Christoph Bizer

Christoph Bizer (* 18. Juli 1935 in Tailfingen in Württemberg; † 12. April 2008 in Mechernich-Wachendorf) war ein deutscher evangelischer Theologe, Religionspädagoge und Professor für Praktische Theologie.

Leben

Christoph Bizer war ein Sohn der Lehrerin Elisabeth Bizer und des Theologen und Göttinger Hochschullehrers Ernst Bizer. Er studierte von 1952 bis 1962 Klassische Philologie und Evangelische Theologie an den Universitäten Göttingen und Bonn und wurde 1967 in Bonn mit Studien zu pseudathanasianischen Dialogen der Orthodoxos und Aëtios (gedruckt 1970) zum Dr. theol. promoviert. 1968 absolvierte er das 2. theologische Examen und 1970 habilitierte er sich an der Philipps-Universität Marburg mit der Untersuchung über Unterricht und Predigt – Analysen und Skizzen zum Ansatz katechetischer Theologie (gedruckt 1972) für Praktische Theologie. In Marburg wurde er 1972 zum C2-Professor ernannt. Von 1973 bis 1979 war er Rektor des Religionspädagogischen Instituts der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Loccum, das er bis 1980 leitete. Gleichzeitig wirkte er als außerplanmäßiger Professor an der Georg-August-Universität Göttingen. Dort folgte er 1979 Götz Harbsmeier als Ordinarius für Praktische Theologie. Er lebte in Bösinghausen und wurde im Jahr 2000 emeritiert. Sein Lehrstuhlnachfolger wurde Martin Rothgangel.

Christoph Bizer war ab 1960 verheiratet mit Frauke Bizer, geborener Heinrich, und hatte drei Kinder.

Literatur

  • Florian Dinger: Christoph Bizer (1935–2008) – christliche Religion wahrnehmen und gestalten. In: Bernd Schröder, Heiko Wojtkowiak (Hrsg.): Stiftsgeschichte(n). 250 Jahre theologisches Stift der Universität Göttingen (1765–2015). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-57037-1, S. 315–325.
  • Bizer, Christoph. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 104.