Davos

Davos
Wappen von Davos
Staat:SchweizSchweiz Schweiz
Kanton:Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden (GR)
Region:Prättigau/Davos
BFS-Nr.:3851i1f3f4
Postleitzahl:7260 Davos Dorf
7270 Davos Platz
UN/LOCODE:CH DPZ (Davos Platz)
Koordinaten:781892 / 185191
Höhe:1560 m ü. M.
Höhenbereich:1051–3145 m ü. M.
Fläche:284,00 km²
Einwohner:i10'899 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte:38 Einw. pro km²
Website:www.gemeindedavos.ch
Davos, Blick nach Süden

Davos, Blick nach Süden

Lage der Gemeinde
LünerseePartnunseeStausee KopsSilvretta-StauseeVermuntseeLai dad Ova SpinLago di LivignoSchottenseeDavoserseeGrünsee (Arosa)Schwarzsee (Arosa)HeidseeLai da Ravais-ch SuotLai da Ravais-ch SurLiechtensteinÖsterreichItalienKanton St. GallenRegion AlbulaRegion ViamalaRegion ImbodenRegion Engiadina Bassa/Val MüstairRegion LandquartRegion MalojaRegion PlessurDavosFiderisFurna GRJenazKlostersConters im PrättigauKüblisLuzeinGrüschSchiersSeewis im PrättigauKarte von Davos
Über dieses Bild
w

Die Gemeinde (traditionell: Landschaft) Davos ([daˈfoːs][2] oder[daˈvoːs],[3] in der walserdeutschen Ortsmundart Tafaas [taˈfaːs],[4][5] auch Tafaa [taˈfaː],[6] rätoromanisch , italienisch Tavate[7]) umfasst beinah das gesamte Landwassertal im Schweizer Kanton Graubünden und liegt in der Region Prättigau/Davos. Die politische Gemeinde mit zahlreichen Siedlungen bestand bis Ende 2018 aus den sechs Fraktionsgemeinden Davos Dorf, Davos Platz, Davos Frauenkirch, Davos Glaris, Davos Monstein und Davos Wiesen, von denen seither allein noch diejenige von Monstein existiert.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Davos zu einem international bekannten Luftkurort und trug den Titel Weltkurort Davos.[8] Später folgte eine stärkere Gewichtung des Wintersports. Die Bevölkerung stieg von 1680 Einwohnern im Jahr 1850 auf über 11'000 im Jahr 1930 an.

Wappen

Blasonierung: Geviert von Blau und Gold, belegt mit geviertem Kreuz in verwechselten Farben.

Überliefertes Wappen des Zehngerichtebundes. Wahrscheinlich war das ursprüngliche Wappen des Zehngerichtebundes ein gelbes Kreuz auf blauem Grund. Diese Farbverteilung und die Kreuzform waren gut sichtbar und leicht zu beschreiben.

Geographie

Historisches Luftbild aus 300 m von Walter Mittelholzer von 1923

Landschaft Davos

Das Territorium der Landschaft Davos umfasst den grössten Teil des Landwassertals und greift bei Davos Wolfgang (1631 m) noch gut zwei Kilometer über die Wasserscheide ins Prättigau aus. Die durch Fluss, Hauptstrasse und Bahnlinie markierte Achse des Tals verläuft von Nordost nach Südwest. Vom Davosersee fällt sie zunächst sehr sanft ab, nur knapp 60 Meter auf acht Kilometern Länge. In diesem Abschnitt münden von links die beiden Seitentäler Flüela und Dischma, welche den Zugang zu den ins Engadin führenden Übergängen Flüelapass bzw. Scalettapass vermitteln. Ab der Einmündung des dritten, wie die vorgenannten rund 10 km langen Seitentals, des Sertigtals, wird der Talboden schmaler und fällt auf den verbleibenden neun Kilometern bis zur ehemaligen Gemeindegrenze bei der Felsenge Brombänz um knapp 300 Meter. Der tief eingeschnittene unterste Abschnitt des Tals heisst Zügenschlucht. Jenseits der Zügenschlucht befindet sich die Fraktion Wiesen, die seit dem 1. Januar 2009 ebenfalls zu Davos gehört.

Davos Laret mit reformierter Kirche

Die rechte (nordwestliche) Flanke weist nur einige kurze Seitentäler auf. Hier verläuft die Gemeindegrenze – gleichzeitig Wasserscheide gegen das Plessurgebiet – über die Gipfel von Amselflue (2771 m), Tiejer Flue (2781 m), Mederger Flue (2674 m) und Chüpfenflue (2658 m) zum historisch bedeutsamen Strelapass. Jenseits des Sattels setzt sie sich über das Schiahorn (2709 m) zur Weissflue (2834 m) fort. Im Norden verläuft die Gemeindegrenze auf der Casanna und dem Gotschnagrat. Die linke Talseite wird durch die drei Seitentäler in vorspringende Grate zergliedert. Vom Tal gesehen beherrschen die vorgelagerten Berge Seehorn (2238 m), Büelenhorn (2512 m), Jakobshorn (2590 m) und Rinerhorn (2528 m) das Bild. Die grössten Höhen findet man jedoch entlang der Wasserscheide gegen das Engadin und das obere Albulatal: Flüela Wisshorn (3085 m), Flüela Schwarzhorn (3147 m, höchster Punkt der Gemeinde), Piz Grialetsch (3131 m), Chüealphorn (3078 m) und Hoch Ducan (3063 m).

