Bruno Hinz (SS-Mitglied)

Bruno Hinz (* 25. August 1915 in Petersdorf; † 28. Februar 1968 in München) war ein deutscher Offizier der Waffen-SS während des Zweiten Weltkrieges.[1]

Werdegang

In seiner Jugend machte Hinz eine Ausbildung zum Möbelbauer. 1933 wurde er Mitglied der SS.[1] Bruno Hinz trat am 1. Oktober 1936 der 10./SS-Standarte „Deutschland“ in München bei. Mit dieser nahm er am Anschluss Österreichs sowie der Besetzung des Sudetenlandes teil. Außerdem nahm er am Überfall auf Polen teil.

Während des Frankreichfeldzuges erhielt er das Eiserne Kreuz II während des Kampfes. Im Mai 1940 wurde er schwer verwundet, wovon er sich nur langsam erholte. Am 21. September 1940 wurde er zum SS-Unterscharführer befördert.[1]

Von Dezember 1940 bis März 1941 war Hinz dem SS-Ersatzbataillon „Deutschland“ zugeteilt. Anschließend besuchte er die SS-Junkerschule Braunschweig und wurde von April bis zum September 1941 zum Zugführer ausgebildet. Bei einer medizinischen Routineuntersuchung wurde bei Hinz eine Fehlbildung am Herzen festgestellt; trotzdem setzte er seinen Dienst an der Front fort.[1]

Im Oktober 1941 wurde er als SS-Scharführer zur 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ kommandiert.[1] Am 30. Januar 1942 erfolgte die Beförderung zum SS-Untersturmführer. Er wurde Führer der 2./SS-Panzer-Grenadier-Regiment „Westland“. Im Winter des Jahres erhielt Hinz das Eiserne Kreuz Erster Klasse. Er rückte mit seinen Soldaten während der Offensive in der südlichen Ukraine vor, kämpfte mit ihnen im Kaukasus und zog sich unter schweren Verlust aus Grosny zurück.[1] Am 17. April 1943 wurde Hinz mit dem Deutschen Kreuz in Gold für die erfolgreiche Kommandierung der 10./SS-Panzer-Grenadier-Regiment ausgezeichnet.[1] Nachdem er und seine Soldaten bereits in Kiew eingesetzt worden waren, wurden sie in die Kämpfe um Charkiw verwickelt. Hinz wurde mit der Nahkampfspange in Silber ausgezeichnet. Für seine mehrfachen Verwundungen in der Schlacht um Charkiw erhielt er das Verwundetenabzeichen in Silber. Von Mai bis Juli 1943 wurde er zur Erholung von seinen Verwundungen zum SS Regiment der mechanischen Infanterie in Klagenfurt versetzt, wonach er seine frühere Kompanie in der Sowjetunion wieder übernahm.[1] Im September 1943 verteidigte er mit seiner Kompanie am Dnepr einen Brückenübergang gegen angreifende starke russische Verbände. Im Schutz seiner Kompanie gelang es der 5. SS-Panzerdivision, den Dnjepr zu überqueren. Im Zuge dieser Kämpfe erhielt Bruno Hinz einen Lungendurchschuss. Er wurde deswegen von Ferdinand Sauerbruch viermal operiert.[1] Im Lazarett in Deutschland wurde er am 9. November 1943 zum SS-Obersturmführer befördert und erhielt für seine Leistungen an der Ostfront am 2. Dezember 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Nach einem halben Jahr Lazarettaufenthalt kehrte er im Februar 1944 zur Truppe zurück und übernahm die 2. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 38. Als seine Kompanie während der Kämpfe in der Normandie bei Saint-Lô abgeschnitten wurde, gelang es ihm, seine Männer durch die feindlichen Linien zur eigenen Truppe zurückzuführen. Dafür erhielt er am 23. August 1944 als SS-Obersturmführer das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.[1]

Nach seiner insgesamt neunten Verwundung wenige Tage darauf erhielt er am 5. September 1944 die Nahkampfspange in Gold und wurde den mit dieser Auszeichnung einhergehenden Vorschriften entsprechend wieder an die SS-Junkerschule nach Bad Tölz kommandiert. Hier erhielt er am 9. November 1944 seine Beförderung zum SS-Hauptsturmführer.[1]

Auf eigenen Wunsch kehrte er am 20. Januar 1945 als Bataillonskommandeur zur 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“ zurück, mit der er Ende März 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Die Division umfasste zu diesem Zeitpunkt nur noch 800 Soldaten.

Nach dem Krieg baute sich Hinz eine zivile Existenz auf. Er starb 1968 in München.[1]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l Florian Berger: The Face of Courage: The 98 Men Who Received the Knight's Cross and the Close-Combat Clasp in Gold, 2011, S. 182 Online
  2. a b c Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 392.