Zuschauer ein Gespräch führte. Rechts im Bild der Leiter der Sendereihe Hans-Georg Ponesky.

Abgebildete Personen:

  • Fechner, Max: Justizminister, DDR
  • Ulbricht, Walter: Staatsratsvorsitzender, Erster Sekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED, Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates, DDR
  • Ponesky, Hans-Georg: Mitarbeiter des Deutschen Fernsehfunks, DDR
Bundesarchiv Bild 183-1984-1126-312, Sandmännchen, 25. Geburtstag.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-1984-1126-312 / CC-BY-SA 3.0
Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. Info non-talk.svg
ADN-ZB/Deutsche Demokratische Republik

28.11.194
Sandmänchen beginnt 25. Geburtstag (2 Motive)
Der Freund der Kinder in der DDR, der 25 Zentimeter kleine Fernsehstar Sandmännchen, hat trotz seiner allabendlich einschläfernden Wirkung einen großen Zuschauerkreis für sein 10-Minuten-Programm. Seine Beliebheit ist so groß, daß er sich seit 1979 sogar einen zusätzlichen Sendeplatz im II. Fernsehprogramm erobern konnte.
Am 22. November 1959 wurde er zum ersten Mal zum Müdemachen auf die Reise geschickt. Seine Fortbewegungsmittel (bisher über 180) reichen vom Ruderboot und Fahrrad bis zur Rakete.
Schöpfer der beliebten Fernsehfigur ist der Regisseur des Fernsehens der DDR Gerhard Behrendt. Mit seinen 40 Mitarbeitern sorgt er dafür, daß das Sandmännchen täglich pünktlich auf dem Bildschirm erscheint.

Reporter: Fernsehen der DDR.
Bundesarchiv Bild 183-1989-1101-414, Berlin, Helga Hahnemann im "Kessel Buntes".jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-1989-1101-414 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0
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ADN-ZB /Franke/ 1.11.89: Berlin: 100. "Kessel Buntes" am 23.9.1989 im Palast der Republik
Helga Hanemann - vielseitige Unterhaltungskünstlerin - stellte am Anfang der Sendung den unmittelbaren Kontakt zum Publikaum her.
Bundesarchiv Bild 183-G0301-0001-009, Leipzig, Messe, RFT-Sortiment, Fernseher.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-G0301-0001-009 / CC-BY-SA 3.0
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Leipzig, Messe, RFT-Sortiment, Fernseher Zentralbild Gahlbeck ku-sz 1.3.1968 Leipziger Frühjahrsmesse 1968 - (Städt. Kaufhaus) RFT bietet ein völlig neues Sortiment an. Unser Foto zeigt das Sortiment des RFT im Messehaus Städtisches Kaufhaus mit 47er und 49er implosionsgeschützten Bildröhren der Typen "Stella" und "Ines".
Flag of Romania (1965–1989).svg

Flag of Romania, (21 August 1965 - 22 December 1989/officialy 27 December 1989).

Flag of Romania (1965-1989) (construction).png

Construction sheet of the Flag of Romania as depicted in Decree nr. 972 from 5 November 1968.

  • l = 2/3 × L
  • C = 1/3 × L
  • S = 2/5 × l
Bundesarchiv Bild 183-Z1221-303, Vaterländischer Verdienstorden an Heinz Adameck.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-Z1221-303 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0
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ADN-ZB Franke 21.12.81 Berlin: Anläßlich seines 60. Geburtstages erhielt Heinz Adameck, Mitglied des ZK der SED und Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Fernsehen (r.), die Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold. Die Auszeichnung überreichte das Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED Joachim Herrmann.
Z 1221/ 303 N
Bundesarchiv Bild 183-1989-1104-013, Berlin, Demonstration, Herbert Köfer.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-1989-1104-013 / Zimmermann, Peter / CC-BY-SA 3.0
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ADN-ZB Zimmermann 4.11.89. Berlin: Demonstration
Hunderttausende Bürger beteiligten sich an einer Demonstration, zu der Berliner Kunst- und Kulturschaffende ins Zentrum der Hauptstadt eingeladen hatten. Unter den Teilnehmern war auch der Schauspieler Herbert Köfer.
Studio Berlin Studio G.jpg
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Studio G von Stuido Berlin auf dem Gelände von WISTA.
FF dabei; Nr. 11; Programmwoche vom 10. bis 16. März 1986; Programmvorschau für Samstag, den 15. März 1986; 1. Programm; 17.40 Uhr; Sport aktuell; S. 28.jpg
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FF dabei; Nr. 11; Programmwoche vom 10. bis 16. März 1986; Programmvorschau für Samstag, den 15. März 1986; 1. Programm; 17.40 Uhr; Sport aktuell; DDR-Fußball-Oberliga; 17. Spieltag; Es tippt »Außenseiter-Spitzenreiter«-Reporter Hans-Joachim Wolle: …; DNB 010364692; ISSN 0532-9140; OCLC 312029300; S. 28
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Gebäude von Studio Berlin. Es gehörte bis 1991 zum Deutschen Fernsehfunk.