Campbell-Gletscher

Campbell-Gletscher
Blick von der Gondwana-Station auf den Campbell-Gletscher
(c) DLR, CC-BY 3.0
Blick von der Gondwana-Station auf den Campbell-Gletscher

Blick von der Gondwana-Station auf den Campbell-Gletscher

LageViktorialand, Ostantarktika
Länge100 km (grobe Schätzung)
Koordinaten74° 25′ S, 164° 22′ O
Campbell-Gletscher (Antarktis)
Campbell-Gletscher (Antarktis)
EntwässerungTerra Nova Bay, Rossmeer
Topografische Karte des Campbell-Gletschers und seiner Gletscherzunge zwischen der Deep Freeze Range (links) und Mount Melbourne (rechts)
Topografische Karte des Campbell-Gletschers und seiner Gletscherzunge zwischen der Deep Freeze Range (links) und Mount Melbourne (rechts)

Topografische Karte des Campbell-Gletschers und seiner Gletscherzunge zwischen der Deep Freeze Range (links) und Mount Melbourne (rechts)

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Der Campbell-Gletscher ist ein rund 100 km langer Gletscher im ostantarktischen Viktorialand. Er fließt vom Südende der Mesa Range in südöstlicher Richtung zwischen der Deep Freeze Range und Mount Melbourne und mündet an der Scott-Küste in Form der Campbell-Gletscherzunge (74° 36′ 0″ S, 164° 42′ 0″ O)[1] in den nördlichen Abschnitt der Terra Nova Bay.

Der untere Abschnitt des Gletschers wurde von der vom britischen Polarforscher Victor Campbell (1875–1956) geleiteten Nordgruppe der Terra-Nova-Expedition (1910–1913) entdeckt. US-amerikanische und neuseeländische Landvermessungen erfassten in den Jahren von 1961 bis 1964 die geografische Ausdehnung des Gletschergebiets. Diese führten zur Widerlegung Campbells irrtümlicher Annahme, der Gletscher münde statt in die Terra Nova Bay in die Nansen-Eistafel.

  • Campbell Glacier. In: Geographic Names Information System. United States Geological Survey, United States Department of the Interior, archiviert vom Original; (englisch).
  • Campbell Glacier auf geographic.org (englisch)

Einzelnachweise

  1. Campbell Glacier Tongue auf geographic.org (englisch, abgerufen am 10. November 2015).

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Autor/Urheber: Alexrk2, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Physische Positionskarte Antarktis, Mittabstandstreue Azimutalprojektion
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Obwohl das Eis in der Antarktis nahezu den gesamten Kontinent bedeckt, gibt es im ewigen Eis trotzdem Gebiete, die für die Planetenforschung von höchstem Interesse sind. Diese Regionen werden oft wegen geologischer bzw. geomorphologischer Ähnlichkeiten, wegen der tiefen Temperaturen, der höheren UV-Einstrahlung sowie extremen Trockenheit als analoge Gebiete zu Mars oder gar Eismonden von Jupiter und Saturn bezeichnet. Bisher sind insbesondere aufgrund intensiver jahrzehntelanger Forschungskampagnen durch die NASA die Trockentäler der Dry Valleys in der Antarktis bekannt. Für die Expedition GANOVEX 13 unter der Leitung des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) sind Ende Oktober 2018 zwei Forscher des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin in Richtung Südpol aufgebrochen, um für die internationale Planetenforschung noch unbekannte antarktische Gebiete zu erkunden und gemäß ihrer geologisch-geomorphologischen Besonderheiten mit Strukturen auf dem Mars zu vergleichen.

Mehr zur Expedition GANOVEX-13 im Blog unter: www.dlr.de/blogs/desktopdefault.aspx/tabid-5893/searchtagid-62751/

Credit: DLR (CC-BY 3.0)