Christiaan de Wet

Christiaan de Wet

Christiaan Rudolf de Wet (auch Christiaan De Wet oder Christian Dewet; * 7. Oktober 1854 auf der Farm Leewkop im Oranje-Freistaat; † 5. Februar 1922 in Dewetsdorp, Oranje-Freistaat) war ein südafrikanischer Politiker und General während des Zweiten Burenkriegs.

Leben

De Wet stammte aus einer alten Hugenottenfamilie und war zwischen 1889 und 1898 Mitglied des Volksrates des Oranje-Freistaats. Zu Beginn des Zweiten Burenkrieges befehligte er als Kommandant in Natal, dann unter Piet Cronjé als Kommandantsassistent am Modder River. Bei der Erbeutung eines großen britischen Nachschubkonvois bei Blauwbank am 15. Februar 1900 zeichnete er sich erstmals aus und ein weiteres Mal am 1. April 1900 bei einem Überfall auf den General Broadwood bei Koornspruit östlich von Bloemfontein. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Oberkommandierenden der Truppen des Oranje-Freistaats ernannt. In dem nun folgenden Guerillakrieg gegen die überlegene britische Armee entzog er sich stets durch geschickte Ausweichmanöver der drohenden Umzingelung und brachten den Briten durch sorgfältig vorbereitete Hinterhalte empfindliche Verluste bei. Am 24. November 1900 zwang er die 450 Mann starke britische Garnison von Dewetsdorp, nach seinem Vater benannt, zur Kapitulation. Von Januar bis März 1901 unternahm er einen Feldzug durch die Kapkolonie und am 25. Dezember 1901 eroberte er ein Lager der Briten bei Tweefontein.

Sein Bruder Piet de Wet war ebenfalls ein General der Buren. Nachdem er von den britischen Truppen im Juli 1901 gefangen genommen worden war, wurde er Mitglied der National Scouts und kämpfte so gegen die Truppen seines Bruders Christiaan.

Trotz seiner militärischen Erfolge musste Christiaan de Wet am 31. Mai 1902 in den Friedensschluss von Vereeniging einwilligen. Anschließend reiste er zusammen mit Koos de la Rey und Louis Botha nach Europa, um dort die Sache der Buren zu vertreten. 1907 wurde er im ersten Kabinett der Oranjefluss-Kolonie Ackerbauminister.

Während des Ersten Weltkriegs versuchte de Wet mit anderen Buren, einen pro-deutschen Aufstand in Südafrika auszulösen. Dies scheiterte an der mangelnden Unterstützung sowohl durch die Bevölkerung als auch durch die relativ schwachen Kolonialtruppen in Deutsch-Südwestafrika. De Wet wurde Anfang Dezember 1914 von Regierungstruppen gefangen genommen und zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von 2000 Pfund verurteilt, aber bereits nach einem Jahr unter der Bedingung, sich nicht weiter politisch zu betätigen, wieder freigelassen.

Werke

  • Der Kampf zwischen Bur und Brite – Der dreijährige Krieg. Carl Siwinna, Kattowitz und Leipzig 1903.

Weblinks

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Christiaan De Wet (1854–1922), Boer general, politician and rebel leader. The photo was taken in Potchefstroom on the 27th of August 1900, six days after he and his commando of 246 men escaped from near encirclement north of the Magaliesberg. He is posing with a restored rifle that was handed in to the English by one of many "hensoppers". This was usually done in return for having their property and farms spared by the enemy. De Wet wrote of this photo:
  Potchefstroom was not at that time in the hands of the English. I rode over to the town, and then it was that the well-known photo was taken of me that has been spread about everywhere, in which I am represented with a Mauser in my hand. I only mention this so as to draw attention to the history of the weapon which I held in my hand. It is as follows:– When the enemy passed through Potchefstroom on their way to Pretoria, they left a garrison behind them, and many burghers went there to give up their arms, which forthwith were burnt in a heap. When the garrison left the dorp the burghers returned. Amongst them were some who set to work to make butts for the rifles that had been burnt. "This rifle," I was told by the man who showed it to me, "is the two hundredth that has been taken out of the burnt heap and repaired." This made such an impression on me that I took it in my hand, and had my photo taken with it. I am only sorry that I cannot mention the names of the burghers who did that work. Their names are worthy to be enrolled on the annals of our nation.