Dadu He

Dadu He
Dajin Chuan (Oberlauf)
Dadu He am Unterlauf bei Jinkouhe

Dadu He am Unterlauf bei Jinkouhe

Daten
LageSichuan (China Volksrepublik Volksrepublik China)
FlusssystemJangtsekiang
Abfluss überMin Jiang → Jangtsekiang → Ostchinesisches Meer
Zusammenfluss vonMake He (links) und Duke He (rechts)
31° 47′ 59″ N, 101° 54′ 40″ O
Quellhöheca. 2250 m
Mündungbei Leshan in den Min JiangKoordinaten: 29° 32′ 58″ N, 103° 45′ 53″ O
29° 32′ 58″ N, 103° 45′ 53″ O
Mündungshöheca. 361 m
Höhenunterschiedca. 1889 m
Sohlgefälleca. 2,9 ‰
Längeca. 642 km[1] (einschl. Quellflüssen: 1083 km)
Einzugsgebietca. 77.700 km²[2]
Linke NebenflüsseXiaojin Chuan, Qingyi Jiang
Rechte NebenflüsseNanya He, Niuri He
Durchflossene StauseenShuangjiangkou-Talsperre (), Houziyan-Talsperre (), Changheba-Talsperre (), Wasserkraftwerk Dagangshan (), Pubugou-Talsperre ()
Karte
Tibetische Bezeichnung
Wylie-Transliteration:
rgyal rong rgyal mo rngul chu
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
大渡河
Pinyin:
Dàdù Hé

Der Dadu He oder Dadu-Fluss (chinesisch 大渡河, Pinyin Dàdù Hé, W.-G. Tatu Ho) ist ein rechter Nebenfluss des Min Jiang, des wasserreichsten Nebenflusses des Jangtsekiang.

Der Dadu He ist 642 km lang (einschließlich Quellflüssen etwa 1083 km). Das Einzugsgebiet umfasst 77.700 Quadratkilometer.[3] Er ist auch unter der englischen Bezeichnung Tatu River bekannt. Er fließt durch den Westen Sichuans. Eine berühmte Station ist dort die Luding-Brücke. Die Mündung des Dadu in den Min markiert der Buddha von Leshan.

Bei der als Folge des Erdbebens im Süden von Kangding (1. Juni 1786) verursachten Katastrophe brach am 10. Juni 1786 ein durch einen Erdrutsch entstandener Damm, der den Fluss gestaut hatte. Etwa 50 Millionen Kubikmeter Wasser bahnten sich den Weg durch die Landschaft[4] und verwüsteten über eine Länge von 1.400 Kilometern das Land. Etwa 100.000 Menschen starben.[5]

Talsperren und Wasserkraftwerke

Es sind insgesamt 28 Wasserkraftwerke entlang dem Flusslauf des Dadu He vorgesehen, viele davon sind schon fertiggestellt und in Betrieb.

Die Staudämme und Wasserkraftwerke in Abfluss-Richtung sind:

Talsperre / WehrLeistung
in MW
Inbetrieb-
nahme
Koord.
Shuangjiangkou-Talsperre20002025Welt-Icon
Jinchuan-Talsperre860vorauss. 2025Welt-Icon
Anning-Talsperre400in Planung
Badi-Talsperre720in Planung
Danba-Talsperre1130in Planung
Houziyan-Talsperre17002017Welt-Icon
Changheba-Talsperre26002017Welt-Icon
Huangjinping-Talsperre8502015Welt-Icon
Luding-Talsperre9202012Welt-Icon
Yingliangbao-Wasserkraftwerk (Wehr)111162025Welt-Icon
Dagangshan-Talsperre26002017Welt-Icon
Longtoushi-Talsperre7002009Welt-Icon
Laoyingyan-1-Talsperre300in Planung
Laoyingyan-2-Talsperre420im BauWelt-Icon
Pubugou-Talsperre36002010Welt-Icon
Shenxigou-Talsperre6602011Welt-Icon
Zhentouba-1-Talsperre7202015Welt-Icon
Zhentouba-2-Talsperre300im BauWelt-Icon
Shaping-2-Talsperre360im BauWelt-Icon
Shaping-1-Talsperre3482018Welt-Icon
Gongzui-Talsperre7701978Welt-Icon
Tongjiezi-Talsperre7001994Welt-Icon
Shawan-Talsperre4802010Welt-Icon
Fahuasi-Talsperre240in Planung
Angu-Talsperre7722015Welt-Icon

1: Yingliangbao-Wasserkraftwerk flussabwärts mit 15 km langem Umleitungstunnel

Einsturz der Hongqi-Brücke

Am 11. November 2025 stürzte ein Teil der ein halbes Jahr zuvor eröffneten Straßenbrücke Hongqi () ein.[6] Die neu gebaute Straßenbrücke mit einer Länge von 758 m sowie einer Höhe über dem Talboden von 172 m überspannt den linken Quellfluss Make He 2,5 km oberhalb dessen Zusammenfluss mit dem Duke He, dem rechten Quellfluss des Dadu He. Ursache des Brückeneinsturzes war offenbar eine Instabilität im Hang auf einer Seite des Flusstals und ein darauf folgender Erdrutsch. Da die Brücke wegen zuvor aufgetretener Risse gesperrt war, gab es keine Opfer.[6]

Einzelnachweise

  1. Dadu He. OpenStreetMap, abgerufen am 12. November 2025. (Messfunktion)
  2. Junyi Wang et al.: Spatial-Temporal Evolution Characteristics and Driving Force Analysis of NDVI in the Minjiang River Basin, China, from 2001 to 2020. In: Water Vol. 14 Issue 18, 2923. 2022, abgerufen am 13. November 2025 (englisch).
  3. @1@2Vorlage:Toter Link/www.scnjw.gov.cnVier Francisturbinen mit einer Leistung von je 650 Megawatt für das chinesische Wasserkraftwerk Dagangshan (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  4. http://www.fsl.orst.edu/wpg/events/S08/05_Daietal_geomorph.pdf The 1786 earthquake-triggered landslide dam and subsequent dam-break flood on the Dadu River, (PDF, englisch), abgefragt am 11. September 2014
  5. Jan Rybář, Josef Stemberk, Peter Wagner (Hrsg.): Landslides: Proceedings of the First European Conference on Landslides, Prague, Czech Republic, 24-26 June 2002. CRC Press, 2002, ISBN 90-5809-393-X, S. 66 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. a b Nach Erdrutsch: Neue Autobahnbrücke in China teilweise eingestürzt. In: www.tagesschau.de. 12. November 2025, abgerufen am 13. November 2025.
Commons: Dadu He – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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位于金口河大峡谷中的关村坝站.png
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​位于金口河大峡谷中的关村坝站,画面中视觉中心及山脉河流引导交汇处的车站为关村坝站,金口河大峡谷是成昆铁路沿线地形最为险峻的地方之一
Min sichuan rivermap.png
Autor/Urheber: Kmusser, Lizenz: CC BY-SA 3.0
A map of the Min River (Minjiang) and Dadu River drainage basin.