Ehemalige Davoser Fraktionsgemeinden

Ortsteile von Davos

Die sechs Ortsteile – bis Ende 2018 autonome Fraktionsgemeinden – sind in Fliessrichtung des Flusses Landwasser:

  • Davos Dorf, einschliesslich des Flüelatals, der Siedlung Wolfgang mit dem Strassenübergang Passhöhe Wolfgang und dem Weiler Laret jenseits des Passes,
  • Davos Platz, einschliesslich des Dischmatals,
  • Davos Frauenkirch, einschliesslich des Sertigtals,
  • Davos Glaris
  • Davos Monstein (seit 2019 einzige öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaft der Gemeinde)[9]
  • Davos Wiesen

Die Fraktionen Frauenkirch, Glaris und Monstein bilden zusammen den Unterschnitt, die Fraktionen Platz und Dorf den Oberschnitt.

Die beiden grössten Fraktionen Dorf und Platz liegen im fast ebenen oberen Talabschnitt und sind durch die Bautätigkeit des 20. Jahrhunderts zu einem rund vier Kilometer langen Siedlungsband verschmolzen. Über das gesamte Gemeindegebiet verstreut liegen eine Vielzahl von Einzelhöfen und Alpsiedlungen.

Mit 254,54 km² war Davos bis Anfang 2009 die flächenmässig zweitgrösste Gemeinde der Schweiz. Im Jahr 1997 wurden 37,1 % der Fläche als Wiesen und Weiden landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 19,7 % ein, die Siedlungen 2,2 %. Als unproduktiv galten 41,0 %.

Mit der Eingemeindung von Wiesen wurde Davos Anfang 2009 knapp vor Bagnes (282 km²) zur flächengrössten Gemeinde der Schweiz, verlor diese Führungsposition aber bereits Anfang 2011 wieder an die neu geschaffene Gemeinde Glarus Süd.

Nachbargemeinden sind Arosa, Bergün Filisur, Klosters-Serneus, S-chanf, Schmitten und Susch.

Klima

In Davos herrscht gemäß Köppen ein feuchtwinterkaltes Klima mit kühlen Sommern (Dfc). Die Jahresmitteltemperatur beträgt 3,5 °C, wobei im Januar mit −4,9 °C die kältesten und im Juli mit 12,4 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 193 Frosttage und 58 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel 3,5, Hitzetage wurden in der Normperiode 1981–2010 keine verzeichnet. Die MeteoSchweiz-Wetterstation liegt auf einer Höhe von 1594 m ü. M.

Davos, 1981–2010
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
66
 
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-9
 
 
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1
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7
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17
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11
1
 
 
72
 
4
-5
 
 
62
 
0
-8
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [10]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Davos, 1981–2010
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur (°C)−0,20,93,87,212,415,518,117,414,110,94,20,4Ø8,8
Min. Temperatur (°C)−9,2−9,4−6,1−2,52,05,07,17,03,90,7−4,5−7,7Ø−1,1
Temperatur (°C)−4,9−4,6−1,32,27,110,212,411,98,65,1−0,7−3,8Ø3,6
Niederschlag (mm)665659568812613614893617262Σ1023
Sonnenstunden (h/d)3,64,34,84,64,95,46,05,65,34,83,53,0Ø4,7
Regentage (d)8,87,69,79,611,913,613,213,59,98,09,49,5Σ124,7
Luftfeuchtigkeit (%)757271707173737677747778Ø73,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−0,2
−9,2
0,9
−9,4
3,8
−6,1
7,2
−2,5
12,4
2,0
15,5
5,0
18,1
7,1
17,4
7,0
14,1
3,9
10,9
0,7
4,2
−4,5
0,4
−7,7
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
N
i
e
d
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s
c
h
l
a
g
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56
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93
61
72
62
 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle: [10]

Der Hitzerekord in Davos wurde am 27. Juni 2019 mit 29,8 °C aufgestellt.[11]

Geschichte

Davos als Bauerndorf

Obwohl Einzelfunde an mehreren Stellen in der Landschaft Davos darauf hindeuten, dass seit der Bronzezeit Menschen durch das Gebiet zogen, ist das Tal wohl erst seit dem Hochmittelalter besiedelt. Zunächst wanderten aus dem Albulatal und dem Engadin Rätoromanen ein. Einzelne Orts- und Flurnamen weisen noch heute auf diese romanische Schicht hin; der Name Davos selbst, 1213 als Tavaus belegt, wird auf eine Ableitung von spätlat. *tovu ‚Tobel‘ < tubus ‚Röhre‘ zurückgeführt: *ad tovātos ‚bei von Tobelschutt bedeckten Stellen‘ oder *ad tovānes ‚bei den Tobelleuten‘.[5]

Um 1280 siedelten die Freiherren von Vaz Walser Kolonisten an und gewährten ihnen im Lehensbrief von 1289 umfassende Selbstverwaltungsrechte. Davos entwickelte sich zur grössten Bündner Walsersiedlung, begründete 1436 den Zehngerichtebund, als dessen Hauptort die Gemeinde massgeblichen Einfluss auf die Politik der Drei Bünde ausübte. 1526 schloss sich der Ort der Reformation an. Bis 1851 mit der neuen Kantonsverfassung die heutigen politischen Gemeinden geschaffen wurden, gehörte auch Arosa als Nachbarschaft zu Davos.

Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildete die Viehzucht den Haupterwerbszweig. Am linken Hang der Zügenschlucht – Silberberg genannt – wurden vom 15. bis 19. Jahrhundert Blei- und Zinkerze abgebaut.

