Carsac-Aillac
| Carsac-Aillac | ||
|---|---|---|
| ||
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Terrasson-Lavilledieu | |
| Gemeindeverband | Pays de Fénelon | |
| Koordinaten | 44° 50′ N, 1° 17′ O | |
| Höhe | 60–269 m | |
| Fläche | 17,31 km² | |
| Einwohner | 1.549 (1. Januar 2022) | |
| Bevölkerungsdichte | 89 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24200 | |
| INSEE-Code | 24082 | |
| Website | www.carsac-aillac.fr | |
Kirche Saint-Caprais in Carsac | ||
Carsac-Aillac (Aussprache [kaʁˈsak‿aˈjak], okzitanisch Carsac e Alhac) ist eine französische Gemeinde mit 1549 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2022) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Fénelon. Die Bewohner werden Carsacois und Carsacoises genannt.
Aillac wurde per Erlass des Präfekten vom 31. Januar 1961 in die Gemeinde Carsac-de-Carlux eingegliedert, die seitdem den Namen Carsac-Aillac trägt.[1] Das Zentrum der Gemeinde befindet sich im Ortsteil La Tavernerie.
Geografie

Carsac-Aillac liegt etwa 58 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa sieben Kilometer südöstlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 62 Kilometer östlich von Bergerac am südöstlichen Rand des Départements in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils. Das Gemeindegebiet liegt am Nordufer der Dordogne und wird außerdem entwässert vom Flüsschen Enéa, vom Ruisseau de Farge, vom Ruisseau d'Eyrand sowie von einem kleineren Fließgewässer.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Carsac-Aillac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine teilweise bewaldete Hügellandschaft auf, die durch das breite Tal der Dordogne im Süden begrenzt und vom flachen Tal der Énéa zerschnitten wird. Die Höhe der Erhebungen betragen bis auf einen kleinen Teil im Norden des Gemeindegebiets unter 200 m. Der topografisch höchste Punkt mit 269 m Höhe ist deshalb dort an der Grenze zur Nachbargemeinde Sarlat-la-Canéda zu finden. Das Zentrum im Ortsteil La Tavernerie liegt auf etwa 90 m Höhe.
Etwa 49 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, etwa 40 % werden landwirtschaftlich, zumeist heterogen genutzt, etwa 7 % entfallen auf bebaute Flächen, etwa 3 % auf Binnengewässer, 1 % auf Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen.[3]
Carsac-Aillac wird von folgenden sieben Gemeinden umgeben:
| Sarlat-la-Canéda | Saint-Vincent-le-Paluel | |
| Vitrac | Calviac-en-Périgord | |
| Domme | Groléjac | Veyrignac |
Natürliche und technologische Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Carsac-Aillac als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang der Dordogne und dem Flüsschen Énéa
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1983, 1993, 1996, 2001, 2008 und 2021 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.
Wie die Risikokarte zeigt, ist ein relativ kleiner Teil, etwa 10 % des Gemeindegebiets, im Süden von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperiode im Jahr 2019 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[4]
Die Gemeinde liegt flussabwärts des Staudamms Bort-les-Orgues im Département Corrèze, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter), das seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegt. Dieser findet Anwendung bei diesem Staudamm der Klasse A mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch dieses Bauwerks entstünde.[5]
Etymologie und Geschichte
Das Dorf Carsac ist alt, wie die romanische Kirche beweist, die in einem Kirchenbuch des 12. Jahrhunderts erschien. Sein Name wurde allerdings erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts in der latinisierten Form Quersacum erwähnt (1555), wenig später als der Aufbau des Kreuzrippengewölbes in der Kirche. Er stammt von einer gallorömischen Person namens Carsius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Carsiacum, Landgut des Carsius).
Alliac wurde im 13. Jahrhundert schriftlich festgehalten in Verbindung mit der heute verschwundenen mittelalterlichen Burg in der Form Castrum de Allac (1214). Eine andere Schreibweise, Alhac, zeigt wenig später (1251) die gleiche Aussprache. In der Folge erschien der Name in den latinisierten Formen Alliacum (1283) und Alhacum (1364). Er stammt von einer gallorömischen Person namens Allius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Alliacum, Landgut des Allius). Alliac ist in der Dordogne ein Name von mehreren Lieu-dits.
Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich die beiden urgeschichtlichen Fundstätten Pech de la Boissière und Pech de l’Azé, die eine menschliche Präsenz während der Altsteinzeit bezeugen.[6]
In Carsac gibt es Reste eines Aquädukts, der das Wasser einer Quelle auf zwei Kilometern Länge bis zu einer im ersten oder zweiten Jahrhundert errichteten gallorömischen Villa rustica im heutigen Weiler Saint-Rome transportierte. Zerstörung und Völkerwanderungen führten 1462 zum Erwerb des Anwesens durch die Familie De Bars, einen königlichen Notar und Priester aus Sarlat. Die jüngsten Ausgrabungen aus dem Jahr 2019 legten zahlreiche Gräber frei und bestätigten damit die Hypothese, dass sich an der Stelle der gallorömischen Ruinen einst eine Nekropole befand. Nach ihrer Renovierung im 17. Jahrhundert blieb sie über drei Jahrhunderte im Besitz derselben Familie. Anschließend gehörte sie der Familie De Soulignac, deren Brüder Jean und Jean-Baptiste 1793 Bürgermeister von Sarlat waren. Danach übernahmen die Brüder Noël und Germain Ser das Anwesen, bevor sie es 1887 der Gemeinde zur Nutzung als Hospiz übergaben und ist heute ein Hotel.[7]
Erst im Mittelalter mit der Einrichtung von Pfarreien entstanden die beiden Dörfer Carsac und Alliac. Carsac entwickelte sich um seine im 12. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche, Aillac hingegen war ursprünglich mit einer Burg und einer Kirche verbunden. Dank ihrer Nähe zur Dordogne prägten Fischerei und Schifffahrt die Entwicklung von Carsac und Aillac maßgeblich. Ihr Hafen war bis ins 19. Jahrhundert hinein sehr aktiv, ermöglichten auch die Reparatur beschädigter Gabarres.[8]
Seit dem Ende des Mittelalters existieren in der Gemeinde noch mehrere Mühlen, die Moulin de Papier (Forellenfang), die Moulin du Bouyssou, die Moulin Neuf und die Moulin de l’Enéa (umgebaut zu einer Teestube).[9]
Eine Vorausabteilung der 2. SS-Panzer-Division Das Reich fuhr am 8. Juni 1944, nachdem sie die Brücke über die Dordogne passiert hatte, in das Dorf Aillac. Dabei entstand ein Gefecht mit geringen Kräften der Forces françaises de l’intérieur (FFI). Unter dem Feuer der SS-Männer starben 13 Zivilisten, darunter ein geflüchteter jüdischer Arzt und ein achtzigjähriger Mann.[10] Zwei Tage später verübte eine der Divisionseinheiten das Massaker von Oradour.
Bevölkerungsentwicklung
| Carsac-Aillac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 880 | |||
| 1800 | 288 | |||
| 1806 | 701 | |||
| 1821 | 903 | |||
| 1831 | 971 | |||
| 1836 | 999 | |||
| 1841 | 1.053 | |||
| 1846 | 1.151 | |||
| 1851 | 1.123 | |||
| 1856 | 1.121 | |||
| 1861 | 1.126 | |||
| 1866 | 775 | |||
| 1872 | 801 | |||
| 1876 | 765 | |||
| 1881 | 1.076 | |||
| 1886 | 868 | |||
| 1891 | 801 | |||
| 1896 | 811 | |||
| 1901 | 727 | |||
| 1906 | 667 | |||
| 1911 | 660 | |||
| 1921 | 603 | |||
| 1926 | 576 | |||
| 1931 | 570 | |||
| 1936 | 582 | |||
| 1946 | 587 | |||
| 1954 | 645 | |||
| 1962 | 795 | |||
| 1968 | 770 | |||
| 1975 | 782 | |||
| 1982 | 950 | |||
| 1990 | 1.219 | |||
| 1999 | 1.217 | |||
| 2006 | 1.460 | |||
| 2013 | 1.559 | |||
| 2020 | 1.530 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[11] INSEE ab 2006[12][13][14] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
- Die Kirche Saint-Caprais in Carsac mit Ursprüngen aus dem 11. Jahrhundert ist ein Beispiel für die rustikale, ländliche Bauweise in der Region. Das mittelalterliche, steingedeckte Bauwerk steht frei innerhalb einer ausgedehnten Esplanade in der Ortsmitte. Die Kirche ist romanischen Ursprungs, das Mittelschiff und die Seitenschiffe haben jedoch gotische Spitzbogengewölbe, die im 16. Jahrhundert eingezogen wurden. An den Chor schließt sich eine von einer Halbkuppel überdeckte romanische Apsis an, die mit Kapitellen im archaisch-orientalischen Stil verziert ist. Seit 1912 ist die Kirche als Monument historique klassifiziert.
