Christoph Levin

Christoph Levin (* 8. Juli 1950 in Duisburg) ist ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für Alttestamentliche Theologie.

Nach Studien in Tübingen, St Andrews, Marburg und Göttingen und Vikariat in der Herrnhuter Brüdergemeine war Levin wissenschaftlicher Assistent in Göttingen bei Rudolf Smend (jun.). Er wurde über eine Arbeit zur Bundestheologie promoviert. Seine Habilitationsschrift erfolgte über den Jahwisten. Ab 1993 nahm Levin eine Lehrstuhlvertretung in Marburg wahr, von 1995 bis 1998 war er als Vertreter für den beurlaubten Volkmar Fritz Professor für Bibelwissenschaft in Gießen. Von 1998 bis zu seiner Emeritierung 2016 war er Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Mit seinen Thesen zum Jahwisten ist Levin der vehementeste Verteidiger dieses Modells im deutschen Sprachraum. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Literaturgeschichte des Alten Testaments sowie die vorexilische Geschichte Israels und Judas.

Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Finnischen Akademie der Wissenschaften. Von 2010 bis 2013 war er Präsident der International Organisation for the Study of the Old Testament (IOSOT).

Levin ist verheiratet und hat vier Kinder.

Veröffentlichungen (in Auswahl)

  • Der Sturz der Königin Atalja: Ein Kapitel zur Geschichte Judas im 9. Jahrhundert v. Chr. (SBS 105). Stuttgart: Katholisches Bibelwerk 1982. ISBN 3-460-04051-3
  • Die Verheißung des neuen Bundes in ihrem theologiegeschichtlichen Zusammenhang ausgelegt (FRLANT 137). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1985. ISBN 3-525-53811-1
  • Der Jahwist (FRLANT 157). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1993. ISBN 3-525-53839-1, 3-525-53838-3
  • Das Alte Testament (C.H.Beck Wissen 2160). München: Beck 3. Auflage 2006. ISBN 3-406-44760-0
  • Fortschreibungen. Gesammelte Studien zum Alten Testament (Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 316) Berlin: de Gruyter 2003. ISBN 3-11-017160-0

Weblinks