Die Kirche St. Johann in Davos

Davos als Kurort

Ab 1853 beschrieben Alexander Spengler und später Willem Jan Holsboer das Davoser Höhenklima als wohltuend und gesundheitsfördernd und hielten fest, dass die Höhenluft besonders für Lungenkranke (insbesondere bei Tuberkulose) heilsam sei. Trotz jahrzehntelanger Forschung wurde dafür nie ein Nachweis gefunden.[12] Hingegen stellte sich heraus, dass in dieser Höhe keine Hausstaubmilben leben und die Höhenluft schadstoffarm ist, was hilfreich bei Asthma ist. Davon wussten die Menschen allerdings noch nichts, sondern vertrauten den Empfehlungen der Ärzte. Zuvor hatte 1855 Hermann Brehmer im schlesischen Görbersdorf, dem zeitgenössischen Vorbild aller Luftkurorte (später «schlesisches Davos» genannt), die Epoche der Lungensanatorien initiiert.

Die beiden ersten Winterkurgäste waren im Februar 1865 der tuberkulosekranke Buchhändler Hugo Richter (1841–1921) aus Königsberg und der ebenfalls erkrankte Arzt Friedrich Unger. Die Nachricht ihrer raschen Heilung und weitere solche Heilungsgeschichten machten Davos als Luftkurort weltbekannt. Richter blieb in Davos. 1881 gründete er die Davoser Zeitung. Das liberale Blatt setzte sich vehement für die touristische Entwicklung der Region ein. Ebenfalls in seinem Verlag erschienen die Davoser Blätter, eine unterhaltende Zeitschrift für die Kurgäste. Die Davoser Blätter veröffentlichten regelmässig Gästelisten, die viel beachtet wurden und für Gesprächsstoff sorgten, zumal sich unter den Namen häufig Personen aus dem europäischen Adel befanden. Um 1870 hatte Davos Beherbergungskapazitäten für rund 200 Lungenkranke. Bereits zehn Jahre später konnten 1474 Betten für Fremde angeboten werden. Ab 1874 warb Davos mit dem Slogan Davos, das neue Mekka der Schwindsüchtigen. Seit 1870 war eine erste Dampfzentralheizung in Betrieb, den Gästen sollte jeder Komfort geboten werden.[8] Entscheidend geprägt wurde Davos in dieser Zeit durch den Baumeister und Landammann Gaudenz Issler (1853–1942).

Ab 1872 verfügte Davos über eine eigene Musikkapelle. 1875 eröffnete das Hotel Belvédère. Ab 1879 besass der Ort ein Theater mit eigener Compagnie, das ab 1911 auch Gastspiele zeigte. Ab 1883 gab es eine anglikanische Kirche. 1885 gab es bereits 60 Einkaufsgeschäfte, die sich meist an die vermögende Zielkundschaft des Kurorts richteten. 1886 folgte die Eröffnung der English Library mit bald 6000 Bänden. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos und deren Eröffnung 1890 wurde die Entwicklung des Ortes noch beschleunigt: die Strassen wurden gepflastert und beleuchtet, eine Kanalisation angelegt, Hotels, Pensionen, Sanatorien und Villen wurden in grosser Zahl errichtet. 1902 wurde ein ständiges Orchester mit 24 Musikern im Sommer und 41 im Winter ins Leben gerufen. Sie führten ein tägliches Konzert und ein wöchentliches Symphoniekonzert auf. Einige Hotels beschäftigten zudem eigene Musikensembles. 1912 eröffnete das erste Kino. Ergänzt wurde das Unterhaltungsangebot durch Tanzveranstaltungen und Bibliotheken oder Sprachkurse und Vorträge. Damit wurde Davos als Luftkurort weltbekannt. Um 1900 betrieben fünf Staaten Konsulate in Davos. Deutsche, Russen, Niederländer und Briten bildeten sogenannte Kolonien. Russen stellten 1912 mit 3422 Besuchern 11 % der Kur- und Vergnügungsgäste.[8]

1889 eröffnete der badische Arzt Karl Turban die erste geschlossene Heilanstalt im Ort, das Sanatorium im Park, da er den hedonistischen Vergnügungsbetrieb der anderen Anstalten ablehnte und als schädlich für die Gesundheit der Kurgäste ansah. Auch er setzte auf die bewährte Methode der Freiluft-Liegekur, bei der die Patienten fünf bis sieben Stunden täglich auf Balkonen oder in unbeheizten offenen Hallen lagen. Der Innenausbau der Anstalt war schlicht und funktionalistisch, um eine strenge Hygiene durchzusetzen. In der Folge begannen viele Kantone und Länder in Davos ihre eigenen Sanatorien zu bauen, so 1885 das britische Sanatorium Dr. Hudson. 1900 folgte die Eröffnung des Sanatoriums Schatzalp, einem Luxusbetrieb für Privatpatienten in einem Jugendstilbau, der unter der Leitung von Lucius Spengler stand. Weitere sogenannte geschlossene Anstalten und offene Krankenpensionen folgten, die Zahl der Sanatorien stieg damit auf 18.