- Das Schloss Lascours diente vermutlich erst seit dem späten 16. Jahrhundert als Wohnsitz einer Adelsfamilie. Das Herrenhaus besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude, das im Norden von einem runden, spitz zulaufenden Turm flankiert wird. In diesem Turm befindet sich eine hölzerne Wendeltreppe, die ins Obergeschoss führt. Nördlich davon schließt sich ein von einer Mauer und Nebengebäuden umschlossener Innenhof an. In der südöstlichen Ecke dieses Turms steht ein quadratischer, umgebauter Turm. Das Anwesen ist von einem Ziergarten umgeben. Fassaden und Dächer des Rundturms sind seit 1973 als Monument historique eingeschrieben.[15]
- Die Trockensteinhütte von Peyremole im Norden des Gemeindegebiets ist ein quadratisches Steingebäude (6 × 6 Meter) mit einem pyramidenförmigen Schieferdach und von zahlreichen Ruinen umgeben. Ein verfallener Schornstein ragt an der Westseite des Dachfirsts hervor. Die drei anderen Dachseiten weisen Dachgauben auf. Die Südseite besitzt ein kleines Fenster, die Ostseite eine Eingangstür. Im Inneren bildet ein Balkenboden einen Dachboden (das Dach wird von einer Kragkonstruktion getragen, vermutlich vier an den Firsten abgestützte Kragsteine oder ein Kraggewölbe). Das Gebäude ist aufgrund seiner Größe außergewöhnlich. Die Hütte von Peyremole ist seit 1991 als Monument historique eingeschrieben.[16] Diese Trockenmauerhütten sind ein charakteristisches Merkmal der Landschaft des Périgord. Sie finden sich stets in ehemaligen Weinbaugebieten.
- Das Herrenhaus La Gazaille aus dem 15. Jahrhundert ist seit 1956 als Monument historique eingeschrieben.[17]
- Der prähistorische Fundort Le Pech de l’Azé ist seit 1927 als Monument historique klassifiziert.[18]
- Der prähistorische Fundort Le Pech de la Boissière mit Artefakten aus dem Jungpaläolithikum befindet sich in einem kleinen Abri am Fuße einer nach Süden ausgerichteten Kalksteinwand und überblickt aus etwa fünfzehn Metern Entfernung den Grund eines schmalen Tals, durch das die Straße von Sarlat nach Gourdon und die ehemalige Bahnstrecke Siorac-en-Périgord–Cazoulès verlaufen. Er ist ebenfalls seit 1927 als Monument historique klassifiziert.[19]
- Die Jardins d’eau bieten ein Wasserlabyrinth mit über 500 Metern Stegen mit Lotusblumen, exotische tropische Seerosen und Papyrus auf den Gewässern, Teiche zwischen Bächen, Wasserfälle, eine japanische Brücke. Die Anlage ist als Jardin remarquable ausgezeichnet.
- Die Burg Carsac, die sich gegenüber der Kirche befindet, offenbart deren Ruinen leider nur noch Fenster, Türrahmen und Befestigungsanlagen.[9]
- Das Herrenhaus Hermier datiert aus dem 17. und 18. Jahrhundert und ist heute ein Ferienhaus.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Carsac sind:
- Ehemaliges Backhaus
- Ehemaliges Waschhaus. Kleine Quellen speisen Waschhäuser, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch in Gebrauch waren.
