Coșteiu

Coșteiu
Kastély
Coșteiu (Rumänien)
Coșteiu (Rumänien)
Basisdaten
Staat:Rumänien Rumänien
Historische Region:Banat
Kreis:Timiș
Koordinaten:45° 44′ N, 21° 51′ O
Zeitzone:OEZ (UTC+2)
Fläche:83,63 km²
Einwohner:3.815 (1. Dezember 2021[1])
Bevölkerungsdichte:46 Einwohner je km²
Postleitzahl:307125
Telefonvorwahl:(+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen:TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2])
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Coșteiu, Hezeriș, Păru, Țipari, Valea Lungă Română
Bürgermeister :Petru Carebia (PSD)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 282 A
loc. Coșteiu, jud. Timiș, RO–307125
Website:
Lage der Gemeinde Coșteiu im Kreis Timiș
Coșteiu auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)
Schleuse von Coșteiu

Coșteiu (ungarisch Kastély oder Kostély) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Coșteiu entstand durch die Zusammenlegung der Dörfer Coșteiu Mare (1924: Coșteiul Mare, ungarisch: Nagykastély) Coșteiu Mic und Sâlha. Zur Gemeinde Coșteiu gehören auch die Dörfer Hezeriș, Păru, Țipari und Valea Lungă Română.

Geografische Lage

Coșteiu liegt im Südosten des Kreises Timiș, 7 Kilometer nordöstlich von Lugoj, an der Nationalstraße DN6 LugojTimișoara.

Nachbarorte

BabșaȚipariCliciova
BelințKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtValea Lungă Română
BoldurLugojHezeriș

Geschichte

Urkundlich wurde der Ort 1597 erstmals erwähnt. Die Ortschaft entstand um ein mittelalterliches Kastell. Diesem verdankt es auch seinen Namen Kastely. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 wurde der Ort unter der Bezeichnung Gustik geführt. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Habsburger Krondomäne wurde, war Kastely Teil des Temescher Banats.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte von Coșteiu hat der Begakanal. 1728 begannen die Arbeiten am Kanal. Zur Regulierung der Bega legte der holländische Ingenieur Maximilian Emmanuel Fremaut zwischen 1758 und 1760 bei Coșteiu einen Staudamm an, zur Regulierung der Wassermengen aus der Temesch in die Bega.

Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Anfang des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung.[3] Der amtliche Ortsname war Kastely. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsnamen eingeführt wurden.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Kastely gehört, fiel an das Königreich Rumänien. Seitdem ist die amtliche Bezeichnung des Ortes Coșteiu.

Demografie

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Coșteiu:

Volkszählung[4]Ethnie
JahrBevölkerungRumänenUngarnDeutscheAndere
18804456437629474
19106373428120213437
19305590387616102678
1977453536428141960
20023830317150112146
2021[1]381529593747475 (214 Roma)
Commons: Coșteiu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 10. Februar 2025 (rumänisch).
  3. Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012.
  4. Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 960 kB; ungarisch).

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Positionskarte von Rumänien
Banat Josephinische Landaufnahme pg082.jpg
Das Banat in: Josephinische Landesaufnahme, 1769-72. Josephinische Landaufnahme pg082
ROU Timis County CoA.svg
Coat of arms of Timiș County, Romania.
ROU TM Costeiu CoA.PNG
Wappen der Gemeinde Coșteiu im Kreis Timiș, Rumänien.
Nodul Hidrotehnic Costei (Barajul deversor).JPG
Barajul deversor de pe Râul Timiş din Banat