Aufgenommen wurden aber meist nur Personen in den Frühstadien der Tuberkulose. Ein Aufenthalt dauerte mindestens drei Monate, mit offenem Ausgang, weshalb die SBB Fahrkarten mit dem Aufdruck Gültig bis zur Heilung verkaufte. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs brachte die Abreise fast aller Nordamerikaner und Briten. Russen waren durch die Revolutionen in ihrer Heimat von ihren Geldzuflüssen abgeschnitten worden. Die Sanatorien dienten danach meist der Unterbringung deutscher Internierter und Kriegsverletzter. Ab den 1920er Jahren entschied sich die Davoser Hotel- und Sanatorien-Branche für eine Abwendung vom Kurgeschäft und eine Hinwendung zum Wintersport. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 brachte einen weiteren Einbruch des Kurgeschäfts, und die Entdeckung des Wirkstoffs Streptomycin machte die Luftkuranstalten Ende der 1940er Jahre überflüssig. Danach wurden die meisten Einrichtungen für Kranke umgenutzt oder abgerissen.[8]

Die bekanntesten noch heute existierenden Anstalten sind die Deutsche Hochgebirgsklinik Davos in Davos-Wolfgang, zusammen mit der Klinik Nederlands Astmacentrum Davos und die Zürcher Höhenklinik Davos Clavadel. Andere wurden aufgehoben, so 2004 die Alexanderhausklinik, im Frühling 2005 die Thurgauer/Schaffhauser Höhenklinik Davos und das Basler Sanatorium.

Thomas Manns Roman Der Zauberberg (1924) spielt in Davos. Er beruht auf einem Aufenthalt seiner Frau Katia in einer Lungenklinik vor dem Ersten Weltkrieg. In der heutigen Tourismuswerbung wird der Zauberberg mit dem Hotel Schatzalp identifiziert, obwohl das beispielgebende Sanatorium das Waldsanatorium war. Allerdings waren die Hoteliers mit dem Roman zunächst sehr unglücklich, weshalb sie bei Erich Kästner den Roman Der Zauberlehrling in Auftrag gaben. Schriftsteller, die im Gegensatz zu Kästner aus Krankheitsgründen nach Davos kamen, waren für drei Monate im Jahr 1871 Conrad Ferdinand Meyer,[13] später René Crevel, Paul Éluard, Christian Morgenstern,[13] der Expressionist Klabund und ab 1877 für 16 Jahre John Addington Symonds.[13] Die spätere Schriftstellerin Cilette Ofaire[14] aus Neuenburg kurirte in einem Davoser Sanatorium einen jugendlichen Weltschmerz, bevor sich die Bürgertochter Kunst und Reisen zuwandte.[14] Unter den Gästen gab es immer wieder politische Reibereien: Die russische Schriftstellerin Lidija Pisarschewskaja veröffentlichte 1914 den bitter-bösen Roman Das Sanatorium des Todes und der Liebe[13] (Sanatorium smerti i ljubwi) über Davos und die im Ort residierenden Reichsdeutschen, deren Militarismus und anmassendes Auftreten sie kritisierte. Auch Robert Luis Stevenson, 1880 und erneut 1881/1882 Patient in Davos, hegte einen tiefen Groll gegen den Kurort. Begeistert zeigte sich hingegen der Kriminalautor und Sportsmann Arthur Conan Doyle.[8] Das politische Weltgeschehen liess sich auch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs nicht von Davos fernhalten: Der NSDAP-Mann Wilhelm Gustloff wurde im Februar 1936 in Davos vom Attentäter David Frankfurter erschossen.

Davos als Wintersportort

Historische Aufnahme eines Bobteams von ca. 1910, aufgenommen in Bergün
Die alte Eisbahn (ca. 1915)

Das erste Schlittelrennen wurde 1883 in Davos ausgetragen. Von der Schatzalp aus wurden neben Schlittelrennen auf einer separaten Bahn auch Bobrennen durchgeführt. Der Schriftsteller Arthur Conan Doyle, der als Begleiter seiner lungenkranken Frau nach Davos kam, beschrieb in einem launigen Essay 1889 das Skilaufen in Davos und löste damit die bis heute andauernde Beliebtheit des Ortes speziell bei den Briten aus. Zu dieser Zeit entstand auch der Davoser Schlitten. 1906 fanden in Davos die ersten Weltmeisterschaften im Eislaufen der Frauen statt. Deutsche fühlten sich durch die neu in Mode gekommene Reformbewegung zum Sport verpflichtet. Im Dezember 1934 wurde in Davos am Bolgen der weltweit erste Bügelskilift von der Davoser Skischule in Betrieb genommen. Der knapp 300 Meter lange Lift wurde im Januar 1935 in einem Kurzfilm dokumentiert. Von 2003 bis 2005 fand dort jährlich La Nuit blanche statt.

Eine Eigenart von Davos waren die bis vor wenigen Jahren getrennt wirtschaftenden Seilbahngesellschaften, die mehrere getrennte Skigebiete im Raum Davos/Klosters erschlossen: Schatzalp/Strela, Brämabüel/Jakobshorn, Parsenn, Pischa, Rinerhorn und Madrisa (bei Klosters). Im Jahr 2002 wurde der Liftbetrieb auf der Schatzalp eingestellt. In der Wintersaison 2009/10 wurde das Skigebiete Schatzalp/Strela in reduziertem Umfang wiedereröffnet.

Im Zentrum von Davos befindet sich bis heute die grösste Natureisbahn Europas. Auf dieser wurde erstmals seit 1914 am 6. Januar 2014 wieder ein Bandy-turnier in der Schweiz ausgetragen.[15] Die Bandy-Europameisterschaft 2016 der Männer ist die 2. Austragung dieses Turniers und wird auch hier stattfinden.[16] Gleich nebenan ist das Eisstadion Vaillant-Arena, die Heimstätte des 1921 gegründeten HC Davos. Dieser hat als «Rekordmeister» bislang 31 Schweizer-Meister-Titel gewonnen. Das Stadion fasst 7'080 Plätze. Der letzte Erfolg gelang den Davosern im Jahre 2015, als sie in der Finalserie die ZSC Lions mit 4:1 bezwangen.