- Kirche Saint-Caprais
- Kirche Saint-Caprais – Innenraum
- Schloss Lascours
- Trockensteinhütte von Peyremole
- Herrenhaus La Gazaille
- Lotusblüte in den Jardins d’eau
- Burgruine Carsac
- Ehemaliges Backhaus in Carsac
- Ehemaliges Waschhaus in Carsac
Sehenswürdigkeiten im Ortsteil Aillac
- Gegenüber dem Glockenturm der Kirche von Aillac liegt die Burg Aillac, die zur Vizegrafschaft Turenne gehörte und von der Eisenbahnlinie durchschnitten wurde: Ein efeubewachsener Turm ist alles, was von der kleinen Festung übrig geblieben ist, die die Engländer 1355 belagerten.[20]
Bildung
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[21]
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
Im Jahre 2022 waren 619 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Carsac-Aillac erwerbstätig, entsprechend 73,1 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse. Die Zahl der Arbeitslosen war mit 79 Personen im Jahr 2022 gleich hoch wie im Jahr 2016. Die Arbeitslosenquote stieg durch die niedrigere Zahl an Erwerbstätigen von 11,4 % (2016) auf 12,8 % (2022).[22]
Branchen und Betriebe
191 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Carsac-Aillac wirtschaftlich aktiv:[22]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 191 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 23 | 12,0 % |
| Baugewerbe | 19 | 9,9 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 65 | 34,0 % |
| Information und Kommunikation | 2 | 1,0 % |
| Finanzen und Versicherungen | 8 | 4,2 % |
| Immobilien | 8 | 4,2 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 19 | 9,9 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 23 | 12,0 % |
| Andere Dienstleistungen | 24 | 12,6 % |
Die fünf umsatzstärksten Unternehmen mit Sitz in der Gemeinde im Jahr 2023 waren:[23]
- Suturex Et Renodex, Herstellung von medizinischen, chirurgischen und zahnmedizinischen Geräten (21.784.050 €)
- Traditions Du Perigord, Versandhandel über einen spezialisierten Katalog (13.583.632 €)
- Perigord Voyages, Regelmäßige Personenbeförderung im Straßenverkehr (4.211.348 €)
- Etancheite Rochelaise, Abdichtungsarbeiten (360.322 €)
- L C Distribution, Fondsmanagement (262.416 €)
Suturex, ansässig im Gewerbegebiet Sarlat-Carsac und Teil der deutschen B. Braun-Gruppe, beschäftigt 170 Mitarbeiter (2021). Es ist eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der chirurgischen Nadeln mit einer jährlichen Produktion von mehr als hundert Millionen Nadeln.[24]
Landwirtschaft
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[25] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 28 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, auf 25 im Jahr 2000, auf 19 im Jahr 2010 und auf 16 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 42,9 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 364 Hektar im Jahre 1988 auf 177 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb sank von 13 auf 11 Hektar.[26][27][28]
Fernwander- und Radwege
- Der 1339 Kilometer lange Fernwanderweg GR 6 von Sainte-Foy-la-Grande (Département Gironde) nach Saint-Paul-sur-Ubaye (Département Alpes-de-Haute-Provence) verläuft im Norden von Carsac-Aillac an der Gemeindegrenze zu Saint-Vincent-le-Paluel.[29]
- Der 84 Kilometer lange Fernwanderweg GR 64 von der Brücke über die Ouysse (Département Lot) nach Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil verzweigt in Domme zu den alternativen Strecken GR 64A und GR 64B, die durch das Gemeindegebiet von Carsac-Aillac führen.[30]
- Eine Grüne Route, die von einem gemeinsamen Verein auf dem Gelände der ehemaligen Bahnstrecke Siorac-en-Périgord–Cazoulès angelegt und kürzlich erweitert wurde, verläuft von Sarlat nach Peyrillac-et-Millac und setzt sich auf einem drei Kilometer ausgeschildertem Landweg am Zentrum von Carsac-Aillac vorbei und setzt sich auf dem Ufer der Dordogne bis nach Cazoulès fort.[31]
Verkehr
Die zur Departementsstraße D 704 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 704, die von Limoges über Sarlat-la-Canéda im Norden kommend nach Gourdon über Groléjac im Süden führt, durchquert das Zentrum und verbindet die Gemeinde über eine Brücke mit dem linken Ufer der Dordogne. Die zur D 703 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 703 von Lalinde über Vitrac nach Bretenoux über Calviac-en-Périgord kreuzt die D 704 im Zentrum und verbindet das Zentrum in Carsac mit dem Ortsteil Aillac. Durch das nördliche Gemeindegebiet verläuft die D 704a, ein Verbindungsstück zwischen der D 704 und der D 703. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum von Carsac-Aillac mit Weilern und weiteren Nachbargemeinden.
Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Carsac-Aillac mit Sarlat-la-Canéda und mit Souillac im Département Lot.[32]
Gemeindepartnerschaft
Mit der elsässischen Gemeinde Artolsheim besteht seit 2002 eine Partnerschaft. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs flüchteten viele Bewohner aus Artolsheim nach Carsac.[33]
Persönlichkeiten

- O'Galop, Pseudonym von Marius Rossillon (1867–1946), französischer Maler, Karikaturist, Werbegrafiker und Filmregisseur, verstorben in Carsac. Er erfand 1898 Bibendum, die Werbefigur oder das Maskottchen des französischen Reifenherstellers Michelin.
- François Bordes (1919–1981), französischer Archäologe, zu seinen Ausgrabungen gehörte auch die von Pech de l’Azé. Zugleich war er Autor mehrerer Science-Fiction-Bücher, die er unter dem Pseudonym Francis Carsac verfasste. Er besaß einen Zweitwohnsitz in Carsac, wo er begraben wurde, ebenso wie seine Ehefrau, Denise de Sonneville-Bordes, ebenfalls Archäologin.
- Solange Sanfourche (1922–2013), Mitglied der Résistance im Zweiten Weltkrieg, geboren in Carsac
Literatur
- Susanne Böttcher (Hrsg.): Périgord, Dordogne, Limousin. (= Der Grüne Reiseführer.) Travel-House-Media, München 2006, ISBN 3-8342-8995-7, S. 245.
- Thorsten Droste: Périgord und Atlantikküste. Kunst und Natur im Tal der Dordogne und an der Côte d'Argent von Bordeaux bis Biarritz. (= DuMont-Dokumente : DuMont-Kunst-Reiseführer.). 10. Auflage. Dumont, Köln 1991, ISBN 3-7701-1197-4, S. 112.
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Carsac-Aillac. Archives nationales, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Esprit de Pays, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 19. November 2024 (französisch).
- ↑ Les risques près de chez moi. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Tanet, Hordé, Seiten 82–83
- ↑ Le passage des romains. Hotel Villa Romaine, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Carsac-Aillac (französisch) ( vom 9. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ a b Un peu d’histoire. Gemeinde Carsac-Aillac, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Max Hastings: Das Reich. The March of the 2nd SS Panzer Division through France, June 1944. Pan Macmillan, London 2009, ISBN 978-0-330-50998-5, S. 46.
- ↑ Notice Communale Carsac-Aillac. EHESS, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006 Commune de Carsac-Aillac (24082). INSEE, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Populations légales 2013 Commune de Carsac-Aillac (24082). INSEE, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Populations légales 2020 Commune de Carsac-Aillac (24082). INSEE, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Château de Lascours in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Cabane en pierre sèche de Peyremole in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Manoir de La Gazaille in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Gisement préhistorique du Pech de l'Azé in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Gisement préhistorique du Pech de la Boissière in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Château d'Aillac à Carsac-Aillac. chateau-fort-manoir-chateau.eu, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ École primaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ a b Dossier complet Commune de Carsac-Aillac (24082). INSEE, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Unternehmen in Carsac-Aillac. Le Figaro, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Franck Delage: Suturex voit plus grand pour ses petites aiguilles. Sud Ouest, 30. März 2021, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Carsac-Aillac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ GR6 - De la Gironde aux Alpes-de-Haute-Provence. gr-infos.com, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ GR®64 - Du pont sur l'Ouysse (Lot) aux Eyzies-de-Tayac-Sireuil (Dordogne). gr-infos.com, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ La piste cyclable. Gemeinde Calviac-en-Périgord, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ Jumelage. Gemeinde Artolsheim, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
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