Bronson (Film)

Film
Deutscher TitelBronson
OriginaltitelBronson
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2008
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieNicolas Winding Refn
DrehbuchBrock Norman Brock
Nicolas Winding Refn
ProduktionDanny Hansford
Rupert Preston
MusikJohnny Jewel
KameraLarry Smith
SchnittMatthew Newman
Besetzung
  • Tom Hardy: Michael Peterson (Charles Bronson)
  • Matt King: Paul Daniels
  • James Lance: Phil Danielson
  • Amanda Burton: Charlies Mutter
  • Kelly Adams: Irene Peterson
  • Juliet Oldfield: Alison
  • Jonathan Phillips: Gefängnisdirektor
  • Mark Powley: Andy Love
  • Hugh Ross: Onkel Jack
  • Joe Tucker: John White

Bronson ist eine britische Filmbiografie aus dem Jahr 2008. Der von Nicolas Winding Refn inszenierte Film zeigt die Lebensgeschichte des von Tom Hardy gespielten „gefährlichsten Häftlings Britanniens“, Michael Gordon Peterson „Charles Bronson“.

Handlung

Michael Peterson fühlte sich schon immer zu Höherem berufen, weswegen er unbedingt berühmt werden wollte. Er kann weder singen, noch schauspielern, weswegen es für ihn unmöglich scheint, sich einen Namen zu machen. Eigentlich kommt er aus gutem Haus und ist behütet aufgewachsen, aber dennoch liebt er es, andere Menschen, darunter Mitschüler und Lehrer, zu schlagen. Nach der Schule sucht er sich den erstbesten Job, den er finden kann und verliebt sich in Irene. Aber nachdem beide ein Kind haben, fühlt er sich in der Mittelmäßigkeit gefangen, weswegen er mit einer abgesägten Schrotflinte ein Postgeschäft überfällt, was ihm sieben Jahre Gefängnis einbringt. Sieben Jahre können ein langsamer monotoner Albtraum sein. Dabei sah er sich immer als Comedian, weswegen er seine Zelle als Hotelzimmer sieht, in der er seine Fähigkeiten entwickelt. Und er trainiert hart, damit er sich immer wieder mit Mithäftlingen und Wächtern prügeln kann. Die meiste Zeit verbringt er in Einzelhaft, wenn er nicht von Gefängnis zu Gefängnis verlegt wird. Unglücklicherweise begeht er einen gewaltigen Fehler. Er landet in einer Nervenheilanstalt, wo er mit Drogen ruhiggestellt wird. Bei einem Ausbruchsversuch versucht er einen weiteren Insassen zu töten. Aber das scheitert und Peterson wird für weitere 26 Jahre verurteilt und in eine Nervenheilanstalt für Kriminelle verlegt.

Nachdem er 1983 47 Stunden auf dem Dach des Broadmoor Gefängnisses verbrachte, wird er im Oktober 1988 in die Freiheit entlassen. Seine Eltern nehmen ihn wieder bei sich auf. Doch Peterson vermisst sein altes Elternhaus aus seiner Kindheit in Luton. Daher sucht er Onkel Jack auf und verbringt einige Zeit bei ihm und seinen Mädchen. Anschließend besucht er einen alten Mithäftling, der innerhalb von zehn Jahren einen gut laufenden Club aufgebaut hat. Dieser gibt ihm den Kampfnamen Charles Bronson und organisiert illegale Kämpfe. Bronson fühlt sich fortan als Künstler, der gegen Geld 'Zigeuner', Kampfhunde und mehrere Männer auf einmal zusammenschlägt. Er lernt auch ein junges Mädchen kennen, dem er nach einer Weile seine Liebe gesteht. Da sie ihn aber zurückweist, bricht er bei einem Juwelier ein, um ihr anschließend erneut seine Liebe zu gestehen. Doch sie weist ihn wiederum ab und so freut sich Bronson, zumindest wieder im Gefängnis zu sein.

Und dort macht er weiter wo er vor nicht einmal 70 Tagen aufgehört hat. Er schlägt sich weiterhin mit Wächtern und Häftlingen. Außerdem nimmt er immer mal wieder Geiseln, darunter auch den Gefängnisbibliothekar Andy Love, der in seine Zelle gekommen war, um Bücher zu verteilen. Aber Bronson sucht weniger den Tod seiner Opfer, als die Konfrontation mit anderen. Irgendwann nimmt er an Danielsons Kreativunterricht teil, wo er seine künstlerische Seite entdeckt. Danielson redet ihm gut zu und glaubt Menschenkenntnis zu haben, weswegen er sich beim Gefängnisdirektor für Petersons bzw. Bronsons Bewährung einsetzt. Aber stattdessen macht Bronson ihn zu seiner nächsten Geisel, damit er sich erneut mit den Wächtern anlegen kann.

Kritik

„Der nach der Biografie eines Strafgefangenen gestaltete Film beschreibt einen mörderischen Kreislauf aus Gewalt und Gegengewalt. Der dänische Regisseur lässt in seinem zweiten britischen Film seinen inszenatorischen Mitteln freien Lauf, was zunächst zu einem visuellen Feuerwerk voller Gewaltausbrüche und anderer drastischer Szenen führt, später aber zu Abstumpfung führt.“

Hintergrund

Weltweit konnte der Film etwas mehr als 2 Mio. US-Dollar an den Kinokassen wieder einspielen.[3] In Deutschland ist der Film seit dem 22. Dezember 2009 auf DVD erhältlich.

Auszeichnungen

British Independent Film Award 2009

  • Bester Hauptdarsteller (Tom Hardy)
  • Nominierung: Beste Produktion

Sundance Film Festival Jurypreis 2009

Chlotrudis Awards 2010

Evening Standard British Film Award 2010

  • Nominierung: Bester Darsteller (Tom Hardy)

London Critics’ Circle Film Award 2010

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Bronson. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2009 (PDF; Prüf­nummer: 119 461 V).
  2. Bronson. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  3. Bronson (2008) auf boxofficemojo.com (englisch), abgerufen am 1. Mai 2012