Cadenabbia

Cadenabbia
StaatItalien
RegionLombardei
ProvinzComo (CO)
GemeindeGriante
Koordinaten45° 59′ N, 9° 14′ O
Höhe200 m s.l.m.
Einwohner695 (2001)
PatronNabor und Felix
Kirchtag12. Juli
Telefonvorwahl0344CAP22011
WebsiteCadenabbia Offizielle Website

Cadenabbia ist ein Ortsteil der italienischen Gemeinde Griante und ein international bekannter Ferienort am Westufer des Comer Sees. Er gehört zur Provinz Como in der Region Lombardei.

Von Cadenabbia setzen Autofähren nach Bellagio über.

Prominente Urlaubsgäste

Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, verbrachte zwischen 1957 und 1966 regelmäßig seinen Urlaub in Cadenabbia. Sein Feriendomizil war nach der Villa Rosa und der Villa Arminio[1] zuletzt die 1899 erbaute Villa La Collina mit einem 5,7 Hektar großen Park. Sie wird seit 1977 als internationale Tagungsstätte von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung genutzt, die 1990 um die Accademia Konrad Adenauer erweitert wurde. Bereits nach wenigen Jahren Adenauerscher Besuche und noch während seiner Amtszeit als Bundeskanzler wurde ein Weg Passeggiata Adenauer (dt. Adenauer-Promenade) benannt. An der Uferpromenade von Cadenabbia befindet sich ein Adenauer-Denkmal, das den Kanzler als Boccia-Spieler zeigt. Seit 1992 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit der Stadt Bad Honnef, deren Stadtteil Rhöndorf der letzte Wohnort Adenauers war.[2] Die CDU bezeichnet ihre 2023 neu eingeführte, türkise Parteifarbe als „Cadenabbia“.[3]

Auch vor Adenauer verbrachten bereits bekannte Persönlichkeiten ihren Urlaub in dem Ort am Comer See, darunter der französische Schriftsteller Stendhal, der italienische Komponist Giuseppe Verdi, der hier einige Arien für seine Oper „La traviata“ schrieb, sowie die britische Königin Victoria, der russische Zar Nikolaus II. und der deutsche Kaiser Wilhelm II.

Bilder

Literatur

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). TCI, Mailand, 1987, S. 291.
  • Anna Ferrari-Bravo: Lombardia: esclusa Milano. Touring club italiano, Mailand, 1999, ISBN 88-365-1325-5, Cadenabbia Online
  • Merianführer: Cadenabbia und der Comer See. Travel-House-Media, München 2008, ISBN 978-3-939826-68-2.
Commons: Cadenabbia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Walter Henkels: Konrad Adenauer: »Mein Gott, was soll aus Deutschland werden?«. Düsseldorf 1993. S. 178.
  2. Partnerschaftskomitee Bad Honnef-Cadenabbia: Italienische Kultur erleben. Abgerufen am 24. Februar 2026.
  3. Dominik Rzepka: Das ist das neue Logo der CDU. In: ZDF. 19. September 2023, archiviert vom Original; abgerufen am 24. Februar 2026.

Auf dieser Seite verwendete Medien

2006-06-12 Cadenabbia.JPG
Cadenabbia Lake Como
2011-01-02 Italien Cadenabbia Adenauer Denkmal.JPG
Autor/Urheber: Sir James, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Italien, Cadenabbia (Griante) am Comer See; Denkmal für den deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer, der dort zwischen 1957 und 1966 regelmäßig seinen Urlaub verbrachte und zum Ehrenbürger ernannt wurde.
Church of the Ascension (Cadenabbia) Lac de Côme en 2018.jpg
Autor/Urheber: Pierre André Leclercq, Lizenz: CC BY 4.0
Church of the Ascension w:Cadenabbia, on Lake Como Italy
Bundesarchiv B 145 Bild-F005917-0006, Cadenabbia, Konrad Adenauer beim Bocciaspiel.jpg
(c) Bundesarchiv, B 145 Bild-F005917-0006 / Unterberg, Rolf / CC-BY-SA 3.0
Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein.
Bundeskanzler Konrad Adenauer mit seiner Familie beim Bocciaspiel in Cadenabbia am 30.8.1958