Carlos César Correia Lebre

Carlos César Correia Lebre (19541979), Kampfname César Mau Laka, war ein osttimoresischer Freiheitskämpfer.[1][2][3]

César Mau Laka gehörte zu den osttimoresischen Studenten aus dem Casa dos Timores in Lissabon.[4] Er war Teil der FRETILIN-Delegation, die im November 1975 in afrikanischen Ländern Unterstützung für die Unabhängigkeit Osttimors suchte. In Angola nahm die Delegation an der Unabhängigkeitszeremonie teil.[2] Die Grenzen der portugiesischen Kolonie wurden bereits von Indonesien infiltriert. Nach der Rückkehr der Delegation aus Mosambik, entschied sich das Zentralkomitee der FRETILIN (CCF),[5] dem auch César Mau Laka angehörte,[6][7] am 28. November die Unabhängigkeit Portugiesisch-Timors einseitig auszurufen.[5]

Am 7. Dezember landeten indonesische Truppen in der Hauptstadt Dili. Osttimor wurde von Indonesien annektiert. César Mau Laka ging in den bewaffneten Widerstand. Im Mai 1976 war er Politkommissar der FRETILIN im Sektor Fronteira Sul (Südgrenze), was in etwa der heutigen Gemeinde Cova Lima und dem Süden der Gemeinde Bobonaro entspricht. Somit hatte er sowohl die politische, als auch die militärische Führung in der Region im Südwesten des Landes inne.[8] Im Unabhängigkeitskampf kam er schließlich ums Leben.[9]

2006 wurde César Mau Laka, im seit 2002 wieder unabhängigen Osttimor, als „Mitbegründer der nationalen Freiheitsbewegung“ mit dem Ordem de Dom Boaventura ausgezeichnet.[10] Seit 2012 ruhen seine sterblichen Überreste im Heldenfriedhof in Metinaro.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ETAN: Unofficial translation of Xanana's 22 June 2006 Speech, 22. Juni 2006
  2. a b Ruth Elizabeth Nuttall: The Origins and Onset of the 2006 Crisis in Timor-Leste, Februar 2017, abgerufen am 15. Juni 2018.
  3. a b Präsident Osttimors auf Youtube:Presidente Taur Matan Ruak Partisipa Iha serimónia fúnebres ba mártires libertasaun nasionál, 20. Dezember 2012, (hier Carlos dos Martires de Carvalho genannt), abgerufen am 3. August 2019.
  4. David Hicks: Rhetoric and the Decolonization and Recolonization of East Timor. Routledge, 2015, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  5. a b „Part 3: The History of the Conflict“ (PDF; 1,4 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  6. Clinton Fernandes: “Populist Catholics”: Fretilin 1975, S.263, abgerufen am 16. Mai 2016.
  7. Jornal da República: Serie I, Nr. 22, 20. Dezember 2006, abgerufen am 16. Mai 2016.
  8. „Part 5: The History of the Conflict“ (PDF; 551 kB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  9. FRETILIN ELECTORAL COMMITMENT 2001, abgerufen am 15. Juni 2018.
  10. Jornal da República: Ausgabe vom 20. Dezember 2006, abgerufen am 22. März 2018.