Seit 1923 empfängt der HC Davos jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr fünf – bis und mit 2009 vier – Clubmannschaften zum internationalen Eishockeyturnier um den Spengler Cup. Rekordsieger ist der Gastgeber mit 15 Siegen, wobei der letzte Erfolg mit einem 3:2-Sieg gegen Dinamo Riga im Final des Jahres 2011 gelang.

Seit 1972 werden jährlich die Davos Nordic ausgetragen. Diese Rennen gelten seit 1980 offiziell zur Serie des FIS-Langlauf-Weltcup. Sportler wie Thomas Wassberg und Bjørn Dæhlie haben Siege in Davos gefeiert. Von den grossen Erfolgen von Dario Cologna kann auch Davos Nordic profitieren – die Veranstaltung hat seit 2007 einen beträchtlichen Entwicklungsschub erlebt und die Zuschauerzahlen vervielfacht.

Im Sommer kann im Freibad am Davosersee Wassersport wie beispielsweise Windsurfen und Beachvolleyball betrieben werden.

Winterpanorama über Davos vom Jakobshorn aus

Bevölkerung

Davos hat 12.751 Einwohner und einen Ausländeranteil von 31,9 % (Stand 1. Januar 2017). Die Bevölkerung verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Ortsteile:[17]

FraktionEinwohnerFläche in km2
Dorf3.64263,89
Platz7.33477,26
Frauenkirch42157,52
Glaris40430,21
Monstein18925,53
Wiesen38929,58
Landschaft Davos12.751283,99

Da Davos von deutschsprachigen Walsern besiedelt wurde, ist einzige Amtssprache Deutsch.

Religion

Davos nahm 1526 die Reformation an. Gegenwärtig existieren auf dem Gemeindegebiet drei Kirchgemeinden der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden (Davos Dorf, Davos Platz und Davos Altein) und eine Kirchgemeinde des Bistums Chur beziehungsweise der Katholischen Landeskirche Graubünden. 2017 gehörte mit über 70 % die Mehrheit der Davoser einer Landeskirche an: 36,2 % waren evangelisch-reformiert und 35,1 % römisch-katholisch.[17]

Seit der Volkszählung im Jahr 2000 wurde die religiöse Zusammensetzung der Einwohner, die keiner Landeskirche angehören, nicht mehr erfasst. Damals gehörten 5,1 % einer anderen christlichen Kirche an (3,8 % christlich-orthodox, 1,3 % weitere christliche Gemeinschaften), 0,7 % waren muslimischen Glaubens, 0,1 % jüdischer Religion und 0,5 % waren Mitglieder einer anderen Religionsgemeinschaft. Der Anteil der Konfessionslosen betrug 7,3 %, zudem machten 3,9 % der Bevölkerung keine Angaben zu ihrer Religion.[18][19]

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung.[20]

Politik

Insgesamt 17 Sitze

Legislative

Die Legislative in der Landschaft Davos ist der Grosse Landrat. Er besteht aus 17 Mitgliedern und wird alle vier Jahre durch das Volk im Majorzverfahren neu gewählt. Der Präsident oder die Präsidentin wechselt jährlich.

Die Parteien haben in der Legislatur 2021–2024 folgende Sitzstärken: FDP 6 Sitze; SVP 3 Sitze; SP 3 Sitze; GLP 2 Sitze; BDP und EVP und Parteilose je ein Sitz.[21]

Exekutive

Die Exekutive in der Landschaft Davos ist der Kleine Landrat. Er besteht aus fünf Mitgliedern und wird alle vier Jahre durch das Volk neu gewählt. Sein Sitz ist das 1564 erbaute Rathaus.

Mitglieder für die Amtszeit 2021–2024 sind:

  • Philipp Wilhelm (Landammann), SP
  • Iris Hoffmann-Stiffler (Departement für Bildung und Soziales), parteilos
  • Jürg Zürcher (Departement für Gesundheit, Sport und Sicherheit), FDP
  • Stefan Walser (Statthalter, Departement für Tiefbau und öffentliche Betriebe), SP
  • Simi Valär (Departement für Hochbaut, Umweltschutz und Energie), FDP

Nationale Wahlen

Bei den Nationalratswahlen 2019 betrugen die Wähleranteile in Davos: SVP 31,8 %, SP 22,1 %, FDP 16,4 %, glp 9,5 %, BDP 8,1 %, CVP 7,8 %, Grüne 4,5 %.[22]

Städtepartnerschaften

Die Gemeinde beschloss im Februar 2010 ein einschneidendes Sparprogramm («Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Gemeindefinanzen»). Mit diesem Programm wurden auch die Städtepartnerschaften aufgehoben, weil sie keinen finanziellen Ertrag einbringen.

Infrastruktur

Typischer Kleinbahnhof der Rhätischen Bahn in Davos-Glaris

Verkehr

Strassen

Davos ist über das Prättigau und die Hauptstrasse 28 von Norden her erreichbar. Da diese Strasse der Hauptzubringer nach Davos ist, leidet das Prättigau stark unter dem Verkehr. Deshalb ging die Strasse im Prättigau ins Bundeseigentum über (N28). Ausserdem wurden viele Umfahrungen für die vom Verkehr geplagten Dörfer gebaut. Weitere Strassen führen nach Osten über den Flüelapass ins Engadin (H28) sowie Richtung Südwest nach Tiefencastel und Thusis (H417) bzw. via Lenzerheide (H3) nach Chur.

In Davos selber dienen zwei Einbahnstrassen als Hauptstrasse; die etwas höher gelegene Promenade nach Südwesten und die im Tal liegende Talstrasse nach Nordosten. Beide Strassen sind durch viele Nebenstrassen verbunden. Von Norden nach Süden sind dies: Dischmastrasse, Schiaweg, Reginaweg, Hertistrasse, Kurgartenstrasse, Tobelmühlestrasse, Guggerbachstrasse, Hintere Gasse.

Bahn

Per Bahn ist Davos mit der Rhätischen Bahn (RhB) erreichbar. Zum einen über die Bahnstrecke Landquart–Klosters–Davos Platz von Landquart und zum anderen über die Linie Filisur–Davos Platz von Filisur. Diese Verbindungen verkehren jeweils im Stundentakt. Die Gemeinde verfügt über acht Stationen. Die beiden wichtigsten sind die Bahnhöfe Davos Dorf und Davos Platz.

Bus

Das vom Verkehrsbetrieb der Landschaft Davos (VBD) zusammen mit der PostAuto Schweiz AG und den beiden ortsansässigen Transportunternehmen Stiffler und Kessler betriebene Ortsbusnetz verbindet auf acht Linien Davos Dorf und Platz mit den Aussenbezirken und den Seitentälern. Die PostAuto-Linie 183 verbindet Davos via Alvaneu und Lenzerheide mit Chur. Eine andere Linie, die 331, führt über den Flüelapass nach Susch im Unterengadin, von da aus hat man wiederum Anschluss an die Rhätische Bahn.

Bergbahnen

Von Davos selber führen drei und von den Aussenbezirken zwei Bergbahnen auf umliegende Berge.

Lehre und Forschung

Davos beherbergt eine Reihe von z. T. international bekannten Forschungseinrichtungen:

Des Weiteren beherbergt Davos zwei Mittelschulen beziehungsweise Gymnasien mit angeschlossenem Internat:

  • Schweizerische Alpine Mittelschule Davos (SAMD) mit ca. 270 Schülern
  • Schweizerisches Sport Gymnasium Davos (SSGD) mit ca. 120 Schülern

In Davos befindet sich zudem die kantonale Berufsfachschule Davos, deren Einzugsbereich die Region Davos-Prättigau-Albulatal ist.

Veranstaltungen

Davos ist ein international bekannter Kongressort. Jährlich finden dort wiederkehrende Kongresse aus allen Bereichen der Medizin statt. Für weltweite Schlagzeilen und auch für Demonstrationen sorgt das jährlich im Januar abgehaltene Weltwirtschaftsforum (WEF), das von Klaus Schwab gegründet wurde.

Der Swiss Alpine Marathon ist der höchstgelegene Ultramarathon Europas. Darüber hinaus ist Davos seit 2013 Zielort des Gebirgslaufs Swiss Irontrail.

Davos ist auch Ausgangspunkt der Oldtimerrallye Davos Classic. Es werden die umliegenden Alpen-Passstrecken mit klassischen Automobilen befahren, die bis zum Jahr 1984 hergestellt wurden.

Der Spengler Cup, der jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindet, ist das weltweit berühmteste Eishockey-Klubturnier. Insgesamt 80'000 Zuschauer besuchen jeweils den Anlass.

Sir Arthur Conan Doyle überschritt im Winter 1894 zusammen mit den einheimischen Gebrüdern Johann und Tobias Branger von Davos aus mit Skiern die Maienfelder Furgga nach Arosa. In der Folge beschrieb er das Unterfangen ausführlich in der englischen Zeitschrift Strand Magazine. Dieser Artikel trug wesentlich dazu bei, dass Davos und Graubünden vor allem bei den Engländern sehr beliebt wurden. Es kann als Erbe dieses Artikels angesehen werden, dass jedes Jahr das Britisch-Schweizerische Parlamentarier-Skirennen stattfindet, an dem nur Schweizer und britische Parlamentarier teilnehmen.

Kultur

Thomas Mann machte Davos mit seinem 1924 erschienenen, später auch verfilmten Roman Der Zauberberg in der deutschsprachigen Welt berühmt. Das im Buch beschriebene Sanatorium war das Waldsanatorium, das heute als Waldhotel Davos (ehemals Waldhotel Bellevue) geführt wird.

Der berühmte deutsche Expressionist und Mitbegründer der Künstlervereinigung «Brücke» Ernst Ludwig Kirchner verbrachte die Jahre 1917 bis 1938 in Davos. Er wohnte zuerst auf der Stafelalp, später im «Haus in den Lärchen»[23] in Davos Frauenkirch und bis zu seinem Freitod im Haus auf dem Wildboden.

Davos als Kurort erscheint auch im Roman Stiller von Max Frisch, in welchem Julika, die Frau der Hauptfigur, eine Zeit als Tuberkulosepatientin hier verbrachte.

Sehenswürdigkeiten

Kirchner Museum Davos

Das 1992 eröffnete Kirchner Museum Davos am Ernst Ludwig Kirchner Platz präsentiert eine umfangreiche Sammlung von Werken des deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner.

Die Parsennbahn auf das Weissfluhjoch war die zweite ausgesprochene Sportbahn (Bahn, die nur auf Sportler als Fahrgäste ausgerichtet ist) der Schweiz.

Eingangstor Waldfriedhof, Entwurf E. F. Baumann

Die Architektur in Davos ist von einem für die Region ungewöhnlichen Flachdachstil geprägt, der als Davoser Flachdach Einzug in die Architekturgeschichte gefunden hat.[24]

Die Stadtpromenade ist eine beliebte Einkaufsstrasse, im Ortszentrum besteht ein Einbahnsystem, mit Ausnahme der Busse des öffentlichen Verkehrs.

Bemerkenswert sind folgende Gebäude und Anlagen:

  • Reformierte Kirche St. Johann
  • Reformierte Kirche St. Theodul
  • Katholische Kirche Herz Jesu[25]
  • Katholische Marienkirche[26]
  • Ehemalige anglikanische Kirche St. Luke’s (Freie Evangelische Gemeinde)[27]
  • Arzthaus der Thurgauisch-Schaffhausischen Heilstätte[28]
  • Aufnahmegebäude der RhB[29]
  • Blaue Häuser[30]
  • «Bubenbrunnen»[31]
  • Ehemaliges Arzthaus der Basler Höhenklinik[32]
  • Ehemaliges «Grand Hotel Belvédère» (heute «Steigenberger Grandhotel Belvédère Davos»)[33]
  • Ehemaliges Sanatorium Schatzalp[34]
  • Ehemaliges Schulhaus Davos Dorf (Physikalisch-Meteorologisches Observatorium/Weltstrahlungszentrum)[35]
  • «Grosses Jenatschhaus»[36]
  • Kongresszentrum und Hallenbad[37]
  • Kurpark: Torbau 1916, Bronzeplastik Atmender, Brunnenanlage[38]
  • «Oberes Jenatsch-Haus»[39]
  • Rathaus[40]
  • Schulhaus[41]
  • Skistürze-Brunnen[42]
  • Sportzentrum, 1996, von Architekten Mike Guyer und Annette Gigon[43]
  • «Unteres Jenatschhaus»[44]
  • Wandelbahn[45]
  • «Youthpalace», 2002, von Architekten Gian Carlo Bosch, Martin Heim und Reto Zindel[46]
  • Zweifamilienhaus an der Tanzbühlstrasse[47]
  • Waldfriedhof Davos: 1920 gestaltete Rudolf Gaberel in Zusammenarbeit mit Christian Issler und dem Architekten und Bildhauer Erwin Friedrich Baumann den Waldfriedhof. Baumann war für die künstlerische Gestaltung verantwortlich. Die Anlage liegt in einem bestehenden Lärchenhain; die Einfriedung erfolgte in Trockenmauerwerk, mit zyklopischem Eingangstor. Die Reihengräber sind in elliptischer Gesamtform angeordnet, die Privatgräber über Unebenheiten der natürlichen Topographie verstreut. Gemäss der Friedhofsordnung, dürfen nur einfache Holzkreuze aus Lärche und unbehauen aussehende einheimische Steine die Gräber zieren. Im Bereich der Privatgräber befinden sich Grabstätten unter anderem von Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebenspartnerin Erna Schilling sowie von Rudolf und Rosa Gaberel; verschiedene Grabsteine stammen von Wilhelm Schwerzmann. Nachdem sich der Schweizerische Israelitische Gemeindebund ab den 1910er-Jahren dafür eingesetzt hatte, wurde der Anlage 1930 ein jüdischer Friedhof hinzugefügt. Dieser fand im Oktober 1931 erstmals für ein jüdisches Begräbnis Verwendung; ein junger Mann namens Leos Krupkin.[48]
  • Wiesener Viadukt der Rhätischen Bahn, auf dem Gebiet der ehemaligen Fraktionsgemeinde Wiesen

Persönlichkeiten

Kirchner: Davoser Café 1928

Literatur

  • Martin Bundi: Davos. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Fritz Dürst, Hugo Welti, Rudolf Indlekofer: Davos und seine Täler. Basel 1964.
  • Kasimir Edschmid, Walter Kern: Davos, Die Sonnenstadt im Hochgebirge. (= Schaubücher. 38). Zürich/ Leipzig 1932.
  • Leni Henderson-Affolter: Der Jugendstil in Davos. Davos 1983.
  • Leni Henderson-Affolter (Redaktion): Landschaft Davos. Jahrbuch 1992. Chur 1992, ISBN 3-907036-35-2.
  • Leni Henderson-Affolter: Es schrieb einmal … Lh Davos. Schiers 1996.
  • Marietta Kobald-Walli (Projektleitung): Läsiblüescht. Prättigauer und Davoser Dialekttexte aus 159 Jahren. Hrsg. von der Walservereinigung Graubünden. o. O. 2017, ISBN 978-3-909210-05-3.
  • Fritz Maron: Arosa – Beziehungen zwischen Arosa und Davos. Arosa 1951.
  • Max Pfister: Landschaft Davos, eigenständiges weltoffenes Hochland. (= Schweizer Heimatbücher. 182). Bern 1978, ISBN 3-258-02743-9.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden II. Die Talschaften Herrschaft, Prättigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 9). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1937. DNB 811066703
  • Martin Schmid, Gaudenz Issler: Davoserdeutsches Wörterbuch. Der Wortschatz einer Bündner Walsersiedlung. (= Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen. VII). Verlag Walservereinigung Graubünden, Chur 1982, ISBN 3-909210-00-7.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Die Aussprache des Hochdeutschen in der Schweiz. Eine Wegleitung. Im Auftrag der Schweizerischen Siebs-Kommission hrsg. von Bruno Boesch. Schweizer Spiegel Verlag, Zürich 1957, S. 36; Hans Bickel, Christoph Landolt: Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. Hrsg. vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache. 2., vollst. überarb. und erweit. Aufl. Duden, Berlin 2018, S. 102.
  3. Eva-Maria Krech u. a.: Deutsches Aussprachewörterbuch. Berlin 2009, S. 432.
  4. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V, Karte 1.
  5. a b Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuchâtel unter der Leitung von Andres Kristol. Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 289.
  6. So laut Arnold Büchli: Mythologische Landeskunde von Graubünden. Ein Bergvolk erzählt. 1. Teil: Fünf Dörfer, Herrschaft, Prätigau, Plessurtal, Chur, Davos. Sauerländer, Aarau 1958 (2., erw. Aufl. Disentis 1989), S. 276; laut dem ungedruckten Material des Sprachatlasses der deutschen Schweiz (Archiv des Schweizerischen Idiotikons) nur so in den ebenfalls walserischen Nachbarorten.
  7. Davos in Glossario Helvetiae Historico.
  8. a b c d e Ulrike Moser: Schwindsucht – Eine andere deutsche Gesellschaftsgeschichte. Matthes und Seitz Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-95757-556-2, S. 80–113.
  9. Verfassung der Gemeinde Davos vom 24. November 2019, Artikel 1, Absatz 2.
  10. Klimatabelle. (PDF) In: meteoschweiz.admin.ch. meteoschweiz, abgerufen am 9. April 2018.
  11. Temperaturhöchstwerte – Neue Hitzerekorde sowohl im Norden wie auch im Süden. In: srf.ch. 27. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2019.
  12. Das Märchen von der guten Luft. 18. Juli 2017, abgerufen am 30. August 2020 (deutsch).
  13. a b c d Thomas Sprecher: Davos in der Weltliteratur – Zur Entstehung der Zauberbergs. In: Th. Sprecher (Hrsg.): Thomas-Mann-Studien: Das „Zauberberg“-Symposium 1994 in Davos (Sonderdruck). Band 11. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-465-02806-6, S. 9–42, hier 26–29.
  14. a b Alexander Sury: Sie suchte Freiheit und Abenteuer – Schweizer Seefahrerin. Die Neuenburgerin Cilette Ofaire (1891–1964) war eine Literatin, die das unbürgerliche Leben liebte. Jetzt liegt ihr romanhafter Reisebericht 'Ismé' in einer grossartigen Ausgabe wieder vor. In: Pietro Supino (Hrsg.): Tages-Anzeiger. Nr. 302. Zürich 29. Dezember 2020, S. 29.
  15. Bandy zurück in Davos. (Nicht mehr online verfügbar.) davos.ch, 1. Januar 2014, archiviert vom Original am 17. Dezember 2013; abgerufen am 10. Mai 2015.
  16. О Хабаровске, Олимпиаде и США (russisch)
  17. a b Gemeinde Davos: Davos im Portrait. (PDF) Abgerufen am 20. Januar 2020.
  18. Davos: Wohnbevölkerung nach Religion. (XLSX) BFS, 9. Januar 2019, abgerufen am 20. Januar 2020.
  19. Historischer Atlas der Eidgenössischen Volkszählungen. BFS, 2019, abgerufen am 20. Januar 2020.
  20. Daten gemäss Martin Bundi: Davos. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  21. Verteilung der Sitze auf die Parteien. (PDF) In: gemeindedavos.ch. 17. Oktober 2020, abgerufen am 1. Dezember 2020.
  22. Bundesamt für Statistik: NR – Ergebnisse Parteien (Gemeinden) (INT1). In: Eidgenössische Wahlen 2019 | opendata.swiss. 8. August 2019, abgerufen am 1. August 2020.
  23. Eberhard W. Kornfeld: Gut in den Lärchen, Frauenkirch-Davos. E. L. Kirchner Haus 1918–1923. Die Geschichte eines Hauses in Frauenkirch. Kornfeld, Bern 2004, ISBN 3-85773-045-5.
  24. Christof Kübler: Rudolf Gaberel: Architektur als Kur. In: Franco Item: Davos – zwischen Bergzauber und Zauberberg. Verlag Neue Zürcher Zeitung, ISBN 978-3-03810-036-2, S. 217.
  25. Katholische Kirche Herz Jesu
  26. Katholische Marienkirche
  27. Ehemalige anglikanische Kirche St. Luke's (Freie Evangelische Gemeinde)
  28. Arzthaus der Thurgauisch-Schaffhausischen Heilstätte
  29. Aufnahmegebäude der RhB
  30. Blaue Häuser
  31. Bubenbrunnen
  32. Ehemaliges Arzthaus der Basler Höhenklinik
  33. Ehemaliges Grand Hotel Belvédère (heute Steigenberger Grandhotel Belvédère Davos)
  34. Ehemaliges Sanatorium Schatzalp
  35. Ehemaliges Schulhaus Davos Dorf (Physikalisch-Meteorologisches Observatorium/Weltstrahlungszentrum)
  36. Grosses Jenatschhaus
  37. Kongresszentrum und Hallenbad
  38. Kurpark: Torbau 1916, Bronzeplastik «Atmender», Brunnenanlage
  39. Oberes Jenatsch-Haus
  40. Rathaus
  41. Schulhaus
  42. Skistürze-Brunnen
  43. Sportzentrum
  44. Unteres Jenatschhaus
  45. Wandelbahn
  46. Youthpalace
  47. Zweifamilienhaus
  48. Urs Hafner: In Ruhe Warten – Ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof von Davos und ein Blick zurück in seine Geschichte. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 163. Zürich 16. Juli 2012, S. 31.

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